St.-Pauli-Blog: Warum Alexander Blessin Martijn Kaars nicht allein an seinen Toren misst
Hamburg – Nach dem Erfolg gegen Werder Bremen möchte der FC St. Pauli am Samstag um 15:30 Uhr auch bei der TSG Hoffenheim punkten.
Unterstützung soll dabei Connor Metcalfe leisten, der erstmals seit längerer Zeit wieder im Kader steht. Die Einsatzfähigkeit von Martijn Kaars bleibt jedoch noch offen.
In unserem St.-Pauli-Blog erhaltet Ihr sämtliche Updates zum Team, potenziellen Transfers und alle weiteren Geschehnisse rund um das Millerntor-Stadion.
Martijn Kaars (26) hat es bislang schwer gehabt. Der Stürmer wurde mit der Empfehlung von 19 Toren in der 2. Bundesliga für die Rekordablösesumme von vier Millionen Euro verpflichtet. Der große Durchbruch blieb bisher aus – in 24 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Treffer und eine Vorlage.
Trainer Alexander Blessin (52) betonte: „Ich bewerte ihn nicht ausschließlich nach seinen Toren, sondern vor allem nach seinem Einsatz und wie er der Mannschaft hilft.“ Der Coach führte kürzlich zwei ausführlichere Gespräche mit Kaars und wertete gemeinsam mit ihm Videoanalysen aus.
Die grundlegende Schwierigkeit liegt jedoch auf der Hand. „Kaars selbst sagt ja, dass man sich als Stürmer zunächst an Toren und Torchancen misst. Leider hat er in letzter Zeit nicht viele solche Situationen bekommen“, erklärte Blessin. „Wenn man weniger Chancen hat, beginnt man zu zaudern.“
Seine Mitspieler konnten Kaars bisher noch nicht optimal in Szene setzen, obwohl seine Fähigkeiten unbestritten sind, unterstrich der Trainer: „Seine Stärke liegt klar im Strafraum, wenn er den Ball bekommt, sollte er auch Chancen erhalten. Da müssen wir ihm helfen, aber er muss auch selbst aktiv werden.“
Blessin zeigte sich zuversichtlich, dass Kaars bei weiterem Fleiß bald wieder „glücklicher“ in Interviews auftreten und über seine Tore sprechen werde.
Positive Nachrichten gibt es zudem vom Training des FC St. Pauli: Nach David Nemeth (24) letzte Woche ist nun auch Andréas Hountondji (23) zurück auf dem Platz. „Er war draußen und absolvierte Laufeinheiten“, bestätigte Blessin.
Der Angreifer hatte lange individuell trainiert, weil er vom Team getrennt war. „Jetzt geht es nur noch um wenige Tage, um ihn weiter heranzuführen. Das waren die ersten Schritte, bald hoffen wir auf weitere Fortschritte“, so der Trainer.
David Nemeth ist dagegen schon weiter. „Wir wollen seine Belastung langsam erhöhen und prüfen, ob wir ihn bald in der zweiten Mannschaft einsetzen können, um Spielpraxis zu sammeln“, erläuterte der Coach.
Außerdem kehrt Connor Metcalfe (26) in den Kader zurück. Der Mittelfeldspieler trainiert seit zwei Wochen wieder komplett mit. „Er kann dem Team viel geben, deshalb freue ich mich, dass wir ihn auf die Bank nehmen können.“
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch. Mit dem 2:1 feierte St. Pauli den 50. Heimsieg in der Bundesliga.
Bislang hatten die Kiezkicker gegen Werder lediglich zwei Pflichtspiele gewinnen können: das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das denkwürdige DFB-Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist Bremen überraschend mit 3:1 ausschaltete.
Die Bilanz verbesserte sich damit zwar leicht, doch stehen den drei Siegen noch fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.
Die Erleichterung bei den FCSP-Profis nach dem Sieg gegen Bremen war groß, sodass auch gefeiert wurde.
„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gestand Abwehrspieler Karol Mets (32). „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Aus Sicht des Esten starteten die Kiezkicker zunächst zu fahrlässig und verloren zu viele Bälle, doch nach der Pause änderte sich das Bild. „Wir hatten viele gute Chancen. Das erste Tor fiel zwar etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, erklärte Mets. Am Ende stand ein 2:1-Sieg, mit dem St. Pauli an Bremen auf den Relegationsplatz vorbeizog.
Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt: Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank. Bis auf eine verletzungsbedingte Pause gehörte er sonst zur Stammelf.
Trainer Blessin begründete die Maßnahme: „Es ging auch um Frische.“ Zudem war mit Eric Smith (29) eine weitere hochkarätige Alternative wieder fit.
„James bringt uns viel Qualität im Zweikampf, er ist unauffällig, aber extrem wichtig. Es tut weh, ihn auf der Bank zu lassen“, ergänzte der Coach.
In den kommenden Spielen könnte Sands noch öfter auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler seine Position besetzen.
Ein Sieg würde dem FC St. Pauli erlauben, an Abstiegskonkurrent Werder Bremen vorbeizuziehen – die Partie hat daher große Bedeutung. Das ist auch FCSP-Kapitän Jackson Irvine (32) bewusst.
„Der Druck ist hoch, das kann man nicht ignorieren“, sagte der Australier vor dem Spiel bei DAZN. „Es ist ein wichtiges Match, obwohl noch viele folgen.“
Irvine weiß, dass mit einem Dreier ein großer Schritt möglich ist. Zudem kehren mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück.
Auch Trainer Blessin macht einen konzentrierten und ruhigen Eindruck, so Irvine: „Er ist fokussiert und gelassen.“
Ein seltener Einsatz für Schiedsrichter Sören Storks (37): Am Sonntag (17:30 Uhr) pfeift er das Abstiegsduell zwischen St. Pauli und Werder Bremen. Bereits das Hinspiel in Bremen leitete er, das mit 1:0 für die Grün-Weißen endete.
Bessere Erfahrungen hat St. Pauli mit Storks aus der Partie gegen Heidenheim im November, die mit 2:1 gewonnen wurde – trotz einer umstrittenen roten Karte gegen Eric Smith. Unter seiner Leitung gab es zudem zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen weist gegen Storks ebenfalls eine negative Bilanz auf: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Bremen am Sonntag erreichte beide Klubs eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, absolvierte zwischen 1960 und 1972 über 300 Pflichtspiele für Werder Bremen und wurde anschließend auch Trainer des Vereins (1971-1975).
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und in Haiti betreute Piontek auch St. Pauli in 39 Zweitligapartien.
Weitere Details zum Tod von Piontek findet Ihr im Beitrag „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Abwehrseite sehr aktiv und erzielte den Führungstreffer. Sein Jubel wurde besonders.
„Ich hatte schon über das Jubeln nachgedacht, als der Ball zu mir kam“, erzählte der Grieche nach dem Spiel. „Ich hatte viel Platz.“ Saliakas spielte den Ball elegant über den Spann ins Tor. „Ein Tor zu erzielen, ist immer schön, vor allem wenn es so wichtig ist.“
Der anschließende Jubel war eindeutig: Er steckte sich einen Ball unter das Trikot und den Daumen in den Mund. „Meine Frau ist schwanger“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, der Termin ist im Juni.“
Glücklicherweise ist zu diesem Zeitpunkt Sommerpause, sodass Saliakas sich dann voll auf seine Vaterrolle konzentrieren kann.
Der FC St. Pauli kämpft gegen den Abstieg, der VfB Stuttgart um die Champions-League-Plätze. Ein Sieg der Schwaben am Millerntor könnte zudem Bundesliga-Geschichte schreiben.
Die Schwaben haben zuletzt drei Auswärtssiege mit jeweils mindestens drei Toren Differenz gefeiert (4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen, 3:0 in Gladbach). Sollte ihnen das auch in Hamburg gelingen, wäre das eine Bundesliga-Premiere.
Bislang haben nur Bayern München (2x), RB Leipzig (2x) und VfL Bochum diese Marke erreicht.
Schiedsrichter Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15:30 Uhr) die Begegnung FC St. Pauli gegen VfB Stuttgart leiten. Beide Teams kennt er aus früheren Einsätzen in dieser Saison.
St. Pauli weist unter Brand eine ordentliche Bilanz auf: Von 16 Spielen wurden sieben gewonnen, zwei endeten unentschieden. In dieser Saison pfiff er das 1:2 in Freiburg gegen St. Pauli.
Die Statistik beim VfB ist anders: Sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage. Das jüngste Spiel mit Brand als Schiedsrichter war das 3:3 gegen Dortmund.
