St.-Pauli-Blog: Blessin gibt Hoffnung auf Irvine-Einsatz im Stadtderby gegen den HSV
Hamburg – Die Derby-Woche läuft! Am Freitagabend um 20.30 Uhr trifft der FC St. Pauli am Millerntor auf den HSV.
Vom Training gab es positive Signale.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch über alle aktuellen Entwicklungen im Team, mögliche Transfers und Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.
Erfreuliche Personal-News bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte laut Cheftrainer Alexander Blessin (52) am Freitag im Derby gegen den HSV wieder im Kader stehen, wie er bei der Pressekonferenz am Mittwoch verkündete.
Der australische Mittelfeldspieler befindet sich zwar noch in einer „Testphase“, so Blessin, die Belastungstests seien jedoch vielversprechend verlaufen. Dennoch müsse man genau beobachten, wie Irvines Körper in den kommenden Tagen und Wochen reagiert.
Auch Danel Sinani (28) könnte ins Mannschaftsaufgebot zurückkehren. Beim Einsatz von Connor Metcalfe (26) sei hingegen noch unklar, wie der Stand ist, erklärte der Coach.
Schiedsrichter-Chef Knut Kircher (56) äußerte sich bei einem Journalisten-Treffen zu zwei umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen vom letzten Spieltag, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) gegen Arkadiusz Pyrka (23).
Der BVB-Spieler hatte dafür nur eine Gelbe Karte erhalten – sehr zum Unverständnis von Trainer Alexander Blessin (52). „Wie Schlotterbeck in den Zweikampf geht, ist brutal: Er spielt den Ball nicht, geht knöchelhoch rein – normalerweise ist das ein klares Rot nach einer Viertelstunde“, so Blessin.
Kircher betonte, dass er zwar froh sei, dass diese Szene sowie das Foul von Leipzigs Nicolas Seiwald an Leon Goretzka einheitlich bewertet wurden, letztendlich hätte er sich aber eine härtere Strafe gewünscht.
„Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir einheitlich richtig entschieden hätten“, gab Kircher zu und sprach sich für eine Rote Karte und den Eingriff des VAR aus.
Vor dem Stadtderby wurde Hauke Wahl (31) auf den Rückhalt für Ricky-Jade Jones (23) angesprochen. Seine Antwort war klar und deutlich.
„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist völlig normal, wenn man denkt, man sei schuld“, erklärte Wahl. „Aber das stimmt nicht, es war nicht seine Schuld.“ Fußball sei eben ein Sport, in dem Fehler passieren, so der Verteidiger. „Das haben wir ihm mehrfach klargemacht.“
Wahl betonte, man stehe gemeinsam für Siege und Niederlagen ein. „Klar war er traurig und niedergeschlagen, aber er hat von uns viel Unterstützung bekommen.“
Am Dienstag nahm Kapitän Jackson Irvine überraschend am Training teil. Der Australier absolvierte Pass- und Spielübungen, verließ das Feld aber nach etwa 45 Minuten wieder.
Weiterhin fehlten Ben Voll und Connor Metcalfe, auch Danel Sinani trainierte nur eingeschränkt mit.
Nach etwas mehr als einer Stunde feierte Tomoya Ando sein Pflichtspieldebüt, als er eingewechselt wurde. Trotzdem war er über die knappe 2:3-Niederlage enttäuscht.
„Es war eine besondere Atmosphäre und ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte Ando nach dem Spiel. „Leider haben wir verloren.“
Er blickte bereits voraus: „Nächste Woche steht das Derby an. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen – egal wie.“
Vor dem Auswärtsspiel in Dortmund sprach Eric Smith (29) im Sky-Interview über die aktuelle Lage bei St. Pauli: „Wir müssen in den Spiegel schauen und jeden Tag hart arbeiten, um aus der Situation herauszukommen.“
Smith schöpft Hoffnung daraus, dass der Klub in der vergangenen Spielzeit schon einmal in einer ähnlich schwierigen Lage war.
Ein gutes Zeichen? Schiedsrichter Harms Osmers (40) wird das Spiel bei Borussia Dortmund am Samstag leiten. Unter seiner Leitung hatten die Kiezkicker bereits ein Aufeinandertreffen, das mit einem Sieg endete.
2022 standen sich beide Teams im DFB-Pokal-Achtelfinale auf einem leeren Millerntor gegenüber. Damals setzte sich der damalige Zweitligist dank eines Treffers von Etienne Amenyido und einem Eigentor von Axel Witsel mit 2:1 durch. Das Tor von Erling Haaland reichte für den BVB nicht.
Eine Wiederholung dieses Ergebnisses würde beim FC St. Pauli sicher niemand ablehnen.
Der erneute Ausfall von Jackson Irvine (32) trifft das Team hart, die Zukunft des Australiers bleibt vorerst ungewiss. „Das wird sich in der nächsten Woche oder in den kommenden zehn Tagen klären“, so Trainer Blessin am Donnerstag.
