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HSV-Blog: Sebastian Kehl verlässt BVB! Öffnet sich nun der Weg für die Rothosen?

Hamburg – Eine Verschnaufpause für den HSV: Nach der knappen 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund kann das Team die bevorstehende Länderspielpause nutzen, um Kräfte für den Endspurt der Saison zu sammeln.

Das nächste Pflichtspiel bestreiten die Hanseaten am 4. April um 15:30 Uhr zu Hause gegen den FC Augsburg.

In unserem HSV-Blog halten wir euch stets über alle Neuigkeiten rund um den Klub, potenzielle Transfers und sämtliche Geschehnisse im Volksparkstadion auf dem Laufenden.

Die Meldung kam unerwartet: Am Samstag nahm Sebastian Kehl (46) noch auf der Bank beim 3:2-Erfolg des BVB über den HSV im Signal Iduna Park Platz, doch bereits am Sonntag gab Dortmund überraschend die Trennung von seinem Sportdirektor bekannt.

Wie Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (49) in einer offiziellen Erklärung betonte, sei die Entscheidung einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung gefallen. Kehl selbst äußerte, dass es nun an der Zeit sei, neue Wege zu beschreiten.

Führt dieser Weg möglicherweise zum HSV? Seit Wochen wird der 46-Jährige als heißer Favorit für die vakante Position des Sportvorstands bei den Rothosen gehandelt. Der ehemalige Profi strebt eine Tätigkeit auf der Managementebene an – eine Möglichkeit, die ihm beim BVB bislang verwehrt blieb.

Im Bundesliga-Topspiel übernimmt Dr. Matthias Jöllenbeck (39) die Spielleitung: Er wird die Begegnung zwischen Dortmund und Hamburg am Abend leiten.

Die Bilanz der Hanseaten unter diesem Schiedsrichter ist bislang positiv: In acht Pflichtspielen mit Jöllenbeck als Unparteiischem konnten sie vier Siege einfahren, spielten zweimal unentschieden und verloren lediglich zweimal.

Dortmund bestritt bisher zehn Partien unter Jöllenbecks Leitung, mit einer ebenfalls erfreulichen Statistik von fünf Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen.

HSV-Trainer Merlin Polzin (35) hatte am Donnerstag noch offen gelassen, ob Robert Glatzel (32) nach dessen nicht abgesprochenem Frust-Interview aus dem Kader gestrichen wird. Nun steht fest: Der Stürmer fehlt tatsächlich beim Spiel gegen den BVB.

Beim Aufbruch Richtung Dortmund am Freitag blieb Glatzel nach übereinstimmenden Medienberichten aus disziplinarischen Gründen zu Hause.

Wichtig zu wissen: Die Maßnahme gilt ausschließlich für die Partie beim Tabellenzweiten und nicht darüber hinaus.

Eine außergewöhnliche Sanktion setzte der HSV nach Jean-Luc Dompés (31) betrunkener Autofahrt in Kraft: Neben einer Geldstrafe im sechsstelligen Bereich soll sich der Franzose auch sozial engagieren.

Wie „BILD“ berichtet, musste Dompé 10.000 Warnwesten organisieren und aus eigener Tasche bezahlen, die im Straßenverkehr zur Sicherheit eingesetzt werden.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass er zumindest einen Teil dieser Westen persönlich in Hamburger Kindertagesstätten und Grundschulen verteilt – wie genau, ist noch unklar.

Vorfreude bei den Rothosen: Fábio Vieira (25) musste das Hinspiel gegen den BVB gesperrt verpassen, wird beim Rückspiel am Samstag jedoch wieder in der Startelf stehen.

„Das ist ein enorm wichtiges Spiel! Es wird nicht leicht für uns. Wir kennen die Qualität von Dortmund. Wenn wir uns bestmöglich vorbereiten und als Team zusammenhalten, können wir Großes erreichen. Unser Ziel ist es, die drei Punkte mitzunehmen“, erklärte der technisch versierte Mittelfeldspieler im „Spieltagscheck“ des HSV.

