FCSP-Blog: Andréas Hountondji steht vor der Rückkehr in den Kader
Hamburg – Am Freitagabend um 20.30 Uhr steht für den FC St. Pauli das nächste wichtige Abstiegsduell an. Bei Borussia Mönchengladbach wollen die Kiezkicker einen entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt machen.
Mit von der Partie sind voraussichtlich auch Andréas Hountondji und Mathias Rasmussen.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir Euch stets auf dem Laufenden – mit aktuellen Infos zum Team, möglichen Transfers und allen Neuigkeiten aus dem Millerntor-Stadion.
Das Lazarett beim FC St. Pauli lichtet sich langsam! Für das Auswärtsspiel in Gladbach kann Trainer Alexander Blessin (52) wieder auf Mathias Rasmussen (28) und Andréas Hountondji (23) zurückgreifen. „Beide werden im Kader stehen“, betonte der Coach.
Besonders die Rückkehr von Hountondji sorgt für Optimismus. „Seine Schnelligkeit und Dynamik sind eine große Stärke. Im Training war er sehr engagiert“, so Blessin, der auch einen Einsatz von etwa 15 Minuten beim Stürmer ins Auge fasst.
Ob Abwehrspieler David Nemeth (24) die Reise nach Gladbach mit antreten wird, ist noch offen. Sicher ist jedoch, dass er am Sonntag bei der U23 Spielpraxis sammeln soll.
Auf der Verletztenliste stehen definitiv Manolis Saliakas (29) und James Sands (25), die sich im Spiel gegen Frankfurt verletzt haben. „Bei Manos hatte ich zunächst gedacht, es sei alles überstanden. Aber es sieht insgesamt doch ganz gut aus, die Hoffnung besteht, dass er nächste Woche wieder dabei sein kann“, erklärte Blessin. Bei Sands hingegen ist die Lage noch ungewiss.
Schlechte Nachrichten für den FC St. Pauli: Wie der Verein am Dienstagmittag mitteilte, fallen Manolis Saliakas (29) und James Sands (25) vorerst aus. Beide hatten sich im Duell gegen Eintracht Frankfurt verletzt.
Saliakas zog sich kurz nach Wiederanpfiff bei einem Sprint eine „leichte strukturelle Verletzung im rechten Oberschenkel“ zu und wird somit in Gladbach fehlen. Für das Heimspiel in zwei Wochen gegen den SC Freiburg gibt es noch Hoffnungen auf sein Comeback.
Bei Sands sieht es etwas schlechter aus. Der Mittelfeldspieler musste nach einem Foul vom Feld und wurde mit einer „Verletzung am Bandapparat des linken Sprunggelenks“ diagnostiziert. Wie lange er ausfällt, ist bislang noch unklar.
St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl (31) hatte beim torlosen Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt seinen Gegenspieler Jonathan Burkardt (25) gut im Griff. Nach der Begegnung fand der Frankfurter Lob für Wahl.
„Es ist extrem unangenehm, gegen ihn zu spielen“, erklärte Burkardt im DAZN-Interview und nannte mehrere Gründe: „Er ist ständig präsent, immer in meinem Rücken und körperlich sehr stark. Er hat mich wirklich gut kontrolliert.“
Wahl revanchierte sich prompt: „Jonathan ist ein herausragender Stürmer, wahrscheinlich einer der besten deutschen Angreifer. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn anzutreten.“
Torhüter Nikola Vasilj (30) erlebte bei der torlosen Partie gegen Frankfurt einen vergleichsweise ruhigen Nachmittag. „Ich hatte nicht viel zu tun, aber das ist das Verdienst der gesamten Mannschaft, die defensiv hervorragend gearbeitet hat“, lobte der St.-Pauli-Schlussmann seine Vorderleute. Und wenn Vasilj doch gefordert war, war er zur Stelle.
Am Freitag wartet mit dem Spiel in Gladbach der nächste Abstiegskracher. „Wir müssen unser zuletzt hohes Niveau beibehalten. Besonders das Duell gegen den direkten Konkurrenten Mönchengladbach ist enorm wichtig. Sie sind nur einen Punkt entfernt. Seit Jahresbeginn ist für uns so gut wie jedes Spiel ein finales Duell“, machte Vasilj deutlich.