Beim FC St. Pauli droht gegen den VfB Stuttgart der Ausfall von zwei wichtigen Abwehrspielern. „Bei Hauke Wahl besteht zwar Hoffnung, sie nimmt aber täglich ab. Für das Spiel wird es wohl nicht reichen. Bei Eric Smith habe ich noch eine kleine Hoffnung“, sagte Trainer Alexander Blessin (52). Sonst steht ihm der erwartete Kader zur Verfügung.
Das Duo fehlte bereits beim Pokalspiel in Leverkusen.
Nach dem Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) erhält ein U23-Spieler eine Chance. „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt stehen zur Auswahl“, so Blessin. „Wir werden sehen, wen wir für das Spiel nominieren.“
Jones erlitt im Viertelfinale gegen Leverkusen einen Syndesmosebandriss am rechten Sprunggelenk und muss operiert werden.
„Das ist sehr bitter, vor allem weil er mit seiner Schnelligkeit geglänzt hat“, sagte Blessin vor der Partie gegen den VfB.
Jones wird voraussichtlich am kommenden Montag operiert. Verletzungen begleiten seine Zeit in Hamburg: Kurz nach seiner Ankunft musste er an der linken Schulter operiert werden und fehlte monatelang. Erst im Dezember feierte er sein Ligadebüt für St. Pauli.
Ex-Nationaltorwart René Adler kommentierte als ZDF-Experte das Pokalspiel in Leverkusen und bewertete die Lage bei St. Pauli.
„Schon in Augsburg hatte das Team gute Chancen und war eigentlich besser. Das wiederholte sich am Dienstag“, erklärte Adler. „Das ist ein roter Faden der Saison: Gegen starke Gegner spielt man gut, hat teils sogar Vorteile.“
Was fehlt, sind Tore. „Irgendwann muss so ein dummes, einfaches Tor fallen“, sagte Adler. Er empfahl weiter an Abschlussübungen und Automatismen zu arbeiten und auch etwas Spielglück abzuwarten.
Adler zeigte sich überzeugt, dass bei weiterem Einsatz das Glück zurückkehren wird. „Mehr kann man nicht machen.“
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch die exakten Anstoßzeiten für die Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Für den FC St. Pauli ergeben sich daraus folgende Termine:
Auch das noch: Im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen müssen die Kiezkicker auf Hauke Wahl und Eric Smith verzichten. Smith zog sich im Bundesligaspiel bei Augsburg eine Verletzung zu und konnte nicht rechtzeitig fit werden.
Deshalb veränderte Trainer Blessin die Aufstellung: James Sands rückt in die Innenverteidigung, Mathias Rasmussen übernimmt dafür den Platz im Mittelfeld.
Ein schlechtes Omen? Florian Badstübner (35) wird das Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen am Dienstagabend (20:45 Uhr) leiten.
Unter seiner Leitung konnte St. Pauli nur ein von neun Spielen gewinnen. Zuletzt pfiff er die Hamburger bei der 2:3-Niederlage in München in der letzten Saison.
Die Bilanz der Werkself unter Badstübner ist besser: Zwei Siege aus vier Spielen. Sein letzter Einsatz für Leverkusen war ein 2:2 gegen Werder Bremen.
Oladapo Afolayan (28) verließ den FC St. Pauli noch während der Wintertransferperiode. Da er sich nicht persönlich von den Fans verabschieden konnte, schrieb er einen emotionalen Beitrag auf Instagram.
„Drei Jahre lang war Hamburg mein Zuhause. Ihr habt mir und meiner Frau das Gefühl gegeben, willkommen und geliebt zu sein. Wir haben besondere Momente geteilt und Unvorstellbares erreicht“, bedankte sich der Engländer. Es falle ihm schwer, diese Worte zu verfassen.
„Ihr habt mir geholfen, Träume zu erfüllen – einen Meistertitel zu gewinnen und in der Bundesliga zu spielen. Es war mir eine Ehre, das Trikot zu tragen und für Euch zu spielen.“
Zum Schluss dankte der Offensivspieler einigen Begleitern, unter anderem Ex-Trainer Fabian Hürzeler. Der Name von Alexander Blessin fehlte jedoch.
Das Kapitel St. Pauli ist für Oladapo Afolayan beendet, er wechselte zu den Blackburn Rovers. Trotz Differenzen hinterließ Trainer Alexander Blessin keine schlechten Worte.
„Dapo ist ein verdienter Spieler von St. Pauli und eng mit der Aufstiegssaison verbunden, in der er viel geleistet hat“, lobte der 52-Jährige.
