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FCSP-Blog: Aktuelles zu David Nemeth und Andréas Hountondji

Hamburg – Mit dem torlosen Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt hat der FC St. Pauli einen weiteren wertvollen Punkt im Kampf gegen den Abstieg eingefahren.

Nach dem Spiel gab es neben guten Nachrichten von David Nemeth und Andréas Hountondji auch Sorgen um Manolis Saliakas und James Sands.

In unserem St.-Pauli-Blog findet Ihr sämtliche Neuigkeiten zum Team, mögliche Transfers und weitere Infos aus dem Millerntor-Stadion.

Die Rückkehr steht kurz bevor! Sowohl Stürmer Andréas Hountondji (23) als auch Verteidiger David Nemeth (24) sind wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen und dürften bald auch wieder Spielzeit erhalten.

Trainer Alexander Blessin (52) berichtete: „Andréas bekommt noch eine Woche zur Regeneration, was ihm gut tut, auch wenn es nur eine kurze Zeit ist. Im Training zeigte er bereits gute Ansätze.“ Ein Einsatz des Angreifers beim nächsten Auswärtsspiel am Freitag gegen Borussia Mönchengladbach schloss Blessin nicht aus, die Rückkehr scheint unmittelbar bevorzustehen.

Ähnlich verhält es sich bei Nemeth, der zunächst Spielpraxis bei der stark abstiegsgefährdeten U23 in der Regionalliga sammeln soll. „Wir werden diese Woche abwarten und dann entscheiden, ob es Sinn macht, ihn einzusetzen“, so Blessin.

Nach dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt gibt es beim FC St. Pauli Sorgen um zwei Spieler.

Manolis Saliakas (29) musste kurz nach der Pause verletzt vom Platz. Der Grieche griff sich nach einem Sprint an den Oberschenkel. „Ich fühle mich nicht gut. Wir müssen schauen, was genau passiert ist. Während des Sprints habe ich plötzlich Schmerzen im Oberschenkel gespürt“, erklärte er nach dem Spiel.

Trainer Blessin sagte dazu: „Das sah leider nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Dies könnte bedeuten, dass Saliakas mehrere Wochen ausfallen wird.

Etwas besser steht es wohl um James Sands (25). „Jimmy ist nur umgeknickt, aber wir müssen noch genauer untersuchen, was genau los ist“, sagte Blessin zurückhaltend. Allerdings wurde der Mittelfeldspieler nach Spielende beim Gang in die Kabine von einem Betreuer gestützt.

Ein ungünstiges Zeichen: Am Sonntag wird Schiedsrichter Felix Zwayer (44) das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt leiten. Die letzten Spiele unter seiner Leitung liefen für St. Pauli nicht gut.

Zwayer leitete bereits 25 Partien mit Beteiligung der Braun-Weißen. Davon wurden acht gewonnen, neun gingen verloren. In den letzten drei Begegnungen, die er pfiff, blieb St. Pauli ohne Punkt, zuletzt bei der 1:3-Heimniederlage gegen Bayern im November.

Bei Eintracht Frankfurt sieht die Bilanz für Zwayer etwas positiver aus. Er leitete 44 Spiele mit Frankfurter Beteiligung, die Eintracht gewann 18 davon, verlor 15. In dieser Saison war er bisher noch nicht bei einem Spiel der Hessen im Einsatz.

Der FC St. Pauli muss am Sonntag gegen Frankfurt auf mehrere Spieler verzichten. Neben David Nemeth fehlen noch drei weitere Akteure.

„Mathias Rasmussen (28) wird erneut ausfallen, er konnte diese Woche nur Läufe absolvieren“, erläuterte Blessin. „Karol Mets (32) wird auch diese und nächste Woche nicht einsatzbereit sein.“

Auch Andréas Hountondji (23) wird fehlen, wenngleich seine Genesung gute Fortschritte macht: „Die Tests verliefen positiv, wir konnten die Belastung gut steigern. Er hat keine Schmerzen, bei ihm haben wir ein gutes Gefühl. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald wieder auf ihn zählen können“, so der Trainer.

