St.-Pauli-Blog: Adam Dzwigala gegen RB Leipzig nicht dabei – diese Optionen gibt es
Hamburg – Das Derby ist vorbei! Nach dem torlosen Remis gegen den HSV richtet der FC St. Pauli bereits den Fokus auf die kommende Begegnung. Am Dienstag empfängt man RB Leipzig am Millerntor.
Die Kiezkicker müssen dabei jedoch auf Adam Dzwigala verzichten.
Es ist Derby-Woche! Am Freitagabend (20.30 Uhr) trifft der FC St. Pauli am Millerntor auf den HSV.
Vom Trainingsgelände gab es gute Neuigkeiten, doch eine Meldung trübt die Stimmung.
In unserem St.-Pauli-Blog bekommt Ihr alle aktuellen Infos zum Team, mögliche Transfers und alles Wissenswerte rund um das Millerntor-Stadion.
Am Dienstag im Nachholspiel gegen RB Leipzig steht Adam Dzwigala (30) dem FC St. Pauli nicht zur Verfügung. Der Verteidiger aus Polen erhielt im Derby gegen den HSV seine fünfte Gelbe Karte. Trainer Alexander Blessin (52) hat vor allem zwei Alternativen auf der Liste.
Zum einen könnte Winter-Neuzugang Tomoya Ando (27) zu seinem Startelf-Debüt kommen. Der Japaner zeigte gegen Borussia Dortmund bereits vielversprechende Ansätze. Alternativ wäre eine Rückkehr von Eric Smith (29) ins Zentrum der Abwehr denkbar, wodurch Hauke Wahl (31) wieder auf seine gewohnte Position rechts in der Dreierkette zurückrücken würde. Diese Variante dürfte nach der Verpflichtung von Mathias Rasmussen (28) am wahrscheinlichsten sein.
Blessin wollte sich nach dem Derby noch nicht in die Karten schauen lassen.
Eintracht Frankfurt sucht nach dem Weggang von Dino Toppmöller (45) nach einem neuen Trainer. Laut Bild stehen neben dem Favoriten Marco Rose (49) auch Sandro Schwarz (47), Tobias Strobl (38) und Alexander Blessin (52) auf der Liste.
Der aktuelle FC St. Pauli-Coach hatte Eintracht Frankfurt vor zwei Jahren im Conference-League-Achtelfinale mit Union Saint-Gilloise eine schmerzhafte Niederlage zugefügt. Das hat offenbar Eindruck hinterlassen. Ob an den Gerüchten tatsächlich etwas dran ist, bleibt abzuwarten.
Positive Personalnews bei St. Pauli: Kapitän Jackson Irvine (32) könnte am Freitag im Stadtderby gegen den HSV wieder im Kader stehen, bestätigte Trainer Alexander Blessin (52) auf der Pressekonferenz am Mittwoch.
Der Australier befinde sich zwar noch in der „Testphase“, wie Blessin es formulierte, doch die Belastungstests seien gut verlaufen. Dennoch müsse man beobachten, wie Irvines Körper in den kommenden Tagen reagiert. Vor allem bei solch einem Highlight-Spiel sei seine Anwesenheit in der Kabine und auf der Bank von großer Bedeutung.
Auch Danel Sinani (28) könnte zurück in den Kader kehren. Über einen Einsatz von Connor Metcalfe (26) besteht hingegen weiterhin Unklarheit, so Blessin.
Schiedsrichterchef Knut Kircher (56) sprach bei einem Pressegespräch über zwei kontroverse Entscheidungen des letzten Spieltags, darunter das harte Foul von Nico Schlotterbeck (26) an Arkadiusz Pyrka (23).
Der BVB-Profi bekam während der Partie nur Gelb, was Trainer Alexander Blessin (52) ärgerte: „Wie Schlotterbeck da reingeht, da ist alles drin: Er spielt nicht den Ball, geht knöchelhoch rein – normalerweise bricht man sich den Fuß. Und dann sprechen wir darüber, dass es nach einer Viertelstunde nur Gelb gibt.“
Kircher betonte, dass er zwar froh sei, dass diese Szene und auch das Foul von Leipzigs Nicolas Seiwald an Leon Goretzka einheitlich bewertet wurden, er sich aber eine härtere Strafe gewünscht hätte.
„Am liebsten wäre es mir gewesen, wenn wir es konsequent richtig umgesetzt hätten“, gestand er und sprach sich für eine Rote Karte sowie den entsprechenden Eingriff des VAR aus.
Vor dem Derby gegen den HSV wurde Hauke Wahl (31) gefragt, wie das Team mit Ricky-Jade Jones (23) umgehen musste. Seine Antwort war klar.
„Klar war Ricky enttäuscht, das ist normal, wenn man denkt, man trägt Schuld“, erklärte Wahl. „Aber das stimmt nicht, es ist nicht seine Schuld.“ Fußball sei nun mal ein Sport voller Fehler, so der Abwehrspieler. „Das haben wir ihm auch mehrmals gesagt.“
Man gewinne und verliere gemeinsam, machte Wahl deutlich. „Natürlich tat er einem leid und er war auch niedergeschlagen. Aber er bekam viel Rückhalt von uns.“
St.-Paulis Kapitän Jackson Irvine nahm am Dienstag überraschend am Training teil. Der Australier beteiligte sich an Pass- und Spielübungen, verließ den Platz nach etwa 45 Minuten jedoch wieder.
Ben Voll und Connor Metcalfe fehlten weiterhin, Danel Sinani trainierte nur eingeschränkt mit.
Nach etwas mehr als einer Stunde war es soweit: Tomoya Ando wurde eingewechselt und feierte so sein Pflichtspieldebüt. Trotzdem ärgerte auch er sich über die unglückliche 2:3-Niederlage.
