zurück

FCSP-Blog: Trainer Blessin muss nach Kritik an Schiedsrichter tief in die Tasche greifen

Hamburg – Der FC St. Pauli befindet sich weiterhin in einer angespannten Lage im Kampf gegen den Abstieg und benötigt dringend Zähler. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg unterlagen die Kiezkicker am Ende mit 1:2. Nach der Länderspielpause wartet an Ostersonntag Union Berlin als nächster Gegner.

Für das kommende Spiel muss der FC St. Pauli auf zwei defensive Spieler verzichten. Trainer Alexander Blessin (52) hingegen wurde aufgrund seiner Äußerungen zur Schiedsrichterleistung zur Kasse gebeten.

In unserem St.-Pauli-Blog erhaltet Ihr alle aktuellen Informationen zum Team, möglichen Transfers und weiteren Entwicklungen rund um das Millerntor-Stadion.

Die Kritik an der Schiedsrichterleistung hat nun Konsequenzen: St.-Pauli-Coach Alexander Blessin (52) wurde vom DFB-Sportgericht wegen seiner Kommentare nach dem Freiburg-Spiel zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt.

Das Sportgericht begründete die Entscheidung damit, dass Blessin sich unsportlich gegenüber Schiedsrichter Florian Badstübner geäußert und dessen Neutralität infrage gestellt habe.

Unmittelbar nach dem Spiel hatte der Trainer im Interview mit DAZN gesagt, seine Mannschaft habe "gegen zwölf Mann gespielt". Zudem warf er Badstübner vor, ihn "spöttisch angelächelt" zu haben, als er ihm eine Gelbe Karte zeigte.

Schlechte Nachrichten gibt es zudem vom Personal des FC St. Pauli: Tomoya Ando (27) und Lars Ritzka (27) fallen vorerst verletzungsbedingt aus, wie der Verein am Mittwoch bekanntgab.

Ando zog sich im Spiel gegen Freiburg eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zu, weshalb er auch nicht wie geplant zur japanischen Nationalmannschaft reisen konnte.

Ritzka musste sich sogar einer geplanten Operation unterziehen – der Linksfuß hatte nach einem Sturz in den vergangenen Wochen Probleme mit der rechten Schulter, erklärten die Verantwortlichen des Klubs.

Beim 1:2 gegen Freiburg am Sonntagabend erhielt Trainer Alexander Blessin (52) Gelb. Schiedsrichter Florian Badstübner (35) erteilte die Verwarnung, nachdem Blessin sich an der Seitenlinie lautstark beschwert hatte.

Nachdem die Breisgauer gegen Ende der zweiten Halbzeit den 2:1-Siegtreffer erzielten und das Spiel drehten, war Blessin sichtlich genervt. Zudem ließ der Unparteiische einige Zweikampfsituationen unbeachtet, die sowohl das Stadion als auch der Trainer als Fouls kritisierten.

Dass Badstübner Blessin die Gelbe Karte offenbar noch mit einem Grinsen zeigte, bezeichnete der Coach später im DAZN-Interview als "respektlos". In der anschließenden Pressekonferenz erläuterte er seine Kritik an dieser Situation.

"Meine Aussage war nicht besonders klug, aber sie kam aus der Emotion heraus, ehrlich gesagt", sagte Blessin. "Es geht hier um sehr viel – den Abstiegskampf. Wenn sich dann jemand darüber freut, tut das weh", fügte er hinzu und räumte ein: "Die Gelbe Karte habe ich verdient. Aber das andere hätte nicht sein müssen. Lassen wir es dabei."

Bei strahlendem Frühlingswetter kam der FC-St.-Pauli-Bus gegen 16 Uhr am Millerntor-Stadion an. Hunderte Fans empfingen die Mannschaft vor dem Anpfiff des Spiels gegen Freiburg mit Bengalos und Fahnen.

Es wird erwartet, dass SC-Trainer Julian Schuster (40) im Spiel gegen St. Pauli mit Philipp Treu (25) und Igor Matanovic (22) startet – zwei ehemalige Kiezkicker, die in der Startformation der Breisgauer stehen könnten.

Matanovic ist ein echtes Eigengewächs von St. Pauli. Der 22-Jährige durchlief die gesamte Jugend beim FCSP und feierte im Alter von 17 Jahren 2020 sein Profidebüt in der 2. Bundesliga. Seit Sommer 2025 spielt er, ebenso wie sein ehemaliger Teamkollege Treu, für den SC Freiburg.

