Nach K.o. in der Königsklasse: Bayer-Trainer Hjulmand steht unter Druck
Von Patrick Reichardt
Leverkusen – Simon Rolfes (44), Sportdirektor von Bayer Leverkusen, vermied ein klares Statement zur Zukunft von Trainer Kasper Hjulmand (54).
Nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV und dem Verpassen der Champions-League-Teilnahme erklärte Rolfes: „Wir möchten in möglichst vielen Bereichen so schnell wie möglich für Klarheit sorgen.“
Auf die Frage, bis wann eine Entscheidung bezüglich des bis Sommer 2027 laufenden Vertrags des dänischen Trainers getroffen werden soll, ging er nicht konkret ein.
Sowohl Rolfes als auch Bayer-Geschäftsführer Fernando Carro (61) hatten sich unmittelbar nach dem Spielende in die Kabine begeben, um mit der Mannschaft zu sprechen. Dabei sei die Trainerfrage laut Rolfes kein Thema gewesen.
„Solange wir keine andere Entscheidung treffen, muss ich den Spielern nichts mitteilen. Kasper hat einen gültigen Vertrag, und wir haben von Anfang an gesagt, dass unser Fokus bis zum Schluss auf der Champions League liegt“, so Rolfes.
Hjulmand äußerte sich nach der Partie im Sky-Interview zu seiner Zukunft: „Was ich mit Simon bespreche, bleibt zwischen uns. Es ist nicht meine Aufgabe, über Spekulationen zu sprechen.“
Ein Abschied des Dänen, der kurz nach Saisonbeginn das Amt von Erik ten Hag (56) übernommen und die Mannschaft stabilisiert hat, gilt nach dem sechsten Platz in der Bundesliga als wahrscheinlich. Aus dem Team erhielt Hjulmand jedoch Rückhalt.
Torhüter Mark Flekken (32) sagte: „Ich komme sehr gut mit ihm zurecht und bin zufrieden. Wenn er Zeit bekommt, die Mannschaft in der Sommer-Vorbereitung weiterzuentwickeln, wird es Fortschritte geben.“ Flekken betonte zudem, dass Hjulmand nicht für den Mangel an Energie im Team verantwortlich sei.
Tabellenstand der 1. Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist wie folgt: Am Saisonende wird der Tabellenführer Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) muss in der Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.