„Es war eine besondere Atmosphäre und ich freue mich über meinen ersten Einsatz“, sagte er nach dem Spiel. „Leider haben wir verloren.“
Bereits mit Blick auf das kommende Derby richtete er den Fokus nach vorne: „Nächste Woche steht das Derby an. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen, egal wie.“
Vor dem Duell beim BVB sprach Eric Smith (29) im Sky-Interview über die Lage beim FC St. Pauli: „Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein und jeden Tag hart arbeiten, um da rauszukommen.“
Hoffnung macht dem Schweden, dass das Team in der vergangenen Saison eine ähnliche Situation schon einmal gemeistert hat.
Ob es ein gutes Omen ist? Harms Osmers (40) wird am Samstag die Partie des FC St. Pauli bei Borussia Dortmund leiten. Unter seiner Leitung trafen beide Teams bereits einmal aufeinander – mit dem besseren Ende für die Kiezkicker.
2022 standen sich die Mannschaften im DFB-Pokal-Achtelfinale im menschenleeren Millerntor gegenüber, damals setzte sich der Zweitligist durch ein Tor von Etienne Amenyido und ein Eigentor von Axel Witsel mit 2:1 durch. Der Ehrentreffer von Erling Haaland reichte dem BVB nicht.
Eine Neuauflage dieses Erfolgs wäre bei den Braun-Weißen sicherlich willkommen.
Der Schock über den erneuten Ausfall von Kapitän Jackson Irvine (32) sitzt tief, wie es mit dem Australier weitergeht, ist noch unklar. „Das wird sich in der nächsten Woche oder in zehn Tagen zeigen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52) am Donnerstag.
Er bestätigte, dass eine weitere Operation nicht ausgeschlossen sei. Zunächst werden fast täglich MRT-Scans des verletzten Knöchels angefertigt, um den aktuellen Zustand zu überprüfen. Außerdem finden Gespräche mit dem behandelnden Arzt statt. Blessin wollte keine Prognose abgeben: „Das ist für mich als Außenstehenden schwierig.“
Kommt es zu einem weiteren Eingriff, dürfte dies das Saisonende für Irvine bedeuten – und wohl auch das Aus für die WM. Nach der ersten Operation hatte er sechs Monate pausieren müssen, bevor er zurückkehrte.
Die späte Niederlage bei VfL Wolfsburg hinterlässt Spuren bei den Spielern des FC St. Pauli. „Es tut sehr weh, aber wir waren schon in ähnlichen Situationen in dieser Saison. Es ist nicht so, dass wir es gewohnt sind, aber wir kennen das Gefühl und ehrlich gesagt sind wir es leid“, sagte Kapitän Eric Smith (29) nach dem Spiel.
„Es ist nicht das erste Mal. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, äußerte sich der Schwede frustriert. St. Pauli hatte die zweite Halbzeit scheinbar im Griff, kassierte aber kurz vor Schluss den Knockout.
„Wir wissen, was wir tun sollen, setzen es aber nicht um“, beklagte er weiter. „Wir haben nicht die individuell besten Spieler in der Liga, daher ist es umso wichtiger, dass wir uns gegenseitig unterstützen – was wir leider nicht genug tun.“
Nach der Niederlage wollte Alexander Blessin (52) nicht ausführlich über den Handelfmeter sprechen, den Hauke Wahl (31) verschuldet hatte, und auch nicht über das Verhalten von Wolfsburg-Trainer Daniel Bauer (43), der vehement den VAR forderte.
Stattdessen meldete sich Sky-Experte Didi Hamann (52) zu Wort und kritisierte den VfL-Coach scharf: „Die Reaktion von Daniel Bauer ist eine Unverschämtheit, unsportlich und sollte geahndet werden.“ Der Ex-Profi ergänzte: „Solche Reaktionen kennt man sonst nur aus fernen Ländern. Er ist noch nicht lange Bundesliga-Trainer, aber er sollte solche Ausraster vermeiden.“
Schiedsrichter Frank Willenborg (46) hatte erst nach Eingreifen des VAR die Bilder überprüft und dann auf Strafstoß entschieden. Zuvor hatte er klar auf Weiterspielen entschieden.
Traurige Stille: Ab etwa der 60. Minute herrschte während der Partie gegen den VfL Wolfsburg in der Volkswagen-Arena Betroffenheit und Schweigen.
Wahrscheinlich gab es einen medizinischen Notfall im Stadion, weshalb beide Fangruppen ihren Support einstellt hatten. In der 72. Minute gab es kurz Applaus, danach setzten die Fans ihre Gesänge fort.
Der Stadionsprecher informierte wenig später, dass die betroffene Person versorgt wurde und sich in stabilem Zustand befinde.
Endlich rollt der Ball wieder für den FC St. Pauli. Für Kapitän Eric Smith (28) war die Pause sogar etwas länger. „Es fühlt sich ewig an, weil ich vor Weihnachten auch noch gesperrt war“, sagte er kurz vor dem Spiel im Sky-Interview.
Die Kiezkicker starteten aufgrund der schwierigen Lage früh mit der Vorbereitung. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern“, begründete Smith. Verzichtet werden muss auf den verletzten Jackson Irvine (32). „Das ist ein harter Schlag, aber wir geben unser Bestes. Es ist für jedes Team in der Liga schwierig, wenn der Kapitän fehlt“, erklärte Smith, der mit drei Punkten ins neue Fußballjahr 2026 starten will.
Schlechte Nachrichten für Jackson Irvine (32)! Wie der Verein am Dienstagnachmittag mitteilte, fällt der Australier erneut aus. Der Kapitän hat Probleme am linken Fuß.
Im April letzten Jahres war eine Operation nach einer knöchernen Stressreaktion am Fuß notwendig gewesen. Erst im Oktober gab er sein Comeback und zeigte seine Wichtigkeit für St. Pauli.
Trainer Alexander Blessin (52) muss nun erneut auf den Ausfall reagieren.
