HSV-Blog: Bundesligist zeigte offenbar Interesse an Davie Selke
Hamburg – Am Samstagabend steht für den HSV ein bedeutendes Spiel gegen den 1. FC Köln auf dem Programm.
Dabei muss der Klub ohne Yussuf Poulsen auskommen, der mehrere Wochen verletzt ausfällt. Allerdings dürfen sich Fans Hoffnungen auf einen weiteren Einsatz des derzeit starken William Mikelbrencis machen.
In unserem HSV-Blog halten wir Euch über alle Neuigkeiten zum Team, potenzielle Transfers und weitere Entwicklungen rund um den Volkspark auf dem Laufenden.
Gegen den 1. FC Köln treffen am Samstag zwei ehemalige Vereine von Davie Selke (31) aufeinander. Im Sommer hätte der Stürmer allerdings beinahe bei einem anderen Bundesligisten unterschrieben.
Nach Angaben von „Sky“ zeigte der 1. FSV Mainz 05 großes Interesse an Selke und unterbreitete sogar ein konkretes Angebot. Wie auch der schottische Klub Celtic Glasgow blieben die Mainzer mit ihrem Versuch jedoch erfolglos.
Seit dem vergangenen Sommer ist Selke bei Basaksehir Istanbul unter Vertrag. Der Aufstiegsgarant des HSV aus der letzten Saison erzielte in 15 Einsätzen bislang sieben Treffer.
Ein trauriger Abstieg für einen früheren HSV-Spieler: Romeo Castelen (42), der von 2007 bis 2011 bei den Rothosen aktiv war, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt.
Das Gericht in Zwolle verhängte gegen den 42-Jährigen 18 Monate Haft, davon sechs Monate auf Bewährung, sowie eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro.
Castelen soll über den chinesischen Verein Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro an Schwarzgeld gewaschen haben. Bereits 2019 wurde er am Amsterdamer Flughafen mit 139.000 Euro Bargeld erwischt.
Die Staatsanwaltschaft forderte ursprünglich eine dreijährige Freiheitsstrafe. Der Ex-Profi kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
William Mikelbrencis (22) kämpft aktuell um seine Zukunft beim HSV. Der Vertrag des jungen Franzosen läuft im Sommer aus, doch seine derzeitigen Leistungen lassen auf positive Vertragsverhandlungen hoffen.
Trainer Merlin Polzin (35) lobte: „Wenn man eine Chance bekommt, muss man sie nutzen – das hat er in der gesamten Saison getan.“ Auch wenn Mikelbrencis gelegentlich auf der Bank Platz nehmen musste, erklärte Polzin: „Aufgrund taktischer Überlegungen haben wir uns manchmal für seine Konkurrenten entschieden. Das lag nicht in seiner Hand. Aber was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.“
In seinen ersten beiden HSV-Jahren kam Mikelbrencis nur auf zwölf Einsätze mit insgesamt 571 Minuten. Doch schon in der Aufstiegssaison absolvierte er 25 Partien, in der aktuellen Spielzeit sind es bislang 19, davon neun in der Startformation.
Polzin beschreibt die Entwicklung des 22-Jährigen folgendermaßen: „William kam als sehr junger Spieler zu uns, ohne Deutsch oder Englisch sprechen zu können. Er hat hart an sich gearbeitet und musste auch mal weniger spielen, als er es sich gewünscht hätte.“
Der Coach sieht die Entwicklung noch lange nicht als abgeschlossen an: „Er weiß genau, welche Schritte als Nächstes folgen. Er ist schnell auf dem Platz und gleichzeitig ein feiner Kerl.“
Für den HSV gibt es schlechte Nachrichten: Stürmer Yussuf Poulsen (31) wird erneut mehrere Wochen fehlen. Trainer Merlin Polzin (35) berichtete am Donnerstag, dass sich Poulsen eine Verletzung am rechten hinteren Oberschenkel zugezogen hat.
