HSV-Blog: Daniel Heuer Fernandes äußert sich zu seiner Zukunft
Hamburg – Ein weiterer Zähler für die Rothosen: Beim 1:1 gegen den 1. FC Köln präsentierte sich der HSV zwar nicht von seiner besten Seite, dennoch nahmen die Hanseaten den Punkt gern mit.
Als nächstes steht für die Hamburger ein echtes Highlight an: Am kommenden Samstag um 18.30 Uhr geht es im Topspiel gegen Borussia Dortmund. Zudem gibt es Neuigkeiten rund um Torhüter Daniel Heuer Fernandes.
In unserem HSV-Blog halten wir Euch stets auf dem Laufenden – von Teamnews über mögliche Transfers bis hin zu allen wichtigen Ereignissen aus dem Volksparkstadion.
Ein Wechsel des Beraters ist oftmals ein Hinweis darauf, dass ein Spieler den Verein verlassen will. Bei HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein.
"Im Fußball gibt es Dinge, die man nicht kontrollieren kann. Meine Aufmerksamkeit gilt meiner Leistung. Ich bin froh, dass ich Woche für Woche gute Leistungen abliefern kann. Darauf konzentriere ich mich. Alles andere wird sich in Zukunft ergeben", erklärte der 33-Jährige nach dem Unentschieden gegen Köln.
Bislang ging man davon aus, dass sein Vertrag zum Saisonende ausläuft, Heuer Fernandes hatte sich selbst eine Frist bis März gesetzt. "Jetzt kann ich keinen genauen Zeitpunkt mehr nennen", sagte er schmunzelnd – was wohl einen guten Grund hat.
Wie die Bild berichtet, verlängert sich sein Vertrag bei einem Klassenerhalt automatisch um ein weiteres Jahr. Somit besteht derzeit weder beim Spieler noch beim HSV Eile, denn die Aussichten stehen gut, dass die Rothosen auch in der kommenden Saison in der Bundesliga vertreten sein werden.
Mit neun Punkten Abstand zum direkten Abstiegsplatz und sechs Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz befindet sich der HSV nach 26 Spieltagen in einer komfortablen Ausgangslage, um das Ziel Klassenerhalt zu schaffen.
Sky-Experte Lothar Matthäus (64) sieht die Rothosen bereits so gut wie gerettet. Nach dem Remis gegen Köln schätzte der ehemalige Weltfußballer die Wahrscheinlichkeit dafür auf „85 bis 90 Prozent“ ein.
HSV-Trainer Merlin Polzin (35) nahm das mit einem Lächeln auf: „Ich würde Lothar Matthäus nie widersprechen.“ Gleichzeitig machte er aber deutlich, dass noch ein langer Weg vor dem Team liegt.
Im Spiel der Aufsteiger hat Schiedsrichter Tobias Welz (48) die Kontrolle: Er wird am Abend die Partie zwischen dem HSV und dem 1. FC Köln leiten.
Unter der Leitung des Wiesbadeners bestritten die Hamburger bereits 28 Spiele – mit gemischtem Erfolg: Acht Siege und neun Unentschieden stehen elf Niederlagen gegenüber.
Der 1. FC Köln absolvierte bislang 21 Begegnungen mit Welz als Schiedsrichter, die Bilanz fällt noch negativer aus: Fünf Siege, vier Remis und zwölf Niederlagen.
Am Samstag treffen mit dem HSV und dem 1. FC Köln die beiden ehemaligen Klubs von Schiedsrichter Tobias Welz aufeinander. Im Sommer hätte Davie Selke (31) allerdings beinahe bei einem anderen Bundesliga-Verein unterschrieben.
Wie „Sky“ berichtet, soll der 1. FSV Mainz 05 großes Interesse am Stürmer gezeigt und sogar ein konkretes Angebot abgegeben haben. Ebenso wenig Erfolg hatten die Mainzer wie der schottische Klub Celtic Glasgow, der ebenfalls an Selke interessiert war.
Seit letztem Sommer steht Selke bei Basaksehir Istanbul unter Vertrag. Der Aufstiegsheld des HSV aus der vergangenen Saison erzielte in 15 Einsätzen bisher sieben Tore.
Ein herber Rückschlag für einen ehemaligen HSV-Profi: Romeo Castelen (42), der zwischen 2007 und 2011 für die Rothosen spielte, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt.
