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St.-Pauli-Blog: Alexander Blessin informiert über Jackson Irvine

Hamburg – Der FC St. Pauli startete mit einer enttäuschenden Niederlage beim VfL Wolfsburg ins Fußballjahr 2026.

Während Eric Smith anschließend deutliche Worte fand, gab Trainer Alexander Blessin ein Update zur Situation von Jackson Irvine.

In unserem St.-Pauli-Blog erfahrt Ihr alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und alles Wissenswerte aus dem Millerntor-Stadion.

Der erneute Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) sorgte für einen großen Schock – wie es mit dem Australier weitergeht, ist derzeit noch ungewiss. "Das wird sich in der kommenden Woche oder innerhalb der nächsten zehn Tage klären", sagte Trainer Alexander Blessin (52) am Donnerstag.

Er bestätigte, dass eine weitere Operation nicht ausgeschlossen sei. Zunächst erfolgt jedoch fast täglich eine MRT-Untersuchung des verletzten Knöchels, um den aktuellen Zustand zu beurteilen. Außerdem finden Gespräche mit dem operierenden Arzt statt. Blessin wollte keine Spekulationen anstellen: „Als Außenstehender ist das schwierig einzuschätzen.“

Kommt es tatsächlich zu einem erneuten Eingriff, wäre dies wohl das Saisonende für Irvine – und gleichzeitig das Aus für die WM. Nach der ersten Operation hatte es ein halbes Jahr gedauert, bis der 32-Jährige wieder einsatzbereit war.

Die späte Niederlage beim VfL Wolfsburg hinterließ bei den Profis des FC St. Pauli Spuren. "Das tut richtig weh, aber wir haben in dieser Saison bereits ähnliche Situationen erlebt. Ich möchte nicht sagen, dass wir daran gewöhnt sind, aber wir wissen, wie sich das anfühlt. Ehrlich gesagt sind wir es leid", erklärte Kapitän Eric Smith (29) nach dem Spiel.

„Es ist nicht das erste Mal. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, zeigte sich der Schwede frustriert. St. Pauli hatte die zweite Halbzeit scheinbar im Griff, kassierte jedoch kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer.

„Uns wird gesagt, was wir tun sollen, aber wir schaffen es nicht, das umzusetzen“, klagte Smith weiter. „Wir wissen, dass wir nicht die besten individuellen Spieler der Liga haben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns gegenseitig helfen – was aber nicht ausreichend passiert.“

Nach der Pleite zeigte sich Alexander Blessin (52) wenig gewillt, über den Handelfmeter zu sprechen, der durch Hauke Wahl (31) verursacht wurde – ebenso wenig über das Auftreten von Wolfsburg-Coach Daniel Bauer (43), der vehement den VAR forderte.

Stattdessen meldete sich Sky-Experte Didi Hamann (52) zu Wort und übte scharfe Kritik an Bauer. „Seine Reaktion ist eine Frechheit, eine Unsportlichkeit, die bestraft werden müsste“, forderte der Ex-Profi. „Solche Verhaltensweisen kennt man eher aus fernen Ländern. Er ist zwar noch relativ frisch als Bundesliga-Trainer, aber so sollte er sich nicht verhalten.“

Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte sich erst nach Intervention des VAR die Bilder angesehen und dann auf den Punkt entschieden. Zuvor hatte er das Spiel noch weiterlaufen lassen.

Beklemmende Stille: Rund ab der 60. Minute herrschte beim Spiel zwischen FC St. Pauli und VfL Wolfsburg im Wolfsburger Stadion eine ungewohnte Ruhe.

Offenbar gab es im Stadion einen medizinischen Notfall, woraufhin beide Fanlager den Support einstellten. Kurz in der 72. Minute gab es einen kurzen Applaus, bevor die Gesänge wieder aufgenommen wurden.

Der Stadionsprecher teilte wenig später mit, dass die betroffene Person medizinisch versorgt und stabil sei.

Endlich geht es für den FC St. Pauli wieder los. Für Kapitän Eric Smith (28) war die Pause sogar etwas länger, da er vor Weihnachten noch gesperrt war. „Es fühlt sich lang an“, sagte der Schwede unmittelbar vor Anpfiff im Sky-Interview.

Aufgrund der schwierigen Ausgangslage hatten die Kiezkicker früh mit der Vorbereitung begonnen. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern“, begründete Smith. Auf Jackson Irvine (32) muss St. Pauli verletzungsbedingt verzichten. „Das ist ein harter Schlag, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen. Für jedes Team ist es schwierig, wenn der Kapitän fehlt“, betonte Smith, der mit einem Sieg ins Fußballjahr 2026 starten möchte.

Schlechte Neuigkeiten zu Jackson Irvine (32)! Wie der Verein am Dienstagnachmittag mitteilte, fällt der Australier erneut aus. Probleme am linken Fuß bereiten dem Kapitän erneut Sorgen.

Bereits im April letzten Jahres hatte sich der 32-Jährige einer Operation am Fuß unterzogen, nachdem eine knöcherne Stressreaktion festgestellt wurde. Erst im Oktober kehrte er zurück und zeigte seine Bedeutung für das Team eindrucksvoll.