Selbst kann Vasilj bei einem weiteren Spiel ohne Gegentor einen neuen Rekord aufstellen. Aktuell liegt er bei 208 Minuten ohne Gegentor, sein persönlicher Bestwert liegt bei 287 Minuten.
Die Rückkehr steht bevor! Stürmer Andréas Hountondji (23) und Verteidiger David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli schon wieder fleißig auf dem Trainingsplatz aktiv, bald dürften sie auch wieder Spielminuten erhalten.
„Andréas hat eine weitere Woche Pause bekommen, das hat ihm gutgetan, auch wenn es nur eine kurze war. Im Training zeigte er schon gute Ansätze“, berichtete Trainer Blessin (52). Einen kurzen Einsatz am Freitag in Gladbach schloss er nicht aus, eine Rückkehr in den Kader scheint unmittelbar bevorzustehen.
Ähnliches gilt für Nemeth, der vorerst allerdings Spielpraxis bei der arg abstiegsbedrohten U23 in der Regionalliga sammeln soll. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn einzusetzen“, so Blessin.
Die Situation sah zunächst besorgniserregend aus! Nach dem torlosen Remis gegen Frankfurt bangt der FC St. Pauli um zwei wichtige Profis.
Kurz nach der Halbzeit musste Manolis Saliakas (29) verletzungsbedingt vom Platz, nachdem er sich beim Sprint am Oberschenkel irritiert hatte. „Ich fühlte mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau los ist. Beim Sprint spürte ich plötzlich etwas im Oberschenkel“, erklärte er nach dem Spiel.
Trainer Blessin äußerte sich dazu: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde bedeuten, dass Saliakas mehrere Wochen fehlen wird.
Bei James Sands (25) sieht es etwas besser aus. „Jimmy ist nur umgeknickt, aber wir müssen abwarten, was genau vorliegt“, äußerte sich Blessin zurückhaltend. Sands wurde nach Spielende beim Verlassen des Feldes von einem Betreuer gestützt.
Ein ungünstiges Zeichen: Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel des FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die Kiezkicker verbinden mit dem Schiedsrichter keine guten Erinnerungen.
Insgesamt hat der Berliner bereits 25 Spiele von St. Pauli gepfiffen, davon gewannen die Braun-Weißen acht, verloren neun. Die letzten drei Begegnungen unter Zwayers Leitung endeten für St. Pauli mit Niederlagen, zuletzt im November beim 1:3 gegen Bayern München.
Bei der Eintracht sieht das Bild etwas anders aus. Zwayer leitete 44 Spiele der Frankfurter – die zweithöchste Anzahl seiner Karriere. 18 davon konnten sie gewinnen, bei 15 Niederlagen. In dieser Saison kam der Schiedsrichter aber bislang nicht bei der SGE zum Einsatz.
Am Sonntag muss der FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Trainer Alexander Blessin (52) stehen neben David Nemeth (24) noch drei weitere Akteure nicht zur Verfügung.
„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er konnte diese Woche nur Lauftraining absolvieren“, erklärte Blessin. „Karol Mets (32) wird diese und nächste Woche wohl ebenfalls nicht einsatzbereit sein.“
Auch Andréas Hountondji (23) fehlt, obwohl sich sein Zustand deutlich verbessert hat. „Die Untersuchungen waren gut, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, wir sind sehr zuversichtlich, dass er bald zurückkehrt“, so der Coach.
Mit von der Partie gegen Frankfurt ist wieder Tomoya Ando (27), der in der Vorwoche gegen Hoffenheim noch gefehlt hatte.
Eric Smith (29) fehlte zuletzt im Training, mittlerweile ist der Grund bekannt: Der Schwede wurde zum zweiten Mal Vater, wie er am Freitagnachmittag auf Instagram mitteilte. Somit dürfte er am Sonntag gegen Frankfurt wieder einsatzbereit sein.
FC St. Pauli-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die genauen Anstoßzeiten der Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 festgelegt. St. Pauli ist jeweils einmal freitags, samstags und sonntags im Einsatz.
Die Übersicht der Spiele:
Sonntag, 5. April (15.30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli
Samstag, 11. April (18.30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München
Freitag, 17. April (20.30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Schlechte Nachrichten für den FC St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Verteidiger verletzte sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim an der linken Wade und steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.
Besonders bitter ist die Verletzung, da Mets nach hartnäckigen Problemen mit der Patellasehne zu Saisonbeginn erst Mitte Oktober sein Comeback gegeben hatte.
