Kommt der U17-Weltmeister zu Hertha? So stehen die Chancen
Berlin – Fünf Abgänge sind bei Hertha BSC bereits fix, trotzdem kommt das Transfergeschehen bei der Alten Dame bislang nur schleppend in Schwung. Eines steht fest: Um erneut einen signifikanten Transferüberschuss zu erzielen, muss der Klub Spieler verkaufen. Zwar kursieren viele Gerüchte, vor allem rund um das Nachwuchstalent Kennet Eichhorn (16), doch abgesehen von Marten Winkler (23) hat noch niemand öffentlich seine Wechselabsicht bekundet.
Für Winkler haben die Berliner jedoch schon einen potenziellen Ersatz im Blick: Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen sie versuchen, das vielversprechende Talent Noah Darvich (19) vom VfB Stuttgart zu verpflichten – voraussichtlich auf Leihbasis.
Der flinke Flügelspieler konnte bei der Stuttgarter Zweitmannschaft in der 3. Liga mit beeindruckenden Statistiken auf sich aufmerksam machen: In 29 Partien erzielte er zehn Tore und bereitete sechs weitere vor. Trotz eines positiven Feedbacks von Trainer Sebastian Hoeneß (44) wartet der U17-Weltmeister bislang noch auf seinen ersten Einsatz in der Profimannschaft, und daran dürfte sich vorerst nichts ändern.
Um Spielpraxis zu sammeln, soll Darvich einen anderen Weg einschlagen – hier kommt Hertha ins Spiel. Der Vorteil des Zweitliga-Klubs liegt vor allem in der Aussicht auf regelmäßige Einsatzzeiten. Wie Eichhorn, der bereits mit 16 Jahren zum Stammspieler avancierte, ist dies wohl der entscheidende Vorteil gegenüber den Konkurrenten Werder Bremen und Wolfsburg.
Dennoch sieht es bislang nicht danach aus, als würden die Berliner den Zuschlag erhalten. Laut Kicker scheint der Aufsteiger Elversberg die besten Chancen zu haben. Statt in die Millionenstadt Berlin zieht es das ehemalige Barca-Talent wohl ins eher ruhige Saarland.
Elversberg lockt nicht nur mit dem Aufstieg in die Bundesliga, der kleine Klub hat sich in den letzten Jahren zu einer gefragten Adresse für junge Talente entwickelt. Nach Spielern wie Nick Woltemade (24), Muhammed Damar (22) oder Fisnik Asllani (23) könnte die SVE für Darvich genau der richtige nächste Schritt sein.
Hertha bleibt derweil außen vor und muss weiterhin aufmerksam den Markt beobachten.