Er bestätigte, dass eine weitere Operation nicht ausgeschlossen sei. Derzeit werden fast täglich MRT-Scans am verletzten Knöchel durchgeführt, dazu finden Gespräche mit dem behandelnden Arzt statt. Wie die Entscheidung am Ende ausfallen wird, wollte Blessin nicht prognostizieren. „Das ist für mich als Außenstehenden schwer einzuschätzen.“
Sollte es zu einer erneuten Operation kommen, wäre das vermutlich das Saisonende für Irvine – und gleichzeitig das Aus für die WM. Nach seiner ersten OP hatte es sechs Monate gedauert, bis er wieder spielen konnte.
Der späte Gegentreffer bei der Niederlage in Wolfsburg hat bei den Profis Spuren hinterlassen. „Es tut sehr weh, aber wir kennen diese Situation aus dieser Saison bereits“, sagte Kapitän Eric Smith (29) nach dem Spiel.
„Ich möchte nicht sagen, dass wir es gewohnt sind, aber wir wissen, wie es sich anfühlt. Ehrlich gesagt, haben wir genug davon“, so der Schwede.
St. Pauli schien die zweite Halbzeit unter Kontrolle zu haben, kassierte kurz vor Schluss aber den Knockout.
„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, doch wir sind nicht in der Lage, das umzusetzen“, ärgerte sich Smith. „Wir wissen, dass wir nicht die besten Einzelspieler in der Liga haben. Umso wichtiger wäre es, dass wir uns gegenseitig mehr unterstützen – was wir aber nicht ausreichend tun.“
Nach der Niederlage wollte Trainer Alexander Blessin (52) nicht ausführlich über den von Hauke Wahl (31) verursachten Handelfmeter sprechen – und auch nicht über Wolfsburg-Coach Daniel Bauer (43), der vehement den VAR-Einsatz forderte.
Stattdessen kritisierte Sky-Experte Didi Hamann (52) den VfL-Trainer scharf: „Seine Reaktion ist eine Unverschämtheit, unsportlich und sollte bestraft werden.“ Hamann verglich das Verhalten mit Reaktionen aus anderen Ländern und riet Bauer, sich zurückzuhalten.
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte erst auf Anweisung des VAR die Entscheidung überprüft und auf Elfmeter entschieden. Zuvor ließ er das Spiel ohne Pfiff weiterlaufen.
Im Spiel gegen Wolfsburg herrschte ab der 60. Minute eine bedrückende Stille in der Volkswagen-Arena.
Offenbar war im Stadion ein medizinischer Notfall passiert, woraufhin beide Fanlager ihren Support einstellten. In der 72. Minute gab es kurz Applaus, danach setzten die Fans ihre Gesänge wieder fort.
Der Stadionsprecher informierte wenig später, dass die betroffene Person versorgt wurde und sich in einem stabilen Zustand befindet.
Für Kapitän Eric Smith (28) geht es nach der winterlichen Pause nun wieder los. Für ihn war die Auszeit sogar noch etwas länger, da er vor Weihnachten gesperrt war, erklärte er kurz vor dem Spiel im Sky-Interview.
Die Kiezkicker begannen aufgrund der schwierigen Ausgangslage früh mit der Vorbereitung. „Wir wollen in allen Bereichen besser werden“, so Smith. Auf Kapitän Jackson Irvine (32) muss St. Pauli weiterhin verzichten. „Das ist ein harter Schlag, aber wir geben unser Bestes. Für jedes Team ist es schwierig, wenn der Kapitän fehlt“, betonte Smith, der mit drei Punkten ins Fußballjahr 2026 starten möchte.
Schlechte Neuigkeiten bei Jackson Irvine (32): Der Verein gab am Dienstagnachmittag bekannt, dass der Australier erneut ausfallen wird. Er hat Probleme am linken Fuß.
Bereits im April des vergangenen Jahres wurde Irvine wegen einer knöchernen Stressreaktion an diesem Fuß operiert. Erst im Oktober feierte er sein Comeback und zeigte seine Bedeutung für St. Pauli.
Trainer Alexander Blessin (52) muss nun erneut auf den Ausfall reagieren.
Ein hoffnungsvolles Zeichen: Schiedsrichter Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18.30 Uhr) die Partie beim VfL Wolfsburg leiten – eine gute Nachricht für die Kiezkicker.
Unter der Leitung des Realschullehrers aus Osnabrück gewann St. Pauli zwölf von 22 Spielen, darunter die letzten drei – alles aus der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Partien gingen verloren. Willenborg hat mit Bayer Leverkusen nur einen Verein häufiger gepfiffen als St. Pauli, die aber mehr Siege feierten als die Werkself.
Mit Willenborg als Schiedsrichter gewann Wolfsburg fünf von acht Spielen, drei wurden verloren.
Willenborg wird an den Seitenlinien von Robert Wessel (40) und Eric Müller (35) unterstützt, als VAR fungiert Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli leiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo aus. Zudem besitzt Heracles eine Kaufoption für den Sommer.
Ahlstrand kam bei den Profis bislang kaum zum Einsatz, obwohl er Fortschritte gemacht hat, wie Sportchef Andreas Bornemann (56) bestätigte. Hauptgrund sei die starke Konkurrenz.
