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St.-Pauli-Blog: Bayern-Fans protestieren mit provokantem Pimmel-Plakat gegen Andy Grote

Hamburg – Nach neun aufeinanderfolgenden Niederlagen und dem Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz herrscht beim FC St. Pauli nach der schmerzlichen 1:3-Niederlage beim FC Bayern München gedrückte Stimmung.

Den Kiezkickern bleibt jedoch kaum Zeit zum Durchatmen: Bereits am Dienstag um 18 Uhr steht das Achtelfinale im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach an.

In unserem St.-Pauli-Blog informieren wir Euch laufend über alle Neuigkeiten zum Team, mögliche Transfers und weitere Geschehnisse rund um das Millerntor.

Deutliche Kritik an Andy Grote (57): Kurz vor der bevorstehenden Innenministerkonferenz (IMK), bei der die Rechte der Fans drastisch beschnitten werden könnten, musste der Hamburger Innenminister einiges an Kritik einstecken.

Während der Begegnung zwischen St. Pauli und dem FC Bayern zeigten die Münchner Ultras provozierende Plakate gegen den Politiker. Unter anderem war eine große Karikatur zu sehen, auf der ein überdimensionaler Schlagstock aus Grotes geöffneter Hose ragt. Außerdem wurden Fans, zahlreiche Überwachungskameras und ein Polizist dargestellt.

Ein weiteres Banner trug die Aufschrift: „Grote schwingt wieder seinen Unverhältnismäßigkeitspimmel“ – eine Anspielung auf den sogenannten „Pimmel-Gate“-Vorfall aus dem Jahr 2021. Damals wurde Grote auf Twitter (heute X) als „Pimmel“ bezeichnet, woraufhin er Strafanzeige stellte. Der Urheber der Nachricht wurde kurze Zeit später von der Polizei besucht und sein Zuhause durchsucht.

Der SPD-Politiker gilt als vehementer Befürworter der geplanten Verschärfungen in den Stadien, was bei den Anhängern auf wenig Gegenliebe stößt.

Um vor allem ein Debakel zu verhindern, hat der FC St. Pauli etwa eine Stunde vor Spielbeginn gegen die Bayern seine Startelf veröffentlicht.

Im Vergleich zur Begegnung gegen Union Berlin gibt es eine Änderung: Lars Ritzka ersetzt Louis Oppie, der auf der Bank Platz nimmt. Oladapo Afolayan schaffte erneut nicht den Sprung in den Kader.

Die Startformation des FCSP lautet: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, La. Ritzka, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage

Wie gestaltet sich die Situation bei Oladapo Afolayan (28)? Der Angreifer wurde zuletzt aus „sportlichen Gründen“ aus dem Kader gestrichen. Wird er gegen die Bayern zurückkehren?

Trainer Alexander Blessin (52) antwortete am Donnerstag vielsagend auf die Frage: Er sehe bei allen Spielern im Team den Willen, sich voll reinzuhängen. Das lässt darauf schließen, dass auch der Engländer im Training die richtige Reaktion gezeigt hat.

Zugleich kündigte der Coach angesichts der guten Personalsituation „harte Entscheidungen“ an – insbesondere, da es beim fraglichen Trio Arkadiusz Pyrka (23), Manolis Saliakas (29) und Adam Dzwigala (30) Entwarnung gab, und sie einsatzbereit sind.

Normalerweise gilt er als zuverlässiger Rückhalt in der Not: Nikola Vasilj. In den letzten Partien unterliefen ihm jedoch einige kleinere Fehler, für die er Verantwortung übernimmt.

„Die Fehler sind in einer entscheidenden Phase passiert. Damit umzugehen ist nicht immer einfach“, gestand er ein. Trotzdem wolle er die Vorkommnisse abhaken, nach vorne blicken und dem Team helfen, aus der Krise nach acht Niederlagen herauszufinden.

„In den letzten beiden Spielen habe ich Fortschritte gesehen. Wir verfügen über genügend Qualität, um die Situation zu meistern. Wenn ich die Tabelle betrachte, ist noch alles offen. Wir müssen positiv bleiben und weiter daran glauben, das zu erreichen, was wir im Vorjahr geschafft haben.“

Er selbst habe eine solche Niederlagenserie jedoch noch nicht erlebt. „Die Frage stellt sich oft, warum wir in den ersten drei Spielen so gut gespielt haben und was danach passiert ist. Im Fußball kann man nicht alles erklären.“

Eine schmerzliche Nachricht: Der FC St. Pauli wurde vom Sportgericht des DFB zu einer empfindlichen Geldstrafe in Höhe von 125.600 Euro verurteilt – verantwortlich sind die Fans.

Beim 2:0-Derbysieg gegen den HSV Ende August wurden im Volksparkstadion massiv pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Das Sportgericht wertete dies als „unsportliches Verhalten“.

Von der Strafe in Höhe von 125.000 Euro darf der Verein 41.000 Euro „für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen“ verwenden. Die entsprechenden Ausgaben müssen bis zum 30. Juni 2026 nachgewiesen werden.

Erfolgsmeldungen für Carlo Boukhalfa (26)! Der ehemalige Kiezkicker erzielte am Sonntag per Elfmeter in der 89. Minute den Siegtreffer für den FC St. Gallen beim 1:0-Heimsieg gegen den FC Lausanne-Sport. Damit halten die „Espen“ weiterhin den dritten Tabellenplatz.

Boukhalfa traf in dieser Saison bereits sechsmal im 13. Spiel, während er für St. Pauli in drei Jahren nur vier Tore erzielte (56 Einsätze).

Ebenso positiv: Nach seiner Verletzung absolvierte Lukas Daschner (27) sein zweites Spiel, er wurde in der 41. Minute eingewechselt.

Beim Spiel gegen Union Berlin kehrte der langwierige verletzte Kapitän erstmals wieder in die Startformation zurück. Dennoch konnte er eine weitere Niederlage der Kiezkicker nicht verhindern.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, analysierte Jackson Irvine nach der 0:1-Pleite am Sonntag sichtlich enttäuscht. „Heute war ein bisschen Pech dabei. Es lief einfach nicht für uns. Uns fehlten ein wenig Selbstvertrauen, Glaube und vielleicht auch etwas Glück – von allem ein bisschen.“

Als das 1:0 für die Gäste fiel, stand er zu weit vom Torschützen entfernt. Rani Khedira hatte viel zu viel Freiraum, als der Ball nach einem Einwurf über Umwege bei ihm landete und anschließend im Tor einschlug.

Dennoch möchte man sich jetzt erst recht nicht auf die Vergangenheit fixieren, sondern nach vorne schauen, so der Kapitän. „Wir müssen einfach weiter an uns glauben und uns gegenseitig pushen. Was passiert ist, ist geschehen, und nächste Woche haben wir wieder die Chance, ein Spiel zu gewinnen.“

Die Aufstellungen für das Duell FC St. Pauli gegen Union Berlin stehen fest. Kapitän Jackson Irvine (32) ist nach längerer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf der Kiezkicker.

FC St. Pauli: Vasilj – Mats, Wahl, Sands, Irvine (C), Smith, Pyrka, Fujita, Oppie, Hountondji, Pereira Lage

Union Berlin: Ronnow – Leite, Doekhi, Kemlein, Burke, Khedira, Ansah, Querfeld, Rothe, Illic, Trimmel (C)

Schiedsrichter Tobias Stieler leitet am Sonntagabend (17:30 Uhr) die so wichtige Partie für den FC St. Pauli.

Bislang pfiff der erfahrene Referee erst fünf Begegnungen der Kiezkicker (zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen). Das liegt daran, dass der 44-Jährige früher in Hamburg lebte, Anfang des Jahres aber nach Sölden, einem Vorort von Freiburg im Breisgau, gezogen ist.

