Aufstiegs-Alarm bei Hertha: Jetzt stehen die entscheidenden Wochen an
Berlin – Schon wieder kein Erfolgserlebnis! Hertha BSC wartet mittlerweile seit fünf Partien auf einen Sieg. Das 2:2 gegen den KSC markierte bereits das vierte Unentschieden in Folge.
„Das ist einfach zu wenig für uns. Insgesamt kann ich mit diesem Punkt nicht viel anfangen“, erklärte Stefan Leitl (48) bei Sky. Wie wertvoll der Zähler am Ende tatsächlich sein wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Am Sonntag muss Hertha unbedingt gewinnen.
Auch der Trainer sieht die Situation so: „Durch die Ergebnisse in der Rückrunde setzen wir uns selbst unter Druck. Im Heimspiel am Sonntag müssen wir punkten, um weiterhin oben dran zu bleiben.“
Sieben Punkte liegen derzeit zwischen der Alten Dame und dem Tabellenzweiten Darmstadt, dem nächsten Gegner von Hertha. Bei einem Sieg wären es nur noch vier Zähler Rückstand, bei einer Niederlage dagegen zehn – was zumindest den direkten Aufstieg nach nur drei Rückrundenspielen in weite Ferne rücken würde, abhängig davon, wie Schalke (Platz 1, neun Punkte Rückstand) oder Elversberg (Platz 3, sechs Punkte Rückstand) abschneiden.
Herthas Hoffnungen auf den Aufstieg könnten schneller zerplatzen als erwartet. Die nächsten vier Partien stehen allesamt gegen Aufstiegskandidaten an. Zunächst geht es gegen Darmstadt (1. Februar), anschließend nach Elversberg (7. Februar), dann zu Hause gegen Hannover (14. Februar) und schließlich in Paderborn (22. Februar). Dazwischen steht zudem das Pokalhighlight gegen Freiburg (10. Februar) auf dem Programm.
In der Hinrunde sammelten die Berliner aus diesen vier Begegnungen lediglich vier Punkte – eindeutig zu wenig für die eigenen Ansprüche. Besonders schmerzen da die beiden Unentschieden sowie das Last-Minute-Remis gegen Bielefeld oder das 3:3 in Fürth, denn vor allem gegen Schalke und den KSC wäre deutlich mehr möglich gewesen. Hertha ließ in gleich zwei Fällen den Sieg liegen.
Das Hauptproblem: Der Hauptstadtclub wird für seine Leistungen nicht belohnt. In Karlsruhe vergab allein Luca Schuler (26) zwei große Chancen. „Wir müssen anfangen, regelmäßig dreifach zu punkten. Woche für Woche bringen wir uns um die verdiente Belohnung“, beklagte auch Fabian Reese (28) die fehlende Effektivität.
Damit erhalten die nächsten vier Spiele gegen direkte Konkurrenten eine besondere Bedeutung – fast schon Pokalcharakter. Nur Siege zählen! Ein Unentschieden hilft den Berlinern nicht weiter.
Obwohl nach diesen vier Partien noch genügend Punkte zu vergeben sind, könnte die Konkurrenz dann bereits enteilt sein. Hertha benötigt dringend Erfolge, sonst droht der Aufstiegstraum zu platzen.