Das Gericht in Zwolle verhängte gegen Castelen 18 Monate Gefängnis, davon sechs Monate auf Bewährung, sowie eine Geldstrafe über zwei Millionen Euro.
Castelen soll über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng Millionenbeträge an Schwarzgeld gewaschen haben. 2019 wurde er zudem am Amsterdamer Flughafen mit 139.000 Euro in bar erwischt.
Die Staatsanwaltschaft forderte ursprünglich drei Jahre Haft. Der Ex-Profi kündigte jedoch an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
William Mikelbrencis (22) kämpft aktuell um seine Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch seine bisherigen Leistungen lassen auf positive Vertragsverhandlungen hoffen.
„Wenn man die Chance bekommt, muss man sie auch nutzen. Das hat er in der gesamten Saison getan“, lobte Trainer Merlin Polzin (35). Auch wenn Mikelbrencis gelegentlich auf der Bank Platz nehmen musste, lag das an taktischen Überlegungen, die er nicht beeinflussen konnte. Das, was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.
In seinen ersten beiden Jahren spielte Mikelbrencis nur zwölf Mal für den HSV, mit insgesamt 571 Minuten Einsatzzeit. In der Aufstiegssaison kam er jedoch bereits auf 25 Einsätze, in dieser Saison stehen schon 19 Spiele zu Buche, davon neun von Beginn an.
„William kam als junger Spieler zu uns, damals sprach er weder Deutsch noch Englisch. Er hat hart an sich gearbeitet, auch wenn er manchmal weniger zum Einsatz kam, als er sich das gewünscht hätte“, schilderte Polzin die Entwicklung des Franzosen.
Der Trainer sieht für ihn noch viel Potenzial: „Er weiß genau, welche Schritte er als Nächstes gehen muss. Auf dem Platz ist er ein schneller Spieler und auch ein feiner Typ.“
Schlechte Nachrichten für den HSV: Stürmer Yussuf Poulsen (31) fällt erneut für mehrere Wochen aus. Wie Trainer Merlin Polzin am Donnerstag mitteilte, zog sich der Däne eine Verletzung am rechten hinteren Oberschenkel zu.
„Das ist sehr bitter“, sagte Polzin und berichtete, dass Poulsen nach der Diagnose niedergeschlagen gewesen sei. „Weder für ihn noch für uns ist das erfreulich.“ Poulsen kam mit großen Erwartungen zum HSV, musste aber immer wieder verletzungsbedingt pausieren.
„Die Saison ist noch nicht vorbei“, blickte Polzin voraus, auch wenn die genaue Ausfallzeit unklar ist. „Er wird weiterhin seinen Teil dazu beitragen, dass wir eine starke Saison spielen und unsere Ziele erreichen.“
HSV-Coach Merlin Polzin (35) äußerte sich deutlich zur Nichtberücksichtigung von Rayan Philippe (25) bei der Partie in Wolfsburg: „Ich wollte ihm klar machen, woran er arbeiten muss. Das haben wir intern besprochen.“
Polzin erwartet, dass Philippe nach schwächeren Auftritten zurückkommt. Ein Einsatz am Samstag gegen den 1. FC Köln ist daher nicht ausgeschlossen, solange der Angreifer zeigt, dass er die Anforderungen erfüllt.
„Ich habe hohe Ansprüche an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon deutlich bessere Leistungen gebracht.“ Zwar ist Philippe mit fünf Treffern gemeinsam mit Luka Vuskovic (19) bester Torschütze des HSV, fällt jedoch immer wieder in Leistungstiefs.
Polzin meinte sogar: „Er muss sich noch zurechtfinden.“ Dabei ist Philippe bereits seit acht Monaten beim HSV, die Eingewöhnungszeit sollte also vorbei sein. „Ich sehe das aber nicht dramatisch. Wir zeigen ihm, woran wir arbeiten wollen. Solche Phasen, in denen nicht alles läuft, gehören dazu. Da muss er durch.“
Der HSV kann inzwischen relativ sicher für die kommende Saison in der Bundesliga planen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Luka Vuskovic (19) ein weiteres Jahr in Hamburg bleibt, nimmt mit jedem weiteren Spiel ab – seine Leistungen sind zu überzeugend.
Daher suchen die Verantwortlichen bereits nach einem Ersatz. Laut dem griechischen Medium SDNA haben die Rothosen den Innenverteidiger Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus ins Visier genommen und ihn beim letzten Spiel sogar vor Ort beobachtet.