Sein sogenanntes „Ansetzungssperren“-System wurde daher angepasst. Nun darf Stieler wieder für beide Hamburger Vereine Spiele leiten, allerdings sind die Partien von Julian Schusters Team für ihn tabu. Nach seinem Einsatz im Spiel gegen Borussia Dortmund im März, wird die heutige Begegnung das zweite Spiel seit seinem Umzug sein.

Das letzte Spiel unter seiner Leitung verlor St. Pauli mit 0:2.

Mit gemischten Gefühlen kehrte Nikola Vasilj (29) von seiner Länderspielreise zurück. Mit Bosnien-Herzegowina verpasste er nur knapp die direkte WM-Qualifikation durch einen späten Gegentreffer.

Den Torwart und sein Team erwarten noch zwei Spiele im März. Im Play-off-Halbfinale trifft Bosnien auf Wales. Der Sieger spielt gegen den Gewinner der Partie zwischen Italien und Nordirland, wie die Auslosung am Donnerstag ergab.

Nach und nach kehren die Nationalspieler des FC St. Pauli zurück ins Trainingszentrum an der Kollaustraße. Besonders ausgelassen zeigte sich Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte.

Seine Mitspieler bemerkten dies deutlich, wie ein Instagram-Video zeigt. Zunächst traf Nikola Vasilj (29) nach einer „Achterbahn der Gefühle“ ein und beglückwünschte Ceesay herzlich für seine starke Leistung und lobte seine Entwicklung.

Kurz darauf kam auch Danel Sinani (28) zurück und gratulierte Ceesay zu seinen Treffern. Dieser bedankte sich, fragte aber, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagiert hatte. Die Antwort lautete: „Er nervt mich alle fünf Minuten.“

Neben Nikola Vasilj, der in der WM-Quali einen Rückschlag hinnehmen musste, waren weitere sechs Kiezkicker im Einsatz.

Für Connor Metcalfe und Jackson Irvine endete der USA-Trip enttäuschend. Die von Irvine als Kapitän geführten Socceroos verloren gegen Kolumbien mit 0:3. Beide Spieler wurden vorzeitig ausgewechselt.

Karol Mets wurde beim 4:2-Sieg Estlands auf Zypern in der 80. Minute eingewechselt. Ähnlich erging es Joel Chima Fujita beim 3:0-Sieg Japans gegen Bolivien, der erst in der 77. Minute ins Spiel kam.

Abdoulie Ceesay glänzte beim 2:2 zwischen Gambia und Kuwait mit einem Doppelpack – es waren seine zweiten und dritten Länderspieltreffer im siebten Einsatz. Andreas Hountondji verlor mit Benin 0:3 gegen Burkina Faso.

In einem dramatischen Gruppenfinale verpasste Nikola Vasilj mit Bosnien-Herzegowina die direkte WM-Qualifikation. Beim 1:1 in Österreich hielt er lange seinen Kasten sauber, ehe Michael Gregoritsch in der 77. Minute den Ausgleich schoss.

Nach einer frühen Führung durch Gladbach-Angreifer Haris Tabakovic (12. Minute) musste Bosnien nun den Umweg über die Play-offs gehen und hoffen, in den entscheidenden Spielen im März zu bestehen.

Für Danel Sinani und die luxemburgische Nationalmannschaft endete die WM-Qualifikation ernüchternd. Das letzte Gruppenspiel in Nordirland ging mit 0:1 verloren.

Luxemburg blieb ohne Punkte und belegte hinter Deutschland den letzten Rang in der Gruppe. Das spiegelt jedoch nicht die Leistung des Teams wider, das sich durchaus einen Zähler für seine couragierten Auftritte verdient hätte.

Traurige Meldung aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin ist am Samstag während eines Legenden-Spiels in seiner Heimat plötzlich verstorben, wie unter anderem der ukrainische Fußballverband mitteilte.

Der frühere Mittelfeldspieler war bei einem Benefizspiel für Veteranen krankheitsbedingt zusammengebrochen und trotz medizinischer Hilfe verstorben.

Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, den FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt war er als Scout für Metalist 1925 Charkiw tätig.

Wichtig zu wissen: Nach schwachen Leistungen im Trikot von St. Pauli konnte Keeper Nikola Vasilj (29) bei der Nationalmannschaft wieder Selbstvertrauen tanken. Mit Bosnien-Herzegowina gewann er in der WM-Quali mit 3:1 gegen Rumänien.

Vasilj zeigte einige starke Paraden und hofft nun weiter auf die WM-Teilnahme. Am Dienstag (20:45 Uhr) steht das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich an. Die Playoffs hat Bosnien bereits sicher, ein Sieg würde jedoch die direkte Qualifikation bedeuten.

Am Samstag waren außerdem Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit Australien aktiv. Ihr Testspiel gegen Venezuela ging mit 0:1 verloren. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine kam in der 78. Minute ins Spiel.

Präsident Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Er hatte keinen Gegenkandidaten. 894 von knapp 1000 stimmberechtigten Mitgliedern votierten für den Präsidenten, der seit 2014 an der Spitze des Vereins steht und nun seine vierte und letzte Amtszeit antritt.

Neben der Wahl sprach er über die langfristigen Pläne zur Erweiterung des Millerntor-Stadions. Ziel sei eine Kapazität zwischen 40.000 und 50.000 Plätzen, so Göttlich.

Für Danel Sinani dürfte das Duell gegen Deutschland zu den Höhepunkten seiner bisherigen Karriere gehören. Der Kiezkicker steht mit Luxemburg in der Startelf.

Das Hinspiel hatte er aufgrund einer Gelbsperre verpasst.

Karol Mets musste am Donnerstagabend in Norwegen eine deutliche Niederlage hinnehmen. Estland verlor mit 1:4 (0:0) gegen die Gastgeber. Erling Haaland und Ex-RB-Leipzig-Stürmer Alexander Sørloth erzielten nach der Pause jeweils zwei Treffer. Der Ehrentreffer für Estland gelang Robi Saarma.

Besser lief es für Joel Chima Fujita. Beim 2:0-Testspielsieg der Japaner über Ghana wurde er in der 68. Minute eingewechselt.

Während der Länderspielpause verzichtet der FC St. Pauli auf ein Testspiel, in der Winterpause sieht das jedoch anders aus.

Wie der Verein mitteilte, absolvieren die Kiezkicker am 4. Januar (15:30 Uhr) am Millerntor eine Art Generalprobe gegen Werder Bremen, bevor es eine Woche später im Ligastart gegen RB Leipzig geht.

In der anstehenden Länderspielpause sind gleich acht St.-Pauli-Profis für ihre Nationalmannschaften im Einsatz, sowohl in WM-Qualifikationsspielen als auch in Freundschaftsspielen.

Übersicht:

Jackson Irvine und Connor Metcalfe: Testspiele mit Australien gegen Venezuela (15. November, 2 Uhr) und Kolumbien (19. November, 2 Uhr)

Karol Mets: WM-Qualifikation mit Estland gegen Norwegen (13. November, 18 Uhr) und Testspiel gegen Zypern (18. November, 19 Uhr)

Joel Chima Fujita: Testspiele mit Japan gegen Ghana (14. November, 11:20 Uhr) und Bolivien (18. November, 11:15 Uhr)

Abdoulie Ceesay: Testspiel mit Gambia gegen Kuwait (18. November)

Andréas Hountondji: Testspiel mit Benin gegen Burkina Faso (18. November)

Danel Sinani: WM-Qualifikation mit Luxemburg gegen Deutschland (14. November, 20:45 Uhr) und Nordirland (17. November, 20:45 Uhr)

Nikola Vasilj: WM-Qualifikation mit Bosnien-Herzegowina gegen Rumänien (15. November, 20:45 Uhr) und Österreich (18. November, 20:45 Uhr)

Wie gewohnt werden die Aufstellungen eine Stunde vor Spielbeginn bekannt gegeben. Folgende Startelfen treten bei der Partie an:

SC Freiburg: Atubolu – Treu, Ginter, Lienhart, Günter – M. Eggestein, Manzambi, Beste, Y. Suzuki, Grifo – Adamu

FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Metcalfe – Kaars, Pereira Lage

Bei den Kiezkickern ersetzen Pyrka, Metcalfe und Kaars Saliakas (Adduktorenverletzung), Sinani und Afolayan (beide Bank).

Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag hat der FC St. Pauli mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Neben David Nemeth fällt auch weiterhin Adam Dzwigala aus.

„Er hat muskuläre Beschwerden im Bereich der seitlichen Bauchmuskulatur. Am Anfang war es sehr schmerzhaft, aber jetzt kann er sich wieder bewegen. Wie lange er ausfällt, ist noch unklar“, erläuterte Trainer Alexander Blessin.

Auch bei Manolis Saliakas besteht noch ein Fragezeichen, da er Beschwerden hatte. „Wir müssen sehen, wie es ihm geht.“

Positiv entwickelte sich die Genesung von Ricky-Jade Jones, der sein Rehabilitationsprogramm erfolgreich absolviert hat. „Wir wollen ihm die Länderspielpause noch gönnen. Ich bin optimistisch, dass er spätestens danach wieder verfügbar ist“, so Blessin.

Die Genossenschaft des FC St. Pauli hat nun die Mehrheit am Millerntor-Stadion übernommen, teilten die Kiezkicker am Donnerstag mit.

Damit ist das Stadion offiziell im Besitz der Mitglieder. Der Verein bezeichnete diesen Schritt als „historischen Moment“.

Wilken Engelbracht, kaufmännischer Geschäftsführer, betonte, dass der Klub nun aus eigener Kraft wichtige Investitionen vorantreiben könne, etwa den Ausbau des Leistungszentrums an der Kollaustraße.

Fans aufgepasst: Die DFL hat am Mittwoch die genauen Anstoßzeiten der Bundesliga-Spieltage 13 bis 19 bekannt gegeben, darunter auch das Rückspiel des Stadtderbys gegen den HSV im Januar.

Hier die Übersicht der Spiele:

In der vergangenen Saison gehörte Nikola Vasilj zu den besten Torhütern der Bundesliga, auch in dieser Spielzeit überzeugt er trotz einiger Fehler.

Kein Wunder, dass andere Vereine auf ihn aufmerksam geworden sind. Laut SportBild beobachten derzeit die Premier-League-Klubs FC Brentford und Brighton & Hove Albion, wo Ex-Trainer Fabian Hürzeler tätig ist, den FCSP-Keeper.

Vasiljs Vertrag läuft noch bis zum kommenden Sommer, sein Marktwert wird auf 4,5 Millionen Euro geschätzt.

Schlechte Nachrichten für die Kiezkicker: Abwehrspieler Adam Dzwigala fällt wegen einer Bauchmuskelverletzung mehrere Wochen aus. Bereits beim Spiel gegen Gladbach am Samstag fehlte der Pole im Kader.

Wann er wieder fit sein wird, ist noch offen. Klar ist, dass er am Sonntag gegen den SC Freiburg nicht spielen kann. Ob er nach der Länderspielpause gegen Union Berlin zurückkehrt, bleibt fraglich.

Bei der 0:4-Pleite gegen Gladbach versagte nicht nur der FC St. Pauli, sondern auch die halbautomatische Abseitstechnologie am Millerntor. Beim 0:1 durch Haris Tabakovic (15.) lieferte sie ein falsches Ergebnis.

„Das ist natürlich ärgerlich, denn man bezahlt dafür, um eine zuverlässige Entscheidung zu erhalten“, sagte Präsident Oke Göttlich im Pay-TV-Sender Sky. „Wenn das nicht geliefert wird, ist es legitim zu fragen, ob man das Geld irgendwann zurückbekommt.“

Es war bereits das dritte Mal in dieser Saison, dass die Technik versagte. „Bei der Überprüfung der Abseitsentscheidung in der 15. Minute wurde die Abseitslinie fälschlicherweise an einem falschen Abwehrspieler gezogen“, erklärte der DFB.

Der Videoassistent stellte dies beim Plausibilitätscheck fest und zog dann selbst die richtige Linie. „Ich bin gespannt, welche Argumente die Schiedsrichter GmbH, die wir in dieser Saison deutlich mehr finanziell unterstützt haben, diesmal findet“, so Göttlich.

Sky-Experte Dietmar Hamann sprach sogar von einer „Wettbewerbsverzerrung“, wenn die Technik an acht Stadien funktioniere, aber in einem nicht – und das schon dauerhaft in dieser Saison.

Erst kürzlich trafen St. Pauli und Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga aufeinander, Anfang Dezember kommt es erneut zum Duell im DFB-Pokal-Achtelfinale.

Sportchef Andreas Bornemann sagte dazu: „Der Pokal ist ein großartiger Wettbewerb, in dem wir natürlich versuchen werden, ins Viertelfinale einzuziehen – auch wenn unser Hauptaugenmerk derzeit auf der Liga liegt.“

Trainer Alexander Blessin freut sich auf die Revanche: „Auswärts bei Gladbach zu spielen, ist eine große Herausforderung. Natürlich hätten wir lieber zu Hause gespielt, aber wir werden alles geben, um im Pokal für die Niederlage in der Liga Wiedergutmachung zu leisten.“

Die Spiele finden am 2. und 3. Dezember statt, die genauen Anstoßzeiten werden noch festgelegt.

Das 0:4-Debakel gegen Gladbach wirft viele Fragen auf. Trainer Alexander Blessin fordert eine ehrliche Aufarbeitung.

Er selbst werde sich hinterfragen, stehe aber nicht zur Diskussion. „Der Cheftrainer gehört nicht dazu“, erklärte Präsident Oke Göttlich im ZDF-Interview. Wäre er nicht darauf angesprochen worden, hätte er nicht eine Sekunde darüber nachgedacht.

Er könne die Niederlagenserie gut einordnen, so Göttlich. „Das passiert im Fußball. Trotzdem tut die Niederlage weh, auch die Art und Weise, denn wir wissen, dass wir volle Energie brauchen, um in dieser Liga zu bestehen, und das müssen wir schnell wieder zeigen.“

Eine Stunde vor Anpfiff liegen die Aufstellungen für das Kellerduell vor:

FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Saliakas, Sands, Fujita, Oppie – Pereira Lage, Afolayan, Sinani

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Scally, Reitz, Engelhardt, Ullrich, Honorat, Neuhaus – Tabakovic

Schiedsrichter Robert Hartmann leitet am Samstag das Spiel zwischen FC St. Pauli und Borussia Mönchengladbach.

Unter dem Diplom-Betriebswirt hat St. Pauli eine negative Bilanz: Von 16 Spielen wurden nur vier gewonnen. In der letzten Saison pfiff Hartmann drei Spiele der Hamburger, mit zwei Unentschieden und einer Niederlage.

Der erhoffte Sieg am Dienstagabend in der zweiten Runde des DFB-Pokals kann einen „Dosenöffner“ für die kommenden Ligaspiele darstellen, ist Cheftrainer Alexander Blessin überzeugt.

„Klar, es gibt keine Garantie, dass wir danach sofort wieder Punkte holen. Aber insgesamt ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Für den 52-Jährigen ist es zudem eine neue Erfahrung, fünf Niederlagen in Folge mit seiner Mannschaft zu verkraften. Der dramatische Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale ermögliche zumindest, „wieder etwas freier atmen zu können.“

Im besten Fall könnte dieser Selbstvertrauensschub im nächsten Heimspiel gegen den aktuell Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr/Sky) die Negativserie endlich beenden.

Folgende Aufstellungen bestreiten die zweite Runde im DFB-Pokal am Millerntor:

FC St. Pauli: Voll, Mets, Wahl, Sands, Smith, Pyrka, Fujita, Afolayan, Oppie, Metcalfe, Hountondji

TSG Hoffenheim: Baumann, Hranac, Prömel, Avdullahu, Asllani, Bernado, Lemperle, Hajdari, Prass, Kramaric, Touré

Um 20:45 Uhr treffen die Kiezkicker zum zweiten Mal in zwei Wochen auf die TSG Hoffenheim – diesmal im K.O.-Spiel des DFB-Pokals.

