Albert Riera startet bei Eintracht Frankfurt: So will der Coach die Mannschaft wieder auf Kurs bringen
Frankfurt am Main – In den letzten zwei Monaten hat Eintracht Frankfurt eine katastrophale Bilanz vorzuweisen: sieben Niederlagen, drei Unentschieden und lediglich ein Sieg. Kann der neue Trainer, Albert Riera (43), die Wende schaffen?
Der Spanier kam am Sonntagabend zusammen mit seiner Frau in der Mainmetropole an und beginnt am Montag mit seiner Arbeit am Team. Er tritt die Nachfolge von Dino Toppmöller (45) an, der am 18. Januar seinen Posten räumen musste. Die Herausforderung ist groß.
Im Gespräch mit der Bild-Zeitung kündigte der neue Cheftrainer einen emotionalen ersten Tag an. Anstatt direkt taktische Details zu besprechen, wolle er sich zunächst auf „den Menschen, die Mannschaft, Disziplin und Regeln“ konzentrieren.
Für Riera hat der Aufbau von Vertrauen oberste Priorität, zudem möchte er seine Spielphilosophie vermitteln. „Es ist wichtig, dass die Spieler Vertrauen erhalten. Anschließend erkläre ich, wie wir defensiv agieren und was ich im Angriff erwarte“, beschrieb der 43-Jährige bei seiner Ankunft seine Herangehensweise.
Ein solides Defensivsystem wäre zweifellos eine wertvolle Grundlage für die durch den Trainerwechsel angestrebte Trendwende. In den vergangenen elf Spielen im Dezember und Januar kassierten die Hessen insgesamt 29 Gegentore.
Eintracht Frankfurt ist aufgrund der schwachen Leistungen zuletzt bereits auf Rang acht in der Bundesliga abgestürzt, der Rückstand auf die internationalen Plätze beträgt acht Punkte. In der Champions League reichte es mit nur einem Sieg aus acht Partien lediglich zum 33. Platz, sodass die Play-off-Runde deutlich verpasst wurde.
Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist dennoch groß. „Ich freue mich sehr und habe den starken Wunsch, wieder erfolgreich zu sein.“
Im Fußball zähle nur die Gegenwart, „die Vergangenheit spielt keine Rolle mehr“. Nach seinem Abschied von NK Celje richtet er seinen Fokus nach vorne: „Ich muss damit beginnen, Informationen weiterzugeben, Wissen zu teilen und Verbesserungen anzustoßen. Es ist eine andere Mannschaft, eine neue Gruppe, aber das Grundkonzept bleibt gleich: Stil und Identität, um das Team zu stärken.“
Die Ansprüche, die Riera an sich selbst stellt, kommen nicht von ungefähr. „Als Spieler wollte ich genau das von einem Trainer“, erklärte er gegenüber der Zeitung. Ob ein Trainer „ansehnlich oder unscheinbar, groß oder klein“ sei, spiele für die Spieler keine Rolle, entscheidend sei, dass sie sich weiterentwickeln.
„Genau darum geht es in meinem Kopf: Wie kann ich die Spieler, die ich jetzt habe, verbessern?“ Er selbst habe sich bereits „sehr viel angeschaut“ – und das „seit eineinhalb Monaten“. „Ich muss Lösungen für die vorhandenen Probleme finden“, ist sich Riera bewusst. „Das ist entscheidend.“ Beim Bundesligisten gibt es momentan wahrlich genug Baustellen.
1. Bundesliga: Bedeutung der Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga zeigt Folgendes: Derjenige, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, über die sogenannte Relegation den Klassenerhalt zu sichern, indem er gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga antritt.