Dort gab der Portugiese auch preis, wie er seine freien Tage am liebsten verbringt: „Immer wenn wir frei haben, gehe ich ins Portugiesenviertel, um mich heimischer zu fühlen, dort portugiesisches Essen zu genießen oder mich mit Landsleuten auszutauschen.“

Am Dienstag startete der HSV mit der Vorbereitung auf das nächste Topspiel am Samstagabend (18:30 Uhr) beim BVB – personell gibt es dabei einige Veränderungen.

Nicolas Capaldo (27), der bereits drei Partien verpasst hat, trainiert nach seiner Bauchmuskelverletzung weiterhin individuell auf dem Trainingsplatz. „Capi hat zuletzt Fortschritte gemacht, doch zuletzt gab es eine Stagnation. Er verspürt noch gelegentlich Schmerzen, daher wird es knapp für Dortmund“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35) skeptisch.

Zudem fehlten im Training Philip Otele (26) und Albert Grönbaek (24). „Philip fühlt sich etwas angeschlagen, wir hoffen, dass er morgen wieder dabei ist. Albert ist weiterhin krank; ursprünglich sollte er gegen Köln auflaufen, doch Fieber machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Wir müssen abwarten, ob er morgen mehr machen kann“, so Polzin weiter.

Bakery Jatta (27), Yussuf Poulsen (31) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) befinden sich weiterhin im Reha-Training.

Matthias Ostrzolek (35) steht zwar aktuell noch als Spielertrainer beim Regionalligisten Schwaben Augsburg auf dem Platz, beendet seine aktive Laufbahn aber mit Saisonende. Anschließend übernimmt er die Cheftrainerposition bei Wacker Burghausen, wo er Sven Bender (36) ablösen wird.

„Mir wurde von Anfang an klar kommuniziert, in welche sportliche Richtung sich der Verein entwickeln will. Deshalb freue ich mich sehr auf diese Aufgabe“, blickte Ostrzolek voraus. „Als Trainer will ich die Mannschaft weiterentwickeln, das vorhandene Potenzial optimal ausschöpfen und gemeinsam mit den Spielern, dem Staff, dem Vereinsumfeld und den Fans die ambitionierten Ziele konsequent verfolgen.“

Besonders brisant: Am 18. April treffen Schwaben Augsburg und Wacker Burghausen in der Regionalliga Bayern direkt aufeinander.

William Mikelbrencis (22) hat sich durch starke Leistungen in den vergangenen Wochen ins Rampenlicht gespielt. Das Problem: Sein Vertrag beim HSV läuft im Sommer aus.

Nach Angaben des Portals Jeunes Footeux haben bereits die Verantwortlichen des RC Lens Interesse am Rechtverteidiger signalisiert. Der Ligue-1-Zweite, der nur einen Punkt hinter Paris Saint-Germain liegt, sucht einen Ersatz für Saud Abdulhamid (26), der wohl zur AS Roma zurückkehrt.

Dem Bericht zufolge passt Mikelbrencis ideal in das Profil von Lens: jung, in Frankreich ausgebildet und vielseitig auf der rechten Seite einsetzbar. Zudem wäre er ablösefrei, sofern er seinen Vertrag nicht verlängert.

Ein Wechsel des Beraters deutet meist auf einen bevorstehenden Abgang eines Spielers hin – doch bei HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) scheint die Lage anders zu sein.

„Im Fußball gibt es Dinge, die man nicht kontrollieren kann. Ich konzentriere mich auf meine Leistung und bin froh, dass ich Woche für Woche auf hohem Niveau spielen kann. Mein Fokus liegt darauf, alles andere wird sich regeln“, sagte der Schlussmann nach dem Unentschieden gegen Köln.

Ursprünglich wurde angenommen, dass sein Vertrag nach dieser Saison ausläuft, und Heuer Fernandes hatte sich eine Frist bis März gesetzt. „Jetzt kann ich keinen Zeitpunkt mehr nennen“, verriet er schmunzelnd – mit gutem Grund.

Wie die „Bild“ berichtet, verlängert sich sein Vertrag bei Klassenerhalt automatisch um ein Jahr. Somit besteht aktuell keine Eile – zumal der HSV sehr gute Chancen hat, auch im nächsten Jahr erstklassig zu spielen.

Mit neun Punkten Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz und sechs Zählern Vorsprung auf die Relegation befindet sich der HSV nach 26 Spieltagen in einer starken Position, um das große Ziel Klassenerhalt zu schaffen.

