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Unfassbare Vorfälle: Zweitliga-Chef berichtet von Spuckattacke gegen eigene Trainerbank

Kaiserslautern – Der 1. FC Kaiserslautern durchlebt eine wechselhafte Saison, was bei den Fans für Frustration sorgt. Beim Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg überschritten die Anhänger der Roten Teufel jedoch eine Grenze, wie Geschäftsführer Thomas Hengen (51) kürzlich offenlegte – er sprach sogar von Spuckattacken gegen die eigene Bank!

Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause erreichte die kleine Jahresendkrise der Lauterer (nur zwei Siege aus den letzten acht Partien) einen vorläufigen Tiefpunkt, als nach 49 Minuten bereits ein 0:3-Rückstand gegen die Gäste bestand. Doch das darauf folgende Verhalten war inakzeptabel.

„Die Mannschaft wurde beschimpft, mit Hassparolen attackiert und sogar auf unsere Trainerbank gespuckt“, berichtete Hengen im Interview mit der Rheinpfalz.

Offenbar handelt es sich bei diesem Vorfall nicht um eine Ausnahme: „In letzter Zeit ereigneten sich auf der Nordtribüne Vorfälle, die ich bisher nicht in dieser Schwere erlebt habe“, erklärte der 51-Jährige.

„Wir können nachvollziehen, dass Fans auch einmal unzufrieden sind und Kritik üben – das tun wir selbst auch. Entscheidend ist jedoch, dass dabei der Ton sachlich bleibt“, unterstrich der Funktionär und machte deutlich: „Gerade beim Spiel gegen Magdeburg wurden klare Grenzen überschritten.“

Den betreffenden Anhängern kündigte er Konsequenzen an: „Wir werden künftig noch konsequenter hinschauen und die Personen, die sich derart im Stadion verhalten, ansprechen. Im Ernstfall werden wir nicht zögern, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen.“

Die Situation beim 1. FC Kaiserslautern bleibt angespannt: Zwar belegen die Pfälzer mit 27 Punkten aus 17 Spielen einen Platz im oberen Tabellendrittel, das angestrebte Ziel Aufstieg scheint jedoch in weiter Ferne. Der Rückstand auf den Relegationsrang beträgt aktuell sechs Zähler.

Hengen richtete deshalb auch einen Appell an die Fans: „Wir sprechen stets von den Fritz-Walter-Werten, von Zusammenhalt und Demut – sowohl in guten als auch in schwierigen Zeiten. Gerade dann muss man trotz Kritik fair bleiben und sachlich argumentieren.“

Er machte unmissverständlich klar: „Wenn gegen die Trainerbank gespuckt wird, trifft das uns alle. So ein Verhalten können und wollen wir nicht tolerieren.“