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Platzverweis, Bozic-Schock und späte Gegentreffer: Chemnitzer FC erlebt enttäuschenden Abend in Leutzsch

Leipzig – Bittere Premiere im neuen Jahr und ein herber Schock für Bozic! Der Chemnitzer FC musste sich im Nachholspiel am Mittwochabend bei der BSG Chemie Leipzig mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Beide Gegentore fielen erst in den letzten Spielminuten.

Top-Torjäger Dejan Bozic musste die Partie bereits nach 30 Minuten vorzeitig beenden. Der Angreifer, der im 5:1-Erfolg gegen den SV Babelsberg 03 vier Treffer erzielte, erlitt in der Anfangsphase einen Schlag auf das Sprunggelenk.

Obwohl Bozic versuchte, weiterzuspielen, war dies nicht möglich. In der 31. Minute wechselte Trainer Benjamin Duda seinen Torjäger aus und brachte Jonas Marx ins Spiel, der bereits in der Hinrunde gegen Chemie das späte Siegtor erzielt hatte.

Zu diesem Zeitpunkt führte das Auswärtsteam bereits. Maurizio Grimaldi brachte in der 10. Minute den Ball von der rechten Seite in den Strafraum. Julian Beil wollte vor CFC-Kapitän Tobias Müller klären, köpfte den Ball jedoch ins eigene Netz.

Die frühe Führung kam den Himmelblauen entgegen. In den vorangegangenen Erfolgen gegen Aufsteiger 1. FC Magdeburg II (1:0), Spitzenreiter Lok Leipzig (3:0) und Babelsberg hatte die Duda-Elf nur ein Gegentor erhalten.

Vor 4.999 Zuschauern im ausverkauften und stimmungsvollen Alfred-Kunze-Sportpark drängten die Gastgeber auf den Ausgleich.

Der größte Aufreger in der ersten Halbzeit war eine riskante Grätsche von Linksverteidiger Niclas Walther. Er klärte nach einer Flanke vor Janik Mäder, traf dabei aber sowohl den Ball als auch den Gegenspieler. Schiedsrichter Marvin Tennes aus Rostock bewertete das Einsteigen des Chemnitzers als regelkonform.

Sieben Minuten nach der Pause verpasste Grimaldi das 2:0 mit einem Volleyschuss, der knapp am Tor vorbeistrich. In der 64. Minute fiel Ex-Chemnitzer Nils Lihsek im Strafraum, woraufhin die Chemie-Spieler einen Elfmeter forderten. Die Entscheidung von Tennes blieb allerdings aus.

Drei Minuten später stoppt Tom Baumgart einen Leipziger Konter und sah für sein Foul die zweite Verwarnung, was den Platzverweis zur Folge hatte.

In Überzahl warfen die Gastgeber alles nach vorne. Stanley Ratifo verfehlte in der 80. Minute per Kopf knapp das Tor. Vier Minuten später entschied Tennes schließlich doch auf Strafstoß.

Ratifo trat an und verwandelte unten rechts zum Ausgleich (1:1). Doch das Unglück für das Duda-Team war noch nicht vorbei: Rudolf Sanin zog aus 20 Metern ab und erzielte den Siegtreffer für Chemie, der unten links einschlug (87.).

Der Tabellenvorletzte sicherte sich mit diesem Doppelschlag drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg!