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Chats sollen Nachrichten an Minderjährige enthalten: Englischer Klub setzt Verteidiger aus dem Kader

Bournemouth (England) – Álex Jiménez zählt in dieser Spielzeit zu den vielversprechenden Talenten der Premier League und hat sich beim AFC Bournemouth mit gerade einmal 21 Jahren als feste Größe auf der rechten Abwehrseite etabliert. Doch nun könnte seine Karriere frühzeitig gefährdet sein. Nachdem im Netz schwere Anschuldigungen gegen ihn erhoben wurden, reagierte sein Verein umgehend.

In sozialen Medien kursieren Screenshots, die angebliche Chatverläufe zeigen, in denen der spanische U21-Nationalspieler mit einer minderjährigen Person flirtet.

Aus den vermeintlichen Aufnahmen geht hervor, dass der beim FC Real Madrid ausgebildete Abwehrspieler demnach über das Alter seiner Gesprächspartnerin, die angeblich 15 Jahre alt sein soll, informiert war.

Trotz mehrfacher Nachfrage und der Betonung ihres Alters soll Jiménez einem Treffen zugestimmt haben. In einer mutmaßlichen Nachricht wird zudem erwähnt, dass er "jüngere Mädchen" bevorzugen würde. Die Bilder zeigen außerdem ein scheinbar vom Fußballer verschicktes Selfie mit einem anzüglichen Kommentar.

Die Authentizität der Screenshots ist bislang jedoch nicht bestätigt. Der Verteidiger der „Cherries“ selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

Sein Klub hat bereits reagiert und den mittlerweile fest verpflichteten Leihspieler von Milan aus dem Spieltagskader für die bevorstehende Premier-League-Partie am Samstag (16 Uhr) gegen den FC Fulham gestrichen.

„Der AFC Bournemouth ist über die in sozialen Netzwerken verbreiteten Beiträge zum Rechtsverteidiger Álex Jiménez informiert“, erklärte der Erstligist von der englischen Südküste in einem Statement. „Der Verein nimmt die Angelegenheit sehr ernst und prüft die Hintergründe derzeit eingehend.“

Trainer Andoni Iraola (43) ergänzte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Fulham am Freitag: „Der Klub muss die Vorfälle untersuchen und herausfinden, was wirklich geschehen ist. Danach werden wir die passenden Maßnahmen ergreifen. Ich hoffe, es ist nicht das, was wir befürchten.“

Weitere Stellungnahmen möchte der Tabellenfünfte zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeben.