CFC-Keeper nach der ersten Halbzeit in Halle: „Mir fehlen fast die Worte!“
Chemnitz – Innerhalb von nur drei Tagen kassierte der Torwart des Chemnitzer FC, Daniel Adamczyk (23), zwei Niederlagen und dabei fünf Gegentore. Nach dem 1:3 (0:3) gegen den Halleschen FC zeigte sich der Schlussmann entsprechend enttäuscht.
Beim 1:2 gegen Chemie Leipzig musste Adamczyk in den letzten Minuten zweimal hinter sich greifen. Gegen Halle fiel das erste Gegentor bereits nach 97 Sekunden, und nach 15 Minuten lag die Mannschaft von Trainer Benjamin Duda bereits mit 0:2 zurück.
„Zwei Gegentore nach ruhenden Bällen haben uns richtig zugesetzt“, erklärte der Torhüter. Er gestand offen: „In der ersten Halbzeit haben wir keine Gegenwehr gezeigt. Da fehlen mir fast die Worte. Kurz vor der Pause kassieren wir auch noch das dritte Tor – das war wirklich hart.“
Das Vermeiden von Treffern nach Standardsituationen hatte Duda mit seinem Trainerstab während der Wintervorbereitung besonders hervorgehoben.
Der Jahresbeginn verlief vielversprechend: Beim 1:0 in Magdeburg und dem 3:0 gegen Lok Leipzig präsentierte sich die Defensive der Chemnitzer sehr stabil, auch zu Beginn der englischen Woche.
Doch beim 5:1 gegen Babelsberg erhielt Adamczyks weiße Weste kurz vor Spielende den ersten Makel.
„Wir besprechen solche Situationen, arbeiten daran im Training – aber gegen Halle konnten wir es leider nicht umsetzen. Man sieht: Wenn man in wichtigen Momenten nicht voll da ist, verliert man das Spiel“, betonte der Keeper, der in der vergangenen Saison 17 Mal ohne Gegentor blieb.
In der aktuellen Spielzeit stehen für Adamczyk bislang sieben Zu-Null-Spiele zu Buche.
Versöhnlich stimmte den 23-Jährigen jedoch die zweite Halbzeit in Halle. „In der Kabine wurden klare Worte gesprochen – vom Trainer und von uns Spielern. Da gab es auch mal deutliche Kritik untereinander“, berichtete der gebürtige Kölner.
„Wir haben uns gesagt: Wir müssen unser Gesicht wahren und dürfen hier nicht untergehen. Wir wollten kein viertes Tor kassieren. Das ist uns gelungen, und in den zweiten 45 Minuten haben wir das Spiel mit 1:0 gewonnen. Das ist das Positive, auch wenn es bei drei Gegentoren nur ein schwacher Trost bleibt.“
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