Philipp Treu absolvierte den Großteil seiner Profiausbildung zwischen 2017 und 2023 in Freiburg. Von 2023 bis 2025 war er für kurze Zeit am Millerntor aktiv und wurde dort zum Aufstiegshelden.

Neben den beiden trugen auch weitere Ex-Kiezkicker wie Carlo Buckhalfa (26), Noah Weisshaupt (24) und Robert Wagner (22) in der Partie das Trikot beider Teams. Auch FCSP-Sportchef Andreas Bornemann (54) spielte früher für den SC Freiburg.

Der Schiedsrichter der Begegnung gegen Freiburg hieß Florian Badstübner (35). Die Kiezkicker hatten unter seiner Leitung bislang wenig Glück.

Der FIFA-Referee leitete bisher zehn Spiele des FC St. Pauli, darunter zwei DFB-Pokalspiele, zwei Bundesliga-Partien und sechs Zweitligaspiele. St. Pauli konnte davon nur eine Begegnung gewinnen – in der Saison 2022/2023 mit einem 3:0 gegen Magdeburg.

Insgesamt kassierte St. Pauli unter Badstübners Leitung sechs Niederlagen und spielte dreimal unentschieden. Zuletzt besiegelte er das Pokalaus des FCSP bei Bayer Leverkusen (0:3).

Im nächsten Heimspiel gegen Freiburg werden die Kiezkicker ein Sondertrikot tragen.

In Zusammenarbeit mit der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ möchte der Verein ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Die Botschaft der Initiative ist prominent auf der Brust des Trikots zu sehen.

Der FC St. Pauli kooperiert bereits seit längerem mit dieser Initiative und will mit der Aktion das langjährige Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus hervorheben.

500 Exemplare des Sondertrikots werden zum Verkauf angeboten. Von jedem verkauften Shirt gehen fünf Euro als Spende direkt an „Kein Bock auf Nazis“. Die getragenen Trikots der Spieler sollen später durch die Initiative verlost werden, um die Arbeit gegen Rechtsextremismus zu unterstützen.

Zweimal pro Woche stellt sich Cheftrainer Alexander Blessin (52) den Fragen der Medien, doch gelegentlich dürfen auch die Nachwuchsspieler ran. Bei einer eigenen Pressekonferenz der FCSP-Rabauken stellte ein Junge dem Trainer eine ungewöhnliche Frage.

„Wenn du und deine Mannschaft in einer Zombie-Apokalypse wärt, wer würde zuerst sterben und wer überlebt am längsten?“, wollte das Kind wissen. Blessin hörte aufmerksam zu und musste schmunzeln: „Das ist wirklich eine gemeine Frage.“

Nach kurzem Überlegen antwortete er: „Wir sind ein Team und handeln gemeinsam, da kann ich niemanden hervorheben.“

Die Rabauken hakten nach: „Wer würde am längsten überleben?“ Blessin entschied sich für ein Duo: „Wahrscheinlich Mathias Pereira Lage oder Jackson Irvine, weil sie am meisten laufen und fast immer um die 13 Kilometer schaffen.“

Doch auch das war nicht das Ende – die Kids wollten wissen, wer sich am besten verstecken könnte. Blessin lachte und meinte augenzwinkernd: „Wir wollen eigentlich keine Spieler, die sich verstecken.“

Während Eric Smith (29), Arkadiusz Pyrka (23) und Nikola Vasilj (30) noch um die letzten WM-Tickets kämpfen, nutzen andere Kiezkicker die Länderspiele, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen.

Connor Metcalfe (26) hofft weiterhin auf die WM-Teilnahme und könnte in den Spielen Australiens gegen Kamerun (27. März, 10.10 Uhr) und Curacao (31. März, 11.10 Uhr) zum Einsatz kommen. Jackson Irvine (32) wurde vorsorglich geschont.

Joel Chima Fujita (24) und Tomoya Ando (27) reisen gemeinsam nach Großbritannien, wo sie mit Japan zunächst auf Schottland (28. März, 18 Uhr) und danach auf England (31. März, 20.45 Uhr) treffen.

Abdoulie Ceesay (22) und Gambia bestreiten am 31. März nur ein Länderspiel gegen den Senegal (21 Uhr).