Ein gutes Zeichen? Frank Willenborg (46) wird am Mittwochabend (18.30 Uhr) die Partie beim VfL Wolfsburg leiten. Für St. Pauli ist das eine positive Nachricht.
Unter der Leitung des Realschullehrers aus Osnabrück gewann St. Pauli zwölf von 22 Spielen, darunter die letzten drei – alle in der Aufstiegssaison 2023/24. Sieben Partien gingen verloren. Willenborg pfiff öfter Spiele von Bayer Leverkusen als von St. Pauli, die jedoch mehr Siege einfuhren als die Werkself.
Wolfsburg gewann mit ihm als Schiedsrichter fünf von acht Begegnungen, drei endeten mit einer Niederlage.
Als Assistenten werden Robert Wessel (40) und Eric Müller (35) fungieren, VAR ist Sören Storks (37).
Der FC St. Pauli verleiht Erik Ahlstrand bis zum Saisonende an den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Der aktuelle Tabellen-17. der Eredivisie besitzt im Sommer eine Kaufoption.
Ahlstrand kam bei den Kiezkickern bisher kaum zum Einsatz, obwohl ihm gute Fortschritte bescheinigt wurden, bestätigte Sportchef Andreas Bornemann (56). Sein Hauptproblem sei die starke Konkurrenz.
In zwei Jahren absolvierte Ahlstrand nur sechs Kurzeinsätze für die Profis (41 Minuten), konnte jedoch in der U23 der Regionalliga Nord überzeugen. Nun hat er bis Saisonende die Chance, sich auf höherem Niveau zu beweisen.
Die Prognose ist unsicher: Aufgrund der Wetterlage ist noch offen, ob das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) wie geplant stattfinden kann.
Der Verein erklärte am Donnerstagmittag, man müsse die Entwicklung abwarten, um eine Entscheidung zu treffen.
„Alle Verantwortlichen arbeiten seit Tagen an verschiedenen Szenarien und stehen im ständigen Austausch mit Experten, Behörden, der DFL, Dienstleistern und weiteren Partnern“, teilte ein Sprecher mit. Ob das Spiel stattfinden wird, ist noch unklar.
Schlechte Erinnerungen an ihn! Schiedsrichter Florian Exner (35) wird am Samstag (15.30 Uhr) die Partie gegen RB Leipzig leiten.
Bei seinem Debüt, einem 3:2-Erfolg im Topspiel gegen Greuther Fürth, lief alles gut. Nach seinem zweiten Einsatz gab es jedoch reichlich Gesprächsbedarf.
Exner pfiff in der letzten Saison das Gastspiel des VfB Stuttgart am Millerntor, welches mit 0:1 verloren wurde. Dabei schickte er Siebe Van der Heyden (27) vom Feld und zeigte kurz vor Schluss Nikola Vasilj (30) binnen Sekunden die Ampelkarte. Der Torwart musste von seinen Mitspielern zurückgehalten werden, sonst wäre es wohl zur Konfrontation gekommen.
Beim FC St. Pauli erhielt Erik Ahlstrand (24) bislang kaum Spielzeit, auch der gute Eindruck im Test gegen Werder Bremen änderte daran wenig.
Sportchef Andreas Bornemann (54) zeigte sich gegenüber TAG24 zufrieden mit Ahlstrands Entwicklung, räumte aber ein, dass man einem Wechsel unter bestimmten Umständen nicht im Weg stehen würde.
Wie die schwedische Zeitung Expressen berichtet, steht Ahlstrand kurz vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Heracles Almelo.
Bisher absolvierte der 24-Jährige nur fünf Kurzeinsätze in der Liga und einen im DFB-Pokal.
Auf die Verletzung von Simon Spari (23) reagierte der FC St. Pauli mit der Verpflichtung von Emil Gazdov (22) als neuen Torwart. Der Keeper kommt per Leihe vom CF Montréal bis Saisonende, mit Kaufoption.
„Emil ist sehr dynamisch und explosiv in seinen Bewegungen, strahlt Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert gut bei langen Bällen und traut sich auch, bei Defensivaktionen das Tor zu verlassen. Auch im Spielaufbau agiert er ruhig und abgeklärt“, zeigte sich Trainer Alexander Blessin (52) erfreut über seinen zweiten Winter-Transfer.
Gazdov besitzt neben der kanadischen auch die bulgarische Staatsbürgerschaft. Er wurde bei den Vancouver Whitecaps ausgebildet und wechselte später zu Pacific FC. Von Oktober 2020 bis Februar 2022 stand er im Tor der U19 des 1. FC Nürnberg, ehe er nach Kanada zurückkehrte und 2025 zu Montréal wechselte. Zuletzt war er für ein halbes Jahr an Valour FC ausgeliehen.
Gazdov selbst meinte zu seinem Wechsel: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli. Die Zeit in Hamburg möchte ich nutzen, um mich fußballerisch weiterzuentwickeln und möglichst viele Erfahrungen bei einem Bundesligisten zu sammeln.“
Entscheidung gefallen: Das Testspiel gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wird vor Fans ausgetragen. Für Zuschauer, die wegen des Wetters oder anderer Gründe nicht kommen können, gibt es jedoch eine Alternative.
Karteninhaber können ihr Ticket bis 13.30 Uhr über das offizielle Zweitmarkt-Portal zum Verkauf anbieten. Diese werden von anderen Fans übernommen oder erstattet.
Ein späteres Einstellen ist ebenfalls möglich. Zudem denkt der Verein über ein kostenloses Ticket für ein anderes Testspiel nach.
Ein bitterer Start ins neue Jahr für Andreas Hountondji (23): Der Stürmer fällt aufgrund eines Haarrisses am linken Sprunggelenk bis auf Weiteres aus.