Nun muss Trainer Alexander Blessin (52) erneut mit dem Ausfall umgehen.

Ein gutes Omen? Schiedsrichter Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18.30 Uhr) das Spiel des FC St. Pauli bei VfL Wolfsburg leiten. Für die Kiezkicker ist das eine positive Nachricht.

Unter der Leitung des Realschullehrers aus Osnabrück konnte St. Pauli bereits zwölf der 22 Spiele gewinnen, darunter die letzten drei – alle in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Partien gingen verloren. Willenborg hat mit Bayer Leverkusen nur einen Verein öfter gepfiffen als mit den Braun-Weißen, die aber mehr Siege erzielten als die Werkself.

Wolfsburg errang unter Willenborg fünf von acht Spielen einen Sieg, verlor die übrigen drei.

Unterstützt wird Willenborg von Robert Wessel (40) und Eric Müller (35). Als VAR fungiert Sören Storks (37).

Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Der Tabellen-17. der Eredivisie besitzt zudem eine Kaufoption für den Sommer.

Ahlstrand erhielt bei den Kiezkickern bisher kaum Spielzeit, obwohl sein Fortschritt immer wieder gelobt wurde, wie Sportchef Andreas Bornemann (56) bestätigte. Das Hauptproblem sei die starke Konkurrenz im Kader.

Insgesamt bestritt Ahlstrand in zwei Jahren lediglich sechs Kurzeinsätze für die Profis (insgesamt 41 Minuten), konnte aber in der U23 in der Regionalliga Nord überzeugen. Nun erhält er wenigstens bis zum Saisonende die Möglichkeit, sich auf höherem Niveau zu beweisen.

Die Aussichten sind nicht gut: Aufgrund der unbeständigen Wetterlage ist derzeit noch offen, ob das Heimspiel von St. Pauli gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) planmäßig stattfinden kann.

Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, müsse zunächst die Entwicklung der Wetterbedingungen abgewartet werden, um eine Entscheidung treffen zu können.

„Alle Verantwortlichen im Verein arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien, um handlungsfähig zu sein und stehen im ständigen Austausch mit Experten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und vielen weiteren Beteiligten“, erklärte ein Sprecher. Ein endgültiges Urteil zum Spieltermin steht noch aus.

Keine guten Erinnerungen verbindet St. Pauli mit Schiedsrichter Florian Exner (35), der am Samstag (15.30 Uhr) das Spiel gegen RB Leipzig leiten wird.

Während seine Premiere als Unparteiischer mit einem 3:2-Sieg im damaligen Spitzenspiel gegen Greuther Fürth positiv verlief, gab es nach seinem zweiten Einsatz viel Diskussionsbedarf.

Exner pfiff in der letzten Saison das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, das mit 0:1 verloren ging. Dabei schickte er zuerst Siebe Van der Heyden (27) vom Platz und zeigte in der Nachspielzeit dem Torwart Nikola Vasilj (30) innerhalb kurzer Zeit die Gelb-Rote Karte. Der Keeper musste anschließend von seinen Mitspielern zurückgehalten werden, da er sonst wohl auf den Schiedsrichter losgegangen wäre.

Bei St. Pauli kam Erik Ahlstrand (24) bisher kaum zum Zug, auch sein gutes Auftreten im Testspiel gegen Werder Bremen wird daran wohl wenig ändern.

Zwar zeigte sich Sportchef Andreas Bornemann (54) auf Nachfrage von TAG24 zufrieden mit der Entwicklung des Schweden, räumte aber ein, dass man einem Wechsel unter Umständen nicht im Weg stehen würde.

Und genau dieser scheint nun kurz bevorzustehen. Laut der schwedischen Zeitung Expressen steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.

Bisher kam der 24-Jährige bei den Profis lediglich zu fünf Kurzeinsätzen in der Liga und einem im DFB-Pokal.

Als Reaktion auf die Verletzung von Simon Spari (23) hat der FC St. Pauli mit Emil Gazdov (22) das Torwartteam verstärkt. Der Keeper wird bis zum Saisonende vom CF Montréal ausgeliehen, zudem sicherten sich die Kiezkicker eine Kaufoption.

„Emil ist sehr dynamisch und explosiv in seinen Bewegungen, strahlt zudem Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert gut bei langen Bällen und traut sich auch, das Tor für Defensivaktionen zu verlassen. Auch am Ball agiert er ruhig und abgeklärt“, freute sich Trainer Alexander Blessin (52) über den zweiten Winter-Neuzugang.

Gazdov besitzt neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft. Er wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet und kam später zu Pacific FC. Von Oktober 2020 bis Februar 2022 stand er im Tor der U19 des 1. FC Nürnberg, bevor er zurück nach Kanada ging und 2025 zu Montréal wechselte. Zuletzt war er ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.

Gazdov selbst äußerte sich zu seinem Wechsel: „Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich bestmöglich nutzen, um mich fußballerisch weiterzuentwickeln und möglichst viele Erfahrungen bei einem Bundesligateam zu sammeln.“

Die Entscheidung steht fest: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird vor Zuschauern stattfinden. Allerdings bietet der Verein den Fans, die aufgrund der Wetterbedingungen oder anderer Gründe nicht kommen können, eine Alternative an.