Nach Einschätzung von „Sky“-Experte Lothar Matthäus (64) sind die Rothosen bereits so gut wie gerettet. Nach dem Remis gegen Köln schätzte der ehemalige Weltfußballer die Wahrscheinlichkeit auf „85 bis 90 Prozent“.

HSV-Coach Merlin Polzin (35) reagierte humorvoll: „Ich würde Lothar Matthäus niemals widersprechen.“ Gleichzeitig mahnte er aber, dass noch ein weiter Weg vor ihnen liege.

Im Duell der Aufsteiger übernimmt Schiedsrichter Tobias Welz (48) die Leitung des Spiels zwischen HSV und Köln am Abend.

Unter Welz haben die Hanseaten bisher 28 Partien absolviert; die Bilanz fällt negativ aus: acht Siege, neun Unentschieden und elf Niederlagen.

Der 1. FC Köln spielte bislang 21-mal unter Welz, mit noch schlechteren Zahlen: nur fünf Siege, vier Remis und zwölf Pleiten.

Am Samstag begegnen sich die beiden Ex-Klubs von Welz, während Davie Selke (31) im Sommer beinahe zu einem anderen Bundesligisten gewechselt wäre.

Wie „Sky“ berichtet, hatte der 1. FSV Mainz 05 Interesse an Selke und ein konkretes Angebot abgegeben. Auch der schottische Klub Celtic Glasgow zeigte Interesse, doch weder Mainz noch Celtic konnten den Stürmer verpflichten.

Seit letztem Sommer steht Selke beim türkischen Klub Basaksehir Istanbul unter Vertrag. Der Hamburger Aufstiegsheld der letzten Saison erzielte in 15 Einsätzen bisher sieben Tore.

Ein trauriger Abstieg eines früheren HSV-Profis: Romeo Castelen (42), der von 2007 bis 2011 bei den Rothosen spielte, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt.

Das Gericht in Zwolle verhängte gegen den 42-Jährigen eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten, davon sechs Monate auf Bewährung, sowie eine Geldstrafe in Höhe von zwei Millionen Euro.

Castelen soll über den chinesischen Verein Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen haben. Im Jahr 2019 wurde er am Flughafen Amsterdam mit 139.000 Euro Bargeld erwischt.

Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich drei Jahre Haft gefordert. Der Ex-Profi kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

William Mikelbrencis (22) kämpft derzeit um seine Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch seine Leistungen sorgen für positive Signale in den Vertragsverhandlungen.

„Wenn du die Chance bekommst, musst du sie nutzen – das hat er die ganze Saison über gezeigt“, lobte Trainer Merlin Polzin (35). Mikelbrencis musste auch gelegentlich auf der Bank Platz nehmen. „Aufgrund taktischer Überlegungen haben wir uns manchmal für Konkurrenten entschieden, das konnte er nicht beeinflussen. Was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.“

In seinen ersten beiden Jahren kam Mikelbrencis auf lediglich zwölf Einsätze mit 571 Minuten Spielzeit. Schon in der Aufstiegssaison absolvierte er aber 25 Spiele, in der aktuellen Spielzeit stehen bereits 19 Einsätze zu Buche, davon neun als Starter.

„William kam als junger Spieler zu uns, sprach weder Deutsch noch Englisch. Er hat hart an sich gearbeitet, auch wenn er manchmal weniger Einsatzzeiten hatte, als er sich gewünscht hätte“, beschrieb Polzin seine Entwicklung.

Und der Coach sieht noch viel Potenzial: „Er weiß genau, welche nächsten Schritte er gehen muss. Auf dem Platz ist er schnell und ein feiner Junge.“

Schlechte Nachrichten für den HSV: Stürmer Yussuf Poulsen (31) wird erneut mehrere Wochen ausfallen. Wie Trainer Merlin Polzin (35) am Donnerstag mitteilte, zog sich der Däne eine Verletzung im rechten hinteren Oberschenkel zu.

„Das ist sehr bitter“, sagte Polzin und berichtete, dass Poulsen nach der Diagnose niedergeschlagen gewesen sei. „Weder für ihn noch für uns ist das zufriedenstellend“, so der Coach. Poulsen kam mit großen Erwartungen zum HSV, musste aber immer wieder verletzungsbedingt pausieren.

