St.-Pauli-Blog: Wie Alexander Blessin den Neuzugang Taichi Hara einplant
Hamburg – Obwohl der FC St. Pauli eine ordentliche Leistung beim FC Augsburg zeigte, unterlagen die Kiezkicker. Damit beträgt der Abstand zum Relegationsplatz mittlerweile vier Punkte.
Neu im Team ist Taichi Hara. Wir berichten, wie der FC St. Pauli den japanischen Stürmer einbinden möchte.
In unserem St.-Pauli-Blog erhaltet Ihr alle aktuellen Infos zum Team, möglichen Transfers und Neuigkeiten rund um das Millerntor-Stadion.
Seit Samstag gehört Taichi Hara (26) zum Kader des FC St. Pauli. Dem Japaner dürfte wohl nicht entgangen sein, wo aktuell die Schwächen seiner neuen Mannschaft liegen – in der mangelnden Chancenverwertung im Angriff.
Deshalb könnte er schon bald eine wichtige Rolle übernehmen. Am Samstag trainierte er bereits mit dem Athletikcoach, am Sonntag folgte das Training mit der Ersatzbank.
„Am Montag starten wir schon mit der Vorbereitung auf Leverkusen. Ich kann mir gut vorstellen, dass er dann schon eine Option ist“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) auf die Frage nach Haras Einsatz. Er kündigte an, dass Hara zumindest für das Pokalspiel im Kader stehen könnte.
„Seine Körpergröße und seine Spielweise können uns definitiv weiterhelfen“, zeigte sich Blessin überzeugt – und zwar lieber früher als später.
Mit der Verpflichtung von Taichi Hara (26) zeichnet sich beim FC St. Pauli wohl das Ende von Oladapo Afolayan (28) ab. Der Engländer spielt schon seit längerem keine Rolle mehr, nun könnte Bewegung in seine Zukunft kommen.
Aus England heißt es, dass die Blackburn Rovers aus der zweiten Liga starkes Interesse an Afolayan haben. St. Pauli wird einem Wechsel bei einem passenden Angebot wohl nicht im Wege stehen.
Beim Auswärtsspiel in Augsburg stand der 28-Jährige erneut nicht im Aufgebot.
Für das Spiel beim FC Augsburg muss St. Pauli auf zwei Verteidiger verzichten. Adam Dzwigala (30) fehlt aufgrund einer Grippe, ähnlich verhält es sich bei Hauke Wahl (31).
Wahl musste angeschlagen aus dem Spiel gegen RB Leipzig (Dienstag) ausscheiden und konnte bis zum Anpfiff nicht rechtzeitig fit werden.
Ein schlechtes Omen? Sascha Stegemann (41) wird am Samstag (15:30 Uhr) die Begegnung des FC St. Pauli in Augsburg leiten.
Unter der Leitung des Diplom-Verwaltungswirts aus Deutschland gewannen die Kiezkicker in 13 Spielen gerade einmal drei Partien, spielten zweimal unentschieden und kassierten acht Niederlagen. In dieser Saison pfiff er St. Pauli schon einmal, nämlich beim 0:2 am vierten Spieltag bei VfB Stuttgart.
Ermutigend ist jedoch Stegemanns negative Bilanz beim FCA: Die Augsburger konnten nur fünf der 26 Begegnungen gewinnen, zwölfmal gingen sie als Verlierer vom Platz.
Tomoya Ando (27) hat einen vielversprechenden Start beim FC St. Pauli hingelegt. Gegen Borussia Dortmund überzeugte er 45 Minuten, gegen RB Leipzig spielte er sogar durch. Gegen Ende des Nachholspiels war bei ihm allerdings eine gewisse Ermüdung spürbar.
„Er hat großartig gespielt“, lobte Trainer Blessin (52). „Mit seiner Qualität, seiner Ruhe und Zweikampfstärke hat er die vollen 90 Minuten souverän durchgehalten.“ Nach dem Spiel habe Ando aber „ein wenig gespürt“, wie der Coach ergänzte. Am Donnerstag sah es jedoch schon besser aus.