Polzin erklärte: „Das ist sehr bitter.“ Poulsen sei nach der Diagnose niedergeschlagen gewesen. „Weder für ihn noch für uns ist das zufriedenstellend.“ Der Däne war mit großen Erwartungen zum HSV gekommen, fiel aber immer wieder durch Verletzungen aus.
„Die Saison ist noch lange nicht vorbei“, blickte Polzin voraus, auch wenn die genaue Ausfallzeit von Poulsen noch unklar ist. „Er wird weiterhin seinen Beitrag leisten, damit wir eine erfolgreiche Saison spielen und unsere Ziele erreichen.“
HSV-Coach Merlin Polzin (35) äußerte sich deutlich zum Fehlen von Rayan Philippe (25) beim Spiel in Wolfsburg: „Ich wollte Rayan klar aufzeigen, woran er arbeiten muss. Das haben wir intern besprochen“, sagte Polzin. „Ich bin gespannt, wie er darauf reagiert.“
Der Trainer erwartet, dass Philippe nach schwächeren Leistungen zurück ins Team drängt. Eine Rückkehr am Samstag gegen den 1. FC Köln ist somit nicht ausgeschlossen – allerdings muss der Stürmer zeigen, was von ihm verlangt wird.
„Ich habe höhere Erwartungen an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon deutlich bessere Leistungen gezeigt.“ Zwar ist Philippe mit fünf Treffern gemeinsam mit Luka Vuskovic (19) bester HSV-Torschütze, doch der Angreifer schwankt immer wieder in seinen Leistungen.
Polzin ergänzte: „Er muss sich noch zurechtfinden.“ Dabei ist Philippe bereits seit acht Monaten beim HSV, die Phase der Eingewöhnung sollte somit abgeschlossen sein. „Ich sehe das aber nicht dramatisch. Wir versuchen, ihm klarzumachen, woran wir arbeiten wollen. Es ist normal, dass man mal eine Phase hat, in der nicht alles läuft. Da muss er durch.“
Der HSV plant bereits mehr oder weniger für die nächste Erstliga-Saison. Die Wahrscheinlichkeit, dass Luka Vuskovic (19) ein weiteres Jahr im Volkspark bleibt, sinkt mit jeder Partie – seine Leistungen sind zu überzeugend.
Deshalb suchen die Verantwortlichen nach einem Nachfolger. Dem griechischen Portal SDNA zufolge hat der HSV den Innenverteidiger Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus ins Visier genommen und soll ihn beim letzten Spiel vor Ort beobachtet haben.
Pirola stammt aus der Jugend von Inter Mailand und absolvierte zahlreiche Partien für die italienischen Jugendnationalmannschaften. Seit Sommer 2024 steht er in Piräus unter Vertrag, der noch bis 2027/28 läuft. Sein Marktwert wird auf neun Millionen Euro geschätzt.
Der HSV begann am Dienstag mit der Vorbereitung auf das wichtige Spiel am Samstagabend gegen den 1. FC Köln. Dabei war auch Winter-Neuzugang Albert Grönbaek (24) mit dabei. „Ich freue mich, ihn wieder im Teamtraining zu haben. Er braucht noch etwa eine Woche, in der er voll mittrainieren kann, ohne Rücksicht zu nehmen. Ich hoffe, dass er bald helfen kann“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35).
Aus Belastungsgründen trainierten Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22) nicht mit der Mannschaft, Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten weiterhin individuell ihre Reha-Programme.
Insbesondere Capaldo könnte gegen Köln bereits sein Comeback feiern. Polzin sagte: „Das könnte eine Punktlandung werden. Das Ziel ist es, dass wir es schaffen.“ Gleichzeitig fügte er hinzu: „Als Trainer ist man aber auch etwas mehr Träumer als Realist.“
Beim 2:1-Auswärtssieg in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Spieler auf dem Feld. Der Verteidiger war an der Entstehung beider Elfmeter beteiligt und verwandelte einen davon, wenn auch mit Glück, selbst.
