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Cottbus widerlegt sämtliche Prognosen – wird zum großen Marktwert-Überraschungsteam der 3. Liga

Cottbus – Von wegen durchschnittlich! Am Freitag veröffentlichte das Fachportal transfermarkt.de die aktuellen Marktwerte der 3. Liga. Die Zahlen verdeutlichen erneut: Der Aufstieg von Cottbus kam völlig unerwartet.

Als die Saison am 1. August 2025 begann, wurde Energie mit Platz 13 beim Kaderwert eingestuft. Doch nur zehn Monate später feiert Cottbus nach zwölf Jahren den sportlichen Aufstieg in die 2. Bundesliga – und das trotz eines vergleichsweise durchschnittlichen Marktwerts.

Nach der Aktualisierung der Saisonwerte belegt Energie Rang elf in der Gesamtbewertung (7,85 Millionen Euro). Betrachtet man den durchschnittlichen Wert pro Spieler, liegt der Verein sogar auf Platz neun. Beide Positionen sind deutlich entfernt von den üblichen Spitzenplätzen eines Aufsteigers.

Auch eine Trainerbefragung von liga3-online.de ergab, dass Cottbus von keinem Trainer als potenzieller Aufstiegskandidat eingeschätzt wurde.

Diese Bewertungen machen deutlich: Marktwert und tatsächliche Leistung sind nicht zwangsläufig identisch. Die sportliche Qualität war überaus beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt, dass viele Spieler ihre erste vollständige Saison in der 3. Liga absolvierten.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung während der laufenden Spielzeit: Trotz der beeindruckenden sportlichen Leistungen fiel Energie in der Rückrunde beim Marktwert-Ranking auf Platz 16 zurück.

Grund dafür ist die Zusammensetzung des Kaders – viele Spieler haben nicht das typische Toptalentalter, kamen aus der Regionalliga oder besitzen, wie etwa Tolga Cigerci (34 Jahre, Marktwert nur 150.000 Euro), einen eher geringen Marktwert.

Dennoch konnten 16 Akteure im Verlauf der Saison ihren Marktwert steigern – nur Duisburg (19 Spieler) verzeichnete eine noch größere Anzahl an Wertzuwächsen innerhalb der Liga.

In der Summe erhöhte Energie den Gesamtmarktwert im Saisonverlauf um 48 Prozent – das ist die viertbeste Steigerung nach Aachen (103 Prozent), Verl (74 Prozent) und Duisburg (53 Prozent).

Die wohl beeindruckendste Statistik lautet aber: Energie entwickelte sich zum Marktwert-Überflieger, indem sie elf Teams hinter sich ließ, die vor Saisonbeginn noch einen höheren Marktwert hatten. Das ist der Spitzenwert der Liga und mündete folgerichtig im verdienten Aufstieg.

Tabelle der 3. Liga

Die Bedeutung der 3.-Liga-Tabelle ist folgende: Der Tabellenführer am Ende der Spielzeit wird Drittliga-Meister und steigt direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt unmittelbar auf, während der Drittplatzierte in die Relegation mit dem Drittletzten der 2. Bundesliga geht – dort entscheidet sich über Aufstieg oder Verbleib in der jeweiligen Liga.