In zwei Jahren erzielte der Schwede lediglich sechs Einsätze (41 Minuten) bei den Profis, überzeugte jedoch regelmäßig in der U23 in der Regionalliga Nord. Nun erhält er die Chance, sich auf höherem Niveau zu beweisen.
Die Wettersituation wirft Fragen auf: Es ist noch offen, ob das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) wie geplant stattfinden kann.
Der Verein teilte am Donnerstagmittag mit, dass man die Entwicklung abwarten müsse, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, um handlungsfähig zu bleiben und stehen im Austausch mit Experten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und weiteren Partnern“, erklärte ein Sprecher. Noch sei unklar, ob das Spiel stattfinden kann.
Keine guten Erinnerungen bestehen an Schiedsrichter Florian Exner (35), der das Spiel gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) leiten wird.
Sein Debüt endete mit einem 3:2-Sieg im damaligen Topspiel gegen Greuther Fürth. Nach seinem zweiten Einsatz gab es jedoch erheblichen Diskussionsbedarf.
In der letzten Saison pfiff Exner das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das 0:1 verloren ging. Dabei zeigte er erst Siebe Van der Heyden (27) die rote Karte und in der Nachspielzeit Nikola Vasilj (30) binnen Sekunden die Ampelkarte – was zu einer hitzigen Szene führte.
Erik Ahlstrand (24) hat es beim FC St. Pauli bislang schwer, und das gute Abschneiden beim Test gegen Werder Bremen wird daran wohl nicht viel ändern.
Sportchef Andreas Bornemann (54) zeigte sich zwar mit der Entwicklung des Schweden zufrieden, erklärte aber auch, dass ein Wechsel unter bestimmten Umständen möglich sei.
Wie die schwedische Zeitung Expressen berichtet, steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.
Bislang absolvierte der 24-Jährige bei den Profis fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal.
Als Reaktion auf die Verletzung von Simon Spari (23) hat St. Pauli mit Emil Gazdov (22) das Torwartteam verstärkt. Der Keeper wurde bis Saisonende vom CF Montréal ausgeliehen, inklusive Kaufoption.
„Emil ist sehr dynamisch und explosiv, strahlt aber gleichzeitig Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert lange Bälle gut und scheut sich nicht, das Tor zu verlassen. Auch im Spielaufbau agiert er ruhig und abgeklärt“, lobte Trainer Alexander Blessin (52) den Neuzugang.
Gazdov, der neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet, wechselte dann zu Pacific FC, war von Oktober 2020 bis Februar 2022 bei der U19 des 1. FC Nürnberg und kehrte danach nach Kanada zurück, wo er sich 2025 Montréal anschloss. Zuletzt war er ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.
Gazdov sagte zu seinem Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die Herausforderung beim FC St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich für meine fußballerische Weiterentwicklung nutzen und möglichst viel Erfahrung in der Bundesliga sammeln.“
Die Entscheidung steht fest: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird vor Zuschauern stattfinden. Für Fans, die aufgrund der Witterung oder anderer Gründe nicht kommen können, gibt es eine Alternative.
Tickets können bis 13.30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal angeboten werden. Sie werden dann entweder von anderen Fans übernommen oder erstattet.
Auch ein späteres Einstellen der Tickets ist noch möglich. Zudem denkt der Verein über ein kostenloses Ticket für ein anderes Testspiel nach.
Ein bitterer Start in das neue Jahr für Andreas Hountondji (23): Wegen eines Haarrisses am linken Sprunggelenk fällt der Stürmer vorerst aus.
Der FC St. Pauli teilte dies am Freitagmorgen mit. Die Verletzung hatte sich der 23-Jährige im letzten Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 21. Dezember zugezogen. Nach der ersten Diagnose wurde der Haarriss durch weitere Untersuchungen bestätigt.
Der Transfer von Tomoya Ando (26) gilt als sicher, nun hat St. Pauli auch Interesse an einem weiteren Japaner. Laut dem Portal liga-zwei.de zeigen mehrere Vereine Interesse am U20-Nationalspieler Shunsuke Saito, darunter auch die Kiezkicker, SV Elversberg und Borussia Dortmund.
Favorit scheint jedoch Hannover 96 zu sein. Die Niedersachsen pflegen eine Kooperation mit dem Zweitliga-Meister Mito HollyHock, bei dem Saito unter Vertrag steht. Ein Abschluss des Transfers steht noch aus. Die meisten Vereine würden ihn wohl in der U23 einsetzen.
In der vergangenen Saison war der 20-Jährige mit acht Toren in 27 Partien maßgeblich am Aufstieg beteiligt.
Wird er die erste Verstärkung im Winter? Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, steht der FC St. Pauli kurz vor der Verpflichtung von Tomoya Ando (26).
Der japanische Verteidiger von Avispa Fukuoka muss nur noch den medizinischen Check bestehen und den Vertrag unterschreiben, alles andere sei bereits geregelt.
Ando ist Nationalspieler und entweder ablösefrei oder für eine geringe Summe zu haben. Die Bekanntgabe erfolgt aber erst nach Beginn des Transferfensters am 1. Januar.
Nach dem letzten Training am Montag genießen die Profis des FC St. Pauli ihre wohlverdiente, wenn auch kurze Weihnachtspause. Am Neujahrstag geht es jedoch schon wieder los.
