zurück

Gänsehaut pur auf dem Betzenberg! Ist das die beste Fußball-Choreografie des Jahres?

Kaiserslautern – Am Sonntagnachmittag sorgte eine beeindruckende Choreografie auf dem Betzenberg für absolute Gänsehaut und setzt die Messlatte in ganz Deutschland sehr hoch. Die Anhänger des 1. FC Kaiserslautern zeigten vor dem Südwest-Derby gegen den Karlsruher SC in der 2. Bundesliga eine grandiose Leistung.

Unmittelbar vor dem Anpfiff präsentierte die aktive Fanszene der Pfälzer im Fritz-Walter-Stadion eine aufwendig inszenierte Choreografie, die reich an historischer Bedeutung war.

Vor einem grünen Hintergrund war ein Tor abgebildet, inklusive des KSC-Keepers, einer Mauer und einem Lautern-Spieler. Darunter wurde ein Banner hochgehalten, auf dem stand: „Aus der Asche erhebt sich der deutsche Pokalsieger 1. FC Kaiserslautern“.

Offenbar haben die Fans in den vergangenen Wochen, wenn nicht sogar Monaten, enorm viel Arbeit in die Vorbereitung dieses perfekten Augenblicks gesteckt.

Die Choreografie bezog sich auf den DFB-Pokalsieg der Lautrer am 25. Mai 1996. Damals gelang dem FCK im Finale vor 75.800 Zuschauern im Berliner Olympiastadion ausgerechnet gegen den KSC der Triumph.

Beide Mannschaften waren damals mit Legenden gespickt: Auf Karlsruher Seite standen Spieler wie Sean Dundee, Michael Tarnat, Thomas Häßler, Thorsten Fink und Jens Nowotny auf dem Platz, während bei Kaiserslautern Akteure wie Andy Brehme (†), Olaf Marschall, der heutige Cottbus-Trainer Pele Wollitz, Gerry Ehrmann, Jürgen Rische und der aktuelle Geschäftsführer des FCK, Thomas Hengen, spielten.

Die Darstellung der Lautrer Fans zeigte genau den Moment, als ihr Team das entscheidende Tor erzielte. Martin Wagner (58) traf in der 42. Minute mit einem Freistoß zum 1:0, während Torhüter Claus Reitmaier (61) nur noch hinterherfassen konnte.

Dieser Pokalsieg war der zweite in der Geschichte der Roten Teufel, nachdem sie bereits 1990 im Berliner Olympiastadion mit einem 3:2-Sieg gegen Werder Bremen den Titel holten.

Besonders beeindruckend an der Choreografie am Sonntag war, dass es den Fans gelang, sowohl den Torschützen Wagner als auch die KSC-Mauer und den Ball in Bewegung zu versetzen.

So herrschte bereits vor dem Anpfiff eine unvergleichliche Gänsehaut-Stimmung. Für die Mühen der Fans gab es anschließend die passende Belohnung in Form eines deutlichen 3:0-Derbysieges.

2. Bundesliga, 26. Spieltag:

1. FC Kaiserslautern – Karlsruher SC 3:0 (2:0)

1. FC Kaiserslautern: Krahl – Sirch, Gyamfi, Kim – Joly (71. Redondo), S. Sahin (74. Rasmussen), F. Kunze, Haas – Skyttä (84. Hanslik), Ritter (83. Emreli) – Berisha (71. Bassette)

Karlsruher SC: Bernat – Ambrosius, Franke, Kobald (46. Opitz) – S. Jung (71. Pinto Pedrosa), Kwon (59. N. Rapp), Herold – Burnic (59. Egloff), Wanitzek – Ben Farhat, Simic (46. Schleusener)

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Offenbach)

Zuschauer: 49.327 (ausverkauft)

Tore: 1:0 S. Sahin (3.), 2:0 Berisha (14.), 3:0 Emreli (90.+4)

Gelbe Karten: F. Kunze (12) / Simic (3), Herold (5), Ambrosius (1)

2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Am Ende der Saison steigt der Meister, also der Tabellenführer, direkt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte bestreitet eine Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um entweder den Aufstieg oder den Klassenerhalt zu sichern.