Mit Tomoya Ando (27) steht gegen Frankfurt hingegen wieder ein Rückkehrer im Kader, der zuletzt gegen Hoffenheim noch fehlte.

Eric Smith (29) fehlte in den vergangenen Tagen beim Training – nun ist der Grund bekannt: Wie der Schwede am Freitagnachmittag auf Instagram mitteilte, ist er zum zweiten Mal Vater geworden. Somit dürfte er am Sonntag wieder einsatzfähig sein.

FCSP-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die exakten Ansetzungen der Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 bekanntgegeben. St. Pauli bestreitet jeweils eine Partie freitags, samstags und sonntags.

Die Spiele im Überblick:

Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin – FC St. Pauli

Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli – FC Bayern München

Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli – 1. FC Köln

Schlechte Nachricht für den FC St. Pauli: Karol Mets (33) fällt vorerst aus. Der Verteidiger zog sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung an der linken Wade zu und steht für unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.

Besonders bitter ist dies, da Mets nach langwierigen Patellasehnenproblemen erst Anfang der Saison sein Comeback gefeiert hatte.

Trainer Alexander Blessin (52) kann jedoch auf Alternativen zurückgreifen: Lars Ritzka (27), der Mets bereits in der zweiten Halbzeit ersetzt hatte, sowie Adam Dzwigala (30) und Tomoya Ando (27) könnten die Position übernehmen.

Mit zwei Siegen in Folge hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und ist auf Rang 15 geklettert. Am Sonntag gegen Frankfurt will das Team nachlegen. Doch wann war St. Pauli zuletzt so erfolgreich?

Die letzte Serie von drei Siegen in Folge gelang den Braun-Weißen in der Saison 2010/11. Damals gewann man gegen Köln, den HSV und Gladbach – am Ende stieg die Mannschaft jedoch ab.

Den längsten Lauf ohne Niederlage feierte St. Pauli in der Spielzeit 1989/90 mit vier Siegen hintereinander, unter anderem gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Dies führte zu einem zehnten Tabellenplatz.

Ein Jahr davor blieb das Team sogar elf Spiele in Folge ungeschlagen (drei Siege, acht Unentschieden).

Philipp Treu (25) hat mit St. Pauli zwei wichtige Erfolge gefeiert: den Aufstieg in die Bundesliga und den Klassenerhalt in der folgenden Saison. Dennoch wechselte er im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte er seine Beweggründe.

„Nach einer starken Zweitliga-Saison und einem sehr stabilen Erstliga-Jahr war für mich klar: Jetzt muss der nächste Schritt kommen“, erklärte Treu. „Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben, aber ich wollte zu einem größeren Bundesliga-Club wechseln, der sogar international spielt.“

Seinen Schritt zu den Kiezkickern bereut er jedoch nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga in die Bundesliga und auf internationaler Bühne war mir zu groß. Daher bin ich zu einem sehr ambitionierten Zweitligisten gegangen. Es lief perfekt: Ich kann später meinen Kindern vom Aufstieg mit St. Pauli erzählen. Danach haben wir sogar die Klasse gehalten – das war etwas Besonderes.“

Mittlerweile hat sich Treu beim Sport-Club einen Stammplatz erkämpft und freut sich sicher besonders auf seine Rückkehr am 22. März ans Millerntor.

Nach dem Erfolg gegen Werder Bremen in der Vorwoche wollte der FC St. Pauli bei der TSG Hoffenheim nachlegen – und das gelang den Kiezkickern eindrucksvoll.

„Ich bin sehr erleichtert. Es war enorm wichtig, den ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs zu holen, gerade in unserer Lage“, sagte Abwehrspieler Hauke Wahl (31).

Mit diesem Sieg zeigte St. Pauli erneut, dass man auch gegen Topteams der Liga bestehen kann – schließlich ist Hoffenheim Tabellendritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Serie gewonnen.