Dass Ando so zügig integriert wurde, überraschte: „Er hatte drei Wochen Pause und trainiert erst seit drei Wochen wieder voll“, so Blessin. Da Dzwigala (30) nach Gelbsperre zurückkehrt, ist Andos Einsatz noch offen. „Wir müssen abwägen, ob wir das Verletzungsrisiko eingehen. Im Moment sieht es aber nicht danach aus.“
Es ist eine kleine Überraschung, dass Jackson Irvine (32) inzwischen wieder für den FC St. Pauli aktiv ist. Nachdem bekannt wurde, dass der Australier weiterhin Probleme mit seinem operierten linken Fuß hat, rechnete kaum jemand mit einer schnellen Rückkehr. Doch in den letzten beiden Partien stand der Kapitän bereits auf dem Platz.
„Das ist immer schmerzbedingt, wie er das managt. Wir besprechen das jede Woche neu“, erklärte Blessin (52). Wie lange Irvine noch spielen kann, ist unklar.
„Es hängt davon ab, wie gut er den Schmerz erträgt“, so Blessin weiter. „Ob er dann eine 400er oder 800er Ibuprofen nimmt, wollen wir aber nicht überstrapazieren.“
Vielmehr setzt man auf Geduld und Besserung. „Ich bin froh, dass er so durchhält. Großes Lob an ihn, dass er trotz der Schmerzen dabei ist und dem Team helfen will. Er ist unser Kapitän und es ist wichtig, ihn zu haben“, betonte Blessin.
Bisher hat der FC St. Pauli mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (27) zwei japanische Spieler im Kader, außerdem ist Zeugwart Kenta Kambara ebenfalls aus Japan. Mit Taichi Hara (26) könnte sich die Gruppe aus dem Land der aufgehenden Sonne bald vergrößern.
„Das sind einfach herausragende Persönlichkeiten und von der Mentalität top Jungs“, schwärmte Trainer Blessin (52). Schon vor seiner Zeit bei St. Pauli hatte er mit zwei Japanern zusammengearbeitet. Was er an ihnen schätzt? „Sie setzen Anforderungen sehr schnell um, weil sie eine hohe Arbeitsmoral mitbringen.“
Zur Personalie Hara hielt sich Blessin noch etwas bedeckt: „Man weiß nie, was noch passieren wird.“
Im Nachholspiel gegen RB Leipzig zeigte St. Pauli eine starke Leistung und lief insgesamt rund 128 Kilometer. Einige Spieler klagten danach über kleinere Beschwerden, aber Ausfälle sind nicht zu erwarten.
„Ich gehe davon aus, dass niemand ausfallen wird“, betonte Trainer Blessin (52). Am Mittwoch gab es wohl einige Spieler mit Unwohlsein, am nächsten Tag sah es jedoch schon wieder besser aus, so der Coach.
Daher wird der Kader gegen Augsburg wohl weitgehend identisch sein wie gegen Leipzig, vermutlich mit einer Änderung: Nach seiner Gelbsperre wird Adam Dzwigala zurückkehren, während Jannik Robatsch (21) voraussichtlich aus dem Kader rutschen wird.
Weiterhin fehlen die länger verletzten Spieler David Nemeth (24), Connor Metcalfe (26) und Andréas Hountondji (23).
Tomoya Ando (27) lieferte gegen RB Leipzig ein starkes Debüt in der Startelf ab. Dafür erhielt er Lob vom Abwehrchef und Mitspieler Hauke Wahl (31).
„Super Leistung“, sagte Wahl. Besonders in der ersten Halbzeit habe Ando oft gute Lösungen am Ball gefunden. „Am Ende wurde er etwas müde, was aber verständlich ist“, fügte Wahl hinzu. Schließlich hatte Ando seit Anfang Dezember kein komplettes Spiel mehr absolviert.
Die Integration des japanischen Verteidigers läuft gut, obwohl Wahl es kaum nachvollziehen kann: „Er spricht kaum Deutsch, kann fast nur über Kenta kommunizieren. Das ist nicht einfach in einem fremden Land und einer fremden Stadt. Dafür habe ich großen Respekt.“
Bisher haben die beiden Verteidiger noch wenig miteinander gesprochen. „Aber wir lächeln uns schon öfter mal an. Er ist ein guter Kerl“, so Wahl. „Ich habe mal einen Witz über Kenta gemacht, da hat er sogar mitgelacht. Fast hätte er mich dann in den Schwitzkasten genommen, da habe ich ziemlich dumm geguckt.“
Künftig könnten die beiden häufiger zusammen auf dem Feld stehen, denn Ando ist mehr als nur eine Alternative in der Defensive.
Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (26) hat St. Pauli bereits zwei japanische Spieler in dieser Saison verpflichtet, nun könnte ein dritter folgen: Medienberichten zufolge steht Taichi Hara (26) kurz vor einem Wechsel an die Elbe.
Sein aktueller Verein Kyoto Sanga teilte bereits mit, dass der 1,91 Meter große Mittelstürmer den Club verlassen und zu einem ausländischen Klub wechseln möchte. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Mit Hara reagiert der FC St. Pauli auf die offensive Flaute. Ein Vorteil für Hamburg: Haras Vertrag läuft zum 31. Januar aus, er wäre also ablösefrei verfügbar.
Auch Danel Sinani (28) freute sich über einen Startelfeinsatz gegen Leipzig. Nach einer Verletzungspause zu Jahresbeginn war es sein zweiter Einsatz 2026. Im Stadtderby erhielt er von Trainer Alexander Blessin (52) ab der 65. Minute eine Chance.
Blessin zeigte sich zufrieden mit Sinanis Leistung, auch wenn der Luxemburger einige Entscheidungen im Spiel beim nächsten Mal etwas besser abwägen sollte. Das waren sich sowohl der Spieler als auch der Coach einig.
„Ich ärgere mich über mich selbst […]. Diese zwei Bälle, die ich einfach so herschenke. Gerade diese Entscheidungen, die ich besser hätte treffen müssen“, reflektierte Sinani nach der Partie am Mikrofon in den Katakomben. Blessin bewertete seinen Auftritt nach dem 1:1 ebenfalls differenziert.
„In dieser schwächeren Phase hat er weniger Bälle gehalten und somit die Pässe nicht optimal gespielt – was uns aber am Anfang enorm geholfen hat, war genau diese Ballsicherheit, sein Körperkontakt, die Bereitschaft, sich geduldig zu verhalten, eine Lösung zu suchen und offensiv dann wieder den Pass nach vorne anzubringen. Das hat er, meiner Meinung nach, gut gemacht.“
Manolis Saliakas (29) hatte lange auf seinen Einsatz gewartet. Dass er ihn nicht nur verdient, sondern sich auch hart dafür eingesetzt hat, bestätigte Trainer Alexander Blessin nach dem 1:1 gegen RB Leipzig.
„Er hat nie den Kopf hängen lassen und daher jetzt auch den Einsatz verdient“, betonte Blessin nach dem Spiel. Der Grieche nutzte seinen ersten Einsatz seit Anfang November sehr gut und sorgte vor allem für wichtige Impulse über die rechte Seite.
Dass Saliakas so lange nicht zum Zug kam, hat zwei Gründe, erklärte Blessin. Zum einen habe Arkadiusz Pyrka (23) auf dieser Position zuletzt gute Leistungen gezeigt, zum anderen habe Saliakas wegen einer Verletzung schon zwei komplette Vorbereitungen verpasst, was seine Rückkehr erschwerte.
Der FC St. Pauli sucht dringend Verstärkung für den Angriff. Laut dem argentinischen Sportjournalisten Uriel Lugt haben die Kiezkicker Interesse an Rodrigo Castillo (26) vom argentinischen Klub Lanus.
Der abstiegsbedrohte Bundesligist soll ein Leihangebot abgegeben haben, welches Lanus jedoch ablehnte. Ob der Argentinier, der erst im Sommer wechselte und in dieser Saison sieben Tore in 16 Spielen erzielte, eine sofortige Verstärkung darstellt, bleibt fraglich. Es wäre seine erste Station außerhalb Argentiniens.
„Das Transferfenster ist ja noch offen“, scherzte St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin (52) bei der Pressekonferenz vor dem Nachholspiel gegen RB Leipzig am Dienstagabend. Steht also Verstärkung für den Angriff bevor?
Zuletzt wurde mit Mathias Rasmussen (28) ein Mittelfeldspieler verpflichtet, für die Defensive kam Tomoya Andō (27) dazu. Viele verletzungsbedingte Ausfälle haben für Bedarf an Flexibilität auf verschiedenen Positionen gesorgt.
Ob Sportdirektor Andreas Bornemann (54) aktuell auch Gespräche mit einem neuen Stürmer führt, bleibt offen. Blessins Reaktion lässt jedoch vermuten, dass dies sehr wahrscheinlich ist.