Trainer Alexander Blessin (52) kann dennoch auf Alternativen zurückgreifen. Neben Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzt hatte, sind auch Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) Optionen für die Position.
Mit zwei Siegen in Folge hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und belegt nun den 15. Tabellenplatz. Am Sonntag gegen Frankfurt soll der Aufwärtstrend fortgesetzt werden. Wann war St. Pauli zuletzt so erfolgreich?
Eine Serie von drei Siegen hintereinander gelang den Kiezkickern zuletzt in der Saison 2010/11. Die Erfolge gegen Köln, HSV und Gladbach halfen jedoch nicht, am Ende stieg das Team ab.
Den längsten Siegeslauf feierte St. Pauli in der Spielzeit 1989/90 mit vier aufeinanderfolgenden Erfolgen gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Das sicherte am Ende einen zehnten Tabellenplatz.
In der Saison zuvor blieb St. Pauli sogar elf Spiele in Folge ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Unentschieden.
Philipp Treu (25) hat mit dem FC St. Pauli zwei große Erfolge gefeiert: den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte der Außenverteidiger seine Beweggründe.
„Nach dem starken Zweitliga-Jahr und einer stabilen ersten Bundesliga-Saison war für mich klar: Jetzt muss ein nächster Schritt folgen“, erklärte Treu. „Ich habe auch überlegt, bei St. Pauli zu bleiben, aber ich wollte zu einem größeren Bundesligisten, der sogar international spielt.“
Seinen Wechsel bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten in die erste Liga und ins internationale Geschäft war mir damals zu groß. Deshalb bin ich zu einem ambitionierten Zweitligisten gewechselt. Rückblickend war das perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli kann ich später den Kindern erzählen. Und wir haben danach auch die Klasse gehalten, das war etwas Besonderes.“
Inzwischen hat Treu beim SC Freiburg einen Stammplatz erobert und freut sich besonders auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.
Nach dem wichtigen Sieg gegen Werder Bremen in der Vorwoche wollte der FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen. Dies gelang den Kiezkickern eindrucksvoll.
„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs in dieser Situation zu holen“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).
Der Erfolg zeigte erneut, dass St. Pauli auch gegen die Topteams der Liga bestehen kann – die TSG ist Tabellen-Dritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Serie gewonnen.
Zwar musste St. Pauli in der ersten Halbzeit einige brenzlige Situationen überstehen, kam aber selbst immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder Probleme zu bereiten. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, erläuterte Wahl.
In der zweiten Halbzeit ging es dann hauptsächlich ums Überleben, gab er zu. „Aber das haben wir gut gemacht.“
Ein gutes Omen für den FC St. Pauli: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag die Partie bei der TSG Hoffenheim leiten. Unter seiner Leitung hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz vorzuweisen.
Aytekin pfiff bisher 17 Spiele der Braun-Weißen, von denen zehn gewonnen wurden, nur drei gingen verloren. Die letzten fünf Begegnungen unter ihm gewann St. Pauli sogar allesamt, ist bei ihm seit neun Partien ungeschlagen.
Auch Hoffenheim hat unter Aytekin eine positive Bilanz mit 14 Siegen, zwölf Niederlagen und elf Remis. Beide Teams wurden zuletzt in der Saison 2023/24 von ihm betreut. Das letzte Spiel mit St. Pauli war der Aufstiegspokal gegen Wehen Wiesbaden.
Am Samstag (15.30 Uhr) wartet auf den FC St. Pauli bei der TSG 1899 Hoffenheim eine harte Aufgabe für die Defensive: Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) werden viel zu tun haben, denn der Tabellendritte verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga.
„Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler an den passenden Positionen“, sagte Mets. „Es ist ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren will.“
Wie gut das klappt, zeigte Hoffenheim im Hinspiel am Millerntor, als sie mit 3:0 gewannen und St. Pauli kaum Chancen ließen. „Sie haben vieles richtig gemacht“, gab Wahl zu. Im DFB-Pokal drehten die Kiezkicker jedoch den Spieß um. „Auch da haben sie wenig falsch gemacht, trotzdem ging das Spiel zu unseren Gunsten aus.“
Aus Sicht von Wahl sind die Hoffenheimer derzeit in einem Flow: „Sie haben großes Selbstvertrauen und die Lehren aus der Vorsaison gezogen. Die Mannschaft ist komplett anders, über die individuelle Klasse brauchen wir nicht zu reden.“
Dass St. Pauli Hoffenheim schlagen kann, bewies der Pokalsieg – eine Wiederholung am Samstag wird jedoch sehr schwierig.