Trainer Alexander Blessin nimmt eine besondere Änderung im Tor vor: Ben Voll (23) ersetzt Nikola Vasilj (29) zwischen den Pfosten.

Er betonte jedoch, dass dies nichts an Vasiljs Status als Nummer eins ändere: „Ben hat super trainiert und bekommt seine Chance. Niko ist einer der besten Torhüter der Bundesliga und hat uns oft geholfen. Ich habe gestern mit ihm gesprochen, ob er mal einen freien Tag braucht, weil er viel unterwegs war. Er will bei der Mannschaft sein und Ben unterstützen. Das zeigt seinen Charakter. Die Zusammenarbeit im Torwartteam ist erstklassig.“

Abgesehen vom langzeitverletzten David Nemeth sind alle Spieler verfügbar. Blessin sieht das als Grund, die Hoffnung auf einen Erfolg nicht aufzugeben: „Wir müssen wieder als Einheit auftreten. Die Jungs ziehen mit, sind motiviert und fokussiert. Deshalb habe ich volles Vertrauen, dass wir die Situation meistern.“

TAG24-Tipp:

Auch wir glauben, dass die Kiezkicker genug haben, wieder mit erhobenem Kopf vom Platz zu gehen. Da Pokalspiele bekanntlich einen anderen Charakter haben als Ligaspiele, nutzt die Blessin-Elf die Gelegenheit, um Hoffenheim zu zeigen, was in ihnen steckt. Unsere Reporterin tippt auf einen 2:1-Heimsieg für Hamburg.

In der Heimpartie gegen Hoffenheim kassieren die Kiezkicker eine 0:3-Niederlage – unter anderem, weil die Defensive zu instabil war. Läuft vorne und hinten plötzlich nichts mehr?

„Seit meiner Rückkehr aus der Nationalmannschaft sprechen wir über defensive Stabilität, und jetzt bekommen wir drei Tore – das ist eindeutig zu viel“, ärgerte sich Torwart Nikola Vasilj nach dem Spiel. Dass Hauke Wahl fehlte, dürfe keine Entschuldigung sein.

Auch Louis Oppie kritisierte: „Wenn es vorne nicht läuft und hinten auch nicht, wird es eng. Wir müssen wieder mehr investieren und alles dafür tun, unser Tor zu verteidigen. Wichtig ist, dass die Basics wieder stimmen.“

Trainer Blessin forderte nach der Partie gegen die auswärtsstarken Kraichgauer eine klare Steigerung: „Wir müssen die richtige Trainingsmentalität zeigen und die Intensität schnell wieder erhöhen.“ Er blickte bereits auf das Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt nächste Woche.

Die Startaufstellungen zum Spiel um 17:30 Uhr:

FC St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Smith, La. Ritzka – Pyrka, Sands, Fujita, Oppie, Sinani – Kaars, Pereira Lage

TSG Hoffenheim: Baumann – Coufal, Hranac, Hajdari, Bernardo – Burger, Avdullahu, Kramaric, Touré – Lemperle, Asllani

Die Kiezkicker fühlen sich in der Hansestadt wohler als auswärts: Von sieben Punkten aus sechs Spieltagen holten sie vier am Millerntor und drei im Volksparkstadion beim HSV. Auswärts blieben sie bisher ohne Tor und Punkt.

Mit einem Sieg gegen Hoffenheim könnten die Hamburger ihr spezielles „Hamburg-Konto“ weiter ausbauen und tabellarisch wieder am HSV vorbeiziehen.

Die Statistik spricht für die Kiezkicker: Von sechs Begegnungen gegen die Kraichgauer mussten diese drei Niederlagen einstecken, zwei Spiele endeten unentschieden und nur einmal gewann Hoffenheim.

Anpfiff zum insgesamt siebten Aufeinandertreffen ist um 17:30 Uhr, Schiedsrichter ist Sven Jablonski (35).

TAG24-Tipp:

Das Spiel gegen Christian Ilzers Mannschaft wird eng, doch mit dem tobenden Millerntor im Rücken holen die Kiezkicker einen knappen 2:1-Heimsieg.

Hauke Wahl konnte zuletzt kaum trainieren und wird wohl auch am Sonntag nicht auflaufen, erklärte Blessin auf der Pressekonferenz am Freitag: „Er fühlt sich noch geschwächt, wir müssen sehen, wie er die Nacht übersteht.“

Jackson Irvine steht hingegen einsatzbereit zur Verfügung. Der Australier trainierte zuletzt komplett mit. Dass Karol Mets für Estland ungefragt 90 Minuten spielte, stößt dem Trainer zwar auf, doch der Abwehrspieler fühlt sich „super“ und ist heiß auf das Spiel.

Joel Chima Fujita sei zwar enttäuscht über seinen Nationalmannschaftseinsatz, wolle aber am Sonntag seine Emotionen auf dem Platz zeigen. Auch Benin-Nationalspieler Andreas Hountondji ist einsatzbereit.

David Nemeth fällt weiterhin aus, kann jedoch mittlerweile die Krücken weglassen. „Jetzt geht es darum, am Comeback zu arbeiten, das dauert aber noch etwas“, so Blessin.

Eine bittere Niederlage musste St.-Pauli-Stürmer Andreas Hountondji hinnehmen. Mit Benin verpasste er die Qualifikation für die WM 2026 am 10. Spieltag.

Der 4:0-Kantersieg von Nigeria sowie der gleichzeitige Erfolg des Gruppensiegers Südafrika verhinderten die Teilnahme an der WM in den USA im nächsten Jahr.

Hountondji stand bis zu seiner Auswechslung in der 56. Minute auf dem Platz, konnte jedoch nichts mehr für sein Team bewirken.

In der Europa-Qualifikation spielte Karol Mets zeitgleich mit Estland 1:1 gegen Moldawien. Dadurch verharrt das Nationalteam des 32-Jährigen auf dem vierten Platz in der Gruppe und verpasst aller Voraussicht nach ebenfalls die WM.

Nach dem verpassten Duell mit Deutschland kehrte Danel Sinani ins luxemburgische Nationalteam zurück. Gegen die Slowakei stand er in der Startelf und spielte 90 Minuten.

Trotz seiner Leistung verlor Luxemburg mit 0:2 und bekam somit die vierte Niederlage im vierten Gruppenspiel.

Nach langer Verletzungspause feierte Karol Mets sein Comeback.

Bei der 1:3-Niederlage gegen Italien wurde der Kiezkicker in der 62. Minute für den Stand von 0:2 eingewechselt.

Vor dem direkten Duell zwischen Connor Metcalfe und James Sands mit ihren Nationalteams spielten Australien und die USA zuvor gegen andere Gegner.

Metcalfe kam bei Australiens 1:0-Sieg gegen Kanada in der Startelf zum Einsatz und spielte 83 Minuten.

Sands verfolgte das 1:1 der USA gegen Ecuador von der Bank. Vielleicht wird der Mittelfeldspieler im Kiezkickerduell sein Debüt für die Nationalmannschaft geben.

Freudige Nachrichten aus Dänemark: Der ehemalige Kiezkicker Simon Makienok ist zum ersten Mal Vater geworden. Das gab er am Samstag auf Instagram bekannt.

Demnach sind er und seine Partnerin Ida-Sophia bereits am 6. Oktober Eltern eines Sohnes namens Sixten geworden.

Der Traum von Andreas Hountondji, mit Benin bei der WM dabei zu sein, scheint greifbar. Mit einem 1:0-Sieg im vorletzten Gruppenspiel gegen Ruanda verteidigten sie die Tabellenführung vor Südafrika, das überraschend 0:0 bei Simbabwe spielte.