Der FC St. Pauli teilte dies am Freitagmorgen mit. Die Verletzung zog sich der 23-Jährige im letzten Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 21. Dezember zu. Nach der ersten Diagnose vor Weihnachten wurde der Haarriss durch weitere Untersuchungen bestätigt.
Tomoya Ando (26) gilt als sicherer Neuzugang, nun hat St. Pauli einen weiteren Japaner im Visier. Laut liga-zwei.de interessieren sich neben den Kiezkickern auch Vereine wie SV Elversberg und Borussia Dortmund für U20-Nationalspieler Shunsuke Saito.
Favorit ist bislang Hannover 96, die einen Kooperationsvertrag mit Mito HollyHock haben, Saitos aktuellem Klub. Der Transfer ist jedoch noch nicht fix. Bei den meisten Clubs wäre Saito wohl für die U23 vorgesehen.
In der vergangenen Saison trug der 20-jährige Mittelfeldspieler mit acht Treffern in 27 Spielen maßgeblich zum Aufstieg bei.
Wird er die erste Winterverstärkung? Laut „Hamburger Morgenpost“ steht der FC St. Pauli kurz vor der Verpflichtung von Tomoya Ando (26).
Der japanische Verteidiger von Avispa Fukuoka muss nur noch den Medizincheck bestehen und seinen Vertrag unterschreiben, alles andere sei bereits geklärt.
Ando ist Nationalspieler und entweder ablösefrei oder für eine geringe Summe zu haben – die Bekanntgabe erfolgt jedoch erst nach Beginn des Transferfensters am 1. Januar.
Nach dem letzten Training am Montag genießen die Spieler des FC St. Pauli eine wohlverdiente, wenn auch kurze Weihnachtspause. Am Neujahrstag geht es wieder los.
Am 2. Januar gibt es eine öffentliche Trainingseinheit, die zwischen 11 und 11.30 Uhr beginnt.
Am 4. Januar (15.30 Uhr) steht das Testspiel gegen Werder Bremen an, bevor bereits am 10. Januar (15.30 Uhr) die Vorbereitung auf die Partie gegen RB Leipzig beginnt.
Es war nicht nur wichtig, sondern auch ein richtig schöner Moment: Im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim erzielte Martijn Kaars (26) mit einem Traumtor unter die Latte die Führung für St. Pauli.
Der Treffer wurde nun für das „Tor des Monats“ Dezember nominiert – zusammen mit neun weiteren sehenswerten Toren. Abgestimmt werden kann auf der offiziellen Bundesliga-Website.
Sehnt er sich zurück in die Heimat? Manolis Saliakas (29) erlebt eine schwierige Saison und stand in der Bundesliga bislang nur viermal in der Startelf von St. Pauli.
Wie das Portal „SDNA“ berichtet, hat AEK Athen Interesse am Rechtsverteidiger. Der Klub sucht einen Spieler, der sich mit Lazaros Rota (28) auf der rechten Abwehrseite abwechseln kann.
Saliakas, der seit 2022 bei den Kiezkickern spielt, könnte im kommenden Wintertransferfenster seine unbefriedigende Situation in Hamburg hinter sich lassen.
Beim Spiel gegen Mainz wurde erneut deutlich, woran es St. Pauli offensiv fehlt: Es mangelt an Durchschlagskraft – bisher gelangen nur 13 Tore.
Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, arbeitet Sportchef Andreas Bornemann (53) an einer spektakulären Rückholaktion von Morgan Guilavogui (27). Der Angreifer trug mit sechs Toren maßgeblich zum Klassenerhalt bei, musste jedoch zu seinem Stammverein RC Lens zurückkehren.
St. Pauli hatte die Kaufoption gezogen, doch Lens holte den Franzosen gegen seinen Willen zurück. Beim Tabellenführer der Ligue 1 kommt Guilavogui kaum zum Einsatz.
Das Problem: Lens will den Spieler verkaufen und nicht erneut verleihen. Fraglich, ob St. Pauli die hohe Ablösesumme stemmen kann oder will.
Beim ernüchternden Spiel in Mainz wurde Martijn Kaars (26) schmerzlich vermisst, am Montag gab es ein Update zur Verletzung.
Demnach zog sich der Angreifer eine leichte Muskelverletzung im Adduktorenbereich zu, die durch eine MRT-Untersuchung bestätigt wurde.
Wie lange er ausfällt, ist noch offen.
Ein großer Schock: Nach rund einer Stunde wurde Louis Oppie (23) bei einem Freistoß der Mainzer von seinem eigenen Torwart Nikola Vasilj (30) umgerissen. Beide blieben liegen und mussten behandelt werden.
Oppie verließ kurz darauf den Platz und stand mit dick bandagiertem Knie den Journalisten Rede und Antwort. „Ich glaube, ich bin komisch aufgekommen“, erklärte er. Im ersten Moment habe er das Adrenalin nicht gespürt. „Es fühlte sich etwas seltsam in den Beinen an.“
Als die Szene nochmals gezeigt wurde, atmete Oppie tief durch. „Sieht schon nicht gut aus“, gab er zu. Zum Glück kamen beide ohne größere Folgen davon.
Eine Hiobsbotschaft: Martijn Kaars (26) fehlt St. Pauli im wichtigen Spiel in Mainz. Für ihn rückt Andréas Hountondji (23) in die Startelf.
Die Aufstellungen:
Mainz: Batz – Kohr, Hanche-Olsen, Potulski – da Costa, Kai, Sano, Widmer, Nebel, J.-S. Lee, Amiri – Hollerbach
St. Pauli: Vasilj – Dzwigala, Wahl, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Zum Jahresabschluss reist St. Pauli noch einmal zum Kellerduell nach Mainz. Schiedsrichter ist Matthias Jöllenbeck (38), der die Partie leitet.
