Nach dem 0:4-Debakel: CFC-Sportchef Löwe kündigt umfassenden Umbruch an!
Chemnitz – "Nur wer mit Leistung überzeugt, wird auch künftig das CFC-Trikot tragen dürfen." Mit diesen Worten leitete CFC-Sportdirektor Chris Löwe (36) Anfang Februar vor Beginn der verbleibenden Rückrunde eine klare Marschroute ein. Die darauffolgenden Ergebnisse stimmten: drei Siege am Stück und ein Torverhältnis von 9:1.
Im Anschluss jedoch drehte sich das Blatt ins Negative. Die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda (37) musste drei Niederlagen in Folge hinnehmen. Besonders schmerzhaft war die letzte Pleite: ein 0:4 gegen Rot-Weiß Erfurt vor eigenem Publikum. Alle Gegentore fielen dabei in der ersten Halbzeit, davon drei nach Freistößen.
Die Spieler, die sowohl am Samstag als auch eine Woche zuvor beim 1:3 (0:3) in Halle in der ersten Hälfte auf dem Feld standen, haben derzeit kaum Chancen auf Vertragsverlängerungen – und davon sind einige Gespräche geplant.
Ende Juni laufen 13 Spieler-Verträge aus! "Bis zum vergangenen Wochenende hatten wir vor, den März noch abzuwarten, bevor wir Entscheidungen treffen. Nach der 0:4-Niederlage gegen Erfurt überlege ich, die Vertragsverhandlungen vorzuziehen", erklärte Löwe nach dem enttäuschenden Auftritt der Duda-Elf gegenüber TAG24.
Der Ex-Bundesliga-Profi glaubt weiterhin an die Qualität des Kaders. Allerdings fehlt es bei einigen Akteuren in entscheidenden Momenten an Konzentration und Einsatzbereitschaft – jene Spieler haben beim CFC keine Zukunft.
Fest steht bereits: Im Sommer steht ein größerer Kaderumbau an. "Wie umfangreich dieser ausfällt, werden die nächsten Partien zeigen", betont Löwe.
Was der Mannschaft aktuell besonders fehlt, weiß er genau: Führungsspieler mit Erfahrung, die vorangehen, der Mannschaft Sicherheit verleihen und jungen Spielern als Vorbilder dienen können.
"Zwei bis drei Spieler dieser Kategorie würde ich im Sommer gerne nach Chemnitz holen. Letztlich hängt alles aber vom verfügbaren Budget ab", erklärt Löwe und macht deutlich: "Obwohl es in der kommenden Saison in der Regionalliga Nordost einen direkten Aufsteiger geben wird – bei uns gibt es kein leichtsinniges Vorgehen."