Im letzten Spiel gegen Nigeria könnte bereits ein Punkt zur WM-Teilnahme reichen. Allerdings könnten die „Super Eagles“ mit einem Sieg noch an Benin vorbeiziehen.

Weniger Glück hatte Abdoulie Ceesay, der die 3:4-Niederlage Gambias gegen Gabun von der Bank aus verfolgen musste.

Joel Chima Fujita stand immerhin fünf Minuten beim 2:2 von Japan gegen Paraguay auf dem Platz und erlebte den Last-Minute-Ausgleich mit.

Nikola Vasilj musste mit Bosnien-Herzegowina einen Rückschlag einstecken. Gegen Zypern kassierte er in der Nachspielzeit per Elfmeter den späten 2:2-Ausgleich. Dabei führte sein Team nach 36 Minuten bereits 2:0.

Durch das Remis überholte Österreich, das 10:0 gegen Malta gewann, Bosnien in der Tabelle und führt die Gruppe H nun mit zwei Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger an.

Positiv für Arkadiusz Pyrka: Der Rechtsverteidiger feierte sein Debüt in der polnischen A-Nationalmannschaft. Beim 1:0-Sieg gegen Neuseeland wurde er in der 73. Minute eingewechselt.

Auszeichnung für den FC St. Pauli: Der Club erhielt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Sportwirtschaft, wie der Verein am Mittwoch bekanntgab.

Die Jury ehrte den Verein als Vorreiter einer nachhaltigen Transformation – für seinen umfassenden, verbindlichen und strukturell verankerten Ansatz, Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Clubs zu leben.

Im Merchandising und Catering setzt der FCSP überwiegend auf Bio-Produkte. Außerdem wurde die Arbeit in den Bereichen Inklusion, Barrierefreiheit und das soziale Engagement im Stadtteil gewürdigt.

Die ehemalige Nationalspielerin Turid Knaak war Gast im Podcast „Copa TS“ von Tommi Schmitt und präsentierte interessante Statistiken.

Mehrere Bundesliga-Clubs spielen laut Daten besser, als es ihr derzeitiger Tabellenstand vermuten lässt. An erster Stelle steht dabei der FC St. Pauli.

Spielerisch gehören die Kiezkicker, die nach dem letzten Bundesliga-Spieltag auf Rang zehn stehen, zu den besten Teams der Liga, so die Expertin, die auch die These von Fußball-Experte Christoph Kramer unterstützt, dass St. Pauli bis zum Saisonende um einen europäischen Startplatz mitspielen wird.

„Sie spielen unfassbar guten Fußball. Wenn sie nun auch noch ihre Chancen besser nutzen würden, kann das eine sehr gute Saison werden – zumindest was die Spielanlage betrifft“, betonte Knaak.

Eigentlich hatte St. Pauli für die anstehende Länderspielpause ein Testspiel geplant, doch aufgrund zahlreicher Nationalspieler und angeschlagener Profis wurde die Partie gegen Hannover 96 abgesagt, bestätigte Trainer Alexander Blessin.

Stattdessen will er drei intensive Trainingseinheiten an der Kollaustraße abhalten.

Folgende Nationalspieler stehen nicht zur Verfügung:

Nach der unnötigen Niederlage in Bremen war der Frust bei St. Pauli groß – ebenso die Kritik an der kurzen Nachspielzeit von vier Minuten, die aus Sicht der Kiezkicker zu knapp bemessen war.

Schon bei der Bekanntgabe der Nachspielzeit zeigte Sportchef Andreas Bornemann seine Unzufriedenheit. Auch nach dem Spiel war die Stimmung angespannt. „Ich muss aufpassen, was ich sage“, erklärte Trainer Alexander Blessin. „Mir fehlt eine einheitliche Regelung.“

Mal werde zehn Minuten Nachspielzeit angesetzt, bei denen niemand verstehe, warum, dann nur vier Minuten, wie am Samstag in Bremen, die viel zu kurz erschienen. „Vielleicht komme ich beim nächsten Mal mit einem Taschenrechner“, kündigte er sarkastisch an.

Auch Hauke Wahl äußerte sein Unverständnis. „Ich habe kurz mit dem Schiedsrichter (Sören Storks) gesprochen, er sagte, es gibt eine automatische Nachspielzeit, die sogar unterschritten wurde. Das verstehe ich nicht.“

Tatsächlich erschienen vier Minuten zu knapp, da zwei Spieler behandelt werden mussten. „Das hätte definitiv länger dauern müssen. Der Schiedsrichter konnte es nicht wirklich erklären, ich verstehe es nicht“, sagte Wahl.

Bei der 0:1-Niederlage in Bremen fehlte überraschend Andréas Hountondji im Spielberichtsbogen. Trainer Alexander Blessin erklärte, der Stürmer habe Knieprobleme.

„Es wurde punktiert. Die Flüssigkeit im Knie ist nicht so schlimm“, sagte Blessin nach dem Spiel. Am Sonntag steht eine weitere Untersuchung an, danach wird entschieden, ob Hountondji zur Nationalmannschaft reist.

„Die spielen erst am Freitag, daher ist es eine lange Woche für ihn“, zeigte sich Blessin zuversichtlich, dass es keine schwerwiegende Verletzung ist.

Sportlich hätte Oladapo Afolayan St. Pauli beim Spiel am Samstag helfen können, hätte er sich nicht selbst im Weg gestanden.

„Es gab disziplinarische Gründe“, erklärte Trainer Blessin, weshalb der Angreifer beim Warmmachen außen vor blieb. Der Coach wirkte auf Nachfrage ratlos: „Was soll ich machen?“

Afolayan kam wohl zu einem Meeting zu spät. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, so Blessin. Um was für ein Treffen es sich handelte, verriet er nicht.

Seit fast einem Jahr plagen Karol Mets hartnäckige Probleme an der Patellasehne. Am vergangenen Spieltag stand er gegen Bayer Leverkusen erstmals wieder im Kader, wurde aber nicht eingesetzt.

Trotz fehlender Spielpraxis wurde er für die estnische Nationalmannschaft nominiert. „Wir haben mit ihm gesprochen“, erklärte Trainer Blessin, der noch keinen Einsatzplan mit dem Verband abgesprochen habe.

„Es kommt darauf an, ob er am Wochenende spielt oder nicht. Das beeinflusst den weiteren Verlauf. Ich hätte es gern, wenn er vor dem ersten Spiel gegen Italien ein paar Minuten bekommen hätte.“ Ob das bei den Profis oder in der U23 geschehe, ließ er offen.

Die personelle Lage bei St. Pauli bleibt angespannt. Gegen Werder Bremen muss Trainer Blessin neben dem Langzeitverletzten David Nemeth auch weiterhin auf Jackson Irvine und Ricky-Jade Jones verzichten.

„Jackson steigert das Tempo und ist gut im Plan“, erklärte der Coach, ebenso bei Jones. „Ich denke, er kann in zwei Wochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Wichtig ist, wann er wieder Zweikämpfe bestreiten kann. Es sieht aber gut aus.“

Entwarnung gab es bei Adam Dzwigala, der zwar angeschlagen war, aber definitiv mit zur Auswärtspartie an die Weser reist.

Der FC St. Pauli kann einen weiteren Nationalspieler vermelden: James Sands wurde erstmals für den Kader der US-Nationalmannschaft berufen, wie Trainer Alexander Blessin am Donnerstag bestätigte.

„Das freut mich sehr, denn er hat extrem viel dafür getan“, sagte Blessin. „Das ist eine Belohnung für seine Arbeit. Ich hätte sonst Mauricio Pochettino angerufen, aber das war nicht nötig. Das zeigt, dass er ein guter Trainer ist, der es selbst erkannt hat.“

Die USA bestreiten zwei Länderspiele: am 11. Oktober gegen Ecuador (2:30 Uhr MEZ) und am 15. Oktober gegen Australien (3 Uhr MEZ). Möglicherweise kommt es zum Duell zwischen Sands und Connor Metcalfe.

