Sportdirektor Bornemann enthüllt: So sehen die Transferpläne des FC St. Pauli aus
Hamburg – Welche Absichten verfolgt er? Bisher hat Andreas Bornemann (54) zwei Verpflichtungen auf dem Transfermarkt getätigt. Nach dem torlosen Freundschaftsspiel gegen Werder Bremen nahm der Sportchef von St. Pauli zu zahlreichen Spekulationen Stellung und äußerte sich auch zu möglichen Abgängen.
Mit dem einzigen Testspiel vor dem weiteren Saisonverlauf zeigte sich Bornemann zufrieden. „Die wenigen Chancen, die wir hatten, waren auf unserer Seite. Wir hätten das Spiel durchaus für uns entscheiden können“, zog er unmittelbar nach der Begegnung Bilanz.
Allerdings wurde erneut deutlich, dass dem FC St. Pauli in der Offensive die Durchschlagskraft fehlt beziehungsweise die Abschlussqualität verbesserungswürdig ist. Aufgrund des Ausfalls von Andréas Hountondji (23), dessen Ausfallzeit noch ungewiss ist, bleibt der 54-Jährige aufmerksam und offen für Entwicklungen.
Ein Name, der dabei immer wieder genannt wird, ist Morgan Guilavogui (27), der bereits in der vergangenen Saison auf Leihbasis am Millerntor überzeugte. „Sollte es möglich sein, würden wir ihn wahrscheinlich zurückholen“, äußerte sich Bornemann zu den Gerüchten, stellte aber ebenso klar, dass eine Rückkehr nahezu ausgeschlossen sei.
Beim Überraschungs-Tabellenführer der Ligue 1, RC Lens, wird der Angreifer zwar nur als Joker eingesetzt, aber regelmäßig. Daher kann er sich nicht vorstellen, dass die Franzosen ihn abgeben werden. „Im Moment sieht es nicht danach aus, dass da etwas passiert“, erklärte Bornemann. Und falls doch, könnte St. Pauli die geforderte Ablösesumme vermutlich nicht aufbringen, vermutete er weiter.
Schließlich verfügt der Klub aus Hamburg nicht über die finanziellen Mittel, die vor allem internationale Vereine besitzen. Selbst in der Bundesliga sind sie kaum konkurrenzfähig. „Wenn wir einen Spieler für vier Millionen Euro verpflichten, wäre das ein Rekord. Für den Rest der Liga ist das eher eine kleine Summe“, zog er einen Vergleich.
Ebenso unklar wie bei den Zugängen ist auch die Situation bei möglichen Abgängen. Bei Fin Stevens (22) und Erik Ahlstrand (24) gestaltet sich die Lage kompliziert, da sie bei den Profis kaum Einsatzzeiten erhalten. Während Ahlstrand immerhin regelmäßig in der U23 spielt, schaut Stevens aufgrund seiner Nationalität in die Röhre.
In beiden Fällen zeigte sich Bornemann jedoch offen für Gespräche, falls ein Spieler den Wunsch äußern sollte, den Verein zu verlassen. „Dann hören wir uns das an und prüfen die Möglichkeiten“, betonte der Sportchef.
Deutlich klarer fiel seine Aussage zu den Spekulationen um Eric Smith (28) aus. „Nächste Woche startet die Saison, er wird auf dem Platz stehen, und das wird meiner Einschätzung nach bis zum Saisonende und darüber hinaus so bleiben“, sagte Bornemann.
Der Schwede ist ein wichtiger Baustein in der Defensive, die zuletzt an Stabilität gewonnen hat. Dieses Ziel soll auch in der restlichen Saison verfolgt werden. „Der Test hat bewiesen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass uns einige Dinge guttun, aber auch was wir noch brauchen, um am Ende ein Spiel gewinnen zu können“, so der Sportchef. Letztlich gehe es in den verbleibenden 19 Spielen klar darum, die Klasse zu halten.