zurück

Warum Alexander Blessin über den Augsburger Sieg gegen die Bayern verärgert ist

Hamburg – Ein fußballerisches Spektakel darf man am Samstag wohl nicht erwarten! St. Paulis Trainer Alexander Blessin (52) rechnet beim FC Augsburg mit einem zähen Kampf um jeden Zentimeter. An das letzte Aufeinandertreffen in der Fuggerstadt hat er keine positiven Erinnerungen.

Man hatte gehofft, dass der FCA nach der Partie gegen den FC Bayern München einen Rückschlag erleiden würde. Doch die Mannschaft von Trainer Manuel Baum (46) überraschte mit einem Sieg beim Rekordmeister und geht daher selbstbewusst in die Begegnung mit den Kiezkickern.

„Ich habe unser letztes Spiel noch vor Augen und dachte mir: So hätten wir das auch machen können“, berichtete FCSP-Coach Alexander Blessin (52) auf Nachfrage. Aus seiner Sicht zeichnete sich die Niederlage der Bayern bereits ab, denn Augsburg sei im Gegensatz zu seiner Mannschaft den entscheidenden Schritt weitergegangen. „Dass es ihnen gelungen ist, ärgert mich umso mehr, weil wir es damals nicht geschafft haben.“

Nach dem Trainerwechsel hat sich beim FCA einiges verändert: Sie erzielten deutlich mehr Punkte als unter Sandro Wagner (38) und veränderten ihre Spielweise. Statt eines kompakten 5-3-2 setzen sie jetzt auf schnelles Umschaltspiel. Außerdem haben sie mit Han-Noah Massengo (24) und Alexis Claude-Maurice (27) zwei Spieler, die den Unterschied machen können.

Ein attraktives Spiel erwartet Blessin dennoch nicht. „Es wird ein Kräftemessen“, erklärte er und stellte eine klare Forderung: „Wir dürfen uns auf keinen Fall den Mut nehmen lassen.“ Genau das war seinem Team im Vorjahr bei der 1:3-Niederlage passiert – eine der schwächsten Leistungen der Saison.

Gegen RB Leipzig zeigte St. Pauli jedoch, dass sie genau diese Einstellung besitzen – und genau darauf baut Blessin auch am Samstag. Möglicherweise kommt es den Kiezkickern sogar zugute, dass das Spiel in Augsburg und nicht in Hamburg stattfindet.

Nach dem Sieg gegen Bayern sind die Erwartungen beim FCA entsprechend hoch, wenn es gegen den „kleinen“ FC St. Pauli geht. „Sie werden aber nicht leichtfertig untergehen“, sagte Blessin. „Sie werden vorsichtig agieren und unsere Stärken kennen.“

Für ihn ist es jedoch viel wichtiger, an die eigene Leistung vom Dienstag anzuknüpfen und diese wieder abzurufen. Nur so ist im Duell gegen den Abstieg etwas zu holen. „Daran müssen wir ansetzen und dieselbe Spielweise zeigen wie gegen Leipzig“, verlangte er.

Personell dürfte er wahrscheinlich mit derselben Mannschaft antreten. „Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die gleiche Elf erneut auf das Feld zu schicken.“ Dennoch verfügt er über genügend Alternativen.