Pirola stammt aus der Jugend von Inter Mailand und hat zahlreiche Einsätze für die italienischen U-Nationalmannschaften absolviert. Seit Sommer 2024 spielt er in Piräus, wo sein Vertrag noch bis zum Saisonende 2027/28 gilt. Sein Marktwert wird auf etwa neun Millionen Euro geschätzt.
Die Vorbereitung auf das Topspiel am Samstag gegen Köln begann am Dienstag. Mit dabei war auch Winter-Zugang Albert Grönbaek (24). „Ich freue mich, dass er wieder mit der Mannschaft trainiert. Er braucht noch etwa eine Woche, in der er voll mitmachen kann, ohne Trainingssteuerung. Ich hoffe, dass er bald einsatzfähig ist“, erklärte Coach Polzin.
Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22) trainierten nicht mit dem Team, um die Belastung zu steuern. Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten zudem individuelle Reha-Einheiten.
Vor allem Capaldo könnte gegen Köln zurückkehren. „Das könnte eine Punktlandung werden. Wir versuchen, es möglich zu machen“, sagte Polzin, schränkte aber ein: „Als Trainer ist man manchmal mehr Träumer als Realist.“
Beim 2:1-Sieg in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Spieler auf dem Feld. Der Verteidiger war an der Entstehung beider Elfmetertore beteiligt und verwandelte einen davon selbst – wenn auch mit etwas Glück.
Im TV-Format Sky90 lobte der ehemalige HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (44) den jungen Kroaten: „Für mich ist er der Schlüsselspieler.“ Er hob auch die fußballerische Leidenschaft der gesamten Familie Vuskovic hervor.
Gleichzeitig übte Boldt Kritik an den Rothosen: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic erzielte fünf wichtige Tore; beide Elfmeter gegen Wolfsburg gingen auf sein Konto. Obwohl er Verteidiger ist, spielt er eine zentrale Rolle im Offensivspiel – genau wie Rayan Philippe, der ebenfalls fünf Saisontore aufweist.
Boldt ist überzeugt, dass der HSV ohne Vuskovic nicht auf dem zehnten Tabellenplatz stünde: „Die beiden Spiele vor seiner Ankunft waren meilenweit vom Bundesliga-Niveau entfernt. Er bringt einen enormen Input.“
Christian Eriksen (34) brachte Wolfsburg zunächst in Führung, doch Luka Vuskovic (19) und Jean-Luc Dompé (30) drehten das Spiel vom Elfmeterpunkt aus und sorgten so für Bundesliga-Geschichte.
Rekordhalter für die meisten Elfmeter in einem Spiel ist die Partie Gladbach gegen Borussia Dortmund aus der Saison 1965/66. Damals entschied der Schiedsrichter fünf Strafstöße, von denen vier verwandelt wurden. Das Endergebnis lautete 5:4 für Dortmund.
Die großen Klubs stehen Schlange: Es ist mehr oder weniger sicher, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehren wird. Ob er dort weiterspielt, ist allerdings noch offen.
Der 19-Jährige steht inzwischen bei vielen Top-Vereinen Europas auf der Liste. Zuletzt wurde FC Barcelona ein Interesse nachgesagt.
Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich in spanischen Medien zu den Spekulationen: „Im Moment kann ich dazu nichts sagen. Der Spieler gehört weiterhin zum HSV und konzentriert sich voll auf den Verein. In genau zwei Monaten, wenn seine Leihe endet und er offiziell zu Tottenham zurückkehrt, werde ich Neuigkeiten bekanntgeben.“
Nach dem Sieg in Wolfsburg dürfte HSV-Profi Daniel Elfadli (28) besonders erleichtert gewesen sein. Er hatte in der Volkswagen Arena eine schwierige erste Halbzeit.
Der Verteidiger, der vor Warmed Omari (25) den Vorzug erhalten hatte, spielte in der 18. Minute einen katastrophalen Fehlpass, doch die Wolfsburger konnten daraus kein Kapital schlagen.
Zwei Minuten später wurde Elfadli zum Unglücksraben, als er beim Klärungsversuch VfL-Profi Yannick Gerhardt (31) versehentlich am Kopf traf. Den daraus resultierenden Elfmeter verwandelte Christian Eriksen (34) zur Wolfsburger Führung.
