Chemie Leipzig steht vor großer Herausforderung in Jena: „Nach der Pleite von Lok ...“
Leipzig – Endlich beginnt wieder die Pflichtspielsaison! Am Samstagnachmittag steht für die BSG Chemie Leipzig der erste Pflichtspieleinsatz im Jahr 2026 an. Für den neuen Trainer Alexander Schmidt (57), der den abstiegsgefährdeten Verein im Winter übernommen hat, stellt das Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten der Regionalliga Nordost, dem FC Carl Zeiss Jena, gleich zu Beginn die wohl schwierigste Herausforderung dar.
Was aber Zuversicht schenkt: Die Form der Sachsen zeigt in den vergangenen Wochen eine deutliche Aufwärtsbewegung. Die sieben Winterzugänge wurden erfolgreich eingebunden, und die taktischen Anpassungen greifen. In mehreren Vorbereitungsspielen feierte man zuletzt sogar sechs Siege in Folge.
„Der Auftakt war erwartungsgemäß holprig. Die Testspiele haben gezeigt, dass ich auf eine Mannschaft getroffen bin, die Unsicherheit zeigte. Doch das hat sich stark verändert. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung absolviert. Es kam uns natürlich entgegen, dass einige Partien ausgefallen sind. Jetzt ist es aber an der Zeit, dass der Spielbetrieb wieder startet“, erklärte Schmidt auf der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Match.
Mit Carl Zeiss wartet jedoch gleich ein richtig harter Brocken. Die Thüringer peilen weiterhin den Aufstieg an und können mit einem Sieg wertvolle Punkte im Kampf um die Tabellenspitze sammeln. Chemie Leipzig und die mitreisenden mindestens 800 Fans wollen das jedoch verhindern.
Schmidt sagte: „Wir wollen in Jena etwas mitnehmen. Wir treffen auf eine Mannschaft, die nach der Niederlage von Lok besonders motiviert sein wird, da sie näher an die Tabellenspitze rücken möchte. Aber wir haben in den letzten Wochen Selbstvertrauen getankt, das uns klar macht, dass wir vor keinem Gegner mehr Respekt haben müssen. Unsere Mannschaft ist topfit. Wir wollen mutig auftreten und echten Männerfußball zeigen.“
Zum Thema Torwartaufstellung wollte sich Schmidt noch nicht festlegen. Winterneuzugang Marcel Bergmann (27) und Florian Horenburg (24) haben sich bei den Testspielen jeweils abgewechselt.
Wer nun die Nummer eins im Kasten sein wird?
„Das werde ich noch nicht verraten. Ich würde ja auch gern wissen, wer bei Jena im Sturm auflaufen wird, aber das erfahre ich ja auch nicht“, so Schmidt.
Tabelle Regionalliga Nordost
Der Meister der Saison 2026 bestreitet am Ende zwei Aufstiegsspiele gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Absteigen werden maximal vier Mannschaften, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.