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Chemie Leipzig verliert entscheidendes Abstiegskrimi gegen BFC Dynamo

Berlin – Chemie Leipzigs Coach Alexander Schmidt hatte für den Freitagabend beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der Regionalliga Nordost einen Sieg gefordert. Am Ende unterlag Grün-Weiß jedoch nach einer schwachen Vorstellung mit 0:2 (0:1). Ein kurzer Druck der Gastgeber sowie eine Ecke reichten dem DDR-Rekordmeister, um wichtige drei Punkte zu sichern.

Sieben Minuten intensiver Druck der Berliner kurz vor der Halbzeitpause führten zum Führungstreffer. Nach zwei zuvor vergebenen Chancen war es Leander Fritzsche, der nach einem Schuss von Valon Aliji am Ball war – dieser landete im Tor (43.). Fast hätte der BFC nur wenige Minuten später das 2:0 erzielt, scheiterte aber am Querbalken (45.+1).

Der restliche erste Abschnitt war schnell erzählt: Es zeigte sich deutlich, dass dies ein Duell zweier Teams aus dem Tabellenkeller war. Es fehlte an spielerischer Kreativität, klare Torchancen waren Mangelware, stattdessen prägten viele Zweikämpfe das Geschehen.

Beide Mannschaften konzentrierten sich zu sehr darauf, keine gravierenden Fehler zu begehen, die zu einem Rückstand hätten führen können. Das Hauptaugenmerk lag dementsprechend auf der Defensivarbeit, die beide Teams solide leisteten.

Abgesehen von einigen Distanzschüssen – vor allem durch Nils Lihsek auf Leipziger Seite – gab es vor den erwähnten Dynamo-Momenten in der ersten Halbzeit wenig nennenswertes zu sehen.

Klar war, dass die Grün-Weißen nach dem Seitenwechsel reagieren mussten, um eine Niederlage gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten zu verhindern.

Zumindest präsentierten sich die Gäste nun etwas aggressiver und versuchten gelegentlich, sich auch in der gegnerischen Hälfte festzusetzen.

Doch ausgerechnet in der stärksten Phase der Leipziger fiel das 0:2. Eine einfache Ecke von rechts genügte, und der schlecht gedeckte Levin Mattmüller köpfte mühelos ein (55.).

Dieser Gegentreffer stoppte die Offensivbemühungen der Sachsen abrupt. Chemie verlor wieder den Spielfaden, während der BFC versuchte, die Partie endgültig für sich zu entscheiden.

So blieb es im Wesentlichen bis zum Schluss. Das Team von Schmidt hatte im Laufe der Zeit zwar wieder mehr Ballbesitz, doch wirklich gefährliche Chancen entstanden kaum. Die besten Möglichkeiten waren ein Lattentreffer von Julian Bell aus nächster Nähe (76.) sowie ein harmloser Abschluss von Kay Seidemann frei vor dem Tor (90.+2).

Somit konnte die verdiente Niederlage gegen den BFC nicht verhindert werden.

Regionalliga Nordost Tabelle

Der Meister der Saison 2026 bestreitet zum Saisonende zwei Aufstiegsspiele gegen den Champion der Regionalliga Bayern. Der Gewinner dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga können maximal vier Teams absteigen.