Elfadli erhielt für das Foul Gelb und stand kurz vor der Pause nach einem weiteren Vergehen kurz vor einer Roten Karte. Nach einer deutlichen Ansage von Schiedsrichter Florian Exner (35) blieb dem Trainer Merlin Polzin (35) nichts anderes übrig, als Elfadli zur Pause auszuwechseln.
Schiedsrichter Florian Exner (35) leitet die Partie zwischen Wolfsburg und dem HSV. Unter seiner Leitung bestritten die Rothosen fünf Spiele mit respektabler Bilanz: drei Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage.
Beim VfL Wolfsburg sieht die Bilanz anders aus: Sie absolvierten drei Spiele mit Exner als Schiedsrichter und gewannen nur eines, zwei gingen verloren.
Wie es im Sommer mit Luka Vuskovic (19) weitergeht, ist noch unklar. Bleibt er beim HSV, um mit seinem Bruder Mario zusammenzuspielen? Holt Tottenham ihn zurück oder wechselt er zu einem anderen Klub?
Sky berichtet, dass der FC Barcelona den kroatischen Verteidiger genau beobachtet, da sich im Sommer bei den Katalanen eine Lücke in der Innenverteidigung auftut.
Besonders interessant ist, dass Vuskovic denselben Berater wie Barca-Trainer Hansi Flick (61) hat: Pini Zahavi (83).
Schlechte Nachricht für den HSV: Bakery Jatta (27) wird in den kommenden Wochen fehlen.
Der Verein gab bekannt, dass sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch eine Verletzung am linken hinteren Oberschenkel zugezogen hat. Er wurde bereits in der 29. Minute ausgewechselt.
Unter Trainer Merlin Polzin spielte Jatta zunächst keine Rolle, kämpfte sich jedoch Ende 2025 zurück und absolvierte seitdem zehn von zwölf Partien.
HSV-Fans aufgepasst: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) terminiert die Spieltage 28 bis 30 jetzt exakt. Der HSV bestreitet unter anderem das Nordderby gegen Werder Bremen und ist zweimal samstags um 15.30 Uhr sowie einmal sonntags um 17.30 Uhr im Einsatz.
Die kommenden Spiele im Überblick:
Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV gegen FC Augsburg
Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart gegen HSV
Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen gegen HSV
Sören Storks (37) wird die Nachholpartie gegen Bayer Leverkusen am Mittwochabend pfeifen.
Der Schiedsrichter aus Ramsdorf (Nordrhein-Westfalen) leitete bereits vor einigen Monaten ein HSV-Spiel, das die Hamburger trotz Unterzahl und einer hektischen Schlussphase spät für sich entscheiden konnten.
Storks hatte Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, nachdem der Norweger zu hart in den Zweikampf mit Stuttgarts Josha Vagnoman (25) gegangen war.
Insgesamt leitete Storks bisher fünf Spiele des HSV in der ersten und zweiten Liga. Die Bilanz spricht klar für die Rothosen: Nur einmal verloren sie unter seiner Leitung.
Besteht Grund zur Sorge bei den HSV-Anhängern? Torwart Daniel Heuer Fernandes (33) hat sich seit dem Aufstieg in die Bundesliga als einer der besten Keeper etabliert, doch sein Vertrag läuft im Sommer aus.
Der Schlussmann teilte kürzlich mit, dass Gespräche über seine Zukunft mit dem Verein laufen. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet nun, dass Heuer Fernandes seinen Berater gewechselt hat. Er habe sich im Guten von seiner langjährigen Agentur getrennt.
Der HSV sei von dieser Entscheidung überrascht gewesen. Was das für die Zukunft von Heuer Fernandes bedeutet, ist derzeit unklar – möglicherweise sucht er eine bessere Verhandlungsposition oder prüft Wechseloptionen.
Wenig überraschend hat Fábio Vieira (25) großen Anteil daran, dass der HSV eine solide Saison spielt. Der Portugiese, der vom FC Arsenal ausgeliehen ist, hat sich bei den Hanseaten zu einem Schlüsselspieler entwickelt. Doch wie sieht seine Zukunft aus?
Laut SPORT BILD hat Vieira bereits entschieden, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei den „Gunners“ konnte er sich seit seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen.
Vieira fühlt sich beim HSV und in Hamburg sehr wohl und kann sich grundsätzlich einen Verbleib vorstellen. Problematisch bleibt aber die finanzielle Seite: Die Kaufoption für den Portugiesen liegt bei über 20 Millionen Euro – zu viel für den HSV.
Die Verantwortlichen hoffen jedoch, die Ablösesumme senken zu können, vor allem wenn Vieira sich selbst für einen festen Wechsel ausspricht. Das Ergebnis ist offen.
Diagnose liegt vor: HSV-Profi Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen, wie eine MRT-Untersuchung am Montag im Athletikum am Volkspark ergab.
Der Argentinier wird den Rothosen voraussichtlich „einige Wochen“ fehlen, nachdem er gegen RB bereits nach etwa 20 Minuten ausgewechselt werden musste. Zunächst hatte man von einer Adduktoren-Verletzung ausgegangen.
So wenige Gästefans wie lange nicht: Obwohl das Volksparkstadion beim Spiel HSV gegen RB Leipzig mit 57.000 Zuschauern ausverkauft war, kamen nur rund 1.500 Fans aus Leipzig – die geringste Gästefan-Anzahl der Saison.
Nach Angaben der Seite „falsche9“ reisten sogar weniger Leipziger mit als der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim, der zuletzt mit knapp 2.100 Anhängern vor Ort war.
Im März waren beim torlosen Remis gegen SV Elversberg lediglich etwa 1.000 Gästefans anwesend.
Eine bittere Nachricht: Nach der Niederlage gegen Leipzig verlor der HSV auch noch zwei Verteidiger.
Miro Muheim (27) sah von Schiedsrichter Bastian Dankert (45) für ein hartes Foul seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit sicher im Nachholspiel gegen Leverkusen. „Wir haben drei, vier Spieler als Ersatz in der Hinterhand“, kommentierte Trainer Merlin Polzin (35).
Außerdem bestehen Sorgen um Nicolas Capaldo (27). Der Argentinier musste mit Schmerzen im Oberschenkel-/Adduktorenbereich früh ausgewechselt werden und verließ den Platz sichtlich mitgenommen.
Polzin erklärte, dass Capaldo sich beim Sprint eine Verletzung zugezogen habe und kündigte weitere Untersuchungen für Montag an. Ein Einsatz gegen Leverkusen scheint fraglich, eventuell droht ein längerer Ausfall.
Schiedsrichter Bastian Dankert (45) steht beim Bundesliga-Duell HSV vs. RB Leipzig in der Verantwortung.
Die Rothosen spielten bislang 18 Mal unter seiner Leitung, mit mäßigem Erfolg: Sieben Siege und ein Unentschieden, aber auch zehn Niederlagen.
RB Leipzig hat 17 Spiele mit Dankert als Schiedsrichter bestritten und weist eine positive Bilanz auf: neun Siege, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen.
Beste Voraussetzungen für einen weiteren magischen Abend im Volksparkstadion: Gegen RB Leipzig kann der HSV nahezu in Bestbesetzung antreten.
Lediglich die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) stehen laut Trainer Merlin Polzin (35) nicht zur Verfügung. Alle anderen sind „motiviert und einsatzbereit“, wie der Coach betonte.
Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) ist nach seinem Außenbandriss am Sprunggelenk wieder eine mögliche Option. Ob es für einen Einsatz reicht, wird sich spätestens rund eine Stunde vor Anpfiff entscheiden.
Positives Feedback vom SC Freiburg-Profi Matthias Ginter (32) zum HSV im Podcast „Copa TS“.
Ginter sprach zunächst über die Entwicklung des VfB Stuttgart, der vor kurzem noch in der zweiten Liga spielte und inzwischen DFB-Pokalsieger sowie Champions-League-Teilnehmer ist. Eine ähnliche Entwicklung traut er auch dem HSV zu.
„Klar, sie haben viele Leihspieler geholt“, sagte Ginter und bezog sich dabei auf Transfers wie Luka Vuskovic (19) und Fábio Vieira (25). Auch wenn der HSV diese Spieler womöglich nicht halten kann, sieht er gute Voraussetzungen.
„Der Verein, die Stadt, das Stadion – das alles ist beeindruckend“, lobte er und ist überzeugt, dass der HSV bald wieder in der oberen Tabellenhälfte zu finden sein wird.