Er war bereits beim Saisonauftakt gegen den BVB (3:3) als Unparteiischer im Einsatz. Auch Mainz kennt ihn: Ein früheres Spiel in Frankfurt endete mit einer 0:1-Niederlage.
Im wichtigen Duell gegen den Schlusslicht 1. FSV Mainz 05 muss St. Pauli auf Eric Smith verzichten.
Der Abwehrchef wurde im Kellerduell gegen Heidenheim in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit Rot vom Platz gestellt. Das Sportgericht des DFB verhängte eine Sperre von einem Spiel.
Adam Dzwigala (30) ist ein echter Leistungsträger bei St. Pauli! Kurz vor der Pause im Spiel gegen Heidenheim musste Eric Smith (28) mit Rot vom Feld, und Dzwigala sprang erneut ein – trotz seines teils ruppigen Spiels.
Trainer Alexander Blessin (52) erklärte: „Es kam schon vor, dass er bei der ersten Aktion Gelb oder sogar Rot bekam. Es geht darum, eine Balance zu finden.“ Er lobte, dass man sich immer wieder auf Dzwigala verlassen könne.
Vor allem vor dem 2:0 überzeugte er mit entschlossenem Einsatz und eroberte den Ball. Für die Heidenheimer war das zwar nicht ganz regelkonform, doch Schiedsrichter Sören Storks (37) pfiff nicht.
Auch Hauke Wahl (30) lobte Dzwigala: „Auf Adam kann man sich immer verlassen. Du kannst ihn nachts um drei wecken und sagen: Jetzt bist du dran. Er gibt auch im Training immer Vollgas.“
Wahl nennt ihn ein Vorbild an Professionalität und „das genaue Gegenteil eines Stinkstiefels“. Deshalb ist Dzwigala für St. Pauli so wichtig.
Normalerweise ist es eine Strafe, wenn ein Spieler ein- und später wieder ausgewechselt wird. Bei Ricky-Jade Jones (23) war das anders.
Er kam in der 75. Minute für Doppel-Torschützen Martijn Kaars (26) ins Spiel, musste in der Nachspielzeit für Connor Metcalfe (26) weichen und griff sich dabei mehrmals an den hinteren rechten Oberschenkel. „Er hat einen Schlag bekommen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52).
„Ob es nur der Schlag war oder ob er sich dabei gezerrt hat, weiß ich nicht“, fügte er hinzu.
Ein deutliches Signal: Coach Alexander Blessin vertraut im Spiel gegen Heidenheim erneut der gleichen Startelf wie zuletzt. Es gibt keine Änderungen.
So beginnt St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Eine überraschende Nachricht: Andréas Hountondji (23) verzichtet freiwillig auf die Teilnahme am Africa Cup, wie der Verband von Benin mitteilte. Eigentlich war er nominiert, doch verletzungsbedingt sagt er ab.
Trainer Alexander Blessin (52) zeigte sich überrascht, sagte aber: „Er ist auf uns zugekommen und hat es so mit dem Verband geregelt.“ Wegen immer wiederkehrender Verletzungen sei es wichtig, den Spieler gesund zu bekommen.
Ob die Absage Auswirkungen auf Hountondjis Zukunft in der Nationalmannschaft hat, ist noch unklar. „Ich glaube, er liebt sein Land und hat immer den Eindruck vermittelt, unbedingt für sein Land spielen zu wollen“, sagte Blessin, der wusste, dass nicht alle mit der Entscheidung zufrieden sind.
Wenn er fit ist, steht Hountondji in diesem Jahr noch für St. Pauli zur Verfügung – vor allem für die ersten Spiele im neuen Jahr, mit denen der Verein nicht gerechnet hatte.
Nach der Auslosung am Sonntag steht nun der Termin für das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen fest. Am 3. Februar um 20.45 Uhr will der FC St. Pauli den Einzug ins Halbfinale schaffen.
Etwa eineinhalb Wochen später treffen die beiden Mannschaften auch in der Bundesliga erneut aufeinander. Der genaue Termin steht noch aus.
Zwei Tage vor dem Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim ist auch der Schiedsrichter benannt: Sören Storks (37) wird die Partie am Millerntor leiten.
In dieser Saison pfiff er bereits das Auswärtsspiel bei Werder Bremen (0:1). Seine Bilanz mit St. Pauli: zwei Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen.
Auch bei Heidenheim sieht die Statistik ähnlich aus, mit drei Siegen, zwei Remis und acht Niederlagen. Für Storks ist das die zweithäufigste Einsetzung bei Heidenheim.
Friedhelm Funkel (71) brachte dem FC St. Pauli kein Losglück: Für das Viertelfinale wurde Bayer Leverkusen gezogen, gespielt wird beim Meister von 2023.
Der genaue Termin für das Spiel steht noch nicht fest. Mögliche Spieltage sind der 3. oder 4. sowie der 10. oder 11. Februar 2026. Sollte es die zweite Pokalwoche werden, treffen beide Teams innerhalb weniger Tage zweimal aufeinander, denn das Rückspiel in der Liga findet zwischen dem 13. und 15. Februar in der BayArena statt.
Trainer Alexander Blessin (52) sagte: „Funkel hätte uns einen etwas leichteren Gegner wünschen können. Trotzdem werden wir alles geben, um ins Halbfinale zu kommen. Als Favorit fahren wir wohl nicht nach Leverkusen.“
Sportchef Andreas Bornemann (53) gab offen zu, dass man sich ein Heimspiel erhofft hatte. „Aber wir nehmen die Auslosung so an, wie sie ist. Gegen die großen Bundesliga-Clubs haben wir schon starke Leistungen gezeigt.“
Eine Überraschung gab es beim 1:1 in Köln: Abwehrspieler Hauke Wahl (31) musste zur Halbzeit in der Kabine bleiben, der Grund war zuerst unklar.