Am Tag danach findet die einzige öffentliche Trainingseinheit statt, bei der Fans das Team beobachten können. Beginn ist zwischen 11 und 11.30 Uhr.
Am 4. Januar steht das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) an, bevor sechs Tage später die Vorbereitung auf das Spiel gegen RB Leipzig (10. Januar, 15.30 Uhr) beginnt.
Ein wichtiger und schöner Moment: Im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim brachte Martijn Kaars (26) St. Pauli mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte in Führung.
Der Treffer wurde nun für das „Tor des Monats“ Dezember nominiert, zusammen mit neun anderen beeindruckenden Toren. Abgestimmt werden kann auf der offiziellen Bundesliga-Website.
Wird er in seine Heimat zurückkehren? Manolis Saliakas (29) erlebt eine schwierige Saison und stand bei St. Pauli erst viermal in der Bundesliga von Beginn an.
Wie das Portal „SDNA“ berichtet, hat AEK Athen den Rechtsverteidiger ins Visier genommen. Der griechische Klub sucht einen Spieler, der sich mit Lazaros Rota (28) die Position auf der rechten Abwehrseite teilen kann.
Saliakas spielt seit 2022 für St. Pauli und könnte bereits im kommenden Winterfenster Hamburg verlassen.
Das Problem beim FC St. Pauli ist weiterhin die geringe Offensivkraft: Bisher gelangen erst 13 Tore. Das zeigte sich auch im Spiel gegen Mainz deutlich.
Laut „Abendblatt“ arbeitet Sportchef Andreas Bornemann (53) daher an einer spektakulären Rückholaktion von Morgan Guilavogui (27), der mit sechs Toren großen Anteil am Klassenerhalt hatte, aber zum Stammverein RC Lens zurückkehren musste.
Obwohl St. Pauli die Kaufoption gezogen hatte, holte Lens den Franzosen gegen dessen Willen zurück. Bei Ligue-1-Tabellenführer Lens kommt Guilavogui allerdings kaum zum Zug.
Lens möchte den Spieler verkaufen und nicht erneut verleihen. Ob St. Pauli eine hohe Ablösesumme stemmen kann oder möchte, ist fraglich.
Beim enttäuschenden Auftritt in Mainz fehlte Martijn Kaars (26) schmerzlich. Der Verein gab am Montag ein Verletzungsupdate bekannt.
Der Stürmer erlitt eine leichte Muskelverletzung im Adduktorenbereich, bestätigt durch ein MRT.
Wie lange er ausfallen wird, steht noch nicht fest.
Ein großer Schock: Nach etwa einer Stunde wurde Louis Oppie (23) bei einem Freistoß der Mainzer von seinem eigenen Torwart Nikola Vasilj (30) umgerissen. Beide blieben am Boden und mussten behandelt werden.
Oppie verließ kurz darauf das Spielfeld und stellte sich anschließend mit dick bandagiertem Knie den Fragen der Medien. „Ich glaube, ich bin unglücklich aufgekommen“, sagte er. Zunächst habe er die Verletzung wegen des Adrenalins nicht richtig wahrgenommen. „Meine Beine haben sich komisch angefühlt.“
Als ihm die Szene noch einmal gezeigt wurde, atmete er tief durch. „Sieht schon heftig aus“, gestand Oppie. Zum Glück kamen beide Spieler ohne größere Schäden davon.
Eine Hiobsbotschaft: Martijn Kaars (26) fehlt im wichtigen Spiel in Mainz, wie aus den Aufstellungen hervorgeht. Für ihn rückt Andréas Hountondji (23) in die Startelf.
Die Aufstellungen:
Mainz: Batz – Kohr, Hanche-Olsen, Potulski – da Costa, Kai, Sano, Widmer, Nebel, J.-S. Lee, Amiri – Hollerbach
St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Wahl, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Zum Jahresabschluss reist St. Pauli noch einmal ins Kellerduell nach Mainz und trifft dabei auf Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (38).
Er leitete bereits das Saisonauftaktspiel gegen Borussia Dortmund (3:3) und pfiff auch schon eine Partie der Mainzer in Frankfurt, die mit 0:1 verloren ging.
Im wichtigen Duell gegen den Tabellenletzten 1. FSV Mainz 05 muss St. Pauli auf Innenverteidiger Eric Smith verzichten.
Der Abwehrchef erhielt im Kellerduell gegen Heidenheim in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Rote Karte. Das Sportgericht des DFB verhängte eine Spielsperre von einem Spiel.
Adam Dzwigala (30) ist der Mann für alle Fälle bei St. Pauli! Er sprang erneut ein, nachdem Eric Smith (28) mit Rot vom Platz musste.
Bisher zeigte der Pole nicht immer Zurückhaltung. „Er hat schon mal gelb oder rot beim ersten Einsatz bekommen. Es geht darum, das richtige Maß zu finden“, erklärte Trainer Blessin (52). „Aber dass wir immer wieder auf ihn zurückgreifen können, hat er mehrfach bewiesen.“
Vor allem vor dem 2:0 glänzte Dzwigala mit robustem Einsatz und eroberte den Ball – aus Sicht der Heidenheimer vielleicht regelwidrig, doch Schiedsrichter Sören Storks (37) ließ weiterspielen.
