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Dieser Hertha-Profi hätte vom Aufstieg besonders profitiert

Berlin – Der ehemalige Bundesliga-Spieler Josip Brekalo (27) wechselte am letzten Transfer-Tag überraschend zu Hertha BSC und sorgte beim jüngsten Spieltag erstmals für größere Aufmerksamkeit.

Beim 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg erzielte der Kroate einen Doppelpack und ging als klar bester Spieler der Berliner vom Platz. Mit dieser Leistung dürfte er sich bei Trainer Stefan Leitl (48) für weitere Einsätze in der Startelf empfohlen haben.

Das wäre auch aus einem anderen Blickwinkel vorteilhaft für die Alte Dame, denn wie die Bild-Zeitung nun berichtete, ist im Vertrag des 27-jährigen Angreifers eine automatische Verlängerung unter bestimmten Bedingungen verankert.

Der ursprünglich bis Sommer 2026 laufende Kontrakt verlängert sich demnach um ein Jahr, sofern Brekalo mindestens 50 Prozent der möglichen Einsätze in der 2. Bundesliga in der Anfangsformation absolviert. Konkret bedeutet das, dass er von 14 verbleibenden Spielen mindestens siebenmal von Beginn an auflaufen muss.

Da noch zehn Partien ausstehen und er bereits zweimal in der Startelf stand, müsste Brekalo also noch mindestens fünfmal in der Anfangsformation aufgeboten werden – eine realistische Perspektive, wenn man den technisch starken Offensivspieler behalten möchte.

Besonders groß wäre seine Freude allerdings über einen Aufstieg mit seinem neuen Club: Denn laut Boulevardmedien würde sich in diesem Fall sein Vertrag sogar um zwei weitere Jahre bis 2028 verlängern – und das bei verbesserten Konditionen.

Das ist umso bemerkenswerter, da der Doppel-Torschütze vom vergangenen Wochenende offenbar aus eigener Initiative auf einen Teil seines Gehalts verzichtet hat, um für den Hauptstadtklub zu spielen – ähnlich wie Edin Dzeko (39) es bei Schalke 04 getan hat.

Während Brekalo bei seinem vorherigen Klub, dem abstiegsgefährdeten La-Liga-Verein Real Oviedo, ein Bruttogehalt von zwei Millionen Euro bezog, liegt sein Einkommen bei den Blau-Weißen nur noch im niedrigen sechsstelligen Bereich.

In Spanien fristete der Flügelspieler zuletzt hauptsächlich ein Reservistendasein und erhoffte sich durch den Wechsel nach Berlin mehr Spielpraxis – möglicherweise auch, um sich rechtzeitig für die WM 2026 wieder in den Kader der kroatischen Nationalmannschaft zu spielen, für die er zuletzt im Oktober 2023 aktiv war.

Interessanterweise soll Brekalo bei seinem Wechsel zu Hertha BSC ähnlich vorgegangen sein wie Dzeko: Auch er habe sich bei seinem neuen Verein eigeninitiativ ins Gespräch gebracht und ein Angebot unterbreitet.

2. Bundesliga – Tabellenbedeutung

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Relevanz: Der Tabellenführer am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf – ebenso wie der Zweitplatzierte. Der Drittplatzierte hingegen muss in die Aufstiegs-Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Verbleib oder Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse auszuspielen.