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Bayern-Ikone Hoeneß zeigt sich überrascht bezüglich Eberl-Vertragsverlängerung: „Es gibt noch Unsicherheiten“

Von Klaus Bergmann, Maximilian Wendl und Arne Richter

Berlin/München – Nach dem Pokalerfolg des FC Bayern München reagierte Sportvorstand Max Eberl (52) sowohl verwundert als auch deutlich auf die Aussagen des Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß (74) zu seiner Rolle beim deutschen Rekordmeister.

„Ich bin bereit, weiterhin tätig zu sein – sofern man das wünscht“, erklärte der 52-Jährige, dessen Vertrag bis Mitte 2027 läuft. Ob dieser verlängert wird, bleibt jedoch offen.

Vor dem 3:0-Erfolg der Bayern gegen den Titelverteidiger VfB Stuttgart am Samstagabend in Berlin hatte Hoeneß die Arbeit Eberls zwar anerkannt, sich jedoch hinsichtlich dessen Zukunft nicht eindeutig positioniert. Der Bayern-Boss und Aufsichtsratsmitglied sprach von einer „60 zu 40“-Tendenz zugunsten einer Vertragsverlängerung. Gleichzeitig merkte er in einem „Spiegel“-Interview an: „Es gibt noch Zweifel.“

Das Gremium um Präsident Herbert Hainer (71), Hoeneß sowie den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge (70) trifft die Entscheidungen zu Vorstandsverträgen. „Diese Zweifel sind offensichtlich vorhanden, sonst hätte er das nicht gesagt“, kommentierte Eberl die Äußerungen Hoeneß’. „Ich war überrascht, dass das ausgerechnet an diesem Tag zur Sprache kam.“

Gleichzeitig betonte der Sportvorstand, dass es „völlig legitim“ sei, wenn ein Aufsichtsrat Bedenken hegt: „Es ist vollkommen normal, dass das Gremium hinterfragt, ob man mit einem Vorstand weiterarbeiten möchte. Das gehört zu einem üblichen Prozess.“

In der Feierlaune während der Double-Nacht in Berlin fügte Eberl jedoch hinzu: „Ob man solche Prozentangaben öffentlich machen muss, weiß ich nicht.“ Der Zeitpunkt, nämlich der Finaltag, sei „definitiv nicht passend gewesen“, allerdings habe dies „die Mannschaft in keiner Weise beeinträchtigt.“

Spannend bleibt die Zukunft des Sportvorstands nach der Sommerpause. Wie wird er sich verhalten, sollte eine Vertragsverlängerung ausbleiben? Ein Rücktritt sei für ihn keine Option: „Ich muss mit den mir vorgegebenen Szenarien umgehen. Mein Leben geht weiter, ich bin hier, um meine Arbeit zu erledigen.“

Hoeneß bezeichnet Eberl bereits als einen „Manager, der einen wesentlichen Anteil am Erfolg dieser Saison hat“. Verhandlungen über eine Verlängerung sind frühestens ab dem 1. Juli möglich, da Vorstandsverträge erst ein Jahr vor Ablauf erneuert werden dürfen.

Auch der Vertrag von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (58) endet Mitte 2027.

„In zwei bis drei Monaten wissen wir, wie es weitergeht“, erklärte Hoeneß nach dem Finale in der ARD. Er betonte außerdem gegenüber Sky, man sei „sehr zufrieden“ mit Eberl.

Darüber hinaus sagte der frühere Bayern-Manager: „Im August müssen wir eine Entscheidung treffen, wie der FC Bayern seine Zukunft gestaltet – ohne Karl-Heinz Rummenigge, ohne Uli Hoeneß. Die Personen, die wir dann auswählen, müssen passen.“