Im Sky90-Studio lobte der ehemalige HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (44) den jungen Kroaten: „Für mich ist er der Schlüsselspieler.“ Er attestierte der gesamten Familie Vuskovic eine große Leidenschaft für Fußball.
Gleichzeitig übte Boldt auch Kritik am HSV: „Es ist fast leichtsinnig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic erzielte fünf sehr wichtige Tore, darunter beide Elfmeter gegen Wolfsburg. Obwohl er Verteidiger ist, spielt er eine enorme Rolle im Offensivspiel. Wie auch Rayan Philippe hat er fünf Saisontore auf dem Konto.
Der Einfluss von Vuskovic auf den HSV ist enorm. Boldt ist überzeugt, dass der Aufsteiger ohne den 19-Jährigen nicht auf Platz zehn stehen würde. „Die zwei Spiele vor seiner Verpflichtung lagen sehr weit unter Bundesliga-Niveau. Er bringt enorm viel.“
Christian Eriksen (34) hatte Wolfsburg zunächst in Führung gebracht, doch Luka Vuskovic (19) und Jean-Luc Dompé (30) drehten die Partie vom Elfmeterpunkt und schrieben so Bundesliga-Geschichte.
Die meisten Elfmeter in einem Bundesliga-Spiel gab es 1965/66 zwischen Gladbach und Borussia Dortmund – fünfmal zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, vier wurden verwandelt. Das Spiel endete 5:4 für Dortmund.
Viele Top-Klubs zeigen Interesse! Der HSV muss damit rechnen, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob er dort bleibt, ist offen.
Der 19-jährige Kroate steht mittlerweile bei zahlreichen europäischen Spitzenvereinen auf dem Zettel. Zuletzt wurde auch Barcelona Interesse nachgesagt.
Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich in spanischen Medien zu den Gerüchten: „Ich kann dazu aktuell nichts sagen. Der Spieler ist weiterhin HSV-Spieler und fokussiert sich komplett auf den Verein. In zwei Monaten, mit Ablauf seiner Leihzeit und der Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten verkünden.“
Nach dem Sieg in Wolfsburg dürfte Daniel Elfadli (28) besonders erleichtert gewesen sein. Der HSV-Verteidiger erlebte eine regelrechte Horrorunde.
Der bevorzugte Spieler vor Warmed Omari (25) beging in der 18. Minute einen katastrophalen Fehlpass, aus dem Wolfsburg aber kein Kapital schlug.
Zwei Minuten später wurde Elfadli zum Unglücksraben, als er beim Klärungsversuch VfL-Profi Yannick Gerhardt (31) am Kopf traf. Den fälligen Elfmeter verwandelte Christian Eriksen (34) zur Führung für Wolfsburg.
Elfadli erhielt Gelb und wäre nach einem weiteren Foul kurz vor der Halbzeit fast vom Feld geflogen. Nach einer klaren Ermahnung des Schiedsrichters Florian Exner (35) musste Trainer Merlin Polzin (35) ihn zur Pause auswechseln.
Die Verantwortung trägt Schiedsrichter Florian Exner (35), der die Bundesliga-Partie zwischen Wolfsburg und HSV leitete.
Fünf Mal leitete Exner bereits Spiele mit Beteiligung der Rothosen – die Bilanz: drei Siege, ein Unentschieden, nur eine Niederlage.
Bei den Wölfen sieht die Statistik anders aus: Drei Spiele mit Exner als Unparteiischem, davon nur ein Sieg und zwei Niederlagen.
Wie es im Sommer mit Luka Vuskovic (19) weitergeht, ist noch offen. Bleibt er beim HSV, um mit seinem Bruder Mario zu spielen? Holt Tottenham ihn zurück? Oder wechselt er gar zu einem anderen Verein?
Sky berichtet, dass Barcelona den kroatischen Verteidiger im Auge hat, da sich bei den Katalanen im Sommer eine Lücke in der Innenverteidigung auftut.