Auch Hauke Wahl (30) lobte den Polen: „Auf Adam ist immer Verlass. Du kannst ihn nachts um drei Uhr wecken, er ist bereit und gibt immer Vollgas im Training.“
Dzwigala sei ein Beispiel für Professionalität und „das genaue Gegenteil eines Stinkstiefels“. Deshalb ist er für St. Pauli so wichtig.
Wenn ein Spieler eingewechselt und kurz darauf wieder ausgewechselt wird, gilt das meist als Strafe. Bei Ricky-Jade Jones (23) war es allerdings anders.
Er kam in der 75. Minute für Doppel-Torschütze Martijn Kaars (26) auf das Feld, musste in der Nachspielzeit jedoch für Connor Metcalfe (26) Platz machen und griff sich dabei mehrfach an den rechten hinteren Oberschenkel. „Er hat einen Schlag bekommen“, erklärte Trainer Blessin (52).
„Ob es nur der Schlag war oder ob er sich dabei verletzt hat, weiß ich nicht“, fügte er hinzu.
Ein deutliches Signal: Trainer Alexander Blessin vertraute auch gegen Heidenheim auf die gleiche Startelf wie zuletzt. Es gab keine Veränderungen.
So begann die Mannschaft: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Überraschende Nachricht: Andréas Hountondji (23) verzichtet freiwillig auf die Teilnahme am Africa Cup, wie der Verband von Benin mitteilte.
Eigentlich war er nominiert, doch aufgrund von Verletzungen zog der Angreifer den Rückzug vor. Trainer Alexander Blessin (52) zeigte sich überrascht: „Er hat es so mit dem Verband geregelt.“ Angesichts der wiederkehrenden Verletzungen sei es wichtig gewesen, „den Spieler gesund zu bekommen.“
Ob sich die Absage auf Hountondjis Zukunft in der Nationalmannschaft auswirkt, ist unklar. „Er liebt sein Land und hat immer den Eindruck vermittelt, unbedingt für sein Land spielen zu wollen“, so Blessin.
Wenn Hountondji fit ist, steht er in diesem Jahr noch für Spiele gegen Mainz und vor allem zu Beginn des neuen Jahres zur Verfügung, für die der Verein ursprünglich nicht mit ihm plante.
Der Termin für das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen steht fest: Am 3. Februar um 20.45 Uhr kämpft St. Pauli beim Meister von 2023 um den Einzug ins Halbfinale.
Eineinhalb Wochen später kommt es in der Bundesliga zum erneuten Aufeinandertreffen. Der genaue Termin ist noch offen.
Zwei Tage vor dem Kellerduell gegen Heidenheim wurde auch der Schiedsrichter benannt: Sören Storks (37) wird die Partie am Millerntor leiten.
In dieser Saison pfiff er bereits St. Paulis Auswärtsspiel bei Werder Bremen (0:1). Die Bilanz unter seiner Leitung: zwei Siege, ein Remis und vier Niederlagen.
Ähnlich sieht die Statistik bei Heidenheim aus, für die Storks auf die zweitmeisten Einsätze kommt: drei Siege, zwei Unentschieden und acht Niederlagen.
Friedhelm Funkel (71) hat dem FC St. Pauli bei der Pokalauslosung kein Glück gebracht. Der Gegner heißt Bayer Leverkusen, gespielt wird beim Meister von 2023.
Der genaue Termin steht noch nicht fest. Möglich sind der 3./4. oder 10./11. Februar 2026. Sollte das Viertelfinale in der zweiten Pokalwoche stattfinden, treffen beide Teams innerhalb weniger Tage zweimal aufeinander – vom 13. bis 15. Februar steigt das Bundesliga-Rückspiel in der BayArena.
„Friedhelm Funkel hätte uns einen leichteren Gegner zuspielen können. Trotzdem werden wir alles geben, um ins Halbfinale zu kommen. Favorit sind wir in Leverkusen sicher nicht“, sagte Trainer Blessin (52).
Sportchef Andreas Bornemann (53) räumte ein, dass man sich ein Heimspiel gewünscht hätte. „Aber wir nehmen die Auslosung so hin. Gegen die großen Bundesliga-Klubs haben wir schon starke Leistungen gezeigt.“
Überraschung im Spiel in Köln: Hauke Wahl (31) musste zur Halbzeit in der Kabine bleiben, der Grund war zunächst unbekannt.
Trainer Blessin (52) klärte nach dem Spiel auf: „Es war fraglich, ob er überhaupt spielen kann. Er fühlte sich zwei Tage lang sehr schlecht.“ Trotz eines starken Infekts habe Wahl sich für die Mannschaft geopfert.
„Unter normalen Umständen hätte man wohl auf ihn verzichtet“, gab der Trainer zu. „Er wollte der Mannschaft helfen, hat es versucht, aber nach 35 Minuten gemerkt, dass es nicht mehr geht.“ Ob es sich um einen Magen-Darm-Infekt oder etwas anderes handelt, ist noch unklar.