„Die Saison ist noch nicht vorbei“, gab Polzin die Hoffnung nicht auf, auch wenn die genaue Ausfallzeit noch unklar ist. „Er wird weiterhin seinen Beitrag leisten, damit wir eine gute Saison spielen und unsere Ziele erreichen.“

HSV-Trainer Merlin Polzin äußerte sich klar zum Fehlen von Rayan Philippe (25) beim Spiel in Wolfsburg: „Ich wollte Rayan zeigen, woran er arbeiten muss. Das haben wir intern besprochen“, erklärte der 35-Jährige. „Ich bin gespannt auf seine Reaktion.“

Eine Rückkehr von Philippe gegen den 1. FC Köln am Samstag ist somit möglich, sofern der Angreifer die geforderten Leistungen zeigt.

„Ich habe einfach höhere Erwartungen an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon bessere Leistungen gezeigt.“ Trotz seiner fünf Tore ist Philippe immer wieder von Leistungstiefs betroffen.

Polzin ergänzte: „Er muss sich noch zurechtfinden.“ Dabei ist Philippe seit acht Monaten beim HSV, die Eingewöhnungszeit sollte also vorbei sein. „Ich sehe das nicht dramatisch. Wir versuchen ihm aufzuzeigen, woran wir arbeiten wollen. Solche Phasen hat jeder mal, da muss er durch.“

Der HSV kann bereits mehr oder weniger für die kommende Saison in der ersten Liga planen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Luka Vuskovic (19) ein weiteres Jahr im Volkspark bleibt, sinkt mit jeder weiteren guten Partie – seine Leistungen überzeugen zu sehr.

Deshalb suchen die Verantwortlichen bereits nach einem Nachfolger. Laut dem griechischen Portal SDNA hat der HSV ein Auge auf Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus geworfen und soll ihn sogar beim letzten Spiel vor Ort beobachtet haben.

Der Innenverteidiger stammt aus der Jugend von Inter Mailand und absolvierte zahlreiche Länderspiele für Italien im Nachwuchsbereich. Seit Sommer 2024 spielt Pirola in Piräus, sein Vertrag läuft bis Saisonende 2027/28. Sein Marktwert wird auf rund neun Millionen Euro geschätzt.

Am Dienstag startete der HSV in die Vorbereitung auf das Topspiel am Samstagabend gegen den 1. FC Köln. Dabei war auch Winter-Neuzugang Albert Grönbaek (24) wieder mit von der Partie.

„Ich freue mich, ihn wieder im Mannschaftstraining zu sehen. Er braucht noch etwa eine Woche voller Trainingseinheiten ohne Einschränkungen. Ich hoffe, dass er bald wieder eingreifen kann“, erläuterte Coach Merlin Polzin (35).

Aus Belastungsgründen trainierten Ransford Königsdörffer (24), William Mikelbrencis (22), Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) weiterhin individuell oder in der Reha.

Vor allem Capaldo könnte gegen Köln schon sein Comeback feiern. „Es könnte ganz knapp werden. Das Ziel ist, dass es klappt“, sagte Polzin, schränkte aber ein: „Als Trainer ist man oft eher ein Träumer als Realist.“

Beim 2:1-Sieg in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Spieler auf dem Feld. Der Verteidiger war an der Entstehung beider Elfmeter beteiligt und verwandelte einen davon, wenn auch mit etwas Glück, selbst.

Beim Sky-Format „Sky90“ lobte der ehemalige HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (44) den jungen Kroaten: „Für mich ist er der Schlüsselspieler.“ Er attestierte der Familie Vuskovic eine große Leidenschaft für den Fußball.

Gleichzeitig übte Boldt Kritik am HSV: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic habe fünf sehr wichtige Tore erzielt, beide Elfmeter gegen Wolfsburg seien durch ihn entstanden. Obwohl er Abwehrspieler sei, spiele er eine enorme Rolle im Offensivspiel des HSV. Wie Rayan Philippe hat auch er fünf Saisontore auf dem Konto.

