„Die Verletzung ist kein Thema mehr für mich“: Aues Torjäger Bär kehrt nach Rostock zurück
Aue-Bad Schlema – „An die Verletzung denke ich gar nicht mehr, sie schränkt mich nicht ein und hindert mich auch nicht“, erklärt Aues Stürmer Marcel Bär vor dem Auswärtsspiel im Ostseestadion am Samstag – genau dort, wo ihm am 12. März 2025 die Achillessehne gerissen war. Ein Moment, der das Erzgebirge tief erschütterte.
Der einstige offensive Lebensmotor lag vor Schmerzen verzerrt am Boden. Es war lange unklar, wann er wieder voll angreifen kann.
Rund acht Monate dauerte die Reha-Phase. Dass Bär in dieser Zeit keinerlei Abschwächung seines Torriechers hinnehmen musste, bewies er Mitte November im Achtelfinale des Landespokals, als er mit einem nahezu unnachahmlichen Kopfball gegen den Regionalliga-Tabellenführer Lok Leipzig den Einzug in die nächste Runde sicherte.
„Es ist nicht selbstverständlich, dass ich so rasch zurückgekommen bin. Viel Geduld, harte Arbeit und Wille waren nötig, um diese Zeit zu überstehen“, betont Bär vor dem Start in die Rückrunde.
Seinen Dank richtet er an die Ärzte, Physiotherapeuten und das Reha-Team, die ihn maßgeblich unterstützt haben: „Meiner Meinung nach hat jeder Beteiligte einen hervorragenden Job gemacht. Mein Ziel war es, wieder topfit zu werden und deshalb durfte ich nicht den Fokus verlieren. Jetzt freue ich mich riesig auf den Auftakt der Rückrunde und hoffe, dass ich gesund bleibe und regelmäßig zum Einsatz kommen kann.“
Besonders das Letzte wünscht man ihm – und natürlich auch dem FC Erzgebirge Aue. Denn während seiner Ausfallzeit konnte niemand die Lücke füllen, die durch seine Verletzung entstanden war.
Das fehlende Durchschlagsvermögen in der Offensive ist das größte Problem. Chancen erarbeiten sich die Veilchen zwar zahlreich, doch der Torjäger fehlt. Und genau diese Verantwortung lastet seit jeher auf den Schultern von Bär.
Vor der erwähnten Partie gegen Lok, in der er 66 Minuten spielte, kam Bär zu zwei Einwechslungen als Joker. Anschließend stand er im Spiel gegen Stuttgart II. noch einmal 54 Minuten von Beginn an auf dem Platz, ehe muskuläre Probleme ihn stoppten.
Bär erklärt: „Das Muskelproblem zum Ende der Hinrunde war ärgerlich und hat mich etwas zurückgeworfen, sodass ich in der Wintervorbereitung einiges nachholen musste – aber immer mit Vorsicht.“
Deshalb auch nur ein 42-minütiger Einsatz im Testspiel gegen Union Berlin. „Bin ich damit zufrieden? Sagen wir mal so: Es war okay. Man hat mir wohl angesehen, dass ich einige Wochen nicht gespielt hatte“, so Bär.
3. Liga Tabelle
Die Platzierung in der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf Rang 1 steht, wird Meister und steigt direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt ohne Umweg auf. Der Drittplatzierte muss in einer Relegation gegen den Drittletzten der 2. Liga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der Liga zu klären.