Never change a winning team: St. Pauli bestätigte rund eine Stunde vor Anpfiff seine Startelf für das Auswärtsspiel in Köln. Trainer Blessin vertraut auf die gleiche Elf wie beim Pokalsieg in Gladbach.
Die Aufstellung: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Am Sonntag um 19.15 Uhr wird im Dortmunder Fußballmuseum das DFB-Pokal-Viertelfinale ausgelost. Der FC St. Pauli ist mit dabei und kann auf folgende Gegner treffen:
Als Losfee fungiert der frühere Bundesliga-Profi und Trainer Friedhelm Funkel (71).
Das Viertelfinale wird wie im Vorjahr an zwei Terminen ausgetragen: 3./4. und 10./11. Februar 2026.
Die Partie gegen den 1. FC Köln wird von Schiedsrichter Tobias Reichel (40) geleitet. Unter seiner Leitung hat St. Pauli bisher keine gute Bilanz.
Reichel pfiff bisher acht Partien der Kiezkicker, von denen nur zwei gewonnen wurden. Die letzten drei Spiele endeten alle remis.
Er wird an den Seitenlinien von Christian Bandurski und Marcel Unger unterstützt, VAR ist Johann Pfeifer.
Beim Spiel gegen Köln trifft St. Pauli auch auf Trainer Lukas Kwasniok (44). Trotz Tabellenplatz 17 zeigte er sich beeindruckt vom Spielstil der Kiezkicker.
„Ich sehe St. Pauli fußballerisch unter den sechs bis acht besten Teams der Bundesliga“, sagte Kwasniok. „Ich war beim Pokalspiel in Mönchengladbach live dabei. Das Spiel war ein Genuss.“
Obwohl St. Pauli eine Niederlagenserie hat, spielten sie mutig weiter, was Kwasniok respektiert. „Sie haben eine Achse erfahrener Spieler. Wir gehen als Underdog in das Spiel, das ist vielleicht ein Vorteil.“
Kurz nach seinem Tor gegen Bayern musste Andréas Hountondji (23) verletzt ausgewechselt werden und wird auch gegen Köln fehlen.
„Es ist nur eine leichte muskuläre Verletzung ohne starke Einblutung“, erklärte Trainer Blessin (52). Hountondji konnte zwar wieder laufen, ein Einsatz sei aber ausgeschlossen. „Wir werden sehen, wie sich sein Zustand entwickelt. Ich hoffe, er steht gegen Heidenheim wieder zur Verfügung.“
Das Spiel gegen Heidenheim könnte Hountondjis letzter Einsatz vor dem Afrika-Cup sein. Er wurde wie erwartet für den Benin nominiert. Die Abstellung beginnt am 15. Dezember, sodass er im letzten Spiel des Jahres in Mainz (21. Dezember) ausfällt.
„Wir stehen im Austausch mit dem Nationaltrainer Gernot Rohr und klären die Details der Abstellung“, so Blessin. Benin startet am 23. Dezember mit einem Gruppenspiel gegen die DR Kongo.
Die Aufstellungen für das DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen Borussia Mönchengladbach und St. Pauli stehen fest:
Gladbach: Nicolas – Scally, Elvedi, Diks – Machino, Ullrich – Engelhardt – Stöger, Reyna – Honorat, Tabakovic
St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie – Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Torwart Simon Spari (23) fällt bei St. Pauli länger aus. Er musste am rechten Sprunggelenk operiert werden.
Der Verein teilte mit, dass sich der Österreicher im Training eine Ruptur des Syndesmosebandes zugezogen habe. Die Operation soll dem Gelenk mehr Stabilität verleihen.
In der zweiten DFB-Pokalrunde zeigte Ben Voll (24) starke Leistungen, doch im Achtelfinale gegen Gladbach setzte Trainer Blessin (52) auf Nikola Vasilj (30).
„Wir haben uns entschieden, dass Niko im Tor bleibt, obwohl Ben es absolut verdient hätte“, erklärte Blessin unter Verweis auf die aktuelle Lage.
„Es tut mir leid für Ben, er ist ein toller Typ und ein klasse Torwart. Die Zukunft gehört ihm, aber aktuell mussten wir diese Entscheidung treffen.“
Innensenator Andy Grote (57) steht vor der Innenministerkonferenz (IMK) in der Kritik – insbesondere von den Ultras des FC Bayern.
Während des Spiels beim FC Bayern zeigten Münchner Ultras Plakate, die den Politiker scharf angriffen. Darunter eine große Karikatur mit einem überdimensionalen Schlagstock, der aus Grotes Hose herausragt, sowie Darstellungen von Fans, Überwachungskameras und Polizisten.
Ein weiteres Banner zeigte die Aufschrift: „Grote schwingt wieder seinen Unverhältnismäßigkeitspimmel“ – eine Anspielung auf die „Pimmel-Affäre“ von 2021, als Grote auf Twitter beleidigt wurde und einen Strafantrag stellte.
Grote gilt bei der IMK als Befürworter strengerer Stadionregelungen, was bei den Fans auf wenig Zustimmung stößt.