Danel Sinani (28) steht mit Luxemburg vor entscheidenden Nations-League-Qualifikationsspielen gegen Malta am 26. und 31. März (jeweils 18 Uhr).

Der FC St. Pauli steckt acht Spieltage vor Saisonende mitten drin im Abstiegskampf. Trotz des Drucks sieht Abwehrspieler Hauke Wahl (31) die Situation etwas gelassener.

„Bei uns herrscht eine gute Mischung aus Lockerheit und Anspannung“, beschreibt er die Stimmung. „Ein bisschen Lockerheit ist wichtig, sonst verkrampft man irgendwann.“

Seiner Meinung nach ist ein Vorteil, dass die Mannschaft von Beginn an weiß, dass es nur um den Klassenerhalt geht. „Das ist vielleicht ein Vorteil. Die engen Verhältnisse sind schön. Wir sind nicht nervös, als Profis können wir mit Druck umgehen“, so Wahl.

Für ihn persönlich ist der Druck sogar förderlich. „Nur wenn man ihn spürt, kann man das Beste aus sich herausholen und gibt 100 Prozent. Bei zu wenig Spannung wird es schwierig, das hat man im letzten Spiel gegen Bochum gesehen. Die schönsten Spiele sind die mit richtig viel Bedeutung.“

Drei St.-Pauli-Profis kämpfen kommende Woche mit ihren Nationalteams um die letzten WM-Plätze für das große Turnier im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko.

Eric Smith (29) wurde nach mehreren Ausfällen für die schwedische Nationalmannschaft nominiert. Die Tre Kronor treffen im Playoff-Halbfinale auf die Ukraine (26. März, 20.45 Uhr). Bei einem Sieg könnte es zu einem Duell gegen einen weiteren Kiezkicker kommen.

Arkadiusz Pyrka (23) steht mit Polen im anderen Halbfinale gegen Albanien (26. März, 20.45 Uhr).

Nikola Vasilj (30) muss mit Bosnien-Herzegowina zunächst gegen Wales antreten (26. März, 20.45 Uhr). Der Sieger trifft im Finale entweder auf Italien oder Nordirland.

Fabian Hürzeler (33), mit dem FC St. Pauli in die Bundesliga aufgestiegen, misst sich mittlerweile in der Premier League. Kürzlich verlor er mit Brighton & Hove Albion gegen Tabellenführer Arsenal London (0:1) und kritisierte nach dem Spiel das Zeitspiel der Gunners.

Daraufhin meldete sich Matthias Sammer (58) zu Wort. Vor dem Spiel von Bayer Leverkusen bei Arsenal sagte der Experte bei Amazon Prime: „Zu Arsenal möchte ich nur sagen: Die sollen den Mund halten. Im Fußball gibt es keine B-Noten, es geht um Titel. Und wer Titel holt, hat Recht.“

Sammer kritisierte auch Hürzeler direkt: „Bevor du eine Mannschaft kritisierst, musst du erst drei Titel gewonnen haben und nicht nur mit Pauli aufgestiegen sein. Das gehört sich nicht, da muss man Respekt zeigen.“

Bekannt wurde, dass Hürzeler den Austausch mit Arsenal-Coach Mikel Arteta (43) suchte und seine Kritik dabei erneut bekräftigte.

Eigentlich arbeitet Hauke Wahl am Millerntor oder in anderen Bundesliga-Stadien, doch am Montag stand er an der Supermarktkasse – für einen guten Zweck.

Das Geld, das der „Aushilfskassierer“ bei EDEKA in der Rindermarkthalle einnahm, wird komplett gespendet. Die Filiale stockte den Betrag auf 10.000 Euro auf. Die Summe soll an die FC St. Pauli Rabauken gehen, die ein Fußballcamp für Kinder aus finanziell schwachen Familien ermöglichen wollen.

„Es war schön zu sehen, wie positiv die Kunden reagiert haben. Mir liegt die Arbeit der Rabauken sehr am Herzen. Kinder früh für Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung zu begeistern, ist wichtig. Wenn ich dazu beitragen kann, mache ich das gern“, erklärte Wahl.

Die Bedeutung von James Sands (25) für St. Pauli wurde durch die Niederlage in Gladbach deutlich. Der US-Amerikaner fehlte spürbar, seine schwere Verletzung schockierte seine Mitspieler.