Trainer Alexander Blessin (52) erklärte nach dem Spiel: „Es war fraglich, ob er überhaupt spielen kann. Er fühlte sich die letzten zwei Tage sehr schlecht.“ Trotz eines starken Infekts hatte Wahl sich für die Mannschaft geopfert.
„Unter normalen Umständen hätte man wohl darauf verzichtet“, so Blessin. „Er wollte der Mannschaft helfen, hat es probiert, aber nach 35 Minuten gemerkt, dass es nicht mehr geht.“ Ob es sich um einen Magen-Darm-Infekt oder etwas anderes handelt, ist noch unklar.
„Never change a winning team“: Etwa eine Stunde vor Anpfiff gab der FC St. Pauli die Startelf für das Auswärtsspiel in Köln bekannt – Coach Alexander Blessin vertraut auf dieselbe Elf wie beim Pokalsieg in Gladbach.
So starten die Kiezkicker: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie, Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Am Sonntag (19.15 Uhr) wird im Dortmunder Fußballmuseum das DFB-Pokal-Viertelfinale ausgelost. Der FC St. Pauli ist ebenfalls im Lostopf und kann auf folgende Gegner treffen:
Die Ziehung übernimmt der ehemalige Bundesliga-Spieler und Trainer Friedhelm Funkel (71).
Wie schon im Vorjahr wird das Viertelfinale auf zwei Termine verteilt: 3. und 4. sowie 10. und 11. Februar 2026.
Die Partie beim 1. FC Köln wird von Tobias Reichel (40) geleitet. Unter seiner Leitung hat St. Pauli keine gute Statistik.
Reichel pfiff bereits acht Partien der Kiezkicker, von denen nur zwei gewonnen wurden. Die letzten drei Spiele endeten alle unentschieden.
Seine Assistenten sind Christian Bandurski und Marcel Unger, VAR ist Johann Pfeifer.
Beim FC St. Pauli trifft man am Samstag auf 1. FC Köln und deren Trainer Lukas Kwasniok (44). Trotz Tabellenplatz 17 zeigte sich der Trainer beeindruckt von St. Paulis Spielweise.
„Ich halte St. Pauli fußballerisch für eines der sechs bis acht besten Teams der Bundesliga“, sagte der 44-Jährige. „Ich war beim Pokalspiel in Mönchengladbach live dabei. Das war spielerisch ein Genuss.“
Auch wenn die Niederlagenserie schmerzt, spielten sie weiter mutig, was Kwasniok gefiel. „Sie haben eine Achse erfahrener Spieler. Wir sollten das Spiel wieder als Underdog angehen“, gab er eine leichte Warnung ab.
Nur kurz nach seinem Tor gegen Bayern musste Andréas Hountondji (23) verletzt vom Platz. Wie schon im Pokal gegen Gladbach wird er auch am Samstag gegen Köln fehlen.
Trainer Alexander Blessin (52) erklärte: „Es gab keine starke Einblutung, es ist eine leichte Muskelverletzung.“ Zwar sei Hountondji wieder gelaufen, einen Einsatz schloss Blessin aus. „Wir müssen sehen, wie sich seine Läufe verbessern. Ich hoffe, dass er uns gegen Heidenheim wieder zur Verfügung steht.“
Dieses Spiel könnte auch sein letztes für St. Pauli sein. Er wurde für den Afrika-Cup nominiert, der ab dem 15. Dezember stattfindet, sodass er im letzten Spiel des Jahres in Mainz (21. Dezember) fehlen würde.
„Wir stehen im Austausch mit dem Verband. Ich kommuniziere oft mit Gernot Rohr, deshalb schauen wir, wie die Abstellung genau geregelt wird“, so Blessin. Benin startet am 23. Dezember mit einem Gruppenspiel gegen die DR Kongo.
Die Aufstellungen für das DFB-Pokal-Achtelfinale Borussia Mönchengladbach gegen FC St. Pauli stehen fest:
Gladbach: Nicolas – Scally, Elvedi, Diks – Machino, Ullrich – Engelhardt – Stöger, Reyna – Honorat, Tabakovic
St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Oppie – Fujita, Irvine – Kaars, Pereira Lage
Der FC St. Pauli muss in den kommenden Monaten auf Torhüter Simon Spari (23) verzichten. Er zog sich eine Verletzung am rechten Sprunggelenk zu und musste operiert werden.
Der Verein teilte mit, dass sich der Österreicher im Training einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen hat. Die Operation soll dem Gelenk langfristig mehr Stabilität verleihen.
In der zweiten DFB-Pokalrunde war Ben Voll (24) der Held, im Achtelfinale gegen Gladbach steht wieder Nikola Vasilj (30) im Tor. Trainer Alexander Blessin (52) hat sich für ihn entschieden.
„Wir haben uns entschieden, dass Niko im Tor bleibt, obwohl Ben es absolut verdient gehabt hätte“, erklärte Blessin. „Es tut mir leid für Ben, er ist ein großartiger Charakter und ein toller Torwart.“
„Seine Zukunft gehört ihm, das ist klar. Aber aufgrund unserer aktuellen Situation haben wir uns so entschieden.“
Klare Botschaft an Hamburgs Innensenator Andy Grote (57): Vor der kommenden Innenministerkonferenz, bei der Fans womöglich starke Einschränkungen drohen, kam es zu deutlicher Kritik.
Während des Spiels von St. Pauli beim FC Bayern zeigten Münchner Ultras Plakate mit scharfen Angriffen gegen den Politiker. Darauf war unter anderem eine große Karikatur zu sehen, die einen überdimensionalen Schlagstock aus Grotes Hose zeigen sollte. Außerdem waren Fans, viele Überwachungskameras und ein Polizist abgebildet.
Auf einem weiteren Banner stand: „Grote schwingt wieder seinen Unverhältnismäßigkeitspimmel“ – eine Anspielung auf die „Pimmel-Affäre“ von 2021. Damals wurde Grote auf Twitter beleidigt, stellte daraufhin Strafanzeige, und der Urheber erhielt Besuch von der Polizei.