Für Scott Banks endet die Zeit beim englischen Drittligisten FC Blackpool. Der 24-Jährige wird künftig für den Ligakonkurrenten Barnsley FC auflaufen, wo er weitere Spielpraxis sammeln soll.
Banks war seit Sommer 2025 auf Leihbasis bei Blackpool und absolvierte 14 Einsätze, in denen ihm ein Tor gelang.
Der Schotte war im August 2023 zunächst leihweise zum FC St. Pauli gewechselt und wurde im Sommer 2024 fest von Crystal Palace verpflichtet. Für die Kiezkicker bestritt Banks bislang 16 Partien.
Der lang ersehnte Rückkehrer Morgan Guilavogui (27) wird dem FC St. Pauli nicht zur Verfügung stehen, da sich der Franzose für einen Wechsel in die MLS entschieden hat. Wie das Abendblatt berichtet, unterschrieb er bei Real Salt Lake City einen Vertrag bis 2029.
Der US-Klub soll sechs Millionen Euro Ablöse plus Boni gezahlt haben – eine Summe, die St. Pauli nicht hätte stemmen können.
Sportchef Andreas Bornemann (54) muss sich daher anderweitig nach Verstärkungen für die Offensive umsehen.
St. Paulis schneller Angreifer Ricky-Jade Jones (23) erreichte im Derby gegen den HSV eine neue persönliche Bestgeschwindigkeit in dieser Saison. Mit 36,46 km/h war er schneller als jeder andere Profi bislang.
Den Sprint legte Jones nach einer eigenen Ecke hin, als er beim anschließenden Konter des HSV zurückeilte und im eigenen Strafraum per Kopf eine Flanke klärte.
Am Dienstag im Nachholspiel gegen RB Leipzig muss St. Pauli auf Adam Dzwigala (30) verzichten. Der Pole erhielt im Derby gegen den HSV seine fünfte Gelbe Karte. Trainer Alexander Blessin (52) hat vor allem zwei Optionen als Ersatz.
Zum einen könnte Winterneuzugang Tomoya Ando (27) sein Debüt in der Startelf feiern. Gegen den BVB zeigte der Japaner bereits vielversprechende Ansätze. Alternativ könnte Eric Smith (29) ins Abwehrzentrum zurückkehren, wodurch Hauke Wahl (31) auf seine angestammte Position rechts in der Dreierkette rücken würde. Dank der Verpflichtung von Mathias Rasmussen (28) ist dies sogar die wahrscheinlichere Option.
Blessin wollte sich nach dem Derby noch nicht zu seinen Plänen äußern.
Eintracht Frankfurt sucht nach der Entlassung von Dino Toppmöller (45) einen neuen Trainer. Laut Bild werden neben Favorit Marco Rose (49) auch Sandro Schwarz (47), Tobias Strobl (38) und Alexander Blessin (52) als Kandidaten gehandelt.
Der aktuelle St.-Pauli-Coach hatte der Eintracht vor zwei Jahren im Achtelfinale der Conference League mit Union Saint-Gilloise eine Niederlage zugefügt. Das scheint Eindruck hinterlassen zu haben. Ob an den Gerüchten etwas dran ist, bleibt jedoch abzuwarten.
Positive Nachrichten bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte beim Stadtderby gegen den HSV am Freitag wieder im Kader stehen, wie Trainer Alexander Blessin (52) am Mittwoch auf der Pressekonferenz mitteilte.
Der Australier befinde sich zwar noch in der Testphase, doch die Belastungstests verliefen zufriedenstellend. Allerdings müsse man genau beobachten, wie sein Körper in den kommenden Tagen und Wochen reagiert. Gerade bei einem solch wichtigen Spiel sei seine Anwesenheit in der Kabine und auf der Bank sehr wertvoll.
Auch Danel Sinani (28) könnte zurückkehren. Bei Connor Metcalfe (26) sei ein Einsatz hingegen noch unsicher, so Blessin.
Schiedsrichter-Chef Knut Kircher (56) sprach bei einem Treffen mit Journalisten über zwei strittige Entscheidungen vom vergangenen Spieltag, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).
Der BVB-Spieler bekam während der Partie nur Gelb, was Trainer Alexander Blessin (52) empörte: „Wie Schlotterbeck da einsteigt, das ist alles: Er spielt nicht den Ball, kommt knöchelhoch rein – normalerweise muss das die Rote Karte sein.“
Kircher äußerte, dass er froh sei, dass diese Szene sowie das Foul von Leipzigs Nicolas Seiwald an Bayerns Leon Goretzka gleich bewertet wurden. Dennoch hätte er sich eine härtere Strafe gewünscht.