Sein Einfluss auf den HSV sei enorm. Boldt war überzeugt, dass der Aufsteiger ohne Vuskovic nicht auf dem zehnten Tabellenplatz stünde: „Vor seiner Ankunft waren die Spiele weit entfernt vom Bundesliga-Niveau. Er bringt einen enormen Impuls.“

Christian Eriksen (34) brachte Wolfsburg zunächst in Führung, doch Luka Vuskovic (19) und Jean-Luc Dompé (30) drehten das Spiel vom Elfmeterpunkt und sorgten so für Geschichte in der Bundesliga.

Rekordhalter ist immer noch die Partie Gladbach gegen BVB in der Saison 1965/66, als fünf Elfmeter verhängt wurden, von denen vier verwandelt wurden – Endstand 5:4 für Dortmund.

Die großen Vereine stehen Schlange: Der HSV muss wohl damit rechnen, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob er in Nord-London eine Zukunft hat, ist allerdings offen.

Der 19-jährige Kroate steht bei nahezu allen europäischen Topklubs auf dem Zettel, zuletzt wurde auch Barcelona Interesse nachgesagt.

Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich gegenüber spanischen Medien zurückhaltend: „Ich kann dazu derzeit nichts sagen. Der Spieler gehört weiterhin dem HSV und konzentriert sich voll auf den Verein. In zwei Monaten, nach Ablauf seiner Leihe und offizieller Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten verkünden.“

Besonders erleichtert dürfte HSV-Profi Daniel Elfadli (28) nach dem Sieg in Wolfsburg gewesen sein, nachdem er eine schwierige erste Halbzeit in der Volkswagen Arena erlebte.

Der Verteidiger, der den Vorzug vor Warmed Omari (25) erhielt, unterlief in der 18. Minute ein fataler Fehlpass, aus dem Wolfsburg jedoch kein Kapital schlagen konnte.

Nur zwei Minuten später wurde er zum Pechvogel, als ein Klärungsversuch seinen Gegenspieler Yannick Gerhardt (31) am Kopf traf. Der daraus resultierende Elfmeter führte zur Führung der Wölfe durch Christian Eriksen (34).

Elfadli erhielt Gelb für das Foul und stand kurz vor der Pause nach einem weiteren Foul kurz vor der Roten Karte. Nach einer deutlichen Ansprache des Schiedsrichters Florian Exner (35) musste Trainer Merlin Polzin (35) ihn zur Halbzeit auswechseln.

Exner wird auch die Bundesliga-Partie VfL Wolfsburg gegen HSV leiten.

Die Rothosen haben bisher fünf Spiele unter Exners Leitung absolviert: Drei Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage.

Wolfsburg hingegen spielte erst drei Partien mit Exner als Schiedsrichter, gewann nur eine und verlor zwei.

Wie es im Sommer mit Luka Vuskovic (19) weitergeht, ist noch offen. Bleibt er beim HSV, um gemeinsam mit seinem Bruder Mario zu spielen? Ruft Tottenham ihn zurück? Oder wechselt er zu einem anderen Klub?

Sky berichtet, dass Barcelona den kroatischen Innenverteidiger genau beobachtet, da sich bei den Katalanen im Sommer eine Lücke in der Abwehr auftut.

Ein pikantes Detail: Vuskovic teilt sich mit Barca-Coach Hansi Flick (61) denselben Berater, Pini Zahavi (83).

Ein herber Rückschlag für den HSV: Bakery Jatta (27) fällt in den nächsten Wochen aus.

Der Verein teilte mit, dass sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch eine Verletzung im linken hinteren Oberschenkel zugezogen hat und bereits in der 29. Minute ausgewechselt werden musste.

Jatta spielte zunächst unter Trainer Merlin Polzin (35) keine Rolle, kämpfte sich Ende 2025 aber zurück und absolvierte seitdem zehn von zwölf Partien.

HSV-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die exakten Anstoßzeiten für die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 bekanntgegeben. Der HSV tritt unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen zweimal samstags um 15:30 Uhr und einmal sonntags um 17:30 Uhr an.

Die Termine im Überblick:

Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV vs. FC Augsburg

Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart vs. HSV

Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen vs. HSV

Sören Storks (37) wird die Nachholpartie gegen Bayer 04 Leverkusen am Mittwochabend leiten.