„Für mich war es ein Schock. Sein Ausfall schmerzt sehr“, sagte Hauke Wahl. „Er war ein absoluter Stabilitätsfaktor, vor allem in den starken Phasen, in denen er enormen Einsatz zeigte.“

Die Verletzung trifft Sands doppelt hart: Sein Leihvertrag endet zum Saisonabschluss, sodass er wohl kein weiteres Spiel für St. Pauli absolvieren wird, außerdem sind seine WM-Hoffnungen stark geschmälert.

„Eine WM im eigenen Land kann ich mir kaum vorstellen, weil ich zu weit weg bin, aber für ihn war es ein großer Traum. Er hätte es verdient gehabt“, gesteht Wahl. „Es tut weh, aber als Mannschaft ist es unsere Aufgabe, ihn aufzufangen.“

Daniel Schlager (36) wird am Freitagabend (20.30 Uhr) das wichtige Abstiegsspiel von St. Pauli bei Borussia Mönchengladbach leiten. Die Kiezkicker haben unter ihm eine gute Bilanz.

Der gelernte Bankkaufmann pfiff sieben St.-Pauli-Spiele, von denen vier gewonnen wurden, eines ging verloren. Zuletzt leitete er ein Pokalspiel, in dem St. Pauli im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim siegte.

Gladbach hat unter Schlager eine schwächere Bilanz: Von 13 Spielen wurden nur drei gewonnen, vier gingen verloren. In dieser Saison pfiff er das torlose Unentschieden der Fohlen gegen Freiburg.

In dieser Saison trafen St. Pauli und Gladbach bereits zweimal aufeinander mit unterschiedlichen Ergebnissen. Besonders Haris Tabakovic (31) fiel auf, der drei der fünf Gladbacher Tore erzielte.

„Er ist einer ihrer Schlüsselspieler und ein guter Stürmer“, lobte Kapitän Jackson Irvine (33) vor dem dritten Aufeinandertreffen. Generell bescheinigte er Gladbach eine hohe individuelle Qualität, verwies aber auch auf den Pokalerfolg über die Fohlen.

Am Freitag wollen die Kiezkicker wieder gewinnen. „Wenn wir defensiv so auftreten wie gegen Frankfurt und mit dem Ball ähnlich wie gegen Hoffenheim, haben wir gute Chancen“, erklärte Irvine. „Wir müssen mehr laufen und kämpfen als der Gegner.“

Vor allem die defensive Stabilität, die St. Pauli zuletzt ausgezeichnet hat, steht im Vordergrund. „Wenn wir die halten, wissen wir, dass wir Qualität haben, um Spiele zu gewinnen.“ Ein Dreier im Abstiegskampf am Freitag wäre enorm wichtig.

Schlechte Nachrichten für die Kiezkicker vor dem Auswärtsspiel in Gladbach: James Sands (25) fällt bis Saisonende aus. Er erlitt im Spiel gegen Eintracht Frankfurt eine Sprunggelenksverletzung.

Wie der Verein am Freitag mitteilte, muss der Mittelfeldspieler am linken Sprunggelenk operiert werden und fällt mehrere Monate aus.

Damit ist klar, dass Sands kaum noch für St. Pauli zum Einsatz kommen wird, da sein Leihvertrag endet. Auch seine Chancen auf eine WM-Teilnahme in der Heimat sind stark gesunken.

Trainer Alexander Blessin (52) betonte: „Er bleibt dran, wir stehen im engen Austausch. Martijn brennt auf Einsätze und arbeitet an den Vorgaben.“

Kaars hätte gegen Frankfurt wohl ebenfalls eingewechselt werden sollen, doch verletzungsbedingte Umstellungen verhinderten das. „Er gibt nicht auf und arbeitet hart weiter“, sagte Blessin.

Der Trainer analysierte auch Kaars’ Schwächen: „Wir müssen ihm helfen, in seine Stärken-Positionen zu kommen und mehr Körperlichkeit zeigen.“

Schöne Neuigkeiten! Aufstiegsheld Marcel Hartel (30) ist zum zweiten Mal Vater geworden, wie er auf Instagram bekanntgab. Das Mädchen wurde bereits am 3. März geboren.

Für die Geburt fehlte Hartel auch ein Spiel bei seinem aktuellen Klub St. Louis FC. Sportlich läuft es noch nicht optimal – aus drei Spielen gab es nur einen Punkt, die Play-offs sind in Gefahr.

