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BVB zeigt Stärke: Union Berlins Serie ohne Niederlage endet

Berlin – Man kann nicht immer auf die Joker bauen! Union Berlin verlor das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund mit 0:3 (0:1) verdient. Mit dieser Niederlage endeten gleich zwei bemerkenswerte Serien. Erstmals nach fünf Partien mussten die Eisernen wieder als Verlierer vom Platz gehen. Auch der erhoffte Joker-Treffer blieb diesmal aus.

Bereits nach zehn Minuten erhielten die Berliner einen herben Rückschlag. Serhou Guirassy schien den Ball eigentlich schon verloren zu haben, wurde dann jedoch von Frederik Rönnow rüde gestoppt.

Schiedsrichter Robert Hartmann entschied ohne zu zögern auf Elfmeter. Die Entscheidung war korrekt, da Guirassy klar zuerst am Ball war und anschließend vom Torwart zu Fall gebracht wurde. Emre Can verwandelte den Strafstoß souverän.

Rückstände sind für die Eisernen nichts Unbekanntes. Seit Beginn des Jahres lagen die Köpenicker stets hinten, konnten sich aber in drei Partien jeweils zurückkämpfen.

In den ersten 25 Minuten hatten die Dortmunder den kämpferischen Stil der Berliner gut im Griff. Die Offensivbemühungen der Hausherren bereiteten den Gästen kaum Probleme, allerdings vergaben Guirassy und Fabio Silva einige gute Chancen auf das zweite Tor.

Union hielt jedoch an seiner Taktik fest, suchte immer wieder mit langen Bällen und Standardsituationen nach Möglichkeiten. Von Dortmund kam in dieser Phase kaum etwas Entlastendes.

Erst in der zweiten Halbzeit meldete sich der BVB zurück. Rönnow verhinderte mit einer starken Parade zunächst den Einschlag, musste sich nach einer Ecke aber geschlagen geben.

Nico Schlotterbeck setzte sich energisch durch und verwandelte per Kopfball präzise ins rechte Eck. Die Berliner reklamieren ein Foul an Ilyas Ansah, doch der Treffer wurde zurecht anerkannt, da die Situation zu unbedeutend für einen Freistoß war.

Die Gäste zeigten sich in der Folge wie eine Spitzenmannschaft und ließen kaum Chancen für Union zu. Auch die sonst so gefährlichen Standards der Berliner verpufften wirkungslos.

Die Eisernen hatten jedoch noch einen vermeintlichen Trumpf im Ärmel: Alle vier Tore in diesem Jahr erzielten ihre Einwechselspieler.

Diesmal blieben Oliver Burke und Co. jedoch ohne Wirkung. Stattdessen setzte Maximilian Baier mit dem 3:0 den Schlusspunkt.

1. FC Union Berlin – Borussia Dortmund 0:3 (0:1)

1. FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Leite (76. Burke) – Haberer (86. Trimmel), Khedira, Kemlein (76. Schäfer), Juranovic (66. Nsoki) – Jeong, Ansah (66. Burcu) – Ilic
Borussia Dortmund: Kobel – Can (69. Anselmino), Anton, N. Schlotterbeck – Ryerson (90.+2 Mane), Jo. Bellingham, F. Nmecha (90.+3 Özcan), Svensson – Beier, F. Silva (79. Chukwuemeka) – Guirassy

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)

Gelbe Karten: – / Can (3. Gelbe)