Diese können bis 13.30 Uhr ihr Ticket auf dem offiziellen Zweitmarkt-Portal einstellen. Die Karten werden entweder von anderen Fans übernommen oder erstattet.

Auch ein späteres Einstellen ist möglich. Zudem denkt der Verein über ein Gratisticket für ein anderes Testspiel nach.

Ein bitterer Start ins neue Jahr für Andreas Hountondji (23): Aufgrund eines Haarrisses am linken Sprunggelenk fällt der Stürmer bis auf Weiteres aus.

Dies teilte der FC St. Pauli am Freitagmorgen mit. Hountondji hatte sich die Verletzung im letzten Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 21. Dezember zugezogen. Nach der ersten Diagnose vor Weihnachten wurde der Haarriss mittlerweile durch weitere osteologische Untersuchungen bestätigt.

Der Transfer von Tomoya Ando (26) gilt als sicher, nun hat der FC St. Pauli einen weiteren japanischen Nachwuchsspieler im Blick. Laut liga-zwei.de zeigen zahlreiche Vereine Interesse am U20-Nationalspieler Shunsuke Saito, darunter auch die Kiezkicker, SV Elversberg und Borussia Dortmund.

Favorit auf eine Verpflichtung soll bisher Hannover 96 sein. Die Niedersachsen pflegen eine Kooperation mit Mito HollyHock, Saitos aktuellem Verein. Der Transfer ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Bei den meisten Clubs wäre Saito vermutlich für die U23 eingeplant.

In der vergangenen Saison trug der 20-jährige Mittelfeldspieler mit acht Treffern in 27 Partien maßgeblich zum Aufstieg bei.

Wird er die erste Winter-Verstärkung? Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, steht der FC St. Pauli kurz vor der Verpflichtung von Tomoya Ando (26).

Der japanische Abwehrspieler von Avispa Fukuoka muss demnach nur noch den medizinischen Check absolvieren und seinen Vertrag unterschreiben. Alles Weitere sei bereits fix.

Ando ist Nationalspieler und soll entweder ablösefrei oder für eine geringe Summe zu haben sein. Eine offizielle Bekanntgabe wird es wohl erst nach Beginn der Transferperiode am 1. Januar geben.

Nach dem letzten Training am vergangenen Montag genießen die Profis des FC St. Pauli ihre wohlverdiente – wenn auch kurze – Weihnachtspause. Am Neujahrstag wird das Training wieder aufgenommen.

Am Folgetag findet die einzige öffentliche Trainingseinheit statt, bei der Fans das Team zwischen 11 und 11.30 Uhr beobachten können.

Am 4. Januar (15.30 Uhr) steht dann das Testspiel gegen Werder Bremen an, bevor sechs Tage später bereits die Vorbereitung auf das Spiel gegen RB Leipzig (10. Januar, 15.30 Uhr) beginnt.

Ein schönes Erlebnis: Im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim erzielte Martijn Kaars (26) mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte die Führung für St. Pauli.

Der Treffer wurde nun für das „Tor des Monats“ im Dezember nominiert – zusammen mit neun weiteren beeindruckenden Treffern. Abstimmen könnt Ihr auf der offiziellen Bundesliga-Webseite.

Zieht es Manolis Saliakas (29) zurück in die Heimat? Der Rechtsverteidiger erlebt eine schwierige Saison und stand in der Bundesliga erst viermal in der Startelf von St. Pauli.

Wie das Portal „SDNA“ berichtet, soll AEK Athen Interesse am Griechen haben. Der Klub sucht nach einem Spieler, der sich mit Lazaros Rota (28) auf der rechten Abwehrseite abwechseln kann.

Saliakas, der seit 2022 bei St. Pauli unter Vertrag steht, könnte bereits im kommenden Wintertransferfenster den Verein verlassen, um seiner unbefriedigenden Situation zu entkommen.

Das Problem bei St. Pauli wird gegen Mainz erneut deutlich: Die Offensive hat zu wenig Durchschlagskraft – erst 13 erzielte Tore sprechen eine klare Sprache.

Wie das Abendblatt berichtet, arbeitet Sportchef Andreas Bornemann (53) deshalb an einer spektakulären Rückkehr von Morgan Guilavogui (27). Der Stürmer trug mit sechs Toren maßgeblich zum Klassenerhalt bei, musste aber zu seinem Stammverein RC Lens zurückkehren.

St. Pauli hatte die Kaufoption gezogen, doch Lens holte Guilavogui gegen seinen Willen zurück. Beim Überraschungs-Tabellenführer der Ligue 1 kommt er kaum zum Einsatz.

Das Problem: Lens möchte Guilavogui verkaufen und nicht erneut verleihen. Es ist fraglich, ob St. Pauli mehrere Millionen Euro Ablöse stemmen kann oder will.

Beim unglücklichen Spiel in Mainz wurde Martijn Kaars (26) schmerzlich vermisst. Am Montag gab der Verein nun ein Update zu seiner Verletzung heraus.

Demnach hat sich der Angreifer eine leichte Muskelstrukturverletzung im Adduktorenbereich zugezogen. Eine MRT-Untersuchung bestätigte die Diagnose.

