Großer Ärger bei Bayer! Umstrittener Elfmeter lässt die Gemüter hochkochen
Von Thomas Eßer
Leverkusen – Nach dem 1:1 im Hinspiel der Champions League gegen den FC Arsenal herrscht bei Bayer 04 weiterhin großer Unmut über den fragwürdigen Strafstoß zugunsten der Gunners.
Spieler, Verantwortliche und Fans waren sich nach dem Spiel einig: Dieser Elfmeter war keinesfalls gerechtfertigt.
Simon Rolfes (44) erinnerte sich an Zeiten vor Einführung des Videobeweises: „Früher sagte man immer, eine leichte Berührung reicht nicht für einen Elfmeter.“
„Heute wird nur noch geprüft, ob überhaupt ein Kontakt stattgefunden hat – und das führt zu einer Vielzahl von Elfmetern. Für mich war das glasklar kein Elfmeter“, erklärte der erfahrene Leverkusener nach der Partie. „Früher gab es mehr internationale Robustheit, da sind wir inzwischen weit entfernt.“
Im Strafraum hatte Malik Tillman (23) im Zweikampf den Gegenspieler Noni Madueke (24) nur minimal berührt. Ob dies jedoch ein Foul war, wollte der türkische Schiedsrichter Umut Meler (39) anders bewerten.
Der Videoassistent griff nicht korrigierend ein. „Der Kontakt war wirklich sehr gering, und ich hatte das Gefühl, dass Madueke erst zwei Sekunden später zu Boden ging. Für mich war das kein Elfmeter“, so Torschütze Robert Andrich (31).
Leverkusens Kapitän hatte Bayer 04 kurz nach Wiederanpfiff in Führung gebracht – ausgerechnet der ehemalige Leverkusener Kai Havertz (26) verwandelte den umstrittenen Strafstoß in der 89. Minute zum Ausgleich für den englischen Tabellenführer.
Auch Trainer Kasper Hjulmand (53) erklärte: „Das war kein Elfmeter.“ Er zeigte sich dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und blickt optimistisch auf das Rückspiel in London am kommenden Dienstag. Zuvor empfängt Bayer 04 am Samstag den FC Bayern München in der Bundesliga.