Dass sich die Wege trennen, sei für alle das Beste. „So wie es lief, war es nicht schön, aber das gehört zum Fußball dazu“, erklärte Blessin.
Fin Stevens (23) und Oladapo Afolayan (28) werden wahrscheinlich keine Teamkollegen mehr. Der Wechsel von Stevens zu Blackburn Rovers scheiterte laut Football League World.
Stevens steht vor einer möglichen Rückkehr zu seinem Ex-Klub Oxford United, der großes Interesse zeigt. Allerdings ist der Zweitligist vom Abstieg bedroht und unter Zeitdruck.
Ähnlich wie Afolayan könnte Stevens den abstiegsbedrohten Blackburn Rovers folgen, so Fußball-Insider.
Ryan Alebiosu (24) steht kurz vor einem Wechsel, Stevens wäre die Alternative. Bei St. Pauli hat der walisische Nationalspieler keine Zukunft. In anderthalb Jahren spielte er nur zweimal, in dieser Saison stand er siebenmal im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Kein Wunder: Oladapo Afolayan verlässt St. Pauli und schließt sich den Blackburn Rovers an.
Vor fast drei Jahren kam er an den Millerntor und wurde schnell Publikumsliebling. Insgesamt erzielte er in 93 Einsätzen 16 Tore und bereitete sieben weitere vor.
Er war maßgeblich am Aufstieg beteiligt, unvergessen sein Doppelpack gegen Osnabrück. In der letzten Saison wurde er immer öfter nur noch eingewechselt.
Nach öffentlicher Kritik an Trainer Blessin und dessen Spielstil nahm seine Rolle ab. In dieser Spielzeit wurde er kaum eingesetzt und zuletzt gar nicht mehr in den Kader berufen.
Seit Samstag gehört Taichi Hara (26) zum FC St. Pauli. Er wird sicherlich die Offensive stärken, die derzeit Probleme bei der Chancenverwertung hat.
Der Japaner absolvierte bereits eine Einheit mit dem Athletiktrainer und trainierte am Sonntag mit der Ersatzbank.
„Ab Montag bereiten wir uns auf Leverkusen vor. Ich kann mir gut vorstellen, dass er im Pokalspiel im Kader steht“, sagte Trainer Blessin. „Mit seiner Größe und Spielweise kann er uns sofort helfen.“
Es könnte schnell gehen: Mit Hara verpflichtet St. Pauli einen neuen Stürmer, während Afolayan vor dem Abgang steht. Die Blackburn Rovers zeigen reges Interesse.
Beim Auswärtsspiel in Augsburg war der Engländer erneut nicht im Kader.
Beim Spiel in Augsburg fehlen dem FC St. Pauli zwei Abwehrspieler. Adam Dzwigala (30) ist krank, bei Hauke Wahl (31) besteht Hoffnung, aber er ist angeschlagen.
Wahl verließ angeschlagen das Spiel gegen RB Leipzig und wurde nicht rechtzeitig fit.
Schiedsrichter Sascha Stegemann (41) wird das Auswärtsspiel in Augsburg am Samstag (15:30 Uhr) leiten.
Unter seiner Leitung holte St. Pauli nur drei Siege aus 13 Spielen, bei zwei Unentschieden und acht Niederlagen. In dieser Saison pfiff er St. Pauli schon einmal beim 0:2 in Stuttgart.
Die Bilanz des FC Augsburg unter Stegemann ist ebenfalls nicht gut: Fünf Siege, zwölf Niederlagen aus 26 Spielen.
Tomoya Ando (27) ist gut in Hamburg angekommen. Gegen Dortmund überzeugte er in der ersten Halbzeit, gegen Leipzig spielte er durch, zeigte aber gegen Ende Ermüdungserscheinungen.
„Er hat eine herausragende Leistung gezeigt“, lobte Blessin. „Seine Ruhe und Zweikampfstärke waren top.“ Nach dem Spiel habe er etwas gespürt, am Donnerstag war es schon besser.
„Er hatte drei Wochen Pause und ist erst seit kurzem wieder voll dabei“, erklärte Blessin. Da Dzwigala zurückkehrt, muss man das Verletzungsrisiko abwägen.
Überraschender Einsatz: Jackson Irvine (32) lief trotz anhaltender Fußprobleme in den letzten Partien auf.