Wie lange Kaars ausfallen wird, bleibt derzeit offen.

Ein großer Schock ereignete sich nach gut einer Stunde in Mainz: Louis Oppie (23) wurde bei einem Freistoß von seinem eigenen Torwart Nikola Vasilj (30) umgerannt. Beide blieben auf dem Boden liegen und mussten behandelt werden.

Oppie verließ später das Spielfeld und stellte sich nach dem Spiel mit dick bandagiertem Knie den Journalisten. „Ich glaube, ich bin irgendwie unglücklich gefallen“, erklärte er. Durch das Adrenalin habe er es zunächst nicht richtig wahrgenommen. „Es fühlte sich ein bisschen komisch in den Beinen an.“

Als ihm die Szene noch einmal gezeigt wurde, atmete er tief durch. „Sieht schon etwas übel aus“, gestand Oppie. Glücklicherweise kamen beide Spieler ohne größere Folgen davon.

Eine Hiobsbotschaft: Martijn Kaars (26) wird dem FC St. Pauli im wichtigen Spiel gegen Mainz fehlen, wie die Aufstellungen zeigen. Für ihn rückt Andréas Hountondji (23) in die Startelf.

Die Aufstellungen im Überblick:

Mainz: Batz – Kohr, Hanche-Olsen, Potulski – da Costa, Kai. Sano, Widmer, Nebel, J.-S. Lee, Amiri – Hollerbach

St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Wahl, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage

Zum Jahresabschluss reist der FC St. Pauli noch einmal zum Kellerduell nach Mainz, wo ein alter Bekannter als Schiedsrichter fungiert. Matthias Jöllenbeck (38) wird die Partie leiten.

Er pfiff die Kiezkicker bereits zum Saisonauftakt gegen Borussia Dortmund (3:3). Auch die Mainzer hatten schon Begegnungen mit dem 38-Jährigen – mit einem 0:1 in Frankfurt.

Im wichtigen Duell gegen Schlusslicht 1. FSV Mainz 05 muss St. Pauli auf Eric Smith verzichten.

Der Abwehrchef erhielt im Kellerduell gegen Heidenheim in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Rote Karte. Das Sportgericht des DFB verhängte daraufhin eine Spielsperre von einer Partie.

Adam Dzwigala (30) ist beim FC St. Pauli der Mann für alle Fälle! Er ersetzte Eric Smith (28), der kurz vor der Pause vom Platz flog. Dabei zeigte der Pole sich keineswegs zimperlich.

„Wir hatten es auch schon, dass er bei der ersten Aktion Gelb oder sogar Rot bekommt. Es geht darum, die richtige Balance zu finden“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) und bezog sich auf Dzwigalas Einsatzfreude. „Aber dass wir ihn jederzeit reinwerfen können, hat er schon mehrfach bewiesen.“

Vor allem vor dem 2:0 überzeugte Dzwigala mit entschlossenem Einsatz und eroberte den Ball. Aus Sicht der Heidenheimer war das Foul nicht ganz regelkonform, doch Schiri Sören Storks (37) sah es anders und ließ weiterspielen.

Auch Hauke Wahl (30) lobte den Polen: „Auf Adam ist immer Verlass. Du kannst ihn nachts um drei Uhr wecken und sagen, du musst jetzt ran – er ist da und gibt auch im Training Vollgas.“

Dzwigala sei ein Vorbild für Professionalität und „das genaue Gegenteil von einem Querulanten“, so Wahl. Deshalb ist er für St. Pauli so wertvoll.

Wenn ein Spieler eingewechselt wird und kurz darauf wieder ausgewechselt, gilt das meist als Strafe. Im Fall von Ricky-Jade Jones (23) war das jedoch anders.

Der Stürmer kam in der 75. Minute für Doppel-Torschütze Martijn Kaars (26) ins Spiel, musste in der Nachspielzeit für Connor Metcalfe (26) weichen und griff sich dabei mehrfach an den rechten hinteren Oberschenkel. „Er hat einen Schlag abbekommen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52).

„Ob es nur der Schlag war oder ob er sich dabei verletzt hat, weiß ich nicht“, fügte er hinzu.

Ein deutliches Signal: Alexander Blessin vertraut auch gegen Heidenheim derselben Startelf wie zuletzt. Es gibt keine Veränderung in der Anfangsaufstellung der Kiezkicker.

So starten die Braun-Weißen: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage

Eine überraschende Nachricht: Andréas Hountondji (23) verzichtete freiwillig auf die Teilnahme am Afrika-Cup, wie der Verband von Benin mitteilte. Obwohl der 23-Jährige nominiert war, beendete er verletzungsbedingt seine Teilnahme.

Trainer Alexander Blessin (52) zeigte sich überrascht von der Entscheidung. „Er hat es direkt mit uns und dem Verband kommuniziert“, sagte er. Aufgrund der häufigen Verletzungen sei es wichtig, den Spieler wieder gesund werden zu lassen.