Erfreuliche Neuigkeiten vom Trainingsplatz: Albert Sambi Lokonga (26) kehrte am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurück. Am Dienstag hatte er nach seinem Außenbandriss noch individuell mit Reha-Trainer Sebastian Capel gearbeitet.
„Wir planen, dass Sambi im Laufe der Woche wieder voll einsteigt und womöglich am Wochenende im Kader steht. Yussi wird nach einer langen Trainingswoche und seiner Verletzungsgeschichte besonders vorsichtig behandelt. Er wird ab morgen wieder mit der Mannschaft trainieren und eventuell am Wochenende zur Verfügung stehen“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35).
Yussuf Poulsen (31) schont sich hingegen aus Belastungsgründen etwas, Albert Grönbaek (24) arbeitet weiterhin individuell an seinem Comeback.
Seit über sechs Jahren steht Daniel Heuer Fernandes (33) beim HSV unter Vertrag und war in dieser Zeit nicht immer unumstritten. Dennoch setzte er sich regelmäßig durch – auch dank seiner Leistungen rangiert der Aufsteiger nach 23 Spieltagen deutlich über dem Strich.
Experte Stefan Effenberg (57) brachte Heuer Fernandes nun sogar für die Nationalmannschaft ins Gespräch: „Er hat es sich verdient, vielleicht als Backup bei einer WM berücksichtigt zu werden“, sagte er im „Doppelpass“. „Ferro ist zu 100 Prozent loyal, auch in schwierigen Situationen. Er würde sich komplett einfügen.“
Effenberg sieht in Heuer Fernandes einen wichtigen Erfolgsfaktor für den HSV: „Er entscheidet Spiele als Torwart und sichert Punkte. Es spricht eigentlich nichts dagegen, ihn als dritten Torwart mitzunehmen. Wenn wir über die Nationalmannschaft sprechen: Wer ist da auf Platz zwei und drei? Ich denke, Ferro ist gar nicht so weit weg.“
Beim HSV werden diese Worte gerne gehört, doch Heuer Fernandes’ Leistungen wecken natürlich auch Begehrlichkeiten. Vor allem, da sein Vertrag im Sommer ausläuft. „Wir sind in guten Gesprächen. Ferro weiß genau, was er am HSV hat, und wir wissen, was wir an ihm haben. Er ist eine wichtige Stütze für uns“, erklärte Sportdirektor Claus Costa (41).
Silvan Hefti (28) hatte beim HSV keine Chance, sucht nun sein Glück in der nordamerikanischen MLS bei D.C. United – sein Debüt war erfolgreich.
Beim Saisonauftakt stand Hefti in der Startelf und blieb bis zum Ende auf dem Platz. Sein Team setzte sich mit 1:0 gegen Philadelphia Union durch.
Auch Ex-Kapitän Sebastian Schonlau feierte einen Erfolg: Die Vancouver Whitecaps gewannen 1:0, er war erstmals seit August wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Fábio Vieira (25) macht beim HSV immer wieder den Unterschied. Ob er über den Sommer hinaus bleibt, ist jedoch ungewiss.
„Fabio ist ein außergewöhnlicher Spieler. Er kommt jeden Tag besser in Hamburg an. Wir sind sehr froh, dass wir ihn für ein Jahr verpflichtet haben“, sagte Sportdirektor Claus Costa (41) im „Doppelpass“.
Vieira spielt auf Leihbasis vom FC Arsenal, der HSV besitzt eine Kaufoption über 20 Millionen Euro. Diese wird aller Voraussicht nach nicht gezogen.
„20 Millionen Euro für einen Spieler zu zahlen, ist unrealistisch“, so Costa, der dennoch Chancen auf einen Verbleib sieht: „Am Ende brauchen wir ein klares Bekenntnis vom Spieler. Im Sommer bewerten wir die Situation neu.“
Schiedsrichter Robert Braun (30) wird am Freitag das Auswärtsspiel des HSV beim FSV Mainz 05 leiten. In dieser Saison pfiff er beide Vereine bereits einmal.
Der HSV verbindet mit ihm keine guten Erinnerungen: In der Partie beim FC Augsburg am 11. Spieltag verloren die Hanseaten mit 0:1. Unter seiner Leitung gewann der HSV zudem eine Zweitliga-Partie und spielte einmal unentschieden.
Mainz hingegen erkämpfte Mitte Dezember unter Braun ein überraschendes 2:2 gegen den FC Bayern München und gewann vor drei Jahren ein DFB-Pokal-Spiel mit ihm als Schiedsrichter.
