Bozic raus! Könnte Pistol der neue Elfmeter-Schütze beim CFC werden?
Chemnitz – Beim Chemnitzer FC ist Dejan Bozic (33) nicht der einzige Spieler, der Elfmeter sicher verwandeln kann! In dieser Regionalliga-Saison trat der Top-Torjäger neunmal vom Punkt an und verwandelte alle neun Versuche erfolgreich.
In den vergangenen Wochen durften jedoch auch andere Spieler den Elfmeter schießen. So traf am 30. Spieltag beim 2:1-Sieg gegen Hertha Zehlendorf Felix Müller (28) vom Strafstoß, da Bozic verletzt fehlte.
Am Samstag beim 2:2 gegen den BFC Dynamo reiste Bozic zwar mit nach Berlin, wurde jedoch erst in der 70. Minute eingewechselt. Der 33-jährige Stürmer, der den Verein bald verlassen wird, saß zunächst auf der Bank. Stattdessen übernahm Johannes Pistol (24) die Verantwortung und brachte sein Team durch einen Foulelfmeter in der 33. Minute in Führung.
"Wir hatten das unter der Woche kurz besprochen: Falls wir einen Elfmeter bekommen, würde ich ihn schießen", erklärte Pistol, der in der 50. Minute mit einer präzisen Flanke von der rechten Strafraumseite das 2:0 durch Domenico Alberico (27) vorbereitete.
Die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda (37) hatte alle Karten in der Hand und hätte den fünften Sieg in Folge einfahren können. Doch daraus wurde nichts, weil Schiedsrichter Florian Lukawski (27) aus Oranienburg gleich zwei weitere Strafstöße anpfiff.
Beim ersten Elfmeter foulte Felix Müller im eigenen Strafraum Leander Fritzsche (25), der zu Boden ging – Strafstoß für Dynamo. Willi Reinke verkürzte in der 53. Minute auf 1:2.
In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit berührte Kevin Lebersorger (20) den Ball mit ausgestrecktem Arm von Aaron Mensah (19) – erneut Pfiff vom Schiedsrichter. Den dritten Elfmeter des Spiels verwandelte Rufat Dadashov (34) zum 2:2-Endstand.
Duda zog ein positives Fazit: "Ein großes Lob an meine Mannschaft, die hier keinen Sommerkick gespielt, sondern mit voller Energie und Leidenschaft an unserem Ziel gearbeitet hat."
Das Ziel von drei Punkten wurde allerdings verfehlt, „weil wir nach der 2:0-Führung viel zu passiv waren“, so der Trainer der Himmelblauen.
Duda ergänzte: „Das lag aber auch an einem starken Gegner, der uns mit seiner Dynamik und Spielweise ständig unter Druck setzte. Auf der anderen Seite hatten wir drei große Konterchancen und hätten auf 3:1 erhöhen können. Am Ende ist das Unentschieden gerecht.“