Ob sich die Absage auf Hountondjis Zukunft in der Nationalmannschaft auswirkt, ist noch unklar. „Ich glaube, er liebt sein Land und hat immer vermittelt, dass er unbedingt für Benin spielen will“, meinte Blessin, der weiß, dass diese Entscheidung nicht von allen gutgeheißen wird.

Wenn er wieder fit ist, wird der Angreifer noch in dieser Saison – zumindest gegen Mainz und vor allem für die ersten Spiele im neuen Jahr – zur Verfügung stehen, obwohl der Verein eigentlich nicht mit ihm geplant hatte.

Nach der Auslosung am Sonntag ist nun auch der Termin für das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen bekannt. Der FC St. Pauli trifft am 3. Februar um 20.45 Uhr auf die Werkself und kämpft um den Einzug ins Halbfinale.

Eineinhalb Wochen später kommt es in der Bundesliga zum erneuten Duell, der genaue Termin steht noch aus.

Zwei Tage vor dem Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim steht fest, dass Schiedsrichter Sören Storks (37) die Partie am Millerntor leiten wird.

In dieser Saison pfiff er bereits das Auswärtsspiel von St. Pauli bei Werder Bremen (0:1). Unter seiner Leitung gab es bisher zwei Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen.

Bei Heidenheim ist die Bilanz ähnlich: Drei Siege, zwei Remis und acht Niederlagen. Für den FCH sind es die zweitmeisten Einsätze seiner Karriere.

Friedhelm Funkel (71) brachte dem FC St. Pauli kein Glück bei der Pokalauslosung. Der Ex-Trainer zog Bayer Leverkusen als Gegner, gespielt wird beim Meister von 2023.

Der genaue Termin des Viertelfinals ist noch offen, mögliche Daten sind der 3./4. oder 10./11. Februar 2026. Sollte das Spiel in der zweiten Pokalwoche stattfinden, treffen beide Teams binnen weniger Tage zweimal aufeinander: Zwischen dem 13. und 15. Februar findet das Liga-Rückspiel in der BayArena statt.

„Friedhelm Funkel hätte uns einen etwas leichteren Gegner wünschen können. Trotzdem werden wir alles geben, um ins Halbfinale einzuziehen. Als Favorit reisen wir aber wohl nicht nach Leverkusen“, sagte Trainer Alexander Blessin (52).

Sportchef Andreas Bornemann (53) gab offen zu, dass man sich ein Heimspiel gewünscht hätte. „Aber wir akzeptieren die Auslosung so, wie sie ist. Besonders gegen die großen Bundesliga-Clubs haben wir bereits starke Leistungen gezeigt.“

Beim 1:1 in Köln musste Hauke Wahl (31) überraschend in der Halbzeitpause auf die Bank – ein Grund war zunächst nicht bekannt.

Trainer Alexander Blessin (52) klärte nach dem Spiel auf: „Er hat sich die letzten zwei Tage sehr schlecht gefühlt, es war fraglich, ob er überhaupt spielen kann.“ Trotz eines starken Infekts habe Wahl für die Mannschaft gekämpft.

„Unter normalen Umständen hätten wir wahrscheinlich auf ihn verzichtet“, gestand Blessin. „Er wollte der Mannschaft helfen, hat es versucht, aber merkte nach 35 Minuten, dass es nicht mehr geht.“ Ob es sich um einen Magen-Darm-Infekt oder etwas anderes handelt, ist noch offen.

Never change a winning team: Rund eine Stunde vor Anpfiff gab FC St. Pauli die Startelf für das Auswärtsspiel in Köln bekannt – Trainer Alexander Blessin vertraut der gleichen Elf wie beim Pokalsieg in Gladbach.

Die Aufstellung der Kiezkicker: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage

Am Sonntag (19.15 Uhr) wird im Dortmunder Fußballmuseum das DFB-Pokal-Viertelfinale ausgelost. Auch der FC St. Pauli ist noch dabei und kann auf folgende Gegner treffen:

Als Losfee fungiert der ehemalige Bundesligaspieler und Trainer Friedhelm Funkel (71).

Wie in der Vorsaison wird das Viertelfinale auf zwei Termine aufgeteilt: 3./4. und 10./11. Februar 2026.

Die Partie beim 1. FC Köln wird von Schiedsrichter Tobias Reichel (40) geleitet. Unter seiner Leitung hat St. Pauli keine gute Bilanz.

Der gelernte Bürokaufmann pfiff bereits acht Spiele der Kiezkicker, von denen diese nur zwei gewinnen konnten. Die letzten drei Partien endeten allesamt unentschieden.

Unterstützt wird er an den Seitenlinien von Christian Bandurski und Marcel Unger, VAR ist Johann Pfeifer.

Am Samstag trifft St. Pauli auf den 1. FC Köln und damit auch auf Trainer Lukas Kwasniok (44), der trotz des 17. Tabellenplatzes von der Spielweise der Kiezkicker angetan ist.

„Ich sehe den FC St. Pauli fußballerisch unter den sechs bis acht besten Teams der Bundesliga“, sagte der 44-Jährige. „Ich war beim Pokalspiel in Mönchengladbach live dabei. Spielerisch war das ein Genuss zuzuschauen.“

Trotz der Niederlagenserie spielten sie weiterhin mutig, was den Trainer beeindruckte. „Sie haben zudem eine Achse erfahrener Spieler. Wir sollten auch in diesem Spiel als Underdog auftreten“, mahnte er.