„Es ist schmerzbedingt, wie er das schafft. Wir besprechen das jede Woche neu“, sagte Blessin. Wie lange Irvine noch spielen kann, ist ungewiss.
„Es hängt davon ab, wie er die Schmerzen unterdrückt.“ Man setze auf Erholung und Verbesserung. „Ich bin froh, dass er dabei ist. Er ist unser Kapitän und wichtig für die Mannschaft.“
Mit Joel Chima Fujita (23) und Tomoya Ando (27) hat St. Pauli schon zwei Japaner im Team, bald könnte Taichi Hara (26) folgen.
„Das sind herausragende Charaktere mit starker Mentalität“, lobte Blessin. Er hatte bereits vor St. Pauli Erfahrung mit japanischen Spielern gesammelt. „Sie setzen sehr schnell um, was gefordert wird, weil sie eine hohe Arbeitsmoral besitzen.“
Zu Hara sagte er: „Mal sehen, was noch passiert.“
Beim Nachholspiel gegen RB Leipzig legte St. Pauli eine starke Leistung hin und lief insgesamt rund 128 Kilometer. Einige Spieler klagten über kleinere Beschwerden, Ausfälle drohen aber nicht.
„Ich gehe davon aus, dass niemand ausfällt“, sagte Blessin. Am Mittwoch hätten sich einige schlecht gefühlt, doch am nächsten Tag war das schon wieder besser.
Für das Spiel gegen Augsburg wird voraussichtlich derselbe Kader wie gegen Leipzig zur Verfügung stehen, mit einer Änderung: Dzwigala kehrt nach Gelbsperre zurück, dafür wird Jannik Robatsch (21) vermutlich weichen.
Weiterhin fehlen verletzte Spieler wie Nemeth, Metcalfe und Hountondji.
Tomoya Ando erhielt Lob von Abwehrchef Hauke Wahl (31) für sein Debüt gegen Leipzig.
„Super Spiel“, sagte Wahl. Besonders in der ersten Halbzeit habe Ando viele Lösungen gefunden. „Zum Ende hin war er müde, was verständlich ist.“
Ando spreche kaum Deutsch und kommuniziere hauptsächlich über Kenta Kambara. „Das ist nicht einfach, in einem fremden Land ohne Sprache zu spielen. Dafür habe ich Respekt.“
Die beiden verstehen sich inzwischen auch ein wenig persönlich, was Wahl amüsant schilderte.
Ando ist mehr als nur eine Alternative in der Abwehr und könnte künftig öfter eingesetzt werden.
St. Pauli ist kurz davor, mit Taichi Hara (26) den dritten Japaner zu verpflichten. Laut Medienberichten will Kyoto Sanga den Angreifer abgeben.
Hara würde die Offensive stärken, und sein Vertrag läuft zum 31. Januar aus, er wäre ablösefrei zu haben.
Danel Sinani (28) erhielt nach Verletzungspause gegen Leipzig eine Einsatzchance ab der 65. Minute.
Trainer Blessin zeigte sich zufrieden, wies aber auch auf verbesserungswürdige Entscheidungen hin.
Sinani selbst ärgerte sich über zwei leichtfertig verlorene Bälle. Blessin erklärte, dass Sinani in der Formschwächephase weniger Bälle gehalten und Pässe gespielt habe, aber positiv sei wieder seine Ballsicherheit und sein Offensivspiel gewesen.
Manolis Saliakas (29) hatte sich seinen Einsatz nach langer Pause hart erarbeitet, bestätigte Trainer Blessin nach dem 1:1 gegen Leipzig.
Die lange Pause lag zum einen daran, dass Arkadiusz Pyrka zuletzt auf seiner Position überzeugte, zum anderen verpasste Saliakas zwei komplette Vorbereitungen wegen Verletzungen.
Der FC St. Pauli sucht dringend Verstärkung im Angriff. Laut argentinischem Journalisten Uriel Lugt hat man Rodrigo Castillo (26) vom Lanus im Visier.
Der abstiegsbedrohte Bundesligist soll ein Leihangebot abgegeben haben, das Lanus jedoch ablehnte. Castillo wäre die erste Station außerhalb Argentiniens – seine sofortige Hilfe ist daher fraglich.
„Das Transferfenster ist noch offen“, lächelte Trainer Blessin vor dem Nachholspiel gegen Leipzig. Ob noch ein neuer Stürmer kommt, ließ er offen, deutete aber an, dass Sportchef Andreas Bornemann aktiv ist.