Interessant dabei: Vuskovic hat mit Pini Zahavi (83) denselben Berater wie Barcelonas Trainer Hansi Flick (61).
Eine weitere Hiobsbotschaft für den HSV: Bakery Jatta (27) fällt mehrere Wochen aus.
Wie der Verein bekanntgab, zog sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen eine Verletzung am linken hinteren Oberschenkel zu. Er wurde bereits in der 29. Minute ausgewechselt.
Unter Trainer Merlin Polzin (35) spielte Jatta lange keine Rolle, kämpfte sich aber Ende 2025 zurück und absolvierte seitdem zehn von zwölf Partien.
HSV-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die genauen Anstoßzeiten für die Spieltage 28 bis 30 festgelegt. Der HSV tritt unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen zweimal samstags um 15.30 Uhr und einmal sonntags um 17.30 Uhr an.
Die Begegnungen im Überblick:
Samstag, 4. April (15.30 Uhr): HSV vs. FC Augsburg
Sonntag, 12. April (17.30 Uhr): VfB Stuttgart vs. HSV
Samstag, 18. April (15.30 Uhr): Werder Bremen vs. HSV
Sören Storks (37) wird als Schiedsrichter die Nachholpartie gegen Bayer Leverkusen am Mittwochabend leiten.
Der Ramsdorfer aus Nordrhein-Westfalen pfiff bereits vor einigen Monaten ein Spiel der Rothosen, das Hamburg trotz Unterzahl spät gewann.
Storks zeigte in der 81. Minute Alexander Rössing-Lelesiit (19) die Gelb-Rote Karte, nachdem der Norweger zu hart in einen Zweikampf mit Stuttgarts Josha Vagnoman (25) eingestiegen war.
Bisher leitete Storks erst fünf Erst- und Zweitliga-Partien des HSV, mit einer positiven Bilanz: Nur eine Niederlage unter seiner Leitung.
Besteht Grund zur Sorge bei den HSV-Fans? Torwart Daniel Heuer Fernandes (33) hat sich nach dem Aufstieg als einer der besten Keeper der Liga etabliert. Einzig sein auslaufender Vertrag im Sommer bereitet Unsicherheit.
Der Schlussmann berichtete kürzlich, dass er in Gesprächen mit dem Verein sei. Laut „Hamburger Abendblatt“ hat er in diesem Zusammenhang seinen Berater gewechselt und sich wohl in gutem Einvernehmen von seiner bisherigen Agentur getrennt.
Der HSV zeigte sich über diesen Wechsel überrascht. Welche Auswirkungen das auf Heuer Fernandes’ Zukunft hat, bleibt unklar. Er könnte dadurch eine bessere Verhandlungsposition erreichen oder Alternativen für einen Wechsel sondieren.
Fábio Vieira (25) trägt maßgeblich dazu bei, dass der HSV eine solide Saison spielt. Doch wie steht es um seine Zukunft?
SPORT BILD berichtet, dass der Portugiese bereits entschieden hat, im Sommer nicht zu seinem Stammverein FC Arsenal zurückzukehren. Dort hatte er sich nach seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen können.
Vieira fühlt sich beim HSV und in Hamburg sehr wohl und kann sich grundsätzlich einen Verbleib vorstellen. Schwieriger ist jedoch die finanzielle Seite: Die Kaufoption des HSV übersteigt 20 Millionen Euro – eine zu hohe Summe.
Die Verantwortlichen hoffen, die Ablösesumme reduzieren zu können – vor allem, wenn Vieira sich zu einem festen Wechsel nach Hamburg bekennt. Die Entscheidung bleibt offen.
Diagnose steht: Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen, wie eine MRT-Untersuchung im Athletikum am Volkspark am Montag ergab.
Der Argentinier wird den Rothosen laut offiziellen Angaben „einige Wochen“ fehlen. Er musste gegen RB bereits nach etwa 20 Minuten ausgewechselt werden. Zunächst vermutete man eine Adduktorenverletzung.