Taichi Hara (26) kam bislang nur auf zwei Einsätze mit insgesamt 22 Minuten. St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nun, wie er mit dem japanischen Stürmer plant.
„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel war der Zeitpunkt nicht ideal“, begründete Blessin seine Entscheidung. Er habe kein gutes Gefühl gehabt.
Im Training zeigt Hara allerdings vollen Einsatz. „Da gibt er Gas und hat gute Momente. Vielleicht ist es beim nächsten Spiel möglich, ihn einzubringen.“
Ein Startelfeinsatz ist aber noch zu früh. „Für die letzten 20 Minuten ist er eine Option.“
Martijn Kaars (26) hat es bisher schwer. Für die Rekordablöse von vier Millionen Euro verpflichtet, kam der Stürmer in 24 Pflichtspielen auf fünf Tore und eine Vorlage – der Durchbruch blieb aus.
„Ich bewerte ihn nicht nur nach Toren, sondern auch danach, wie er der Mannschaft hilft“, erklärte Trainer Blessin (52). Er habe zuletzt zweimal intensiver mit Kaars gesprochen und Videoanalysen durchgeführt.
Das Problem liegt auf der Hand: „Als Stürmer misst man sich an Toren und Torchancen. Da hatte er zuletzt wenige. Wenn du weniger in solche Situationen kommst, fängst du an zu zögern.“
Seine Mitspieler hätten ihn bisher noch nicht oft in Szene setzen können. „Er hat seine Stärke im Strafraum, wenn er den Ball bekommt, muss er Chancen erhalten – dabei müssen wir ihm helfen, aber er auch selbst.“
Blessin ist überzeugt, dass Kaars bei weiterer harter Arbeit bald wieder „glücklicher“ vor den Mikrofonen stehen und über seine Tore sprechen wird.
Positive Nachrichten vom Trainingsplatz: Nach David Nemeth (24) ist nun auch Andréas Hountondji (23) zurück auf dem Rasen. „Er war draußen und absolvierte Laufeinheiten“, bestätigte Coach Blessin.
Der Angreifer hatte lange individuell trainiert und ist jetzt wieder ins Mannschaftstraining eingebunden. „Jetzt geht es um die nächsten Tage, in denen wir ihn schrittweise heranführen. Das waren die ersten Schritte, bald folgen hoffentlich weitere“, so Blessin.
Nemeth ist bereits einen Schritt weiter: „Wir wollen die Intensität langsam steigern und schauen, ob wir ihn bei der zweiten Mannschaft einsetzen können, damit er Spielpraxis bekommt.“
Außerdem kehrt Mittelfeldspieler Connor Metcalfe (26) zurück in den Kader. Er trainiert bereits die zweite Woche voll mit. „Er kann der Mannschaft viel geben, daher freue ich mich, ihn auf der Bank zu haben.“
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 war der 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.
Bisher konnten die Kiezkicker gegen Bremen erst zwei Pflichtspiele gewinnen: Das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen mit 3:1 ausschaltete.
Die Bilanz steht nun bei drei Siegen, fünf Unentschieden und 13 Niederlagen.
Die Erleichterung nach dem 2:1-Erfolg gegen Werder war groß, entsprechend wurde auch gefeiert.
„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gestand Abwehrspieler Karol Mets (32). „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Zu Beginn agierten die Kiezkicker aus Sicht des Esten zu unkonzentriert und verloren viele Bälle, doch nach der Pause war das anders. „Wir hatten viele gute Momente und Chancen. Das erste Tor fiel zwar glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, fuhr Mets fort. Am Ende zog St. Pauli an Bremen vorbei auf einen Relegationsplatz.
Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt. Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner beim FC St. Pauli auf der Bank, zuvor hatte er fast immer in der Startelf gestanden.
Trainer Blessin begründete seine Entscheidung: „Es ging auch um Frische. Zudem ist Eric Smith (29) wieder eine starke Alternative.“
Dennoch fiel dem Trainer die Entscheidung nicht leicht: „James bringt im Zweikampf viel Qualität. Er ist eher unauffällig, aber sehr wichtig. Es tut weh, solche Qualität auf der Bank zu lassen.“
In den kommenden Spielen könnte sich das wiederholen, denn mit Smith und Jackson Irvine (32) stehen zwei erfahrene Führungsspieler auf seiner Position bereit.
