So plant Wunschtrainer Dabrowski, mit Aue die Klasse in der 3. Liga zu halten
Aue – Mit einem herzlichen „Glück Auf“ startete Christoph Dabrowski (47) bei seiner Vorstellung als neuer Cheftrainer des FC Erzgebirge Aue ideal in seine neue Aufgabe. Ob ihm beim ersten Heimspiel am Samstag ein ähnlich gelungener Auftakt gelingt, bleibt abzuwarten. Im Verein, der tief in der Bergbautradition verwurzelt ist, sind die Verantwortlichen jedoch überzeugt, dass der ehemalige Trainer aus der 2. Bundesliga die Mannschaft aus der Krise führen kann.
Sportdirektor Michael Tarnat machte keinen Hehl daraus, dass Dabrowski seine erste und einzige Wahl gewesen sei. Der Ex-Kollege aus gemeinsamen Zeiten bei Hannover 96 und späterer Begleiter im Nachwuchsbereich dort genießt volles Vertrauen.
Tarnat erklärte: „Ich habe fünf Jahre in der Akademie mit ihm zusammengearbeitet. Er hat das Trainerhandwerk von Grund auf gelernt – zunächst bei der U17, dann U19 und U23 – und schließlich die Profimannschaft vor dem Abstieg aus der 2. Liga bewahrt. Deshalb weiß ich genau, was auf uns zukommt.“
Dabrowskis Hauptaugenmerk liegt darauf, die Defensive von Aue, die in 22 Partien bereits 36 Gegentore zuließ, zu stabilisieren.
„Es gibt einige Schwachstellen. In der aktuellen Lage ist vor allem Stabilität gefragt, die das Team ausstrahlen muss, um die vielen Gegentore zu vermeiden. Besonders Standardgegentore waren in der Hinrunde ein Problem, außerdem braucht es die nötige Entschlossenheit, das Tor mit aller Kraft zu verteidigen“, betonte der neue Cheftrainer der Veilchen.
Vereinspräsident Thomas Schlesinger hob die Konzentration des neuen Trainers hervor. Bei dessen Vorstellung habe man sich drei Stunden lang ausschließlich über Fußballthemen und nicht über finanzielle Aspekte unterhalten.
Dabrowski bringt Erfahrung im Abstiegskampf mit, unter anderem aus seiner Zeit bei Hannover 96. Dort übernahm er in der Saison 2021/22 eine Mannschaft im Tabellenkeller der 2. Bundesliga und führte sie sicher in die Klasse.
„Es geht darum, eine positive Atmosphäre zu schaffen und viele Einzelgespräche zu führen. Damit habe ich bereits begonnen. Als jemand von außen, der noch nicht in diesem negativen Umfeld steckt, kann ich eine gewisse Leichtigkeit einbringen. Ich bin überzeugt, dass wir das Potenzial haben, definitiv in der 3. Liga zu bleiben“, so der 47-Jährige.
Im Umfeld herrscht große Hoffnung, dass der Trainerwechsel bereits am Samstag im nächsten wichtigen Spiel gegen das seit 15 Partien sieglose Saarbrücken Wirkung zeigt. Schlesinger appellierte: „Ich wünsche mir, dass am Wochenende alle zusammenhalten. Nur gemeinsam sind wir stark!“
3. Liga Tabelle
Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende ist Meister der 3. Liga und steigt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt direkt auf. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der Liga.