Vor dem Spiel gegen Bayern gab St. Pauli seine Startelf bekannt, die vor allem ein Debakel verhindern soll.
Im Vergleich zum Spiel gegen Union Berlin gibt es eine Änderung: Lars Ritzka ersetzt Louis Oppie auf der Bank. Oladapo Afolayan schaffte es erneut nicht in den Kader.
Die Startelf des FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, La. Ritzka, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Wie geht es weiter mit Oladapo Afolayan (28)? Der Offensivspieler wurde zuletzt aus „sportlichen Gründen“ aus dem Kader gestrichen. Wird er gegen Bayern zurückkehren?
Trainer Blessin (52) antwortete vielsagend, dass er von allen Spielern im Team sehe, dass sie Gas geben wollen. Auch der Engländer zeige im Training die richtige Einstellung.
Da die Personalsituation gut sei, kündigte der Coach harte Entscheidungen an. Die verletzten Spieler Arkadiusz Pyrka (23), Manolis Saliakas (29) und Adam Dzwigala (30) sind wieder einsatzbereit.
Torwart Nikola Vasilj räumte eigene Fehler ein, die sich in den letzten Spielen eingeschlichen hatten.
„Sie passierten in entscheidenden Momenten und es ist nicht leicht, damit umzugehen“, sagte er. Dennoch wolle er die Fehler abhaken, nach vorne blicken und der Mannschaft helfen, die Negativserie zu beenden.
„In den letzten Spielen habe ich Fortschritte gesehen. Wir haben Qualität, um aus der Krise zu kommen. Es ist alles noch offen in der Tabelle. Wir müssen positiv bleiben und weiter an unser Ziel glauben.“
Er betonte, dass er so eine Niederlagenserie bisher nicht erlebt habe. „Oft hört man die Frage, warum wir am Anfang so gut gespielt haben und dann nicht mehr. Im Fußball kann man nicht alles erklären.“
Der FC St. Pauli wurde vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 125.600 Euro verurteilt – verantwortlich sind die Fans.
Beim 2:0-Derbysieg gegen den HSV im August wurde im Volksparkstadion massiv Pyrotechnik gezündet. Das Sportgericht wertete dies als „unsportliches Verhalten“.
Der Verein darf 41.000 Euro von der Strafe für eigene Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen verwenden. Diese Ausgaben müssen bis zum 30. Juni 2026 nachgewiesen werden.
Carlo Boukhalfa (26) läuft die Saison gut: Der ehemalige St.-Pauli-Spieler erzielte am Sonntag per Elfmeter in der 89. Minute den 1:0-Siegtreffer für den FC St. Gallen gegen FC Lausanne-Sport.
Damit belegt St. Gallen weiterhin den dritten Tabellenplatz.
Boukhalfa erzielte in 13 Spielen bereits sechs Tore. Für St. Pauli hatte er in drei Jahren nur vier Treffer in 56 Einsätzen erzielt.
Erfreulich zudem: Lukas Daschner (27) absolvierte nach seiner Verletzung sein zweites Spiel, wurde in der 41. Minute eingewechselt.
Unter den Rückkehrern gegen Union Berlin war auch Kapitän Jackson Irvine, der nach langer Verletzung erstmals wieder in der Startelf stand, doch die Niederlage konnte er nicht verhindern.
„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, analysierte Irvine nach dem 0:1. „Wir hatten heute etwas Pech, es lief nicht für uns. Uns fehlte ein bisschen Selbstvertrauen, Glaube und Glück – von allem ein wenig.“
Beim Gegentor stand er zu weit weg vom Torschützen Rani Khedira, der nach einem Einwurf zu viel Platz hatte und den Ball im Tor unterbrachte.
Dennoch wolle man sich nicht auf die Vergangenheit fokussieren, sondern nach vorne blicken, so der Kapitän. „Wir müssen weiter an uns glauben und uns gegenseitig pushen. Was passiert ist, ist passiert, nächste Woche haben wir wieder die Chance, ein Spiel zu gewinnen.“
Die Aufstellungen für das Spiel FC St. Pauli gegen Union Berlin sind bekannt. Kapitän Jackson Irvine (32) kehrt nach langer Verletzungspause in die Startelf zurück.
St. Pauli: Vasilj – Mats, Wahl, Sands, Irvine (C), Smith, Pyrka, Fujita, Oppie, Hountondji, Pereira Lage
Union Berlin: Ronnow – Leite, Doekhi, Kemlein, Burke, Khedira, Ansah, Querfeld, Rothe, Illic, Trimmel (C)
Schiedsrichter Tobias Stieler (44) wird die wichtige Partie am Sonntagabend (17.30 Uhr) leiten.
Bisher leitete der erfahrene Referee erst fünf St.-Pauli-Spiele (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen). Er lebte lange in Hamburg, zog aber Anfang des Jahres nach Sölden bei Freiburg im Breisgau um.
Deshalb durften die Stieler-Ansetzungssperren für beide Hamburger Vereine geändert werden. Nach seinem Einsatz im März gegen Dortmund wird das Spiel gegen Union sein zweiter nach dem Wegzug sein.
Das letzte Spiel unter seiner Leitung verloren die Kiezkicker mit 0:2.
