Mergel erzielt sein erstes Heimtor für den CFC: „Ich hatte vergessen, wie man jubelt!“
Chemnitz – Spitzenreiter Lok Leipzig, bekannt für die beste Defensive und den stärksten Angriff, reiste nach Chemnitz – doch davon war kaum etwas zu sehen. Innerhalb von nur 15 Minuten kassierten die Messestädter gegen den CFC gleich drei Gegentore.
„Ab der 60. Minute fehlten uns einfach die Kräfte“, gestand Lok-Coach Jochen Seitz nach dem Spiel.
Torwart Andreas Naumann (33), der bis 2013 beim CFC ausgebildet wurde, ließ es wohl nicht an Kondition mangeln, als er in der 77. Minute aus seinem Strafraum herausstürmte, den Ball jedoch nicht richtig traf und ihn an den heranstürmenden Artur Mergel (28) verlor. Im Fallen schoss der Chemnitzer den Ball aus über 20 Metern ins leere Tor.
Im Anschluss feierte die gesamte Mannschaft den Torschützen ausgelassen vor der Südtribüne – das 3:0 bedeutete den Endstand.
„So schnell habe ich noch nie getroffen“, gestand der kurz zuvor eingewechselte Mergel.
Der 28-Jährige wechselte im Sommer 2024 von Rot-Weiß Erfurt nach Chemnitz, um die Offensive zu verstärken. Seitdem wollte der Erfolg vor dem Tor allerdings nicht recht gelingen.
In seinem letzten Jahr bei den Thüringern erzielte Mergel sechs Tore in der Regionalliga, in der Saison 2022/23 waren es sogar 13 Treffer. Für den CFC steht er nach dem Sonntagstor bei insgesamt zwei Toren in 52 Einsätzen für die Himmelblauen.
„Ich bin einfach stolz, dass wir das Jubiläumsspiel gegen Lok so dominiert haben und ich der Mannschaft in der Zeit, in der ich auf dem Platz war, noch helfen konnte“, sagte Mergel. „Das war mein erstes Tor für den CFC in diesem Stadion – und dann auch noch direkt vor der Südtribüne. Das war Gänsehaut pur!“
Sein Debüttreffer auf der Fischerwiese war es jedoch nicht. Am 10. September 2022 hatte Mergel mit Erfurt in Chemnitz mit 3:0 gewonnen und die Gäste in der 35. Minute in Führung gebracht.
Sein erstes Tor für den CFC gelang ihm am 28. September 2024 beim 1:1 in Greifswald. „Ich wusste gar nicht mehr, wie man jubelt. Von mir fiel damit eine große Last ab“, erklärte der gebürtige Hesse mit Blick auf den vergangenen Sonntag.
Regionalliga Nordost Tabelle
Der Meister der Saison 2026 tritt am Saisonende in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern an. Der Gewinner dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Insgesamt können abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga bis zu vier Mannschaften absteigen.