Grote gilt als scharfer Befürworter einer Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien, was bei den Fans auf wenig Zustimmung stößt.
Diese Mannschaft soll vor allem eine Niederlage verhindern: Rund eine Stunde vor Anpfiff gegen Bayern gab St. Pauli seine Startelf bekannt.
Im Vergleich zum Spiel gegen Union Berlin gibt es eine Änderung: Lars Ritzka ersetzt Louis Oppie auf der Bank. Oladapo Afolayan schaffte es erneut nicht in den Kader.
Die FCSP-Startelf: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, La. Ritzka, Fujita, Irvine – A. Hountondji, Pereira Lage
Was wird aus Oladapo Afolayan (28)? Der Offensivspieler wurde zuletzt „aus sportlichen Gründen“ aus dem Kader gestrichen. Kehrt er gegen Bayern zurück?
Coach Alexander Blessin (52) antwortete vielsagend: Er sieht, dass jeder Spieler im Team Vollgas geben wolle. Das deutet darauf hin, dass auch Afolayan im Training eine gute Reaktion gezeigt hat.
Gleichzeitig kündigte der Trainer „harte Entscheidungen“ an – zumal bei Arkadiusz Pyrka (23), Manolis Saliakas (29) und Adam Dzwigala (30) Entwarnung vorliegt und sie einsatzbereit sind.
Eigentlich ist Nikola Vasilj der Retter in der Not. In den letzten Spielen kam es aber zu einigen Fehlern, für die der Torwart Verantwortung übernimmt.
„Die Fehler passierten in einer entscheidenden Phase. Es ist nicht einfach, damit umzugehen“, gab er zu. Dennoch wolle er die Vorfälle abhaken, nach vorne schauen und dem Team helfen, aus der derzeitigen Krise von acht Niederlagen herauszukommen.
„In den letzten beiden Spielen habe ich Fortschritte gesehen. Wir haben genug Qualität, um da rauszukommen. Wenn ich auf die Tabelle schaue, ist noch alles offen. Wir müssen positiv bleiben und weiter daran glauben, das zu schaffen, was wir im Vorjahr erreicht haben.“
Eine Pleitenserie dieser Art habe er selbst aber noch nie erlebt. „Man fragt sich oft, warum wir in den ersten drei Spielen so gut waren und dann was passiert ist. Fußball ist eben nicht immer erklärbar.“
Ein herber Rückschlag: Der FC St. Pauli wurde vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe von 125.600 Euro verurteilt. Grund sind die Fans.
Beim 2:0-Derbysieg gegen den HSV Ende August hatten Anhänger im Volksparkstadion massive Pyrotechnik gezündet. Das Sportgericht wertete dies als „unsportliches Verhalten“.
Von der Strafe kann der Verein 41.000 Euro für eigene Sicherheits- oder Gewaltpräventionsmaßnahmen verwenden. Diese Ausgaben müssen bis zum 30. Juni 2026 nachgewiesen werden.
Es läuft für Carlo Boukhalfa (26)! Der ehemalige Kiezkicker erzielte am Sonntag per Elfmeter in der 89. Minute den 1:0-Sieg des FC St. Gallen gegen FC Lausanne-Sport. Damit belegt St. Gallen weiter den dritten Tabellenplatz.
Boukhalfa traf in dieser Saison schon sechs Mal in 13 Spielen, hatte für St. Pauli in drei Jahren nur vier Treffer in 56 Einsätzen erzielt.
Außerdem bestritt Lukas Daschner (27) nach seiner Verletzung sein zweites Spiel, wurde in der 41. Minute eingewechselt.
Beim Spiel gegen Union Berlin kehrte Kapitän Jackson Irvine nach langer Verletzungspause erstmals wieder in die Startelf zurück, doch die erneute Niederlage konnte auch er nicht verhindern.
„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, analysierte Irvine nach der 0:1-Pleite niedergeschlagen. „Wir hatten bisschen Pech, es lief nicht für uns. Uns fehlte Selbstvertrauen, Glaube, vielleicht auch etwas Glück – von allem ein bisschen.“
Beim Gegentor stand er zu weit weg vom Torschützen Rani Khedira, der viel zu frei agieren konnte und nach einem Einwurf über mehrere Stationen zum Torerfolg kam.
Dennoch wolle man sich nicht auf die Vergangenheit konzentrieren, sondern nach vorne blicken, sagte der Kapitän. „Wir müssen weiter an uns glauben, uns gegenseitig motivieren. Was passiert ist, ist vorbei, nächste Woche haben wir erneut die Chance, ein Spiel zu gewinnen.“
Die Aufstellungen für das Spiel FC St. Pauli gegen Union Berlin sind veröffentlicht. Kapitän Jackson Irvine (32) steht nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf.
St. Pauli: Vasilj – Mats – Wahl – Sands – Irvine (C) – Smith – Pyrka – Fujita – Oppie – Hountondji – Pereira Lage
Union Berlin: Ronnow – Leite – Doekhi – Kemlein – Burke – Khedira – Ansah – Querfeld – Rothe – Illic – Trimmel (C)
Schiedsrichter der wichtigen Partie am Sonntagabend (17.30 Uhr) ist Tobias Stieler.
Er pfiff bisher fünf Partien der Kiezkicker (zwei Siege, ein Remis, zwei Niederlagen). Das liegt daran, dass der 44-Jährige lange in Hamburg lebte. Anfang des Jahres zog er nach Sölden bei Freiburg um.
Seine „Ansetzungssperren“ haben sich dadurch verschoben. Er darf wieder beide Hamburger Vereine pfeifen, darf aber keine Spiele von Julian Schusters Team leiten. Nach seinem Einsatz im Spiel gegen Dortmund im März wird das erst das zweite Spiel seit seinem Wegzug sein.
