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„Riesiger Patzer“ des Chemie-Torhüters: Trainer Alipour äußert sich

Leipzig – Trainer Adrian Alipour (47) bezeichnete die Niederlage von Chemie Leipzig gegen den FSV Zwickau (1:2) als „sehr unglücklich“. Noch mehr als die Pleite ärgerte ihn jedoch ein schwerwiegender Fehler seines Schlussmanns.

„Der Rückstand resultierte aus einem kapitalen Fehler“, erklärte Alipour im MDR-Interview. Konkret bezog er sich auf Florian Horenburgs (23) missglückten Abschlag aus dem Strafraum, der flach und noch in der eigenen Hälfte bei Andrey Startsev (31) landete.

Startsev spielte den Ball weiter zu Lukas Eixler (22), der diesen perfekt in den Strafraum flankte. Dort ließ Lorenz Hollenbach (22) seinen Gegenspieler Cemal Sezer (29) zu leicht ziehen, sodass dieser zum 0:1 ins lange Eck einköpfen konnte.

„Individuelle Fehler passieren und lassen sich nicht komplett abstellen“, so Alipour, der aber auch die starken Paraden seines Keepers hervorhob. „Wir müssen jedoch daran arbeiten, solche Fehler zu vermeiden und dürfen sie nicht zulassen.“

Nach dem Ausgleich per Elfmeter durch Torjäger Stanley Ratifo (30) schien ein 1:1-Unentschieden möglich. Doch in der Nachspielzeit nahm Eixler bei einem Eckball volles Risiko und traf zum 2:1-Sieg der Westsachsen.

„Diesen letzten Eckball haben wir nicht konsequent verteidigt – das war dann letztlich entscheidend“, kommentierte Alipour die Schlussphase nüchtern.

Darüber hinaus ärgerte er sich über die versäumten „hervorragenden Chancen, in Führung zu gehen“. Sowohl Julius Hoffmann (21) als auch Ratifo, der freistehend aus nur vier Metern auf Keeper Lucas Hiemann (26) köpfte, ließen das 1:0 liegen.

Bitter war zudem das kurz nach Anpfiff aberkannt Tor von Janik Mäder (29), der möglicherweise im Abseits stand, was die TV-Bilder jedoch nicht eindeutig klären konnten.

Abschließend sprach Alipour von einem „brutalen Spieltag für uns“, rechnete solche Rückschläge im Kampf um den Klassenerhalt aber mit ein.

Wäre Chemie Leipzig gegen die Schwäne als Sieger vom Platz gegangen, hätte die BSG Greifswald und den BFC Dynamo überholt und den sicheren Nichtabstiegsplatz 14 erreicht. Stattdessen belegen die Leutzscher nun den drittletzten Rang mit drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer und fünf beziehungsweise sechs Punkten Vorsprung auf Eilenburg und Zehlendorf.

Tabelle Regionalliga Nordost

Der Meister der Saison 2026 qualifiziert sich für zwei Aufstiegsspiele gegen den Gewinner der Regionalliga Bayern. Der Sieger dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Die Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga hängt von den Absteigern aus der 3. Liga ab, maximal können vier Teams absteigen.