Nach den Verpflichtungen von Rasmussen für das Mittelfeld und Ando für die Abwehr sei man flexibler, so Blessin.
Scott Banks (24) verlässt den FC Blackpool und schließt sich dem Drittligakonkurrenten Barnsley FC an, um mehr Spielzeit zu erhalten.
Banks war im Sommer 2025 auf Leihbasis zu Blackpool gewechselt und erzielte dort ein Tor in 14 Einsätzen.
Er war im August 2023 zunächst auf Leihbasis zu St. Pauli gekommen und wurde im Sommer 2024 fest verpflichtet. Für die Kiezkicker bestritt er bislang 16 Partien.
Der FC St. Pauli hatte auf die Rückkehr von Morgan Guilavogui (27) gehofft, doch der Franzose entschied sich für einen Wechsel in die MLS zu Real Salt Lake City bis 2029, wie das Abendblatt berichtet.
Der US-Klub bot sechs Millionen Euro Ablöse plus Boni, eine Summe, die St. Pauli nicht stemmen konnte.
Sportchef Andreas Bornemann wird sich daher nach anderen Offensivverstärkungen umsehen müssen.
Ricky-Jade Jones (23) erzielte im Derby gegen den HSV mit 36,46 km/h einen neuen Saisonrekord für den FC St. Pauli.
Der Rekord entstand nach einer eigenen Ecke, als Jones bei einem HSV-Konter zurückeilte und eine Flanke im Strafraum per Kopf klärte.
Für das Nachholspiel gegen RB Leipzig muss St. Pauli am Dienstag auf Adam Dzwigala (30) verzichten. Er erhielt im Derby gegen den HSV seine fünfte gelbe Karte. Trainer Blessin hat zwei Alternativen.
Entweder macht Tomoya Ando sein Startelfdebüt oder Eric Smith rückt zurück in die Innenverteidigung, wodurch Hauke Wahl auf die rechte Position der Dreierkette wechseln würde. Nach der Verpflichtung von Rasmussen ist Letzteres am wahrscheinlichsten.
Blessin wollte sich nach dem Derby noch nicht festlegen.
Eintracht Frankfurt sucht nach der Entlassung von Dino Toppmöller (45) einen neuen Trainer. Laut Bild werden neben Favorit Marco Rose auch Sandro Schwarz, Tobias Strobl und Alexander Blessin gehandelt.
Blessin hatte Frankfurt vor zwei Jahren mit Union Saint-Gilloise im Conference-League-Achtelfinale überraschend geschlagen, was Eindruck hinterließ. Ob das Gerücht stimmt, bleibt abzuwarten.
Gute Neuigkeiten bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte im Stadtderby gegen den HSV am Freitag wieder im Kader stehen, bestätigte Trainer Blessin (52) auf der Pressekonferenz.
Der Australier sei noch in der Testphase, die Belastung wurde aber gut verkraftet. Trotzdem müsse man seine Reaktionen in den nächsten Tagen aufmerksam beobachten.
Gerade für ein Highlight-Spiel sei seine Präsenz enorm wichtig. Auch Danel Sinani (28) könnte dabei sein, die Einsatzfähigkeit von Connor Metcalfe (26) ist noch ungewiss.
Schiedsrichter-Chef Knut Kircher (56) äußerte sich zu zwei strittigen Entscheidungen des letzten Spieltags, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck an Arkadiusz Pyrka.
Schlotterbeck sah nur Gelb, was Trainer Blessin schockierte: „Das war ein klares Foul ohne Ball, knöchelhoch – da gehört normalerweise Rot. Nach 15 Minuten.“
Kircher begrüßte, dass beide Szenen – auch das Foul von Nicolas Seiwald gegen Leon Goretzka – einheitlich bewertet wurden, hätte sich aber eine härtere Strafe gewünscht und sprach sich für den VAR-Eingriff aus.
Vor dem Derby gegen den HSV wurde Hauke Wahl auf Ricky-Jade Jones' Aufbau angesprochen. Die Antwort war klar.
„Ricky war enttäuscht, das ist normal, wenn man meint, Schuld zu sein“, sagte Wahl. „Aber das ist Unsinn, es ist nicht seine Schuld. Fußball ist ein Sport mit Fehlern.“
Man gewinne und verliere gemeinsam. „Natürlich tat er einem leid, aber er bekam auch viel Unterstützung von uns.“
St. Paulis Kapitän Jackson Irvine trainierte am Dienstag überraschend mit. Er machte bei Pass- und Spielformen mit, verließ nach etwa 45 Minuten aber den Platz.