Der Ramsdorfer aus Nordrhein-Westfalen pfiff bereits vor einigen Monaten ein HSV-Spiel, das die Hamburger trotz Unterzahl und einer hitzigen Schlussphase noch gewinnen konnten.

Damals zeigte Storks Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte, nachdem dieser viel zu energisch in einen Zweikampf mit Stuttgarts Josha Vagnoman (25) ging.

Insgesamt betreute Storks erst fünf Erst- und Zweitliga-Spiele des HSV. Die Bilanz spricht für die Hamburger: Nur eine Niederlage gab es unter seiner Leitung.

Besteht Grund zur Sorge für die HSV-Anhänger? Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) hat sich nach dem Aufstieg in die Bundesliga als einer der besten Torhüter etabliert. Einziges Manko: Sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Wie der Schlussmann kürzlich erklärte, befindet er sich in Gesprächen mit dem Verein. Laut „Hamburger Abendblatt“ hat er in diesem Zusammenhang seinen Berater gewechselt und sich einvernehmlich von seiner langjährigen Agentur getrennt.

Der HSV soll von dieser Entscheidung überrascht gewesen sein. Welche Auswirkungen das auf Heuer Fernandes’ Zukunft hat, bleibt offen. Möglich ist, dass er dadurch eine bessere Verhandlungsposition erhält oder auch Wechseloptionen sondiert.

Ein wichtiger Faktor für die solide Saison des HSV ist Fábio Vieira (25). Der Portugiese ist nach seiner Leihe vom FC Arsenal zum Leistungsträger geworden. Doch wie sieht seine Zukunft aus?

SPORT BILD berichtet, dass Vieira bereits beschlossen habe, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Beim FC Arsenal hatte er sich nach seinem Wechsel 2023 nicht durchgesetzt.

Er fühlt sich beim HSV und in Hamburg sehr wohl und kann sich grundsätzlich einen Verbleib vorstellen. Problematisch ist die Ablösesumme: Die vertraglich vereinbarte Kaufoption liegt bei über 20 Millionen Euro – zu hoch für die Rothosen.

Die Verantwortlichen hoffen, die Ablöse reduzieren zu können, insbesondere wenn Vieira selbst Interesse an einem festen Wechsel signalisiert. Der Ausgang bleibt offen.

Diagnose steht fest: HSV-Profi Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen, bestätigt eine MRT-Untersuchung am Montag im Athletikum.

Der Argentinier wird den Rothosen laut Mitteilung „mehrere Wochen“ fehlen, nachdem er gegen RB Leipzig bereits nach circa 20 Minuten ausgewechselt werden musste. Anfangs wurde noch von einer Adduktorenverletzung ausgegangen.

So wenige Gästefans wie seit langem nicht zu Gast im Volksparkstadion: Beim Spiel HSV gegen RB Leipzig waren etwa 57.000 Zuschauer anwesend, allerdings reisten nur rund 1.500 Leipzig-Fans an – die geringste Gästefan-Anzahl der laufenden Saison.

Selbst der abgeschlagene Tabellenletzte 1. FC Heidenheim brachte mit knapp 2.100 Fans mehr mit.

Im März beim 0:0 gegen SV Elversberg waren zuletzt nur etwa 1.000 Gästefans vor Ort.

Ein bitterer Abend für den HSV: Neben der Niederlage gegen Leipzig verlor der Klub auch zwei Verteidiger.

Miro Muheim (27) erhielt für ein hartes Foul von Schiedsrichter Bastian Dankert (45) seine fünfte Gelbe Karte und wird somit das Nachholspiel gegen Leverkusen verpassen. „Wir haben drei, vier Spieler, die als Ersatz infrage kommen“, so Trainer Merlin Polzin (35).

Besorgniserregend ist zudem die Verletzung von Nicolas Capaldo (27). Der Argentinier musste kurz nach Spielbeginn mit Schmerzen im Oberschenkel- bzw. Adduktorenbereich ausgewechselt werden und wirkte sichtlich angeschlagen.

Polzin berichtete, dass Capaldo bei einem Sprint eine Zerrung erlitt und kündigte weitere Untersuchungen für Montag an. Ein Einsatz gegen Leverkusen ist fraglich, möglicherweise droht sogar ein längerer Ausfall.