Nur kurze Zeit nach seinem Tor gegen Bayern musste Andréas Hountondji (23) verletzt ausgewechselt werden und wird auch am Samstag gegen Köln fehlen.

„Es gab keine starke Einblutung, daher handelt es sich um eine leichte Muskelverletzung“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Hountondji konnte zwar schon wieder laufen, ein Einsatz sei aber ausgeschlossen. „Wir müssen schauen, wie die Belastung bei seinen Läufen aussieht. Ich hoffe, dass er uns gegen Heidenheim wieder zur Verfügung steht.“

Das Spiel gegen Heidenheim könnte für den Angreifer auch das letzte in dieser Saison sein. Wie erwartet wurde er für Benin für den Afrika-Cup nominiert. Die Abstellung beginnt am 15. Dezember, sodass er im letzten Spiel des Jahres in Mainz (21. Dezember) fehlen wird.

„Wir stehen im Austausch. Ich kommuniziere ständig mit Gernot Rohr, deshalb werden wir noch sehen, wie genau die Abstellung geregelt wird“, so Blessin. Benin startet am 23. Dezember mit dem Gruppenspiel gegen DR Kongo in das Turnier.

Die Aufstellungen für das DFB-Pokal-Achtelfinale Borussia Mönchengladbach gegen FC St. Pauli sind veröffentlicht:

Gladbach: Nicolas – Scally, Elvedi, Diks – Machino, Ullrich – Engelhardt – Stöger, Reyna – Honorat, Tabakovic

St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie – Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage

Der FC St. Pauli muss in den kommenden Monaten auf Torhüter Simon Spari (23) verzichten. Er verletzte sich am rechten Sprunggelenk und musste operiert werden.

Der Verein teilte mit, dass sich der Österreicher im Training eine Ruptur des Syndesmosebandes zuzog. Die Operation soll dem Gelenk künftig mehr Stabilität verleihen.

In der zweiten DFB-Pokalrunde war Ben Voll (24) der Held, doch im Achtelfinale gegen Gladbach steht er wieder hinter Nikola Vasilj (30). Trainer Alexander Blessin (52) entschied sich für den erfahrenen Keeper.

„Wir haben uns entschieden, dass Niko im Tor bleibt, obwohl Ben es absolut verdient gehabt hätte“, erklärte Blessin mit Blick auf die aktuelle Situation.

„Es tut mir für Ben leid, er ist ein super Typ und ein großartiger Torwart. Er gehört definitiv die Zukunft. Aber die momentane Situation erfordert diese Entscheidung“, fügte der Trainer hinzu.

Klare Ansage an Andy Grote (57): Vor der anstehenden Innenministerkonferenz (IMK), bei der eine Verschärfung der Fanrechte droht, erhielt der Hamburger Innensenator bei der Partie von St. Pauli gegen den FC Bayern deutliche Kritik von den Fans.

Münchner Ultras zeigten während des Spiels Plakate, die den Politiker scharf angriffen. Unter anderem war eine überdimensionale Schlagstock-Karikatur zu sehen, die aus Grotes Hose hervorragte. Zudem waren Fans, viele Kameras und ein Polizist dargestellt.

„Grote schwingt wieder seinen Unverhältnismäßigkeitspimmel“, war auf einem weiteren Banner zu lesen – eine Anspielung auf das „Pimmel-Gate“ von 2021, als Grote auf Twitter (jetzt X) beleidigt wurde und daraufhin Strafanzeige stellte. Der Urheber der Nachricht wurde von der Polizei besucht und durchsucht.

Der SPD-Politiker gilt als Verfechter der geplanten Verschärfungen in den Stadien, was bei den Fans auf wenig Verständnis stößt.

Diese Mannschaft soll vor allem eine Niederlage verhindern: Rund eine Stunde vor Anpfiff gegen Bayern gab der FC St. Pauli seine Startelf bekannt.

Im Vergleich zum Spiel gegen Union Berlin gibt es eine Änderung: Lars Ritzka ersetzt Louis Oppie (Bank). Oladapo Afolayan schaffte es erneut nicht in den Kader.

Die Aufstellung des FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, La. Ritzka, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage

Was passiert mit Oladapo Afolayan (28)? Der Offensivspieler war zuletzt aus „sportlichen Gründen“ aus dem Kader gestrichen worden. Kehrt er gegen Bayern zurück?

Trainer Alexander Blessin (52) antwortete auf diese Frage vielsagend: Er sieht bei allen Spielern, dass sie Gas geben wollen. Das deutet darauf hin, dass auch Afolayan im Training die richtige Reaktion gezeigt hat.

Zudem kündigte der Coach aufgrund der guten Personalsituation „harte Entscheidungen“ an. Arkadiusz Pyrka (23), Manolis Saliakas (29) und Adam Dzwigala (30) stehen nach Verletzungen wieder zur Verfügung.

Eigentlich ist Nikola Vasilj der Retter in der Not, doch in den letzten Spielen unterliefen ihm wieder kleine Fehler. Der St.-Pauli-Torwart übernimmt dafür Verantwortung.