Die Bedeutung von Jackson Irvine (33) für St. Pauli zeigt sich in Zahlen: Wenn er alle 90 Minuten auf dem Feld steht, ist die Mannschaft ungeschlagen. Auch Trainer Blessin lobt ihn in höchsten Tönen.

„Er ist enorm wichtig und mein verlängerter Arm auf dem Platz“, sagte der Coach. „Er ist Sprachrohr und Taktgeber, beruhigt die Jungs, wenn es hektisch wird.“

Seiner Erfahrung von über 430 Vereinsspielen und 79 Länderspielen für Australien verdankt das Team viel. „Seine Präsenz ist ein Fixpunkt für Mannschaft und Trainer“, betonte Blessin.

Eric Smith (29) ist vor Kurzem Vater geworden, und ein weiterer Spieler erwartet Nachwuchs: Verteidiger Adam Dzwigala (30) verkündete die erneute Schwangerschaft seiner Frau.

Das Paar hat bereits zwei Kinder und erwartet bald das dritte. „Bald sind wir in Unterzahl“, scherzten sie auf Instagram. Bisher haben sie eine Tochter und einen Sohn.

Das Lazarett beim FC St. Pauli lichtet sich langsam! Für das Spiel am Freitagabend bei Borussia Mönchengladbach stehen Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) wieder zur Verfügung.

„Beide werden im Kader sein“, bestätigte Trainer Blessin (52). Vor allem die Rückkehr von Hountondji gibt Hoffnung: „Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er ein großer Trumpf. Er war im Training sehr engagiert“, so Blessin, der mit einem circa 15-minütigen Einsatz rechnet.

Ob Verteidiger David Nemeth (24) mit nach Gladbach reist, ist noch offen. Er soll am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln.

Definitiv fehlen werden Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) aufgrund ihrer Verletzungen aus dem Frankfurt-Spiel. „Bei Manos sah es zuerst schlimmer aus, aber es gibt Hoffnung auf eine Rückkehr nächste Woche“, erklärte der Trainer. Bei Sands müsse man noch abwarten.

Schlechte Nachrichten vom FC St. Pauli: Wie der Verein am Dienstag mitteilte, fallen Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst aus. Beide verletzten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

Saliakas zog sich kurz nach Wiederanpfiff eine „leichte strukturelle Verletzung am rechten Oberschenkel“ zu und wird in Gladbach fehlen. Für das Heimspiel gegen Freiburg besteht noch Hoffnung auf ein Comeback.

Bei Sands sieht es schlechter aus. Nach einem Foul wurde er ausgewechselt. Er erlitt eine Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks. Die Ausfalldauer ist noch unklar.

St.-Pauli-Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte während des 0:0 gegen Eintracht Frankfurt Jonathan Burkardt (25) gut im Griff. Nach dem Spiel lobte der Frankfurter ihn.

„Es ist sehr unangenehm, gegen ihn zu spielen“, sagte Burkardt im DAZN-Interview. „Er ist immer auf dem Sprung, körperlich stark und hat mich sehr gut kontrolliert.“

Wahl erwiderte das Lob umgehend: „Burkardt ist ein unglaublicher Stürmer, einer der besten in Deutschland. Ich hasse es, gegen ihn zu spielen, ehrlich gesagt.“

Torhüter Nikola Vasilj (30) erlebte beim torlosen Remis gegen Frankfurt einen ruhigen Nachmittag. „Ich hatte wenig zu tun, das verdanke ich der starken Defensivleistung der Mannschaft“, lobte er seine Vorderleute.

Wenn er jedoch gefordert war, war er da.

Am Freitag steht das nächste wichtige Spiel in Gladbach an. „Wir müssen das hohe Niveau halten. Besonders das Spiel gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist wichtig, sie sind nur einen Punkt entfernt“, betonte Vasilj. „Seit Jahresbeginn ist jedes Spiel ein Finale.“

Ein weiterer Zu-Null-Rekord für Vasilj könnte anstehen. Aktuell hat er 208 Minuten ohne Gegentor, sein Rekord liegt bei 287 Minuten.

Ein Comeback steht bevor! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind zurück im Training und dürften bald wieder Spielzeit erhalten.

„Andréas hat noch eine Woche, das tut ihm gut, auch wenn sie kurz ist. Im Training hat er schon gute Aktionen gezeigt“, sagte Trainer Blessin (52). Einen Kurzeinsatz am Freitag in Gladbach schloss er nicht aus.