Zwar hatte St. Pauli in der ersten Halbzeit einige schwierige Momente, doch kam immer wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeber. „Wir haben es geschafft, ihnen immer wieder Probleme zu bereiten. Das 1:0 kurz vor der Pause war extrem wichtig“, so Wahl.

In der zweiten Halbzeit ging es vor allem ums Überleben, gestand er: „Das haben wir heute, glaube ich, ganz gut gemacht.“

Ein gutes Zeichen: Deniz Aytekin (47) wird am Samstag das Spiel bei Hoffenheim leiten. Unter ihm hat St. Pauli eine ordentliche Bilanz.

Aytekin war bisher bei 17 Spielen der Braun-Weißen Schiedsrichter, von denen zehn gewonnen wurden – nur drei endeten mit einer Niederlage. Die letzten fünf Partien unter seiner Leitung gewann St. Pauli und ist seit neun Spielen in seinen Spielen ungeschlagen.

Auch Hoffenheim kann auf eine positive Bilanz mit Aytekin zurückblicken: 14 Siege, zwölf Niederlagen und elf Unentschieden stehen zu Buche.

Beide Mannschaften pfiff der Diplom-Betriebswirt zuletzt in der Saison 2023/24. St. Pauli verbindet damit beste Erinnerungen, denn es war das letzte Spiel der Saison bei Wehen Wiesbaden, mit dem sich das Team die Zweitliga-Meisterschaft sicherte.

Am Samstag (15:30 Uhr) trifft der FC St. Pauli bei der TSG 1899 Hoffenheim auf eine starke Offensive. Die Abwehrspieler Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) werden viel zu tun haben.

„Sie haben viel Qualität und passende Akteure auf den richtigen Positionen“, erklärte Mets. „Sie sind ein starkes Team und wollen das Spiel kontrollieren.“

Wie effizient das funktioniert, zeigte Hoffenheim bereits im Hinspiel am Millerntor, das sie mit 3:0 gewannen und St. Pauli kaum Chancen erlaubten. „Da haben sie vieles richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal konnten die Kiezkicker den Spieß allerdings umdrehen: „Auch da machten sie wenig Fehler, aber das Spiel kippte auf unsere Seite.“

Aus Sicht von Wahl befinden sich die Hoffenheimer in einem guten Flow, nachdem sie ihre letzten acht Heimspiele allesamt gewannen. „Sie haben viel Selbstvertrauen und haben die richtigen Schlüsse aus dem Vorjahr gezogen. Die Mannschaft ist komplett anders. Über die individuelle Klasse brauchen wir nicht zu reden.“

Obgleich St. Pauli bewies, dass ein Sieg gegen Hoffenheim möglich ist, wird eine Wiederholung am Samstag eine große Herausforderung.

Taichi Hara (26) kam bislang in nur zwei Partien auf insgesamt 22 Minuten Einsatzzeit. St. Paulis Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nun die Vorgehensweise mit dem japanischen Stürmer.

„Wir wollten ihm schrittweise mehr Spielzeit geben, doch im letzten Spiel passte es einfach nicht. Ich hatte kein gutes Gefühl in dem Moment“, erklärte Blessin.

Im Training zeigt Hara allerdings Einsatz: „Er gibt richtig Gas. Dort hat er gute Momente, vielleicht ist es wieder ein Spiel, in dem wir ihn bringen können.“

Ein Startelfeinsatz ist für den Moment noch ausgeschlossen: „Das ist noch zu früh. Aber als Option für die letzten 20 Minuten kann ich mir das gut vorstellen.“

Martijn Kaars (26) hat es schwer. Für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro kam der Stürmer zum FC St. Pauli, nachdem er 19 Zweitliga-Tore erzielt hatte. Der Durchbruch blieb bisher aus: In 24 Pflichtspielen erzielte er fünf Tore und gab eine Vorlage.

Trainer Blessin misst Kaars nicht nur an Toren, sondern auch an seiner Arbeit für die Mannschaft. „Ich habe mich kürzlich intensiv mit ihm unterhalten und Videoanalysen gemacht“, sagte er.

Das Problem ist offensichtlich: „Er sagt selbst, dass Stürmer sich vorrangig an Toren und Chancen messen. In letzter Zeit hatte er weniger solche Momente, dadurch wird er etwas zurückhaltend.“

Seine Mitspieler konnten Kaars bislang noch nicht optimal in Szene setzen. Dabei besitzt er klare Stärken, so Blessin: „Seine Qualität zeigt er im Strafraum, wenn er den Ball bekommt und Chancen kreiert. Da müssen wir ihn unterstützen, aber er muss auch selbst liefern.“

Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars durch harte Arbeit bald wieder zufriedener in Interviews auftreten und über seine Tore sprechen wird.

Erfreuliche Neuigkeiten vom Trainingsgelände: Nach David Nemeth (24) ist nun auch Andréas Hountondji (23) wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Er war draußen und hat Laufeinheiten absolviert“, bestätigte Trainer Blessin.

Der Angreifer musste lange Zeit individuell trainieren, ist nun aber zurück. „Es geht jetzt vor allem darum, ihn Schritt für Schritt heranzuführen. Das waren die ersten Schritte – bald hoffen wir auf weitere Fortschritte“, erklärte Blessin.

Nemeth ist da bereits einen Schritt weiter: „Wir wollen die Trainingsintensität langsam steigern und überlegen, ihn in der zweiten Mannschaft einzusetzen, damit er wieder Spielpraxis bekommt.“

Außerdem wird Connor Metcalfe (26) wieder im Kader stehen, nachdem er seit zwei Wochen komplett mittrainiert. „Er bringt der Mannschaft viel, deshalb freue ich mich, ihn wieder auf der Bank zu haben“, so Blessin.

Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Das 2:1 markierte den 50. Heimsieg des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Generell hatten die Kiezkicker vor dem Sieg nur zwei Pflichtspiele gegen Bremen gewinnen können: das Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) und das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, bei dem Drittligist St. Pauli den Favoriten aus Bremen mit 3:1 ausschaltete.

Die Bilanz ist damit etwas ausgeglichener, wenngleich weiterhin fünf Remis und 13 Niederlagen gegen Werder stehen.

Die Freude bei den Spielern war groß und wurde gebührend gefeiert.

„Ich gönne mir ein oder zwei Bier“, gab Abwehrspieler Karol Mets (32) zu. „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“

Zunächst agierte St. Pauli aus seiner Sicht zu nachlässig und verlor viele Bälle leichtfertig, nach der Pause zeigte sich ein anderes Bild. „Wir hatten viele gute Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich auch erarbeiten“, so Mets. Am Ende zog St. Pauli an Bremen auf den Relegationsplatz vorbei.

Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewöhnlich: Er saß erstmals in dieser Saison auf der Bank, nachdem er bis auf einen verletzungsbedingten Ausfall stets in der Startelf stand.

Trainer Blessin erklärte die Entscheidung: „Es ging auch um Frische. Zudem ist mit Eric Smith (29) eine erstklassige Alternative wieder zurück.“

Die Entscheidung fiel nicht leicht: „James bringt viel Qualität im Zweikampf. Er ist eher unauffällig, aber enorm wichtig. Es tut weh, solche Qualität auf der Bank zu lassen“, so Blessin.

In den kommenden Spielen könnte Sands noch öfter auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position stehen.

Mit einem Sieg kann der FC St. Pauli an Konkurrent Werder Bremen vorbeiziehen – die Bedeutung der Partie ist daher groß. Das weiß auch Kapitän Jackson Irvine (32).

„Der Druck ist hoch, das kann man nicht leugnen“, sagte der Australier im DAZN-Interview. „Es ist ein wichtiges Spiel, auch wenn noch viele weitere folgen.“

Irvine weiß, dass ein Dreier einen großen Schritt bedeuten würde – zum Glück sind mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammkräfte zurück.

Auch Trainer Blessin macht laut Irvine einen guten Eindruck: „Er wirkt ruhig und fokussiert.“

Am Sonntag (17:30 Uhr) wird Schiedsrichter Sören Storks (37) das brisante Duell zwischen St. Pauli und Werder Bremen leiten. Der gelernte Zimmermann pfiff bereits das Hinspiel, das Bremen mit 1:0 gewann.