„Die Fehler passierten in einer entscheidenden Phase, das ist nicht leicht zu verarbeiten“, gestand er. Trotzdem wolle er das Vergangene abhaken, nach vorne schauen und dem Team helfen, die Negativserie von acht Niederlagen zu beenden.

„In den letzten beiden Spielen habe ich Fortschritte gesehen. Wir haben genug Qualität, um aus der schwierigen Lage rauszukommen. Wenn ich auf die Tabelle sehe, ist alles noch offen. Wir müssen positiv bleiben und weiter an das Ziel glauben, das wir im Vorjahr erreicht haben.“

Seine erste lange Niederlagenserie habe er so noch nicht erlebt. „Die Frage kommt oft, warum wir in den ersten drei Spielen so gut waren und dann plötzlich nicht mehr. Im Fußball kann man nicht alles erklären.“

Ein schmerzhafter Rückschlag: Der FC St. Pauli wurde vom DFB-Sportgericht mit einer Geldstrafe von 125.600 Euro belegt. Verantwortlich sind die Fans.

Beim 2:0-Derby gegen den HSV Ende August hatten Anhänger massiv Pyrotechnik im Volksparkstadion gezündet. Das Sportgericht wertete das als „unsportliches Verhalten“.

Von der Strafe kann der Verein 41.000 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, die bis zum 30. Juni 2026 nachgewiesen werden müssen.

Es läuft für Carlo Boukhalfa (26)! Der ehemalige Kiezkicker erzielte am Sonntag per Elfmeter in der 89. Minute das 1:0 für den FC St. Gallen gegen den FC Lausanne-Sport. Damit bleibt St. Gallen auf dem dritten Tabellenplatz.

Boukhalfa erzielte in dieser Saison bereits sechs Tore in 13 Spielen, während er für St. Pauli in drei Jahren nur vier Treffer in 56 Einsätzen schoss.

Ebenfalls erfreulich: Lukas Daschner (27) absolvierte nach seiner Verletzung seine zweite Partie, wurde in der 41. Minute eingewechselt.

Beim Spiel gegen Union Berlin kehrte Kapitän Jackson Irvine nach langer Verletzungspause in die Startelf zurück, konnte aber die erneute Niederlage nicht verhindern.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, analysierte der 32-Jährige nach der 0:1-Niederlage sichtbar enttäuscht. „Ein bisschen Pech war dabei. Es lief einfach nicht für uns. Uns fehlten Selbstvertrauen, Glaube und vielleicht auch ein bisschen Glück – von allem ein bisschen.“

Beim Gegentor war er zu weit vom Torschützen entfernt. Rani Khedira stand viel zu frei, als ihm die Kugel nach einem Einwurf über Umwege vor die Füße fiel und ins Tor ging.

Dennoch wolle man sich nicht auf die Vergangenheit konzentrieren, sondern nach vorne blicken, so der Kapitän. „Wir müssen weiter an uns glauben und uns gegenseitig pushen. Was passiert ist, ist passiert. Nächste Woche haben wir erneut die Chance, ein Spiel zu gewinnen.“

Die Aufstellungen für FC St. Pauli gegen Union Berlin stehen fest. Kapitän Jackson Irvine (32) kehrt nach langer Verletzungspause in die Startelf zurück.

St. Pauli: Vasilj – Mats, Wahl, Sands, Irvine (C), Smith, Pyrka, Fujita, Oppie, Hountondji, Pereira Lage

Union Berlin: Ronnow – Leite, Doekhi, Kemlein, Burke, Khedira, Ansah, Querfeld, Rothe, Illic, Trimmel (C)

Tobias Stieler wird das wichtige Spiel des FC St. Pauli am Sonntagabend (17.30 Uhr) leiten.

Der erfahrene Schiedsrichter pfiff bisher erst fünf Spiele der Kiezkicker (zwei Siege, ein Remis, zwei Niederlagen). Das liegt daran, dass der 44-Jährige lange in Hamburg wohnte. Anfang des Jahres zog er jedoch nach Sölden bei Freiburg im Breisgau.

Seine sogenannten „Ansetzungssperren“ haben sich dadurch verschoben. Nun darf er wieder Spiele beider Hamburger Vereine pfeifen, allerdings nicht mehr die Partien von Julian Schusters Mannschaft. Nach seinem Einsatz im Spiel gegen Borussia Dortmund im März ist das Sonntagsspiel sein zweiter Einsatz seit dem Umzug.

Das letzte Spiel unter seiner Leitung verloren die Braun-Weißen mit 0:2.

Nikola Vasilj (29) kam mit gemischten Gefühlen von seiner Länderspielreise zurück. Mit Bosnien-Herzegowina verpasste er durch einen späten Gegentreffer knapp die direkte WM-Qualifikation.

Jetzt bleiben ihm und seinem Team noch zwei Spiele im März. Im Play-off-Halbfinale trifft Bosnien auf Wales. Der Gewinner spielt gegen den Sieger der Partie Italien gegen Nordirland, wie die Auslosung am Donnerstag ergab.

