Bundesliga-Spieler legt Protest ein und will Transfer erzwingen
Hamburg – Es zeichnet sich Ärger ab! Daniel Peretz (25), derzeit ausgeliehen vom FC Bayern München, zeigt sich mit seiner derzeitigen Situation beim Hamburger SV offenkundig unzufrieden. Nun strebt er einen vorzeitigen Wechsel an und setzt dabei auf eine drastische Vorgehensweise.
Während seine Mitspieler seit Freitag wieder auf dem Trainingsplatz standen, blieb Peretz bislang unauffindbar. Anfangs erklärte der Klub, dass wetterbedingte Schwierigkeiten bei der Rückreise des Torhüters die Ursache seien. In den folgenden Tagen wurde dann bekanntgegeben, dass er sich im Kraftraum aufhalte.
Doch dahinter verbirgt sich weitaus mehr. Bei seiner Rückkehr machte Peretz zusammen mit seinem Berater den Verantwortlichen des HSV klar, dass er den Verein umgehend verlassen möchte und sich momentan nicht in der Lage sieht, mit der Mannschaft zu trainieren. Der 25-Jährige, der bisher als vorbildlicher Profi galt, versucht mit allen Mitteln, seinen vorzeitigen Abschied aus dem Volksparkstadion durchzusetzen.
Ein neuer Klub soll bereits gefunden sein: Peretz möchte zum englischen Zweitligisten FC Southampton wechseln.
Obwohl der Israeli das Mannschaftstraining verweigerte, soll er zumindest am gemeinsamen Frühstück und einer anschließenden Videoanalyse teilgenommen haben.
Dennoch wird deutlich, dass Peretz mit seinem Streik den Druck auf den Verein erhöhen möchte. Die Vereinsführung um Sportdirektor Claus Costa (41) zeigt sich bisher allerdings unbeeindruckt und bleibt konsequent. Schließlich ist man sich der sportlichen Bedeutung einer starken Nummer zwei hinter Daniel Heuer Fernandes (31) bewusst.
Auch beim FC Bayern, dem Leihgeber, herrscht offenbar Unzufriedenheit mit der aktuellen Lage. Der Rekordmeister soll inzwischen einem vorzeitigen Abbruch der Leihe und einem Wechsel gegenüber offen sein.
Am Ende muss allerdings für alle Beteiligten eine passende Lösung gefunden werden, was auch bedeutet, dass der HSV zunächst einen Ersatz für Peretz braucht. Ein Abgang wäre dann möglich – was im Winter allerdings keine einfache Angelegenheit ist.
Seine Position beim Spiel am Samstag in Freiburg (15.30 Uhr) wird voraussichtlich Nachwuchstorwart Hannes Hermann (20) einnehmen.