Gute Nachrichten für Andréas Hountondji (23): Der St.-Pauli-Stürmer darf weiter von der WM-Teilnahme 2026 mit Benin träumen.

Die FIFA sanktionierte Südafrika für den Einsatz eines nicht spielberechtigten Akteurs im Qualifikationsspiel gegen Lesotho im März. Das ursprünglich mit 2:0 gewonnene Spiel wurde mit 3:0 für Lesotho gewertet.

Dadurch verlor Südafrika die Tabellenführung in Gruppe C an Benin. Zwei Spieltage sind noch offen.

Am Millerntor konnte Scott Banks noch nicht den Durchbruch schaffen. Um Spielpraxis zu sammeln, wurde er an den englischen Drittligisten FC Blackpool verliehen.

Dort konnte der 24-Jährige überzeugen. Nach einem Doppelpack im Pokalstart durfte er Mitte September auch in der Liga erstmals von Beginn an spielen. Doch bei diesem Einsatz verletzte sich Banks, der bereits bei St. Pauli aufgrund eines Kreuzbandrisses lange ausgefallen war.

Die Ausfallzeit wird diesmal nicht so lang sein, Trainer Steve Bruce rechnet mit etwa vier Wochen.

St.-Paulis Athletiktrainer Karim Rashwan erhielt vom DFB-Sportgericht eine Sperre für ein Bundesliga-Spiel.

Dem 42-Jährigen wurde unsportliches Verhalten vorgeworfen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beim Spiel gegen Bayer Leverkusen (1:2) beschwerte er sich heftig beim vierten Offiziellen über eine nicht gegebene Ecke. Schiedsrichter Martin Pedersen zeigte ihm daraufhin die Rote Karte.

Folgende Aufstellungen begegnen sich:

FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, La. Ritzka – Saliakas, Sands, Fujita, Oppie, Sinani – Hountondji, Pereira Lage

Leverkusen: Flekken – Quansah, Badé, Tapsoba – Tape, Andrich, Aleix Garcia, Grimaldo, M. Tillman, Ben Seghir – Schick

Das Heimspiel am Samstag um 15:30 Uhr leitet Schiedsrichter Martin Petersen.

Für Petersen und die Kiezkicker ist dies ein kleines Jubiläum: Der Stuttgarter pfeift heute zum zehnten Mal ein Spiel von St. Pauli.

Die Bilanz spricht leicht für den FCSP: Von neun Partien unter dem 40-Jährigen endeten vier unentschieden, zwei Siege für den Gegner und drei für die Kiezkicker.

TAG24-Tipp:

Die Redaktion ist überzeugt, dass die Niederlagenserie unter Petersen bei zwei bleibt. Die Kiezkicker werden an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen und mit der Unterstützung des heimischen Stadions mindestens einen Punkt gegen die Werkself holen.

Robert tippt: 1:1

Alice tippt: 2:1

Am Donnerstagabend war Oliver Kahn zu Gast in der Kult-Talkshow „Inas Nacht“. Dort stellte man ihm in Hamburg die entscheidende Frage: HSV oder St. Pauli?

„Das ist eine fiese Frage“, begann der Torwart-Riese und erinnerte sich an seine Erfahrungen: „Als wir gegen St. Pauli im alten Stadion spielten, gab es eine Umkleidekabine, die kleiner war als hier. Wenn du aufs Spielfeld wolltest, musstest du durch eine Kneipe – das war schon was Besonderes.“

Auch die Stimmung beeindruckte Kahn. „Da ging die Post ab und ich habe dort das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte kassiert“, erinnerte er sich an den 12. April 1992, als er noch für den Karlsruher SC spielte und Dirk Zander nach zwölf Sekunden für St. Pauli traf. „Du standest noch nicht mal im Tor, und es stand schon 1:0 für St. Pauli.“

Generell lobte der frühere Bayern-Keeper die Entwicklung des Vereins: „Was die aufgebaut haben, ist wirklich stark.“

Nach der Niederlage in Stuttgart und vor der Partie gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15:30 Uhr/Sky) zeigte sich die Mannschaft laut Trainer Blessin selbstkritisch und motiviert, es besser zu machen.

„Im Training war die richtige Reaktion zu sehen“, sagte der 52-Jährige.

Dies gilt es nun auch in Punkte umzusetzen. Gegen Leverkusen, die nach dem Trainerwechsel und dem Sommer-Umbruch noch in der Findungsphase sind, sieht Blessin eine Chance: „Das hat man gegen Gladbach gesehen. Für uns ist das eine Gelegenheit, weil es noch keine eingespielte Mannschaft ist.“

Die Borussen mussten sich gegen Gladbach mit einem Punkt zufrieden geben.

Ein wichtiges Zeichen: Der FC St. Pauli hat den auslaufenden Vertrag mit Abwehrspieler Hauke Wahl verlängert, wie der Verein am Montag bekanntgab.

Der 31-jährige Hamburger wechselte zur Saison 2023/24 von Holstein Kiel ans Millerntor und avancierte schnell zum Leistungsträger. Wahl trug maßgeblich zum Aufstieg und Klassenerhalt bei. Bisher absolvierte er 77 Pflichtspiele, davon 37 in der Bundesliga.

„Es waren zwei tolle und erfolgreiche Jahre, in denen sich sowohl der FC St. Pauli als auch ich weiterentwickelt haben. Für mich war immer klar, dass ich über die Saison hinaus bleiben will. Was kann man sich mehr wünschen, als in der Heimatstadt Hamburg mit diesem Verein Bundesliga zu spielen? Dafür werde ich alles tun, damit wir erstklassig bleiben“, erklärte Wahl.

Die Serie hält an: Auch im zehnten Bundesliga-Jahr hat St. Pauli am vierten Spieltag nicht gewinnen können. Am Freitag verlor die Mannschaft beim VfB Stuttgart mit 0:2.

In den Vorjahren erreichten die Boys in Brown maximal einen Punkt, etwa gegen Bayer Uerdingen (1990/91, 1:1), den HSV (2010/11, 1:1) und RB Leipzig (2024/25, 0:0).

Anders erging es gegen Saarbrücken (1977/78, 0:4), den KSC (1988/89, 1:3; 1996/97, 0:4), Gladbach (1989/90, 1:4), Bayern (2001/02, 0:2) und eben Stuttgart. Diese Spiele gingen allesamt verloren.

Danel Sinani hatte keinen guten Tag. Der Spielmacher war weniger auffällig als zuvor und musste rund 15 Minuten vor Schluss nach einem Zweikampf ausgewechselt werden.

„Er hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen, das tat weh“, erklärte Trainer Blessin. Sinani wurde noch behandelt, humpelte dann aber vom Platz und signalisierte, dass er nicht mehr weitermachen kann.

Seine Auswechslung war wohl ohnehin geplant: „Wir hatten vorher schon überlegt, ihn rauszunehmen, weil unsere Offensive nicht gut funktioniert hat. Wir haben uns nicht gut bewegt“, so Blessin. Gegen Bayer Leverkusen dürfte Sinani wieder einsatzbereit sein.

Andréas Hountondji blieb beim 0:2 in Stuttgart erstmals in drei Spielen ohne Tor. Wie schon gegen Augsburg hatte er Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden und wenig Ballaktionen.

Nach etwa 60 Minuten wurde er ausgewechselt. Für ihn kam Martijn Kaars. Zuvor stellte Hountondji aber einen neuen Geschwindigkeitsrekord für einen Kiezkicker in der Bundesliga auf: 35,4 km/h. Die vorherige Bestmarke hielt Philipp Treu mit 34,68 km/h.

Der FC St. Pauli muss beim Auswärtsspiel in Stuttgart auf mehrere Spieler verzichten. Laut Blessin fällt Jackson Irvine mit muskulären Problemen aus. Auch Karol Mets ist angeschlagen, befindet sich aber auf einem guten Weg. Abdoulie Ceesay hat erst zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert.

