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Nach schmerzhaftem Halbfinal-Aus: Bayern-Frauen zwischen Stolz und Enttäuschung

Von Ulrike John

Barcelona – Die Fußballerinnen des FC Bayern München reagierten mit einer Mischung aus Stolz und Frustration auf das verpasste Finale in der Champions League. Besonders ein Videoentscheid sorgte bei den Münchnerinnen für Unmut.

"Im Moment tut das wirklich sehr weh", erklärte DFB-Kapitänin Giulia Gwinn (26) nach der 2:4-Niederlage beim FC Barcelona.

Vor allem ärgerte sich das Team darüber, dass ein Tor von Pernille Harder (33) in der 90. Minute zum 3:4 nicht anerkannt wurde.

Die französische Schiedsrichterin Stéphanie Frappart (43) hatte den Treffer nach einer VAR-Überprüfung wegen eines vermeintlichen Fouls vorangehend aberkannt. "Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass das Tor zurückgenommen wurde. Es gibt gerade so viel, worüber man sich ärgert, weil wir das Gefühl hatten, dass wir noch dran waren", sagte Gwinn im ZDF. Man sei zwar "sehr stolz, aber momentan auch extrem enttäuscht".

Rund 60.000 Zuschauer im Nou Camp erlebten eine völlig andere Münchner Mannschaft als beim Saisonauftakt in der Königsklasse, als die Bayern-Frauen mit 1:7 unterlagen. Diesmal trafen die starken Spielerinnen Linda Dallmann (31) und Pernille Harder (33) jeweils einmal. Trotzdem zerplatzte der Traum des deutschen Meisters, erstmals ins Finale einzuziehen und das Triple zu erreichen. Das Halbfinal-Hinspiel in München endete 1:1.

"Alles in allem haben wir uns sehr gut verkauft", zog Gwinn ein Resümee. Dallmann ergänzte: "Es hat nicht ganz gereicht, aber das Gesicht, das wir heute gezeigt haben, war das richtige."

Auch der wegen Sperre fehlende Bayern-Trainer José Barcala klatschte seinem Team zu, nachdem er die Partie aus einem verglasten Container hoch oben auf der Tribüne verfolgt hatte. Bayern-Präsident Herbert Hainer lobte: "Wir kehren mit erhobenem Haupt nach München zurück. Wir haben der besten Mannschaft der Welt ein starkes Spiel geboten, in der Champions League viele Sympathiepunkte gesammelt und gezeigt, dass sich der FC Bayern immer mehr an der internationalen Spitze etabliert."

Die Spanierinnen treffen nun am 23. Mai in Oslo auf Olympique Lyon mit der deutschen Nationalspielerin Jule Brand im Kampf um den Titel.