So wenige Gästefans gab es lange nicht mehr: Beim Duell HSV gegen RB Leipzig war das Volksparkstadion mit 57.000 Zuschauern natürlich ausverkauft, doch nur rund 1.500 Fans aus Leipzig waren anwesend – eine ungewöhnlich geringe Zahl.
Zum Vergleich: Selbst der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim hatte zuletzt mit knapp 2.100 Anhängern mehr mitgebracht.
Im März beim torlosen Remis gegen SV Elversberg waren sogar nur etwa 1.000 Gästefans anwesend.
Weitere schlechte Nachrichten: Nach der Niederlage gegen Leipzig verlor der HSV auch zwei Verteidiger.
Miro Muheim (27) erhielt von Schiedsrichter Bastian Dankert (45) seine fünfte Gelbe Karte und wird somit das Nachholspiel gegen Leverkusen verpassen. „Wir haben drei, vier Ersatzspieler, die infrage kommen“, sagte Trainer Merlin Polzin (35).
Zusätzlich bereitet Nicolas Capaldo Sorgen. Er musste nach wenigen Minuten mit Schmerzen im Oberschenkel-/Adduktorenbereich ausgewechselt werden und wirkte sichtlich mitgenommen.
Polzin berichtete, dass Capaldo beim Sprint eine Verletzung erlitt und kündigte für Montag weitere Untersuchungen an. Ein Einsatz gegen Leverkusen erscheint fraglich, möglicherweise droht ein längerer Ausfall.
Im Hexenkessel Volkspark muss Schiedsrichter Bastian Dankert (45) einen kühlen Kopf bewahren, wenn er die Partie HSV gegen RB Leipzig leitet.
Unter Dankerts Leitung absolvierte der HSV bisher 18 Spiele, mit einer negativen Bilanz: sieben Siege, ein Unentschieden und zehn Niederlagen.
RB Leipzig spielte unter Dankert 17 Mal, mit erfolgreicher Bilanz: neun Siege, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen.
Gute Voraussetzungen für einen weiteren besonderen Abend im Volkspark: Wenn der HSV am Sonntag RB Leipzig empfängt, kann er nahezu in Bestbesetzung antreten.
Nur die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) werden laut Trainer Merlin Polzin (35) fehlen. Alle anderen Spieler sind „motiviert und einsatzbereit“.
Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) kehrt nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk in den Kader zurück – ob er spielen kann, entscheidet sich kurz vor Anpfiff.
Matthias Ginter (32) vom SC Freiburg fand lobende Worte für den HSV im Podcast „Copa TS“.
Er sprach zunächst über den VfB Stuttgart, der sich von einem Zweitligisten zum DFB-Pokalsieger und Champions-League-Teilnehmer entwickelt hat, und glaubt, dass der HSV einen ähnlichen Weg gehen kann.
„Klar, sie haben viele Leihspieler geholt“, sagte Ginter und bezog sich dabei auf Spieler wie Luka Vuskovic (19) und Fábio Vieira (25). Auch wenn der HSV sie eventuell nicht alle halten kann, sieht er gute Voraussetzungen.
Ginter lobte Stadt, Verein und Stadion als „einfach unglaublich“ und ist sich sicher, dass der HSV bald wieder höher in der Tabelle stehen wird.
Gute Nachrichten vom Trainingsplatz: Albert Sambi Lokonga (26) kehrt am Mittwoch zurück ins Teamtraining. Am Dienstag hatte er nach seinem Außenbandriss noch individuell mit Reha-Trainer Sebastian Capel gearbeitet.
Trainer Merlin Polzin (35) sagte: „Das Ziel ist, dass er diese Woche wieder voll einsteigt und eventuell am Wochenende im Kader steht. Yussi (Poulsen) schonen wir wegen der langen Trainingswoche und seiner Vorgeschichte. Er wird ab morgen wieder mit dem Team trainieren und am Wochenende bereit sein.“
Poulsen selbst trainierte aus Belastungsgründen reduziert, während Albert Grönbaek (24) weiterhin individuell an seinem Comeback arbeitet.