Ben Voll und Connor Metcalfe fehlten weiterhin, Sinani trainierte nur eingeschränkt.
Nach gut einer Stunde wurde Tomoya Ando eingewechselt und gab sein Pflichtspieldebüt. Er ärgerte sich über die 2:3-Niederlage.
„Es war eine besondere Atmosphäre, und ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte er. „Leider haben wir verloren.“
Bereits blickt er voraus: „Nächste Woche steht das Derby an. Wir wollen das Spiel gewinnen – egal wie.“
Vor dem Spiel gegen Dortmund äußerte sich Eric Smith (29) bei Sky zur Situation bei St. Pauli: „Wir müssen in den Spiegel schauen und jeden Tag hart arbeiten, um rauszukommen.“
Hoffnung macht, dass St. Pauli sich in ähnlicher Lage in der vergangenen Saison ebenfalls steigerte.
Schiedsrichter Harms Osmers (40) wird das Spiel gegen Borussia Dortmund leiten. Unter seiner Leitung gewann St. Pauli 2022 das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Dortmund mit 2:1.
Damals traf Etienne Amenyido und ein Eigentor von Axel Witsel, Erling Haalands Treffer reichte nicht.
Eine Wiederholung würde beim FC St. Pauli sicher begrüßt werden.
Die erneute Verletzung von Kapitän Jackson Irvine wiegt schwer. Wie es weitergeht, ist unklar. „Das wird sich in den kommenden zehn Tagen zeigen“, sagte Trainer Blessin am Donnerstag.
Eine weitere Operation sei möglich. Es werden regelmäßige MRT-Checks durchgeführt, und Gespräche mit dem Operateur finden statt. Blessin wollte nichts spekulieren.
Ein weiterer Eingriff würde wohl das Saison- und WM-Aus bedeuten. Nach der ersten OP dauerte die Rückkehr sechs Monate.
Die späte Niederlage in Wolfsburg hinterließ Spuren bei St. Pauli. „Es tut sehr weh. Wir waren schon oft in dieser Situation, aber wir haben es satt“, sagte Kapitän Eric Smith.
„Es ist nicht das erste Mal. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen.“ St. Pauli hatte im zweiten Durchgang alles im Griff, kassierte aber kurz vor Schluss den Gegentreffer.
„Wir hören, was wir tun sollen, setzen es aber nicht um“, ärgerte sich Smith. „Wir haben nicht die besten Einzelspieler, deshalb ist gegenseitige Hilfe umso wichtiger – die fehlt aber oft.“
Trainer Blessin wollte nach der Niederlage nicht über den von Hauke Wahl verursachten Handelfmeter oder das Verhalten des Wolfsburg-Trainers Daniel Bauer sprechen.
Sky-Experte Didi Hamann kritisierte Bauer scharf: „Seine Reaktion war eine Frechheit und unsportlich. Solche Verhaltensweisen kennt man aus anderen Ländern, und er sollte das lassen.“
Schiedsrichter Frank Willenborg hatte den Elfmeter erst nach VAR-Blick bestätigt, zuvor ließ er weiterspielen.
Beim Spiel in der Wolfsburg-Arena herrschte ab der 60. Minute bedrückende Stille aufgrund eines medizinischen Notfalls im Stadion.
Beide Fangruppen unterbrachen ihren Support. In der 72. Minute gab es kurz Applaus, danach setzten die Fans die Gesänge fort.
Der Stadionsprecher teilte mit, dass die betroffene Person versorgt und stabil sei.
Endlich geht es für St. Pauli wieder los. Kapitän Eric Smith (28) hatte durch Sperre und Winterpause eine längere Auszeit.
„Es fühlt sich lang an, weil ich vor Weihnachten auch gesperrt war“, sagte Smith vor dem Spiel bei Sky.
Wegen der prekären Lage wurde früh mit der Vorbereitung begonnen. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern.“
Jackson Irvine fällt weiterhin aus. „Das ist ein harter Schlag, aber wir versuchen das Beste“, so Smith, der mit drei Punkten ins neue Jahr starten möchte.
Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine: Der Verein gab am Dienstag bekannt, dass der Kapitän erneut ausfällt. Am linken Fuß traten Probleme auf.
Im April letzten Jahres unterzog sich Irvine einer Operation wegen einer knöchernen Stressreaktion. Erst im Oktober kehrte er zurück und zeigte seine Bedeutung.
Nun muss Trainer Blessin erneut auf den Ausfall reagieren.
Gute Nachrichten für St. Pauli: Schiedsrichter Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18:30 Uhr) das Auswärtsspiel bei VfL Wolfsburg leiten – ein positives Zeichen für die Kiezkicker.
Unter seiner Leitung gewann St. Pauli zwölf von 22 Spielen, darunter die letzten drei in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Spiele gingen verloren.
Willenborg pfiff St. Pauli öfter als fast jeden anderen Verein – die Bilanz ist positiv. Wolfsburg gewann fünf der acht Spiele unter ihm.
Assistiert wird er von Robert Wessel (40) und Eric Müller (35), VAR ist Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis zum Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Die Niederländer besitzen eine Kaufoption.
Ahlstrand kam bei den Kiezkickern kaum zum Einsatz, obwohl er gute Fortschritte machte, so Sportchef Bornemann. Hauptgrund ist die starke Konkurrenz.
In zwei Jahren bestritt er nur sechs Minuten für die Profis, konnte aber bei der U23 in der Regionalliga Nord überzeugen.
Jetzt darf er sich zumindest bis Saisonende auf höherem Niveau zeigen.
Wetterkapriolen lassen ungewiss, ob das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag (15:30 Uhr) wie geplant stattfinden kann.
Der Verein erklärte am Donnerstag, man müsse die Wetterentwicklung abwarten, um eine Entscheidung zu treffen.
„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien und stehen im stetigen Austausch mit Experten, Behörden und der DFL“, teilte ein Sprecher mit. Noch ist offen, ob das Spiel stattfinden kann.
Keine guten Erinnerungen an Schiedsrichter Florian Exner (35): Er wird am Samstag (15:30 Uhr) das Spiel gegen RB Leipzig leiten.
Sein Debüt endete mit einem 3:2-Erfolg gegen Greuther Fürth, doch nach seinem zweiten Einsatz gab es viel Kritik.
In der letzten Saison pfiff Exner das 0:1 des VfB Stuttgart am Millerntor, zeigte dabei zwei Spieler binnen Sekunden vom Platz – was zu großer Aufregung führte.
Erik Ahlstrand (24) kam bei St. Pauli bislang kaum zum Zug, auch nicht nach einem guten Testspiel gegen Werder Bremen.
Sportchef Bornemann zeigte sich zufrieden mit seiner Entwicklung, wäre aber bei einem passenden Angebot zu einem Wechsel bereit.
Wie die schwedische Zeitung Expressen berichtet, steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zu Heracles Almelo.
Er bestritt bisher nur fünf Spiele in der Liga und eines im DFB-Pokal.
Der FC St. Pauli reagierte auf die Verletzung von Torwart Simon Spari (23) und verpflichtete Emil Gazdov (22) von CF Montréal bis Saisonende mit Kaufoption.
Trainer Blessin lobte Gazdov: „Sehr dynamisch, explosiv, ruhig im Spielaufbau und gut bei langen Bällen.“
Der Keeper besitzt kanadische und bulgarische Staatsangehörigkeit und wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet.
Gazdov freut sich auf die neue Herausforderung bei St. Pauli und will sich bestmöglich weiterentwickeln.
Das Testspiel gegen Werder Bremen findet vor Zuschauern statt. Fans, die nicht kommen können, bietet der Verein eine Ticket-Alternative an.
Diese können ihr Ticket bis 13:30 Uhr auf dem offiziellen Zweitmarkt einstellen, um es weiterzuverkaufen oder erstattet zu bekommen.
Auch späteres Einstellen ist möglich. Zudem denkt der Verein über Gratistickets für andere Testspiele nach.
Bittere Nachricht für Andreas Hountondji (23): Aufgrund eines Haarrisses im linken Sprunggelenk fällt er bis auf Weiteres aus.
Der FC St. Pauli teilte am Freitag mit, dass sich der Stürmer die Verletzung im letzten Auswärtsspiel gegen Mainz am 21. Dezember zuzog.
Die Diagnose wurde nach weiteren Untersuchungen bestätigt.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Liga um den Klassenerhalt.