Ricky-Jade Jones macht Fortschritte: „Der Ball kommt dazu, alles sieht gut aus“, so Blessin. Bei David Nemeth hingegen handelt es sich um einen „langwierigen Prozess“.

Besser sieht es bei Andreas Hountondji aus, der am Dienstag nur eingeschränkt trainieren konnte. „Er steht zur Verfügung“, betonte Blessin.

Der FC St. Pauli legte einen beeindruckenden Saisonstart hin: Sieben Punkte aus drei Spielen. Das beeindruckt auch Experten wie Christoph Kramer.

Im Podcast „Copa TS“ sagte der Weltmeister von 2014: „St. Pauli spielt bis in die 30. Spieltage hinein um Europa mit.“

Er lobte den facettenreichen Fußball der Kiezkicker: „Sie verteidigen gut, pressen sehr hoch und spielen von hinten heraus einen klasse Ball mit klaren Abläufen. St. Pauli macht mir richtig Spaß.“

Kramer hatte alle drei Spiele des Tabellenvierzehnten gesehen. „Das ist wirklich sehr gut! Sie haben sehr gut eingekauft, auch wenn ich einige Neuzugänge kaum kannte. Jetzt lerne ich die Namen kennen und es macht riesig Spaß, ihnen zuzusehen.“

Andréas Hountondji traf in seinen ersten drei Spielen jeweils. Gegen Augsburg hatte er jedoch Probleme, traf oft falsche Entscheidungen und verschoss einen Elfmeter, dessen Abpraller er glücklicherweise wieder bekam.

In der Halbzeit wurde er ausgewechselt. „Andreas hatte nicht die gewohnten Tiefenläufe und kam immer wieder dem Ball entgegen“, erklärte Trainer Blessin. „Nach den Länderspielen für Benin war er etwas müde.“

Hountondji zeigte sich mit seiner Auswechslung einverstanden, sein Trainer auch: Mit Martijn Kaars bekam das Team eine weitere offensive Waffe, die schon ungeduldig auf den Einsatz wartet.

Vor Spielbeginn gab es eine Gedenkminute für den verstorbenen Regisseur Tarek Ehlail (†43), der am 29. August bei einem Unfall auf der A1 ums Leben gekommen war.

Ehlail war in der Hamburger Filmszene bekannt, sein bekanntestes Werk ist „Gegengerade – Niemand siegt am Millerntor“, ein Film über den FC St. Pauli, der 2011 auf dem Max-Ophüls-Festival gezeigt wurde.

Waghalsig: Vor dem Derby gegen den HSV spazierte Joel Chima Fujita barfuß über den Rasen des Volksparkstadions direkt auf die HSV-Fans zu.

„Ich habe mir die HSV-Fans angeschaut, aber das hat mich nicht gestört“, sagte der Japaner in einem vereinseigenen Video.

Er mache das vor jedem Spiel, außer bei schlechten Platzverhältnissen, da spüre er seine Energie nicht so gut, erklärte Fujita.

Der Grund für die Barfuß-Aktion: „Ich will die Atmosphäre im Stadion und die Qualität des Rasens fühlen. Das ist meine Routine.“ Am Sonntag am Millerntor wird es dann freundlicher zugehen.

Mit gemischten Gefühlen starten weitere vier St.-Pauli-Nationalspieler am Mittwoch in den Flieger. Nikola Vasilj verlor in der WM-Quali das Spitzenspiel gegen Österreich mit 1:2 – die erste Niederlage nach fünf Spielen.

Mit gleichem Punktestand, aber einem Spiel mehr, liegt Bosnien-Herzegowina weiterhin an der Tabellenspitze.

Andréas Hountondji konnte hingegen mit Benin einen Erfolg feiern: Beim 4:0 gegen Lesotho erzielte der 23-Jährige sein drittes Länderspieltor und brachte sein Team auf Rang zwei, mit Aussicht auf die Play-offs.

Connor Metcalfe und Australien gewannen das zweite Duell mit Neuseeland mit 3:1. Der Kiezkicker spielte 86 Minuten.

Joel Chima Fujita konnte beim Spiel gegen Mexiko nicht mitwirken, war aber beim 0:2 gegen die USA über die volle Spielzeit auf dem Platz.

Für Danel Sinani lief der Abend bitter: Mit Luxemburg unterlag er der Slowakei trotz starker Leistung mit 0:1.

Sinani spielte durch und traf zweimal nur den Pfosten. Das entscheidende Tor fiel in der 90. Minute. Luxemburg belegt in der deutschen Gruppe damit den letzten Rang.

Zusätzlich erhielt Sinani in der Nachspielzeit seine zweite Gelbe Karte, wodurch er das Hinspiel gegen Deutschland im Oktober verpasst.

Auch Arkadiusz Pyrka hatte keinen Grund zur Freude: Polen gewann zwar 3:1 gegen Finnland, der Außenverteidiger stand jedoch nicht im Kader.

Am Samstag gewann Nikola Vasilj mit Bosnien-Herzegowina mit 6:0 gegen San Marino. Wie schon im Derby gegen den HSV hielt er seinen Kasten sauber und hatte einen ruhigen Abend mit nur vier abgewehrten Schüssen.

Andréas Hountondji kam ebenfalls zum Einsatz, wurde aber in der 54. Minute beim 0:0 ausgewechselt und konnte den späteren Sieg Benins gegen Simbabwe nur von der Seitenlinie verfolgen.

Danel Sinani und Luxemburg starteten mit einer Niederlage in die WM-Qualifikation. Gegen Nordirland verlor das Team vor heimischem Publikum mit 1:3 (1:1). Sinani lieferte die Vorlage zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Erstmals in der A-Nationalmannschaft war Arkadiusz Pyrka nominiert, saß jedoch beim überraschenden 1:1 seiner Polen gegen die Niederlande auf der Bank und wartet weiter auf sein Debüt.

Erfolgreich waren hingegen ein aktueller und ein ehemaliger St.-Pauli-Profi: Connor Metcalfe spielte 74 Minuten beim Sieg Australiens gegen Neuseeland und erlebte das späte Siegtor mit.

Elias Saad, der bis zum Sommer noch für St. Pauli spielte, erzielte beim 3:0-Sieg Tunesiens gegen Liberia seinen ersten Länderspieltreffer mit einem Traumfreistoß.

Die DFL hat die Spieltage sechs bis zwölf terminiert. St. Pauli hat zunächst keine Spiele gegen Top-Teams. Insgesamt stehen drei Samstags-Partien (15:30 Uhr) an. Im Oktober beginnt die Saison mit einem Auswärtsspiel bei Werder Bremen.

Die Termine im Überblick:

Schlechte Nachrichten von der Kollaustraße: Verteidiger David Nemeth (24) musste sich am Mittwoch einer Operation an der linken Adduktorsehne unterziehen.

Der Abwehrspieler hatte seit etwa zwei Wochen Beschwerden, weshalb sich Spieler, medizinische Abteilung und Trainer für den Eingriff entschieden.

Nemeth wird dem FC St. Pauli bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.

Der DFB hat die zweite Runde im DFB-Pokal genau terminiert.

Das Spiel der Kiezkicker gegen die TSG 1899 Hoffenheim findet am Dienstag, 28. Oktober, um 20:45 Uhr am Millerntor statt.

Nach dem Unentschieden gegen Holstein Kiel äußerte sich Trainer Alexander Blessin:

„Die erste Halbzeit fand ich richtig gut, die Bewegungen und das Offensivspiel waren stark. Man hat gesehen, wie wichtig ein zentraler Mittelfeldspieler wie James Sands ist, der das Spiel richtig gut leitet.“

In der zweiten Halbzeit hatte die Mannschaft Probleme und lief viel dem Ball hinterher. „Die Jungs haben sich bemüht, aber es gab einen kleinen Bruch im Spiel. Insgesamt war es ein guter Test, jeder kam zu Spielminuten. Wichtig ist, dass niemand verletzt wurde.“

Das Spiel endete 1:1 zwischen St. Pauli und Kiel.

