45 Minuten Totalausfall bei Chemie Leipzig – doch dann geht es Schlag auf Schlag!
Leipzig – Die BSG Chemie Leipzig zeigte am Mittwochabend in der ersten Halbzeit gegen den BFC Preussen eine erschreckend schwache Vorstellung und geriet folgerichtig in Rückstand. Nach der Pause sorgten neue Spieler für frischen Wind, und binnen kurzer Zeit fielen drei Tore. Das Spiel endete 2:2 (0:1), was den Grün-Weißen im Kampf gegen den Abstieg in der Regionalliga Nordost kaum weiterhilft.
Von Beginn an verlief die Partie zäh. Optisch hatten die Gäste leicht die Oberhand, setzten jedoch keine nennenswerten Offensivakzente.
Ähnlich wie bereits beim Duell mit dem BFC Dynamo fanden die Chemiker kaum Mittel, um ihre Stürmer Cyrill Akono und Stanley Ratifo in Szene zu setzen.
Hohe Bälle zu den Preussen und Freistöße, die direkt beim gegnerischen Torwart landeten, prägten daher die erste Halbzeit.
Je näher der Pausenpfiff rückte, desto unerträglicher wurde das Spiel der Grün-Weißen für die Zuschauer. Fast schon erwartungsgemäß erzielten die Berliner kurz vor der Halbzeit die verdiente Führung.
Zunächst scheiterte Philip Fontein mit einem Abschluss an Keeper Marcel Bergmann, der stark parierte (43.).
Doch wenig später köpfte Philipp Kühn nach einem langen Einwurf den Ball zum 0:1 ins Netz (44.). Von den Hausherren kam vor der Halbzeit nur noch eine Chance, doch Julian Bell vergab diese (45.). Das ansonsten lautstarke Chemie-Publikum zeigte sich nach den ersten 45 Minuten enttäuscht und pfiff.
Trainer Alexander Schmidt zeigte sich verständlicherweise unzufrieden und reagierte mit drei Wechseln zur Pause. Direkt nach Wiederanpfiff sorgte der eingewechselte Phillipp Wendt für neue Impulse, spielte eine Hereingabe auf Janik Mäder, dessen Schuss knapp am linken Pfosten vorbeistrich (46.).
Kurze Zeit später konnten die Leipziger jedoch jubeln: Wendt schlug eine Flanke von links in den Strafraum, wo Rajk Lisinski, ebenfalls frisch ins Spiel gekommen, per Kopf zum Ausgleich traf (53.).
Die Chemiker blieben am Drücker und zeigten sich deutlich verbessert – wohl auch, weil die Gäste nun eine Schwächephase hatten.
Dennoch gingen die Berliner erneut in Führung: Nach einer Ecke von rechts konnten die Leipziger den Ball nicht konsequent klären, sodass Chadi Ramadan aus der zweiten Reihe flach ins linke Eck zum 2:1 traf (74.).
War das Spiel für Chemie gelaufen? Keineswegs! Denn der eingewechselte Kay Seidemann erzielte per Flachschuss von links den 2:2-Ausgleich – allerdings half BFC-Keeper Karl Albers mit, der den Ball trotz leichter Berührung passieren ließ (79.).
Weitere Tore fielen nicht mehr. Am Ende blieb es beim Unentschieden, das für Chemie im Abstiegskampf der Regionalliga Nordost viel zu wenig ist.
Regionalliga Nordost Tabelle
Der Meister der Saison 2026 spielt am Ende in zwei Aufstiegsspielen gegen den Sieger der Regionalliga Bayern. Der Gewinner dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Maximal vier Mannschaften steigen ab, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.