Aue-Anhänger vor Hansa-Partie bedroht: Polizei sucht nach vier Verdächtigen
Aue/Schwaan – Im Vorfeld des Auswärtsspiels bei Hansa Rostock am vergangenen Samstag (1:2) wurden einige Aue-Fans unerwartet bedrängt.
Wie die Anhänger später auf sozialen Netzwerken berichteten, forderte eine Gruppe von Personen sie am Spieltag in ihrer Unterkunft in Schwaan bei Rostock auf, innerhalb von zwei Minuten ihre Fahne sowie sämtliche Fanartikel wie Schals und Pullover im Hinterhof abzugeben.
Andernfalls würden „30 bis 40 Personen die Sachen ohnehin an sich nehmen“.
In einem Beitrag der Gruppe „Wismutadler – Treu der BSG“ heißt es weiter, man habe versucht, von einem Balkon aus mit den Anführern zu verhandeln.
„Das brachte jedoch nichts. Kinder und Frauen waren ihnen offenbar egal! Als die Gruppe herbeigerufen wurde, suchten wir Schutz und verständigten die Polizei“, schildern die Aue-Fans.
Anne Schwartz, Pressesprecherin der Polizeidirektion Rostock, bestätigte gegenüber TAG24, dass die Polizeiinspektion Güstrow am Samstag gegen 9:30 Uhr mit mehreren Einsatzkräften zur Pension gerufen wurde.
„Vor Ort trafen die Beamten nur noch die Fans von Erzgebirge Aue an. Es wurde Anzeige wegen Bedrohung erstattet und eine Nahbereichsfahndung nach vier unbekannten Männern im Alter von etwa 30 bis 35 Jahren eingeleitet, die jedoch ohne Erfolg blieb“, erklärte Schwartz.
Die Tatverdächtigen trugen demnach keine erkennbaren Fan-Attribute.
Die Veilchen-Anhänger kamen mit dem Schrecken davon. Auf Facebook schreiben sie: „Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen. Zum Glück wurde nichts gestohlen!“
Weiter heißt es: „Wir sind auch keine Angsthasen! Und natürlich gibt es auch bei uns in den Fankreisen einige Idioten! Dennoch hat diese ernst gemeinte Drohung, Familien anzugreifen, alle Grenzen mehrfach überschritten! Wir hätten keine Chance gehabt, uns zu verteidigen!“