Neuer Torwarttrainer bei Energie: Cottbus-Schlussmann übernimmt eigenständig das Training
Cottbus – Nur wenige Wochen nach der Trennung von Anton Wittmann (31) hat Energie Cottbus eine neue Lösung für die Position des Torwarttrainers gefunden.
Wie der Verein im Mitgliedermagazin Energie-Echo bekanntgab, wird Profitorhüter Alexander Sebald (29) künftig eine Doppelrolle übernehmen. Das bedeutet, Sebald übernimmt künftig eigenverantwortlich sein Torwarttraining.
Der gebürtige Bayer befindet sich in seiner vierten Saison bei Energie Cottbus und hat sich innerhalb der Mannschaft eine wichtige Rolle erarbeitet, unter anderem als Mitglied des Mannschaftsrats.
Sebald, der einen Vertrag als Spieler bis zum Sommer 2028 besitzt, wird vor allem als motivierender Teamplayer geschätzt, der seine Rolle als zweite Wahl ohne Beschwerden annimmt.
In Zukunft teilt sich der Torhüter diese Aufgabe mit Marvin-Gordon Jahn (25), der gleichzeitig als Torwart-Koordinator im Nachwuchsleistungszentrum des Vereins tätig ist.
Bereits in den vergangenen Wochen hatten Sebald und Jahn die Posten vorübergehend zusammen ausgefüllt.
Auch beim Training am Donnerstag bildeten Sebald und Jahn zusammen mit Stammtorwart Marius Funk (30), der Nummer drei Max Böhnke (22) sowie Nachwuchstalent Adam Laszczynski (18) ein eingespieltes Team.
Für Sebald, der in seiner bisherigen Laufbahn auf drei Einsätze in der 3. Liga sowie zwei im DFB-Pokal zurückblicken kann, stellt die zusätzliche Verantwortung auch eine wertvolle Möglichkeit für seine Zeit nach der aktiven Karriere dar.
Seinen bislang wohl denkwürdigsten Auftritt im Trikot von Energie hatte Sebald Mitte August beim Pokalerfolg gegen Hannover, als er während des Spiels einen Elfmeter parierte und im anschließenden Interview offenbart, dass sein Großvater nur wenige Tage zuvor verstorben war.
Hinzu kam, dass Sebald in dieser Partie eigentlich nur zum Einsatz kam, weil sich Stammtorwart Elias Bethke (22, inzwischen bei Dynamo Dresden) beim Aufwärmen verletzt hatte.
Mit der Verpflichtung von Funk änderte sich auch die Hierarchie im Torwartteam, was unter anderem zum Weggang des langjährigen Torwart-Trainers Wittmann führte.