Defensive Schwächen kosten dem FCM wertvolle Punkte
Magdeburg – Der 1. FC Magdeburg muss derzeit vor allem in der Abwehrarbeit einige Anpassungen vornehmen. Durch unklare Abstimmungen und individuelle Fehler machen sich die Blau-Weißen selbst das Leben schwer und verschenken wichtige Zähler.
Ein typisches Beispiel für die mangelhafte Absprache in der Defensive zeigte sich in der 39. Spielminute gegen Schalke. Nach einer Hereingabe von außen befand sich Alexander Nollenberger plötzlich im Kopfballduell mit dem Top-Stürmer Edin Džeko – ein Duell, das der Bosnier für sich entscheiden konnte. „Nollenberger gegen Džeko, das ist ein klares Ungleichgewicht“, kommentierte FCM-Trainer Petrik Sander (65) nach dem Spiel.
Doch dieser Fehler war nicht der einzige in der Defensivarbeit des FCM. Kurz nach Wiederanpfiff verursachte Philipp Hercher im eigenen Strafraum ein Handspiel (47.), und Lubambo Musonda unterlief ein schwerwiegender Fehler, als er den Ball direkt in den Lauf von Karaman köpfte (68.). Beide Patzer führten unmittelbar zu Gegentoren.
„Wir hatten bestimmte taktische Vorstellungen, die letztlich dazu geführt haben, dass wir dem Gegner zu einfachen Toren verholfen haben“, analysierte Petrik Sander die Vorfälle. In den letzten fünf Partien kassierte seine Mannschaft 15 Treffer und stellt damit die schwächste Defensive dieser Phase.
Positiv bleibt jedoch anzumerken: Trotz der Gegentore zeigten sich die Magdeburger auch bei der Auswärtsniederlage in Schalke kämpferisch und mit starken Reaktionen. Wenn sie darauf aufbauen und ihre Defensivleistung stabilisieren, stehen die Chancen auf den Klassenerhalt gut.