Während Kiel nur einmal wechselte (Köster für Roslyng), nahm St. Pauli vier Wechsel vor: Saliakas, Kaars, Afolayan und Ritzka gingen vom Platz, für sie kamen Ruhr, Becker, Kaba und Stevens.

In der 56. Minute gelang den Gastgebern der Ausgleich durch Markus Müller.

Zur Halbzeit wechselten beide Teams mehrfach durch:

St. Pauli brachte Westphal, St. John, Oppie und Schmidt für Ahlstrand, Sands, Dzwigala und Pereira Lage. Kiel tauschte Komenda, Nekić, Knudsen und Müller für Skrzybski, Ivezić, Wagner und Johansson.

Pause in Kiel: St. Pauli führt verdient mit 1:0 durch Oladapo Afolayan.

Nach einer Ecke brachte Erik Ahlstrand den Ball erneut in den Strafraum, wo der Engländer das Leder mit der Hacke ins Tor beförderte.

Am Mittwoch um 13:30 Uhr testet St. Pauli gegen Holstein Kiel. Die Startelf:

Voll – Dzwigala, Robatsch, La. Ritzka – Saliakas, Sands, Schmitz, Ahlstrand, Pereira Lage – Kaars, Afolayan

Kiel beginnt mit:

Weiner – Rosenboom, Ivezic, Johansson, Roslyng – Niehoff, Schwab, R. Wagner, Tolkin – Harres, Skrzybski

Die Partie findet ohne Zuschauer statt, wird aber im Livestream übertragen.

St. Pauli verleiht Offensivspieler Scott Banks (23) an den englischen Drittligisten FC Blackpool. Dort soll der Schotte Spielpraxis sammeln.

Banks war 2023 ausgeliehen und wurde 2024 fest von Crystal Palace verpflichtet. Verletzungen und starke Konkurrenz beschränkten seine Einsätze.

Sportchef Andreas Bornemann (53) betonte, wie wichtig regelmäßige Spielzeit für Banks’ Entwicklung ist und sieht die Leihe als besten Schritt. In der U23 ist ein Einsatz wegen seiner Staatsbürgerschaft nicht möglich.

Im Stadtderby gegen den Hamburger SV (0:2) erzielte Adam Dzwigala sein erstes Erstligator und wurde in die Kicker „Elf des Tages“ gewählt. Das gibt dem Polen Selbstvertrauen, wie er TAG24 verriet.

„Es ist ein tolles Gefühl, auch für die Statistik. Ich bin superglücklich, dieses Tor erzielt zu haben – gerade in diesem Spiel. Wir wissen alle, was das Derby für beide Teams bedeutet“, sagte der 29-Jährige, blieb aber bescheiden:

„Das Tor hat mir viel Selbstvertrauen gegeben, aber es ist nur ein Spiel. Wir haben noch viele vor uns. Wir konnten nach dem Spiel feiern, aber jetzt konzentrieren wir uns voll auf das nächste.“

Dzwigala ist seit fünf Jahren beim FC St. Pauli, kam damals als Probetrainer nach Hamburg, bekam einen Vertrag und spielte mit dem Verein in der 2. Liga und mittlerweile in der Bundesliga. Hat er sich einen Traum erfüllt?

„Ja, 100 Prozent. Wenn mir das vor fünf, sechs Jahren jemand gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt. Ich hätte es nicht erwartet, aber hier bin ich und freue mich sehr.“

Am Montag fehlten beim Training nicht nur die Nationalspieler, sondern auch Hauke Wahl, Scott Banks und Karol Mets.

Wahl und Banks absolvierten ihre Einheiten im Kraftraum, Mets machte individuelle Übungen am Spielfeldrand, teils mit Ball.

Ohne die Verletzten und abwesenden Nationalspieler starteten die Kiezkicker gegen Viertel vor zwölf mit der Vorbereitung auf das Derby.

Nicht dabei waren neben Nemeth, Mets und Jones auch die Offensivspieler Abdoulie Ceesay und Scott Banks. Gerade bei Banks könnte die Abwesenheit auf eine zeitnahe Leihe hindeuten.

Trainer Alexander Blessin versammelte die Mannschaft kurz im Kreis, dann begann das Aufwärmprogramm.

Nikola Vasilj hat seine beeindruckende Serie bei Elfmetern in der Bundesliga ausgebaut. Am Samstag hielt er gegen BVB-Spieler Serhou Guirassy seinen fünften Strafstoß.

Nur einmal wurde er bei Elfmetern bezwungen – von Wolfsburgs Mohamed Amoura in der vergangenen Saison.

Mit einer Quote von 83 Prozent gehaltenen Elfmetern führt der Bosnier weiterhin die Rangliste an und baute seinen Vorsprung auf Freiburg-Keeper Noah Atubolu (vier von sieben) aus.

Zudem war Vasilj der einzige Torwart, der am ersten Spieltag der aktuellen Bundesliga-Saison einen Strafstoß parieren konnte.

Da David Nemeth verletzt ausfiel, stellte Trainer Alexander Blessin gegen den BVB die Abwehr um und setzte auf Adam Dzwigala.

„Adam war in den letzten drei Wochen richtig präsent und gut“, erläuterte Blessin die Entscheidung. „Es war eine Entscheidung für Adam, nicht gegen Lars, der es ebenso verdient hätte.“

Dzwigala spielte eine ansprechende Partie, erhielt früh Gelb und war beim Führungstreffer gegen Guirassy im Nachteil.

Blessin erwog, ihn in der Halbzeit auszuwechseln, entschied sich jedoch, ihn auf dem Feld zu lassen, da er viel kämpferische Einstellung einbringt.

Vor Spielbeginn bedeckte Unmengen an Konfetti den Rasen des Millerntors.

Die Spieler hatten zu Beginn Schwierigkeiten, da das Konfetti an den Schuhen hängen blieb und die Sicht auf den Ball erschwerte, berichtete Danel Sinani. Viele Profis beschwerten sich beim Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck.

„Mir ging es genauso, das war ein Thema für alle. Es hatte etwas von Karneval auf St. Pauli.“

Eine schnelle Beseitigung war nicht möglich, da der Wind die Papierschnipsel immer wieder aufs Spielfeld wehte. Schiedsrichter Jöllenbeck entschied, das Spiel weiterlaufen zu lassen und erst zur Halbzeit für Ordnung zu sorgen.

Beim BVB stieß das auf Unverständnis. Trainer Niko Kovac kritisierte: „Die Spielbedingungen waren nicht optimal, wenn Spieler mit Stollen auf dem Platz stehen und auf etwas spießen, ist das ärgerlich.“

Am Ende mussten beide Teams damit leben, wobei die Gäste wohl mehr enttäuscht über den verpassten Sieg waren als über das Konfetti.

Im ersten Saisonspiel gegen Borussia Dortmund muss St. Pauli ohne den verletzten David Nemeth starten.

Trainer Blessin bestätigte den Ausfall am Donnerstag. Beobachtungen bei einem Training zeigten, dass Nemeth aufgrund muskulärer Probleme im Adduktorenbereich das Training vorzeitig abbrechen musste.

Als Ersatz hat Blessin drei Optionen: Adam Dzwigala, Lars Ritzka oder Jannik Robatsch. Eine endgültige Entscheidung will er erst zwei Tage vor dem Spiel treffen.

Der Auftritt von Oladapo Afolayan im Pokalspiel gegen Eintracht Norderstedt ließ zu wünschen übrig. Auch seine Körpersprache wurde von Trainer Blessin kritisiert.

Der englische Angreifer steht laut „The Guardian“ kurz vor einem Abgang vom FC St. Pauli.

Dem Bericht zufolge könnten Leicester City, West Bromwich Albion und Blackburn Rovers Afolayan verpflichten. Auch in Belgien zeigen der KRC Genk und der Gent FC Interesse.

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