St. Pauli erinnert sich lieber an ein anderes Spiel unter Storks: Das November-Match gegen Heidenheim, das mit 2:1 gewonnen wurde – trotz einer umstrittenen Roten Karte gegen Eric Smith (29). Insgesamt gab es unter Storks zwei weitere Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Bremen hat eine negative Bilanz mit dem Schiedsrichter: vier Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen.

Vor dem wichtigen Spiel zwischen St. Pauli und Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der gebürtige Pole, der in Ostfriesland aufwuchs, spielte zwischen 1960 und 1972 über 300 Pflichtspiele für Werder Bremen und war von 1971 bis 1975 auch Trainer des Klubs.

Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti betreute Piontek später auch St. Pauli in 39 Zweitliga-Partien.

Weitere Informationen zum Leben und Wirken von Sepp Piontek findet Ihr im Beitrag „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.

Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und erzielte das wichtige 1:0. Danach folgte eine ganz besondere Aktion.

„Ich habe schon beim Ballkontakt ans Jubeln gedacht“, berichtete der Grieche. „Ich hatte so viel Platz.“ Mit einem sehenswerten Spannschuss traf er ins Tor. „Es ist immer schön, ein Tor zu machen, besonders wenn es so ein wichtiges ist.“

Sein Jubel war eindeutig: Mit einem Ball unter dem Trikot und dem Daumen im Mund verkündete er stolz, dass seine Frau schwanger ist. „Es wird ein Junge, der Geburtstermin ist im Juni.“

Zum Glück ist zu diesem Zeitpunkt Sommerpause, sodass Saliakas sich voll und ganz auf seine Vaterrolle konzentrieren kann.

Der FC St. Pauli benötigt dringend Punkte gegen den Abstieg, während der VfB Stuttgart um einen Platz in der Champions League kämpft. Ein Sieg der Schwaben am Millerntor könnte zudem einen neuen Bundesliga-Rekord bedeuten.

Der VfB gewann zuletzt drei Auswärtsspiele in Folge deutlich – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Schaffen sie einen weiteren Dreier mit mindestens drei Toren Differenz, wäre das eine historische Premiere in der Bundesliga.

Bisher gelang das keinem Verein. Stuttgart steht aktuell gleichauf mit Bayern München (2x), RB Leipzig (2x) und dem VfL Bochum.

Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15:30 Uhr) das Spiel FC St. Pauli gegen VfB Stuttgart leiten. In dieser Saison pfiff er beide Teams bereits je einmal.

St. Pauli hat unter Brand eine ordentliche Bilanz: Von 16 Partien wurden sieben gewonnen, dazu kamen zwei Unentschieden. In dieser Saison leitete er die 1:2-Niederlage der Braun-Weißen beim SC Freiburg.

Die Bilanz beim VfB ist noch überzeugender: Sechs Siege, vier Remis und lediglich eine Niederlage. Zuletzt pfiff Brand die Begegnung der Schwaben am 11. Spieltag gegen Borussia Dortmund (3:3).

Dem FC St. Pauli drohen am Samstag gegen Stuttgart erneut Ausfälle wichtiger Spieler. „Bei Hauke Wahl (31) besteht Hoffnung, aber die schwindet täglich. Wahrscheinlich wird er gegen den VfB nicht spielen können. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine kleine Hoffnung, dass er einsatzbereit ist“, erklärte Trainer Blessin (52). Ansonsten steht ihm der erwartete Kader zur Verfügung.

Das Defensiv-Duo fehlte bereits beim Pokalspiel in Leverkusen am Dienstag.

Wegen des Ausfalls von Ricky-Jade Jones (23) wird wohl ein Spieler aus der U23 zum Einsatz kommen. „Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt sind Kandidaten. Wir werden sehen, wen wir für das Spiel nominieren“, so Blessin.

1. Bundesliga Tabelle

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist folgende: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, über die Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.