Mit einem Sieg kann der FC St. Pauli an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeiziehen. Die Bedeutung der Partie ist groß – das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).
„Der Druck ist hoch, das kann man nicht wegreden“, sagte der Australier vor dem Spiel im DAZN-Interview. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere folgen.“
Irvine weiß, dass ein Erfolg einen großen Schritt bedeuten würde – umso besser, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück sind.
Auch Trainer Blessin macht einen guten Eindruck, so Irvine: „Er ist ruhig und fokussiert.“
Am Sonntag (17.30 Uhr) wird Sören Storks (37) das Abstiegsduell zwischen FC St. Pauli und Werder Bremen leiten. Der gelernte Zimmermeister pfiff bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen 1:0 gewann.
St. Pauli verbindet mit Storks auch bessere Erinnerungen – etwa an das 2:1 gegen Heidenheim im November, trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith (29). Unter seiner Leitung gab es zudem zwei weitere Siege, ein Remis und drei Niederlagen.
Bremen hat unter Storks ebenfalls eine negative Bilanz: vier Siege, drei Unentschieden und fünf Pleiten.
Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Werder Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der in Ostfriesland aufgewachsene Pole spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Anschließend war er von 1971 bis 1975 Trainer beim Verein.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti übernahm Piontek auch das Traineramt bei St. Pauli und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen.
Weitere Informationen zum Leben und Tod von Sepp Piontek findet Ihr im Artikel: „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und krönte seine Leistung mit dem Führungstreffer zum 1:0. Was danach folgte, war besonders.
„Ich dachte schon beim Ballkontakt ans Jubeln, weil ich so viel Platz hatte“, erzählte der Grieche nach dem Spiel. „Ich ließ den Ball über den Spann gleiten und traf sehenswert. Es ist etwas Besonderes, ein wichtiges Tor zu erzielen.“
Sein Jubel war eindeutig: Saliakas steckte sich einen Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. „Meine Frau ist schwanger“, sagte er stolz. „Es wird ein Junge, der Termin ist im Juni.“
Zum Glück ist gerade Sommerpause, sodass Saliakas sich dann voll auf seine Vaterrolle konzentrieren kann.
Der FC St. Pauli braucht dringend Punkte im Abstiegskampf, der VfB Stuttgart kämpft um Champions-League-Plätze. Mit einem Sieg könnten die Schwaben einen Bundesliga-Rekord aufstellen.
Der VfB gewann zuletzt drei Auswärtsspiele in Folge deutlich – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Gelingt ihnen nun ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied am Millerntor, schreiben sie Bundesliga-Geschichte.
Bisher hat das keinem Klub in der Bundesliga geschafft. Stuttgart liegt gleichauf mit Bayern (2-mal), RB Leipzig (2-mal) und dem VfL Bochum.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag die Begegnung zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart am Millerntor leiten. Beide Vereine pfiff der Betriebswirt bereits in dieser Saison.
Unter Brand hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz: Von 16 Spielen gewannen sie sieben, zudem gab es zwei Remis. In dieser Saison pfiff Brand die 1:2-Niederlage von St. Pauli beim SC Freiburg.
Beim VfB sieht die Statistik anders aus: sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage. Zuletzt leitete Brand das Spiel der Schwaben beim BVB (3:3) am 11. Spieltag.
Dem FC St. Pauli droht am Samstag erneut der Ausfall von zwei wichtigen Spielern. „Bei Hauke Wahl (31) besteht noch Hoffnung, aber sie schwindet. Für das Spiel gegen VfB wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith (29) habe ich eine leise Hoffnung, dass er dabei sein kann“, erklärte Trainer Blessin (52). Ansonsten steht ihm der erwartete Kader zur Verfügung.
Das defensive Duo fehlte bereits am Dienstag beim Pokalspiel in Leverkusen.
Wegen des Ausfalls von Ricky-Jade Jones (23) wird ein Spieler aus der U23 eine Chance bekommen. „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt sind Kandidaten“, so Blessin. „Wir werden sehen, wen wir für das Spiel nominieren.“
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt spielen, dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Liga.