Im Volksparkstadion muss Schiedsrichter Bastian Dankert (45) einen kühlen Kopf bewahren, wenn er das Duell HSV gegen RB Leipzig leitet.

Die Hanseaten bestritten unter seiner Leitung 18 Spiele, mit einer eher negativen Bilanz: sieben Siege, ein Unentschieden und zehn Niederlagen.

Leipzig absolvierte bisher 17 Spiele mit Dankert als Schiedsrichter, mit positiver Bilanz: neun Siege, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen.

Beste Voraussetzungen für einen magischen Abend im Volkspark: Beim Heimspiel gegen RB Leipzig kann der HSV fast in Bestbesetzung auflaufen.

Einzig die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) stehen laut Trainer Merlin Polzin (35) nicht zur Verfügung. Alle anderen sind „heiß und einsatzbereit“.

Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) ist nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk wieder eine realistische Option für den Kader. Ob es bereits für einen Einsatz reicht, wird sich etwa eine Stunde vor Anpfiff entscheiden.

Positive Worte vom SC Freiburg-Profi Matthias Ginter (32) über den HSV im Podcast „Copa TS“.

Er lobte die Entwicklung des VfB Stuttgart, der vor wenigen Jahren noch in der zweiten Liga spielte und mittlerweile DFB-Pokalsieger sowie Champions-League-Teilnehmer ist. Eine ähnliche Entwicklung traut Ginter auch dem HSV zu.

„Klar, sie setzen aktuell viele Leihen ein“, sagte der Nationalspieler und bezog sich dabei auf Spieler wie Luka Vuskovic und Fábio Vieira. Auch wenn der HSV sie möglicherweise nicht halten kann, sieht er gute Voraussetzungen.

„Der Verein, die Stadt und das Stadion sind wirklich einzigartig“, lobte Ginter und ist überzeugt, dass der HSV bald wieder in höheren Tabellenregionen zu finden sein wird.

Trainingspositive Nachrichten: Albert Sambi Lokonga (26) kehrt am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurück. Am Dienstag hatte er nach seinem Außenbandriss noch individuell mit Reha-Coach Sebastian Capel gearbeitet.

„Das Ziel ist, dass Sambi noch diese Woche ins Training einsteigt und womöglich am Wochenende im Kader steht. Yussi (Poulsen, Anm. d. Red.) achten wir wegen der langen Trainingswoche und seiner Vorgeschichte besonders bei der Belastung. Er wird ab morgen wieder mit der Mannschaft trainieren und am Wochenende zur Verfügung stehen“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35).

Yussuf Poulsen (31) ging aus Belastungsgründen etwas kürzer, Albert Grönbaek (24) trainierte weiterhin individuell für sein Comeback.

Daniel Heuer Fernandes (33) steht seit sechseinhalb Jahren beim HSV. Obwohl er nicht immer unumstritten war, setzte er sich immer wieder gegen die Konkurrenz durch. Dank seiner Leistungen steht der Aufsteiger nach 23 Spieltagen deutlich über dem Strich.

Experte Stefan Effenberg (57) brachte den Keeper nun sogar für die Nationalmannschaft ins Gespräch. „Er hat es sich verdient, vielleicht als Backup bei einer Weltmeisterschaft berücksichtigt zu werden“, sagte Effenberg im „Doppelpass“. „Ferro (Heuer Fernandes) ist 100 Prozent loyal, auch in schwierigen Situationen. Er würde sich voll integrieren.“

Effenberg sieht in ihm einen wichtigen Erfolgsfaktor für den HSV. „Er entscheidet Spiele und holt Punkte. Es spricht eigentlich nichts dagegen, ihn als dritten Torwart mitzunehmen. Wenn man über die Nationalmannschaft redet: Wer steht da auf zwei und wer auf drei? Ich glaube, dass Ferro gar nicht so weit weg ist.“

Beim HSV wird man diese Worte gerne hören, doch seine Leistungen wecken auch Begehrlichkeiten – besonders, da sein Vertrag im Sommer endet. „Wir führen gute Gespräche. Ferro weiß, was er am HSV hat, und wir wissen, was wir an ihm haben. Er ist ein wichtiger Rückhalt“, sagte Sportdirektor Claus Costa (41).

Bundesliga-Tabelle

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Klub, der nach Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab.

Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.