Beim Auswärtsspiel in Mainz muss der HSV auf die verletzten Alexander Rössing-Lelesiit (19), Albert Sambi Lokonga (26) und Albert Grönbaek (24) sowie den gesperrten Luka Vuskovic (18) verzichten. Hinter Kapitän Nicolás Capaldo (27) stand zunächst ein Fragezeichen.
„Nicolas war unter der Woche gesundheitlich angeschlagen und konnte nicht komplett trainieren. Im Gespräch mit ihm wurde deutlich, dass er unbedingt spielen will und fit ist“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35), wollte aber den Donnerstag abwarten.
Am Donnerstag kehrte Capaldo zurück aufs Training und meldete sich damit einsatzbereit für das Mainz-Spiel.
Jean-Luc Dompés (30) Alkoholfahrt sorgte für Wirbel. Mittlerweile arbeitet der HSV-Profi wieder auf dem Platz an seiner Rückkehr. Am letzten Spieltag feierte er gegen Union Berlin (3:2) sein Comeback und stand 18 Minuten auf dem Feld.
Die Verantwortlichen scheinen dem Profi vergeben zu haben: „Das Thema um Jean-Luc haben wir intensiv behandelt. Für mich und den Verein war klar, dass wir eine Haltung zeigen müssen“, sagte Trainer Polzin (35). „Trotzdem sollte es im Sport und im Leben nicht darum gehen, jemanden komplett zu verurteilen, sondern als Team zusammenzustehen.“
Dompé soll sich einsichtig gezeigt haben. „Mir ist es wichtig, den Cut zu machen, damit er wie alle anderen die Chance hat, sich sportlich für die Startelf zu empfehlen“, ergänzte Polzin. Ob er am Freitag in Mainz von Beginn an spielt, ist unklar. Wahrscheinlich wird Winter-Neuzugang Philip Otele (26) starten.
Luka Vuskovic (18) fehlt gegen Mainz wegen einer Gelbsperre. Dem Supertalent bleiben damit noch elf Spiele im HSV-Trikot – oder vielleicht sogar mehr?
Trainer Merlin Polzin (35) antwortete auf die Frage, ob er an einen Verbleib Vuskovics über den Sommer hinaus glaube: „Ich bin Optimist und glaube an fußballromantische Dinge, auch wenn sie schwer vorstellbar sind.“
„Wir sind sehr daran interessiert, dass er weiter für den HSV spielt, besonders in Kombination mit seinem Bruder Mario, der in knapp 270 Tagen zurückkehrt“, erklärte Polzin weiter. Mitte November endet die Dopingsperre von Mario, dann könnten beide gemeinsam auflaufen.
Entscheidend ist jedoch die Absprache mit Tottenham Hotspur. „Es gibt eine klare vertragliche Vereinbarung zwischen den Klubs. Wir sind dankbar, dass wir im letzten Sommer eine Lösung gefunden haben, vor allem mit Tottenham“, sagte Polzin. Auch für diesen Sommer müsse eine Lösung gefunden werden.
Nach seinem fünften Gelben Karton gegen Union Berlin fehlt Luka Vuskovic (18) dem HSV am Freitag in Mainz. Die Sperre bringt ihm jedoch einige trainingsfreie Tage.
„Luka hat bei uns jedes Spiel absolviert und war auch in den Länderspielphasen regelmäßig für die Nationalmannschaft unterwegs, teils für mehrere Teams“, erklärte Polzin (35). „Es war wichtig, dass er sich die Pause jetzt verdient hat. Außerdem profitieren wir davon, wenn er zwei Tage den Kopf freibekommen kann.“
Bereits am Dienstagabend soll Vuskovic nach Hamburg zurückkehren und mit zur Auswärtsfahrt nach Mainz fahren. „Er hat darum gebeten, weil er unbedingt dabei sein möchte. Das ist ein gutes Zeichen.“
Wer ihn bei den 05ern ersetzt, ist noch offen. „Daniel Elfadli kennt diese Position, er spielte sie bereits zu Saisonbeginn. Auch Warmed Omari, der heute wieder mehr trainieren konnte und am Freitag eine Option ist, wäre eine Möglichkeit“, so Polzin.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga bedeutet Folgendes: Der Verein auf Platz 1 am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte auf Platz 16 spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.