Daniel Heuer Fernandes (33) spielt seit über sechs Jahren beim HSV und war dabei nicht immer unumstritten. Dennoch konnte er sich immer wieder durchsetzen. Dank seiner Leistungen steht der Aufsteiger nach 23 Spieltagen sicher über dem Strich.
Experte Stefan Effenberg (57) brachte ihn sogar für die Nationalmannschaft ins Gespräch: „Er hat es verdient, vielleicht als Backup bei einer WM in den Blick zu rücken. Ferro (Heuer Fernandes) ist 100 Prozent loyal, auch in schwierigen Zeiten. Er würde sich komplett einfügen.“
Effenberg sieht Heuer Fernandes als wichtigen Faktor für den HSV-Erfolg: „Er entscheidet Spiele und sichert Punkte. Es spricht nichts dagegen, ihn als dritten Torwart mitzunehmen. Wenn wir über die Nationalelf sprechen: Wer ist da zwei, wer drei? Ferro ist gar nicht so weit weg.“
Beim HSV wird man solche Worte gerne hören, doch sie wecken auch Begehrlichkeiten. Vor allem mit Blick auf das Vertragsende im Sommer. Sportdirektor Claus Costa (41) sagte: „Wir führen gute Gespräche. Ferro weiß, was er am HSV hat, und wir wissen, was wir an ihm haben. Er ist eine wichtige Stütze.“
Silvan Hefti (28) fand beim HSV keine Chance, versucht sein Glück nun in der nordamerikanischen MLS bei D.C. United – mit erfolgreichem Start.
Zum Saisonauftakt stand Hefti in der Startelf und spielte durch. Sein Team gewann 1:0 gegen Philadelphia Union.
Auch Ex-Kapitän Sebastian Schonlau stand beim 1:0-Erfolg der Vancouver Whitecaps erstmals seit August wieder im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Fabio Vieira (25) sorgt beim HSV immer wieder für entscheidende Impulse. Ob er aber über den Sommer hinaus bleibt, ist unsicher.
Sportdirektor Claus Costa (41) erklärte im „Doppelpass“: „Fabio ist ein außergewöhnlicher und fantastischer Spieler. Er kommt jeden Tag besser in Hamburg an. Wir sind froh, dass wir es geschafft haben, ihn für ein Jahr zu verpflichten.“
Vieira ist auf Leihbasis von Arsenal London beim HSV, der Verein besitzt eine Kaufoption von über 20 Millionen Euro – die als unrealistisch gilt.
Costa ergänzte: „Die Ablösesumme ist zu hoch. Wir hoffen, sie drücken zu können, besonders wenn Fabio sich für einen festen Wechsel ausspricht. Im Sommer bewerten wir die Situation neu.“
Robert Braun (30) wird am Freitag das Auswärtsspiel des HSV beim FSV Mainz 05 leiten. Beide Teams hat er in dieser Saison bereits einmal gepfiffen.
Für den HSV sind die Erinnerungen an Braun nicht gut: Das Auswärtsspiel in Augsburg am 11. Spieltag endete mit einer 0:1-Niederlage. Unter Braun gewann der HSV eine Zweitliga-Partie und spielte ein Unentschieden.
Mainz hingegen holte überraschend im Dezember beim FC Bayern ein 2:2 und gewann vor drei Jahren ein DFB-Pokalspiel unter seiner Leitung.
In Mainz fehlen dem HSV am Freitag die verletzten Alexander Rössing-Lelesiit (19), Albert Sambi Lokonga (26), Albert Grönbaek (24) sowie der gesperrte Luka Vuskovic (18). Bei Kapitän Nicolás Capaldo (27) steht ein Fragezeichen.