Nemeth soll zunächst Spielpraxis bei der U23 sammeln. „Wir schauen, wie die Woche läuft, dann macht es Sinn, ihn spielen zu lassen“, erklärte Blessin.

Die Lage beim FC St. Pauli ist angespannt: Nach dem torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt bangt der Verein um zwei Spieler.

Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas (29) verletzt vom Platz, nachdem er beim Sprint Schmerzen im Oberschenkel verspürte. „Ich fühle mich nicht gut, wir müssen abwarten“, erklärte er.

Trainer Blessin (52) sagte: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung“, was mehrere Wochen Ausfall bedeuten könnte.

Bei James Sands (25) ist die Lage etwas unklarer: „Er ist umgeknickt, aber wir müssen sehen, was genau los ist.“ Sands wurde nach dem Spiel beim Gang in die Kabine von einem Betreuer unterstützt.

Ein unglückliches Omen? Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden mit dem Schiedsrichter keine guten Erinnerungen.

Zwayer hat bisher 25 Spiele von St. Pauli gepfiffen, von denen acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Begegnungen unter ihm endeten mit Niederlagen, zuletzt im November bei der 1:3-Pleite gegen Bayern.

Bei Frankfurt sieht die Bilanz etwas besser aus: 44 Einsätze, 18 Siege, 15 Niederlagen. In dieser Saison ist er dort noch nicht zum Einsatz gekommen.

Der FC St. Pauli muss am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth (24) fallen drei weitere Spieler aus, wie Trainer Alexander Blessin (52) bestätigte.

„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er war diese Woche nur im Lauftraining“, sagte Blessin. „Auch bei Karol Mets (32) wird es diese und nächste Woche noch nichts.“

Andréas Hountondji (23) fehlt ebenfalls, obwohl sich sein Zustand verbessert hat. „Die Tests liefen gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, wir sind zuversichtlich, bald wieder auf ihn zählen zu können“, so der Trainer.

Im Gegensatz dazu ist Tomoya Ando (27) wieder dabei, der gegen Hoffenheim noch fehlte.

Eric Smith (29) fehlte zuletzt beim Training, doch der Grund ist bekannt: Er wurde zum zweiten Mal Vater und dürfte am Sonntag gegen Frankfurt wieder zur Verfügung stehen.

FCSP-Fans sollten zudem folgende Termine beachten: Die DFL hat die exakten Anstoßzeiten für die Spieltage 28 bis 30 bekanntgegeben. St. Pauli spielt einmal freitags, samstags und sonntags.

Die Übersicht:

Sonntag, 5. April (15.30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18.30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München

Freitag, 17. April (20.30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln

Bitterer Rückschlag für den FC St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Verteidiger zog sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zu.

Besonders ärgerlich ist, dass Mets nach hartnäckigen Problemen mit der Patellasehne erst kürzlich sein Comeback gefeiert hatte.

Trainer Blessin (52) hat jedoch Alternativen: Lars Ritzka (27), der Mets bereits im Spiel in Hoffenheim ersetzte, sowie Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) können die Position übernehmen.

Mit zwei Siegen hintereinander hat sich St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und ist auf Platz 15 geklettert. Am Sonntag gegen Frankfurt wollen die Kiezkicker den Schwung mitnehmen.

Zuletzt holte St. Pauli drei Siege in Folge in der Spielzeit 2010/11 – damals reichte es am Ende trotzdem nicht zum Klassenerhalt.

Der längste Siegesserie liegt allerdings noch länger zurück: In der Saison 1989/90 gab es vier aufeinanderfolgende Erfolge gegen Borussia Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg – was am Ende zu Platz zehn führte.

In der Saison davor schaffte St. Pauli sogar elf Spiele in Folge ohne Niederlage, mit drei Siegen und acht Unentschieden.

Philipp Treu (25) feierte mit St. Pauli zwei große Erfolge: Den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erklärte er seine Entscheidung.

„Nach dem starken Zweitliga-Jahr und der stabilen Erstliga-Saison war für mich klar: Jetzt muss der nächste Schritt kommen“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Verein mit internationalen Ambitionen.“

Die Entscheidung bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga in die Bundesliga und den internationalen Wettbewerb war mir zu groß. Deshalb bin ich zu einem ambitionierten Zweitligisten gewechselt. So wie es lief, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli kann ich später meinen Kindern erzählen. Danach haben wir auch die Klasse gehalten – das war besonders.“

Mittlerweile hat Treu beim SC Freiburg einen Stammplatz und freut sich auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor.