Das letzte Spiel unter seiner Leitung verlor St. Pauli mit 0:2.
Mit gemischten Gefühlen kehrte Nikola Vasilj (29) von seiner Länderspielreise zurück. Bosnien-Herzegowina verpasste durch einen späten Gegentreffer knapp die direkte WM-Qualifikation.
Dem Torwart und Team bleiben nun noch zwei Spiele im März. Im Play-off-Halbfinale geht es zuerst gegen Wales. Der Sieger trifft auf den Gewinner des Duells Italien gegen Nordirland, wie die Auslosung ergab.
Nach und nach kehren die Nationalspieler des FC St. Pauli ins Training zurück. Abdoulie Ceesay (21) stach mit einem Doppelpack für Gambia hervor und hatte beste Laune.
Seine Teamkollegen nahmen das wahr, wie ein Instagram-Video zeigt. Zunächst begrüßte Nikola Vasilj (29) Ceesay nach einer „Achterbahn der Gefühle“ herzlich und lobte seine Entwicklung.
Kurz darauf kam auch Danel Sinani (28) von seiner Reise zurück und gratulierte Ceesay. Dieser fragte, warum Sinani nicht auf seinen Anruf reagiert hatte. Die Antwort: „Der nervt mich alle fünf Minuten.“
Neben Nikola Vasilj, der in der WM-Quali einen Rückschlag erlitt, waren sechs weitere Kiezkicker im Einsatz.
Connor Metcalfe und Jackson Irvine erlebten mit Australien eine Enttäuschung. Gegen Kolumbien verloren die Socceroos mit 0:3. Beide wurden vorzeitig ausgewechselt.
Karol Mets kam beim 4:2 von Estland gegen Zypern in der 80. Minute ins Spiel. Joel Chima Fujita wurde beim 3:0 Japans gegen Bolivien in der 77. Minute eingewechselt.
Abdoulie Ceesay glänzte beim 2:2 von Gambia gegen Kuwait mit einem Doppelpack. Es waren seine Treffer zwei und drei im siebten Länderspiel. Andreas Hountondji verlor mit Benin 0:3 gegen Burkina Faso.
Mit Bosnien-Herzegowina verpasste Nikola Vasilj die direkte WM-Qualifikation. Im entscheidenden Gruppenspiel kam das Team in Österreich nur zu einem 1:1 und muss nun in die Play-offs.
Nach der Führung durch Gladbachs Haris Tabakovic (12.) hielt Vasilj lange seinen Kasten sauber. In der 77. Minute gelang Michael Gregoritsch der umjubelte Ausgleich, der Österreich den Gruppensieg sicherte. Bosnien muss jetzt hoffen, sich im März in zwei Spielen zu qualifizieren.
Für Danel Sinani und Luxemburg endete die WM-Qualifikation enttäuschend. Auch das letzte Gruppenspiel in Nordirland ging 0:1 verloren.
Luxemburg blieb ohne Punkt und belegte den letzten Platz in der Gruppe der DFB-Elf. Das Ergebnis spiegelt jedoch nicht die Leistungen wider, die durchaus zählbare Erfolge verdient gehabt hätten.
Traurige Nachricht aus der Ukraine: Der ehemalige Bundesliga-Profi Andriy Polunin verstarb während eines Legendenspiels in seiner Heimat. Das gab der ukrainische Fußballverband bekannt.
Polunin, ein ehemaliger Mittelfeldspieler, war bei einem Benefizspiel für Veteranen zusammengebrochen. Trotz medizinischer Hilfe konnte er nicht mehr gerettet werden.
Er spielte in der Bundesliga für 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli und Rot-Weiß Essen. Zuletzt war er als Scout für Metalist 1925 Charkiw tätig.
Nach zuletzt schwachen Leistungen im St.-Pauli-Trikot konnte Torwart Nikola Vasilj (29) bei der Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen tanken. Mit Bosnien-Herzegowina gewann er in der WM-Quali mit 3:1 gegen Rumänien.
Vasilj zeigte einige gute Paraden und darf weiterhin von der WM träumen. Am Dienstag (20.45 Uhr) steht das entscheidende Spiel gegen Tabellenführer Österreich an. Die Play-offs sind erreicht, ein Sieg bedeutet die direkte WM-Teilnahme.
Neben Vasilj waren auch Jackson Irvine (32) und Connor Metcalfe (26) mit Australien aktiv. Ihr Testspiel gegen Venezuela ging 0:1 verloren. Metcalfe spielte 66 Minuten, Irvine kam in der 78. Minute.
Oke Göttlich wurde mit 93,5 Prozent bei der Mitgliederversammlung wieder zum Präsidenten gewählt.
Es gab keine Gegenkandidaten. 894 von fast 1.000 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten für ihn. Göttlich steht seit 2014 an der Spitze des Vereins und beginnt nun seine vierte und letzte Amtszeit.
Er konkretisierte außerdem die langfristigen Pläne zur Erweiterung des Millerntor-Stadions auf 40.000 bis 50.000 Plätze.
Für Danel Sinani dürfte das Länderspiel gegen Deutschland eines der Highlights seiner Karriere sein. Der Kiezkicker steht in der Startelf Luxemburgs.
Das Hinspiel hatte er wegen einer Gelbsperre verpasst.
Für Karol Mets lief es am Donnerstagabend in Norwegen nicht gut. Estland verlor mit 1:4 (0:0). Erling Haaland und Ex-RB-Leipzig-Angreifer Alexander Sørloth trafen jeweils zweimal kurz nach der Pause. Den Ehrentreffer erzielte Robi Saarma.
Joel Chima Fujita hatte mehr Glück: Beim 2:0-Testspielsieg Japans gegen Ghana wurde er in der 68. Minute eingewechselt.