„Am liebsten wäre mir gewesen, wir hätten es einheitlich richtig entschieden“, sagte er und sprach sich für Rot und den Eingriff des VAR aus.
Vor dem Derby gegen den HSV wurde Hauke Wahl (31) gefragt, wie das Team Ricky-Jade Jones (23) nach dessen Fehler unterstützte. Die Antwort fiel klar aus.
„Natürlich war Ricky enttäuscht, das ist normal, wenn man denkt, man trägt Schuld“, erklärte Wahl. „Aber das stimmt nicht, es ist nicht seine Schuld.“ Fußball sei eben ein Sport, in dem Fehler passieren, so der Verteidiger. „Das haben wir ihm auch mehrfach gesagt.“
Man gewinnt und verliert als Mannschaft, machte Wahl deutlich. „Er war zwar geknickt, hat aber viel Zustimmung von uns bekommen.“
St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine nahm am Dienstag überraschend am Training teil. Der Australier machte bei Pass- und Spielübungen mit, verließ den Platz jedoch nach rund 45 Minuten wieder.
Weiterhin fehlten Ben Voll und Connor Metcalfe, Danel Sinani trainierte nur eingeschränkt mit.
Nach etwas mehr als einer Stunde wurde Tomoya Ando eingewechselt und gab damit sein Pflichtspieldebüt. Am Ende ärgerte er sich dennoch über die unglückliche 2:3-Niederlage.
„Es war eine besondere Atmosphäre, und ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte er nach dem Spiel. „Leider haben wir verloren.“
Bereits jetzt richtete er den Blick nach vorne: „Nächste Woche steht das Derby an. Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen.“
Vor dem Spiel beim BVB äußerte sich Eric Smith (29) am Sky-Mikrofon zur Situation beim FC St. Pauli: „Wir müssen ehrlich zu uns sein und jeden Tag hart arbeiten, um wieder herauszukommen.“
Hoffnung macht dem Schweden, dass die Kiezkicker in der vergangenen Saison schon einmal in einer ähnlichen Lage waren.
Ein gutes Omen? Harms Osmers (40) wird am Samstag die Partie des FC St. Pauli bei Borussia Dortmund leiten. Unter seiner Leitung hatte St. Pauli schon einmal ein Duell mit den Dortmundern – mit erfolgreichem Ausgang für die Kiezkicker.
Im DFB-Pokal-Achtelfinale 2022 trafen beide Teams im leeren Millerntor-Stadion aufeinander. Der damalige Zweitligist gewann dank eines Treffers von Etienne Amenyido und einem Eigentor von Axel Witsel mit 2:1. Der Ehrentreffer von Erling Haaland reichte nicht für den BVB.
Eine Wiederholung dieses Erfolgs würde man beim FC St. Pauli sicher begrüßen.
Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) war ein harter Schlag. Noch ist unklar, wie die Zukunft des Australier aussieht. „Das wird sich in den nächsten zehn Tagen entscheiden“, sagte Trainer Alexander Blessin (52) am Donnerstag.
Eine weitere Operation sei möglich. „Wir machen fast täglich MRTs, um den aktuellen Stand des lädierten Knöchels zu prüfen“, so Blessin. Außerdem stehe der Austausch mit dem Operateur an. Was dabei herauskommt, wollte der Trainer nicht vorhersagen. „Das ist schwer für mich als Außenstehenden.“
Für den Fall einer weiteren Operation wäre die Saison für Irvine wohl beendet – ebenso die WM-Teilnahme. Nach der ersten OP dauerte es ein halbes Jahr bis zu seinem Comeback.
Die späte Niederlage beim VfL Wolfsburg hat bei den Spielern des FC St. Pauli Spuren hinterlassen. „Es tut sehr weh, aber wir kennen diese Situation schon aus der laufenden Saison. Ich will nicht sagen, dass wir daran gewöhnt sind, aber wir haben genug davon“, sagte Kapitän Eric Smith (29) nach dem Spiel.
„Es ist nicht das erste Mal. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, zeigte sich der Schwede frustriert. St. Pauli hatte in der zweiten Halbzeit alles unter Kontrolle, kassierte dann aber kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer.
„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, aber wir setzen es nicht um“, ärgerte sich Smith. „Wir wissen, dass wir nicht die besten Einzelspieler in der Liga haben. Umso wichtiger ist es, dass wir uns gegenseitig helfen – was wir aktuell aber nicht ausreichend machen.“
Trainer Alexander Blessin (52) wollte nach der Niederlage nicht groß über den Handelfmeter sprechen, den Hauke Wahl (31) verursachte – und schon gar nicht über das Verhalten von Wolfsburg-Trainer Daniel Bauer (43), der vehement den VAR forderte.
Stattdessen ergriff Sky-Experte Didi Hamann (52) das Wort und kritisierte den VfL-Coach scharf: „Die Reaktion von Daniel Bauer ist eine Frechheit und Unsportlichkeit, die bestraft werden sollte. Solche Reaktionen kennt man sonst nur aus fernen Ländern. Er ist zwar noch nicht lange Trainer in der Bundesliga, aber das sollte er unterlassen.“
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) sah sich die Szene erst nach VAR-Aufforderung an und entschied dann auf Elfmeter. Zuvor hatte er klar auf Weiterspielen entschieden.
Eine bedrückende Stille herrschte ab etwa der 60. Minute im Spiel FC St. Pauli gegen VfL Wolfsburg in der Volkswagen-Arena.
Offenbar gab es einen medizinischen Notfall im Stadion, weshalb beide Fanlager ihren Support einstellten. In der 72. Minute gab es kurz Applaus, danach setzten die Gesänge wieder ein.
Der Stadionsprecher informierte wenig später, dass die betroffene Person versorgt wurde und sich in stabilem Zustand befindet.
Endlich geht es für den FC St. Pauli wieder los. Für Kapitän Eric Smith (28) war die Pause sogar noch etwas länger. „Es fühlt sich sehr lang an, da ich vor Weihnachten gesperrt war“, sagte der Schwede am Sky-Mikrofon vor dem Spiel.
Angesichts der schwierigen Ausgangslage startete die Mannschaft früh mit der Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern“, so Smith. Auf Jackson Irvine (32) muss St. Pauli weiterhin verzichten. „Das ist ein harter Schlag, aber wir geben unser Bestes. Für jedes Team ist es schwierig, wenn der Kapitän fehlt“, betonte Smith, der mit drei Punkten ins Fußballjahr 2026 starten möchte.
Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine (32)! Wie der Verein am Dienstagnachmittag mitteilte, fällt der Australier erneut aus. Probleme am linken Fuß machen dem Kapitän zu schaffen.
Bereits im April des vergangenen Jahres wurde Irvine wegen einer knöchernen Stressreaktion an diesem Fuß operiert. Im Oktober feierte er sein Comeback und zeigte danach seine Bedeutung für das Team.
Nun muss Trainer Alexander Blessin (52) erneut auf den Ausfall reagieren.
Eine positive Nachricht: Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18:30 Uhr) die Partie FC St. Pauli gegen VfL Wolfsburg leiten – eine erfreuliche Botschaft für die Kiezkicker.
Unter dem Realschullehrer aus Osnabrück gewann St. Pauli 12 von 22 Spielen, darunter alle drei letzten in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Partien gingen verloren. Willenborg pfiff St. Pauli öfter als jeden anderen Verein außer Bayer Leverkusen, wobei St. Pauli mehr Siege einfuhr.
Mit Willenborg an der Linie konnte Wolfsburg fünf von acht Partien für sich entscheiden, verlor drei.
Als Assistenten stehen ihm Robert Wessel (40) und Eric Müller (35) zur Seite, Sören Storks (37) ist VAR-Schiedsrichter.
Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Zudem besitzt der Klub eine Kaufoption für den Sommer.
Ahlstrand kam bei St. Pauli bisher kaum zum Einsatz, obwohl er immer wieder Fortschritte zeigte, wie Sportchef Andreas Bornemann (56) bestätigte. Sein Hauptproblem sei die starke Konkurrenz.
In zwei Jahren absolvierte er nur sechs Kurzeinsätze für die Profis (41 Minuten insgesamt), überzeugte jedoch in der Regionalliga Nord mit der U23. Nun darf er sich bis Saisonende auf höherem Niveau beweisen.