Nach dem Sieg gegen Werder Bremen wollte St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – was eindrucksvoll gelang.

„Ich bin sehr erleichtert. Der erste Auswärtssieg außerhalb Hamburgs war extrem wichtig, besonders in unserer Lage“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Der Sieg zeigte erneut, dass St. Pauli auch gegen Topteams mithalten kann. Die TSG ist Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.

Wahl betonte, dass St. Pauli in der ersten Halbzeit einige brenzlige Momente überstehen musste, aber selbst immer wieder gefährlich war: „Wir haben es geschafft, ihnen weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war entscheidend.“

In der zweiten Halbzeit ging es darum, zu überleben, was aus seiner Sicht gut gelang.

Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie bei Hoffenheim leiten – unter ihm hat St. Pauli eine gute Bilanz.

Aytekin pfiff bisher 17 Spiele des FCSP, von denen zehn gewonnen und nur drei verloren wurden. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm gewann St. Pauli und ist seit neun Spielen ungeschlagen.

Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz: 14 Siege, 12 Niederlagen und 11 Unentschieden.

Beide Teams trafen zuletzt in der Saison 2023/24 unter seiner Leitung aufeinander, mit guten Erinnerungen für St. Pauli – es war das letzte Spiel bei Wehen Wiesbaden, in dem der FCSP die Zweitliga-Meisterschaft sicherte.

Am Samstag (15.30 Uhr) trifft St. Pauli auf die TSG Hoffenheim – auf die Verteidiger Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) wartet viel Arbeit gegen die zweitbeste Offensive der Liga.

„Sie haben sehr viel Qualität und die richtigen Spieler auf den Positionen“, sagte Mets. „Ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will.“

Im Hinspiel zeigte die TSG St. Pauli beim 3:0 kaum Chancen. „Sie haben viel richtig gemacht“, erkannte Wahl an. Im DFB-Pokal drehte St. Pauli allerdings das Ergebnis.

Die Hoffenheimer, die ihre letzten acht Heimspiele gewannen, sind derzeit in einer guten Form. „Sie haben viel Selbstvertrauen und die richtigen Lehren gezogen“, so Wahl. „Sie sind ein anderes Team mit hoher individueller Qualität.“

Dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, bewies der Pokalsieg – eine Wiederholung am Samstag wird jedoch äußerst schwer.

Taichi Hara (26) kam bislang nur auf 22 Minuten in zwei Spielen. Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun, wie die weitere Planung mit dem japanischen Stürmer aussieht.

„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber beim letzten Spiel passte es nicht – ich hatte kein gutes Gefühl“, sagte Blessin.

Im Training macht Hara jedoch einen guten Eindruck. „Er gibt Gas, hat gute Momente. Vielleicht bekommt er bald wieder Einsätze“, so der Coach.

Ein Startelfeinsatz sei jedoch noch zu früh. „Er kann aber eine Option für die letzten 20 Minuten sein.“

Martijn Kaars (26) hat es schwer: Für die Rekordablöse von vier Millionen wurde der Angreifer verpflichtet, doch der Durchbruch blieb bisher aus. In 24 Pflichtspielen erzielte er fünf Tore und bereitete eines vor.

„Ich messe ihn nicht nur an Toren, sondern daran, wie er der Mannschaft hilft“, erläuterte Trainer Blessin. Er habe sich zuletzt intensiv mit Kaars ausgetauscht und Videoanalysen gemacht.

Das Problem sei, dass Kaars selbst weiß, dass Stürmer über Tore gemessen werden. „Zuletzt hatte er wenige Chancen, was zu Unsicherheit führt.“

Die Teamkollegen konnten ihn bislang nicht oft in Szene setzen, dabei habe er klare Stärken im Strafraum. „Wir müssen ihm helfen und er muss die Chancen nutzen.“

Blessin ist überzeugt, dass Kaars bei weiter harter Arbeit bald wieder mehr Erfolg haben und glücklicher in Interviews sein wird.

Bundesliga-Tabelle – Bedeutung der Plätze

In der Bundesliga gilt: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab.

Der Drittletzte (16. Rang) nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.