FC Erzgebirge Aue im Abstiegskampf: Welche zwei Ziele Sportvorstand Haustein jetzt verfolgt
Aue-Bad Schlema – Wie gestaltet sich die sportliche Zukunft des FC Erzgebirge? „Unsere zwei klaren Prioritäten bleiben unverändert: den Sachsenpokal zu gewinnen, um die Qualifikation für den DFB-Pokal zu sichern, sowie den Verbleib in der 3. Liga. Auch wenn die Chancen schwinden, habe ich die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben! Was für ein Vorbild wäre ich sonst, wenn ich jetzt schon aufgeben würde? Was soll die Mannschaft daraus schließen?“, erklärt Sportvorstand Jens Haustein (58).
Seine Sichtweise ist keineswegs unbegründet. Wie soll man ein Team motivieren und auf ein gemeinsames Ziel einschwören, wenn man selbst daran zweifelt?
Bis zum letzten Spieltag gilt es, die Konzentration zu bewahren – und dieses Ziel ist, so bitter es angesichts der ungewissen sportlichen Zukunft klingen mag, höchstwahrscheinlich der „Finaltag der Amateure“ am 23. Mai. Denn dort geht es um erhebliches Geld: Ein Einzug in den DFB-Pokal bringt allein ein Startgeld von mehr als 200.000 Euro sowie die Aussicht auf einen attraktiven Gegner, der das Erzgebirgsstadion füllen wird.
Das nächste Pokal-Hindernis stellen im Viertelfinale die Siebtligisten von Fortschritt Lichtenstein dar, die Sportdirektor Michael Tarnat (56) am vergangenen Sonntag bei strömendem Regen beobachtete, wie Haustein verriet.
Doch dies ist nur eine von mehreren Herausforderungen, denen sich das Team im Lößnitztal aktuell stellen muss.
Trotz zahlreicher Rückschläge gilt es, den Teamgeist intakt zu halten. „Hier sind auch die Spieler gefordert. Sie müssen sich anbieten und zeigen, dass sie bereit sind für zukünftige Aufgaben – ganz gleich, in welcher Liga oder bei welchem Verein“, betont Haustein. Die Phase des Schaulaufens wird unweigerlich beginnen. Denn seien wir ehrlich: Abgesehen von Marcel Bär (33) konnte bisher kaum ein Spieler konstant überzeugen.
Auf die Frage, ob der bald 34-jährige Toptorjäger im Fall eines Abstiegs gehalten werden kann und wer generell für einen Verbleib in der 4. Liga interessant wäre, äußerte sich Haustein derzeit noch nicht.
Ähnlich zurückhaltend ist er hinsichtlich der Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen ihm und Sportchef Tarnat. „Hier bitte ich um noch etwas Geduld“, so der Sportvorstand. Voraussichtlich Anfang April wird das vorläufige Budget für den Kaderetat der Saison 2026/27 feststehen.
3. Liga Tabelle
Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Der Meister der Liga steigt am Saisonende direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte sichert sich den direkten Aufstieg. Der Drittplatzierte kämpft in der Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga um den Verbleib beziehungsweise Aufstieg.