Aufgrund der unbeständigen Wetterlage ist derzeit noch offen, ob das Heimspiel des FC St. Pauli gegen RB Leipzig am Samstag (15:30 Uhr) wie geplant stattfinden kann.
Der Verein erklärte am Donnerstagmittag, zunächst die Wetterentwicklung abwarten zu müssen, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann.
„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, um handlungsfähig zu sein, und stehen im stetigen Austausch mit Experten, Behörden, DFL, Dienstleistern und weiteren Beteiligten“, teilte ein Sprecher mit. Ob das Spiel stattfinden kann, ist noch unklar.
St. Pauli verbindet mit Schiedsrichter Florian Exner (35) keine guten Erfahrungen. Er wird am Samstag (15:30 Uhr) das Spiel gegen RB Leipzig leiten.
Sein Debüt als Referee gab der gelernte Jurist aus Münster mit einem 3:2-Sieg im damaligen Topspiel gegen Greuther Fürth. Nach seinem zweiten Einsatz gab es jedoch viel Diskussionsbedarf.
Exner leitete in der vergangenen Saison die Partie des VfB Stuttgart am Millerntor, die mit 0:1 verloren ging. Dabei zeigte er zunächst Siebe Van der Heyden (27) die Rote Karte und in der Nachspielzeit Nikola Vasilj (30) die Ampelkarte innerhalb weniger Sekunden. Vasilj musste von seinen Teamkollegen zurückgehalten werden, sonst wäre es wohl zum Eklat gekommen.
Auch wenn Erik Ahlstrand (24) beim FC St. Pauli kaum Spielzeit erhält, wird das gute Auftreten beim Test gegen Werder Bremen daran wenig ändern.
Sportchef Andreas Bornemann (54) zeigte sich zwar zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, gab aber zu, dass einem Wechsel unter bestimmten Umständen nicht im Wege gestanden werde.
Wie die schwedische Zeitung Expressen berichtet, steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zu Heracles Almelo in den Niederlanden.
Bisher bestritt der 24-Jährige nur fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal.
Der FC St. Pauli reagierte auf die Verletzung von Simon Spari (23) und verpflichtete mit Emil Gazdov (22) einen neuen Torwart. Er wurde bis Saisonende vom CF Montréal ausgeliehen, mit Kaufoption.
„Emil ist sehr dynamisch und explosiv, strahlt außerdem Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert gut bei langen Bällen und traut sich auch, das Tor bei Defensivaktionen zu verlassen. Auch im Spielaufbau agiert er ruhig und abgeklärt“, freut sich Trainer Alexander Blessin (52) über den zweiten Winter-Neuzugang.
Gazdov besitzt neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft. Er wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet und spielte anschließend für Pacific FC. Von Oktober 2020 bis Februar 2022 stand er in der U19 des 1. FC Nürnberg, kehrte dann nach Kanada zurück und schloss sich 2025 Montréal an. Zuletzt war er ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.
Gazdov selbst sagte zu seinem Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich nutzen, um mich fußballerisch weiterzuentwickeln und viele Erfahrungen bei einem Bundesligateam zu sammeln.“
Die Entscheidung steht fest: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15:30 Uhr) wird vor Zuschauern stattfinden. Für Fans, die aufgrund der Wetterlage oder anderer Gründe nicht kommen können, bietet der Verein eine Alternative an.
Diese haben bis 13:30 Uhr die Möglichkeit, ihr Ticket auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal anzubieten. Andere Fans können die Karten übernehmen oder sie werden erstattet.
Auch ein späteres Einstellen ist noch möglich. Zudem denkt der Verein über ein Gratis-Ticket für ein anderes Testspiel nach.
Ein bitterer Start ins neue Jahr für Andreas Hountondji (23): Der Stürmer fällt aufgrund eines Haarrisses im linken Sprunggelenk vorerst aus.
Das gab der FC St. Pauli am Freitagmorgen bekannt. Die Verletzung hatte sich der 23-Jährige beim letzten Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 21. Dezember zugezogen. Nach der ersten Diagnose vor Weihnachten wurde der Haarriss nun durch weitere Untersuchungen bestätigt.
Bundesliga-Tabelle – Bedeutung der Platzierungen
Die Tabelle der Bundesliga zeigt Folgendes an: Der erste Platz am Saisonende bedeutet den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die Plätze 17 und 18 führen zum Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte (Platz 16) darf über die Relegation den Klassenerhalt sichern, indem er gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga antritt.