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Chemie Leipzig steht vor dem entscheidenden Schritt zum Neustart

Leipzig – Nach einer von Rückschlägen geprägten Saison, die unter anderem den Rauswurf des Trainers und die ständige Sorge vor dem Abstieg in die Oberliga mit sich brachte, hat die BSG Chemie Leipzig am Freitagabend beim letzten Heimspiel der Spielzeit gegen den FC Eilenburg (19 Uhr) die Chance, endgültig die Weichen für den Klassenerhalt zu stellen.

Im Grunde genügt dafür sogar ein Unentschieden, da der ZFC Meuselwitz mit fünf Punkten Rückstand und einem deutlich schlechteren Torverhältnis hinter Chemie liegt. Trotzdem will man in Leutzsch auf Nummer sicher gehen und den bereits fast sicher abgestiegenen Gegner aus der Regionalliga Nordost bezwingen.

Zudem soll so verhindert werden, dass es am letzten Spieltag beim schwierigen Auswärtsspiel in Zwickau noch zu unerwarteten Problemen kommt.

Bereits am Dienstag gab Grün-Weiß bekannt, dass die Partie am Freitag restlos ausverkauft ist. Insgesamt werden 4.999 Fans im Alfred-Kunze-Sportpark erwartet.

Der Verein teilte zudem mit, dass die aktiven Chemie-Anhänger eine besondere Aktion vorbereitet haben, um für ein geschlossenes Bild im Stadion zu sorgen – die Spannung steigt also.

Spätestens nachdem der Verbleib in der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands gesichert ist, wird es weitere Gespräche geben.

Trainer Alexander Schmidt (57), der das Team zurück auf Erfolgskurs gebracht und aus dem Tabellenkeller bis zum Derby-Sieg gegen Lok Leipzig geführt hat, hat im Winter bereits einige Veränderungen vorgenommen, um die Mannschaft zu verstärken. Sicher ist jedoch, dass in der Sommerpause weitere Anpassungen folgen werden.

Zum dritten Mal in Folge will der Verein unbedingt eine Saison vermeiden, in der nur um den Klassenerhalt gekämpft wird.

Grün-Weiß strebt an, sich mindestens im Mittelfeld zu etablieren – vielleicht schaut man mit einem Blick sogar nach oben.

Dafür wäre es natürlich von Vorteil, wenn wichtige Leistungsträger wie Stanley Ratifo (31) im Verein bleiben. Die Verhandlungen darüber sind jedoch noch im Gange.

Regionalliga Nordost Tabelle

Der Meister der Saison 2026 tritt am Ende in zwei Aufstiegsspielen gegen den Titelträger der Regionalliga Bayern an. Der Sieger dieser Relegation steigt in die 3. Liga auf. Abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga können maximal vier Teams absteigen.