Nach und nach kehren die Nationalspieler des FC St. Pauli ins Trainingszentrum an der Kollaustraße zurück. Am besten gelaunt ist Abdoulie Ceesay (21), der für Gambia einen Doppelpack erzielte.

Das blieb auch seinen Teamkollegen nicht verborgen, wie ein Instagram-Video zeigt. Zuerst kam Nikola Vasilj (29) nach emotionaler Achterbahnfahrt an und gratulierte Ceesay, lobte seine Entwicklung.

Kurz darauf kehrte auch Danel Sinani (28) von seiner Länderspielreise zurück und gratulierte Ceesay. Dieser bedankte sich, fragte jedoch, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagiert habe. Die Antwort: „Der nervt mich alle fünf Minuten.“

Neben Nikola Vasilj, der in der WM-Quali einen Rückschlag erlitt, waren sechs weitere St.-Pauli-Profis im Einsatz.

Connor Metcalfe und Jackson Irvine erlebten mit Australien eine Enttäuschung: Gegen Kolumbien verloren die Socceroos, die Irvine als Kapitän aufs Feld führte, mit 0:3. Beide wurden vorzeitig ausgewechselt.

Karol Mets wurde beim 4:2-Estland-Sieg auf Zypern in der 80. Minute eingewechselt. Ähnlich erging es Joel Chima Fujita beim 3:0 Japans gegen Bolivien, er kam in der 77. Minute zum Einsatz.

Abdoulie Ceesay glänzte beim 2:2 von Gambia gegen Kuwait mit zwei Toren – im siebten Länderspiel erzielte er seinen zweiten und dritten Treffer. Andreas Hountondji verlor mit Benin 0:3 gegen Burkina Faso.

Nikola Vasilj verpasste mit der bosnischen Nationalmannschaft die direkte WM-Qualifikation. Im dramatischen Gruppenspiel gegen Österreich erreichte er nur ein 1:1 und muss nun in die Play-offs.

Nach der frühen Führung durch Gladbach-Stürmer Haris Tabakovic (12.) hielt Vasilj lange seinen Kasten sauber, doch in der 77. Minute erzielte Michael Gregoritsch den viel umjubelten Ausgleich, der Österreich den Gruppensieg sicherte. Bosnien muss den Umweg über die Play-offs nehmen und hoffen, sich dort im März durchzusetzen.

Für Danel Sinani und Luxemburg endete die WM-Qualifikation enttäuschend. Auch das letzte Gruppenspiel in Nordirland ging mit 0:1 verloren.

Luxemburg blieb ohne Punkt und belegte in der Gruppe der deutschen Nationalmannschaft den letzten Platz. Das spiegelt jedoch nicht die Leistungen des Teams wider, das sich aufgrund seiner couragierten Auftritte einen Zähler verdient gehabt hätte.

Traurige Nachrichten aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin ist am Samstag während eines Benefizspiels in seiner Heimat plötzlich verstorben.

Der frühere Mittelfeldspieler nahm an einem Wohltätigkeitsspiel für Veteranen teil und brach dort zusammen. Trotz medizinischer Hilfe verstarb er.

Polunin spielte in Deutschland für den 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt war er als Scout für Metalist 1925 Charkiw tätig.

Wichtig: Nach zuletzt schwachen Auftritten im St.-Pauli-Trikot konnte Torhüter Nikola Vasilj (29) bei der Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen tanken. Mit Bosnien-Herzegowina gewannen sie in der WM-Qualifikation mit 3:1 gegen Rumänien.

Vasilj zeigte einige gute Paraden und darf weiter von der WM-Teilnahme träumen. Am Dienstag (20.45 Uhr) steht das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich an. Die Play-offs hat Bosnien bereits sicher, ein Sieg würde die direkte Qualifikation bedeuten.

Neben Vasilj kamen am Samstag auch Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit Australien zum Einsatz. Das Testspiel gegen Venezuela ging mit 0:1 verloren. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine wurde in der 78. Minute eingewechselt.

Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent der Stimmen als Präsident wiedergewählt.

Er hatte keine Gegenkandidaten. 894 der fast 1.000 stimmberechtigten Mitglieder votierten für ihn. Göttlich steht seit 2014 an der Spitze des Clubs und beginnt nun seine vierte und letzte Amtszeit.

Neben der Wahl präsentierte er die langfristigen Pläne zur Erweiterung des Millerntor-Stadions auf 40.000 bis 50.000 Plätze.

Für Danel Sinani zählt das Spiel mit Luxemburg gegen Deutschland wahrscheinlich zu den Highlights seiner Karriere. Der Kiezkicker steht in der Startelf.

Das Hinspiel hatte er wegen einer Gelbsperre verpasst.

Für Karol Mets lief es am Donnerstagabend in Norwegen schlecht. Mit Estland unterlag der Verteidiger der Kiezkicker mit 1:4 (0:0). Superstar Erling Haaland und Ex-RB-Leipzig-Stürmer Alexander Sørloth trafen kurz nach der Pause jeweils doppelt. Robi Saarma gelang immerhin der Ehrentreffer.

Etwas besser war es für Joel Chima Fujita. Er wurde beim 2:0-Testspielsieg Japans über Ghana in der 68. Minute eingewechselt.