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„Das wäre das Schlimmste in meiner Laufbahn“: Atik spricht über die herausfordernde Lage beim FCM

Magdeburg – Er polarisiert, übernimmt Verantwortung und ist eine verlässliche Größe für die Elbestädter: Baris Atik (31). Der in Frankenthal geborene Mittelfeldspieler spricht offen und schildert in einem Pressegespräch, wie die derzeitige Situation die Mannschaft beeinflusst und welche Bedeutung seine Rolle im Abstiegskampf hat.

„Als erfahrener Spieler gehört es zu meinen Aufgaben, einzelne Kollegen zu unterstützen und das Gespräch zu suchen. In dieser Woche habe ich mit mehreren gesprochen. Ich sehe eine Truppe, die motiviert ist, die Wende zu schaffen“, erklärt Atik über seine Funktion und die Stimmung im Team.

Die Lage gestaltet sich für viele Spieler schwierig, betont er. Besonders die mentale Stärke sei im Abstiegskampf entscheidend: „Im Profifußball musst du mit Druck umgehen können. Es ist enorm wichtig, einen klaren Kopf zu bewahren. Wenn du daran glaubst, den Sieg einzufahren, wirst du es auch schaffen.“

Obwohl die Blau-Weißen inzwischen seit fünf Spielen ohne Sieg sind, zeigen sie auf dem Platz gute Leistungen und können auch mit Zahlen überzeugen. Doch Atik möchte davon nichts wissen: „Statistiken sind egal, die können wir uns sparen. Fußball ist ein Ergebnissport und unsere Resultate in letzter Zeit sind nicht zufriedenstellend.“

Für den Führungsspieler hat der Kampf um den Klassenerhalt auch eine persönliche Bedeutung: „Mir geht es um die Menschen in der Region. Ein Abstieg wäre das Schlimmste, was meiner Karriere passieren könnte. Ich werde alles geben, um den Verein zu erhalten.“

Die vergangenen Tage nach dem Punktgewinn gegen Darmstadt verliefen für den 31-Jährigen eher enttäuschend, was er selbst erklärt: „Wir waren die bessere Mannschaft, standen am Ende aber nur mit einem Punkt da. Wir wissen, dass das nicht zufriedenstellend ist, aber auch, dass dieser eine Punkt am Ende wertvoll sein kann“, sagt Atik.

In der Hinrunde endete das Duell gegen die Lilien ebenfalls unentschieden, was einen echten Umschwung einleitete. Darauf folgten fünf Siege in neun Spielen – genau so soll es auch in den kommenden Wochen für die Mannschaft von Trainer Petrik Sander (65) weitergehen.

Auch Atik zeigt sich im Gespräch zuversichtlich: „Wenn alle an einem Strang ziehen, haben wir bewiesen, dass wir jede Mannschaft besiegen können [...]. Ich bin fest davon überzeugt, dass die nächste Wende unmittelbar bevorsteht.“

Um dies zu erreichen, ist gegen Preußen Münster unbedingt ein Sieg notwendig. Wie dieser zustande kommt, ist für Atik dabei zweitrangig: „Es ist mir egal, ob wir schön oder unschön spielen. Ich will einfach nur diese drei Punkte aus Münster mitnehmen.“