Torwart Nikola Vasilj (29) kehrte mit gemischten Gefühlen von der Länderspielreise zurück. Bosnien-Herzegowina verpasste die direkte WM-Qualifikation knapp durch einen späten Gegentreffer.
Nun bleiben dem Schlussmann und seiner Mannschaft zwei Spiele im März. Der erste Gegner im Play-off-Halbfinale ist Wales. Der Sieger spielt gegen den Gewinner der Partie Italien gegen Nordirland, wie die Auslosung ergab.
Nach und nach treffen die Nationalspieler von St. Pauli wieder im Training ein. Besonders gut gelaunt ist Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte.
Das blieb auch seinen Teamkollegen nicht verborgen. In einem Instagram-Video sieht man, wie Nikola Vasilj (29) nach seiner emotionalen Reise direkt auf Ceesay zugeht, ihm gratuliert und seine Entwicklung lobt.
Kurze Zeit später kehrte auch Danel Sinani (28) zurück und gratulierte Ceesay. Der fragte scherzhaft, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagierte. Die Antwort: „Der nervt mich alle fünf Minuten.“
Neben Vasilj, der einen Schock in der WM-Qualifikation erlitt, waren sechs weitere Kiezkicker für ihre Nationalmannschaften im Einsatz.
Connor Metcalfe und Jackson Irvine mussten mit Australien eine 0:3-Niederlage gegen Kolumbien hinnehmen, beide wurden vorzeitig ausgewechselt.
Karol Mets wurde beim 4:2-Sieg Estlands auf Zypern in der 80. Minute eingewechselt, ähnlich erging es Joel Chima Fujita, der beim 3:0 Japans gegen Bolivien in der 77. Minute kam.
Abdoulie Ceesay glänzte beim 2:2 zwischen Gambia und Kuwait mit zwei Treffern. Andreas Hountondji verlor mit Benin 0:3 gegen Burkina Faso.
Mit der bosnischen Nationalmannschaft verpasste Nikola Vasilj die direkte WM-Qualifikation. Im dramatischen Gruppenfinale in Österreich kam Bosnien nur zu einem 1:1 und muss nun die Play-offs bestreiten.
Nach der frühen Führung durch Gladbachs Haris Tabakovic (12. Minute) hielt Vasilj lange seinen Kasten sauber, doch Michael Gregoritsch glich in der 77. Minute aus und sicherte Österreich den Gruppensieg. Bosnien muss nun hoffen, sich im März in zwei Spielen durchzusetzen.
Für Danel Sinani und Luxemburg endete die WM-Qualifikation enttäuschend. Das letzte Gruppenspiel gegen Nordirland ging mit 0:1 verloren.
Luxemburg blieb punktlos und landete abgeschlagen auf dem letzten Platz in der Gruppe der deutschen Nationalmannschaft. Das spiegelt jedoch nicht die Leistungen wider, denn das Team verdiente sich durchaus den einen oder anderen Punkt für couragierte Auftritte.
Traurige Nachrichten aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin verstarb bei einem Benefizspiel in seiner Heimat.
Der Mittelfeldspieler kollabierte während eines Legendenspiels für Veteranen und verstarb trotz sofortiger medizinischer Hilfe.
Polunin spielte in Deutschland unter anderem für den 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt war er als Scout für Metalist 1925 Charkiw tätig.
Nach zuletzt schwachen Auftritten konnte Torwart Nikola Vasilj (29) bei der Nationalmannschaft etwas Selbstvertrauen tanken. Mit Bosnien-Herzegowina gewann er in der WM-Qualifikation 3:1 gegen Rumänien.
Vasilj zeigte mehrere starke Paraden und darf weiter von der WM-Teilnahme träumen. Am Dienstag (20.45 Uhr) findet das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich statt. Die Play-offs sind bereits sicher, ein Sieg würde die direkte Qualifikation bedeuten.
Neben Vasilj waren am Samstag auch Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit Australien im Einsatz. Ihr Testspiel gegen Venezuela ging mit 0:1 verloren. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine wurde in der 78. Minute eingewechselt.
FC St. Pauli-Präsident Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt.
Er hatte keine Gegenkandidaten. Von fast 1000 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten 894 für ihn. Göttlich steht seit 2014 an der Spitze des Klubs und beginnt nun seine vierte und letzte Amtszeit.
Neben der Wahl stellte er die langfristigen Pläne für den Ausbau des Millerntor-Stadions vor. Ziel sind 40.000 bis 50.000 Plätze.
Für Danel Sinani gehört eines der Highlights seiner Karriere dazu: Er steht bei der Nationalmannschaft Luxemburgs im Startelf gegen Deutschland.
Das Hinspiel hatte er aufgrund einer Gelbsperre verpasst.
Für Karol Mets lief es am Donnerstagabend in Norwegen nicht gut. Estland verlor 1:4 (0:0). Erling Haaland und Alexander Sørloth trafen jeweils doppelt, lediglich Robi Saarma gelang der Ehrentreffer.
Joel Chima Fujita hatte beim 2:0-Testspielerfolg Japans über Ghana mehr Glück und wurde in der 68. Minute eingewechselt.