Trainer Merlin Polzin (35) erklärte: „Capaldo war in der Woche gesundheitlich angeschlagen und konnte nicht alle Einheiten mitmachen. Er will unbedingt spielen und fühlt sich fit.“ Die Entscheidung sollte am Donnerstag fallen.
Am Donnerstag kehrte Capaldo auf den Trainingsplatz zurück und meldete sich damit einsatzbereit für Mainz.
Der Fall Jean-Luc Dompé (30) und seine Alkoholfahrt sorgte für Aufsehen. Mittlerweile versucht der HSV-Profi, wieder auf dem Platz zu überzeugen. Beim letzten Spiel gegen Union Berlin (3:2) gab er nach seiner Sperre 18 Minuten Spielzeit.
Die Verantwortlichen scheinen ihm vergeben zu haben. Trainer Polzin (35) sagte: „Das Thema haben wir intensiv behandelt. Für mich und vor allem für den Verein war klar, dass wir Haltung zeigen müssen.“ Gleichzeitig betonte er: „Man sollte niemanden komplett verurteilen, sondern als Team zusammenstehen – in guten wie schlechten Zeiten.“
Dompé habe eine klare Einsicht gezeigt. „Mir als Trainer ist wichtig, dass wir den Cut gemacht haben, damit er wie jeder andere die Chance hat, sich für die Startelf zu empfehlen.“ Ob er am Freitag in Mainz beginnt, ist noch offen. Vermutlich wird erneut Winter-Neuzugang Philip Otele (26) in der Startelf stehen.
Gegen Mainz 05 muss Luka Vuskovic (18) wegen einer Gelbsperre pausieren. Somit bleiben ihm aktuell elf Spiele im HSV-Trikot – oder vielleicht doch mehr?
Trainer Polzin (35) antwortete auf die Frage, ob er an einen Verbleib von Vuskovic über den Sommer hinaus glaube: „Ich bin ein Überzeugungstäter und glaube an fußballromantische Dinge, die schwer vorstellbar sind.“
„Wir wollen sehr, dass er weiter für den HSV spielt, besonders in Kombination mit seinem Bruder Mario, der in knapp 270 Tagen seine Dopingsperre beendet. Beide könnten dann zusammen auflaufen.“
Entscheidend ist jedoch auch die Haltung von Tottenham Hotspur. „Es gibt klare vertragliche Vereinbarungen zwischen den Vereinen. Wir sind dankbar, dass wir im letzten Sommer eine Lösung gefunden haben – vor allem mit Tottenham. Für diesen Sommer muss das erneut gelingen.“
Nach dem Sieg gegen Union Berlin sah Vuskovic (18) seine fünfte Gelbe Karte und fehlt am Freitag in Mainz. Die Sperre bringt ihm allerdings auch einige trainingsfreie Tage.
Trainer Polzin (35) erläuterte: „Luka hat bei uns jedes Spiel bestritten und war auch in den Länderspielphasen oft für verschiedene Nationalmannschaften unterwegs. Es ist wichtig, dass er jetzt die Pause bekommt, die er sich verdient hat. Außerdem bringt es uns mehr, wenn er ein paar Tage den Kopf frei bekommt.“
Am Dienstagabend soll Vuskovic nach Hamburg zurückkehren und die Reise nach Mainz mit antreten. „Er hat darum gebeten, weil er unbedingt dabei sein will. Das ist ein gutes Zeichen.“
Wer Vuskovic gegen Mainz ersetzt, ist noch unklar. Polzin sagte: „Daniel Elfadli kennt diese Position und spielte sie zu Saisonbeginn. Warmed Omari, der im Training zuletzt wieder stärker mitmacht und gute Chancen für Freitag hat, ist ebenfalls eine Option.“
Drei Wochen nach seiner Alkoholfahrt darf Jean-Luc Dompé (30) gegen den 1. FC Union Berlin zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen.
Der Franzose war vorläufig suspendiert worden, nachdem bei einer Verkehrskontrolle Ende Januar ein Promillewert von 1,4 festgestellt wurde. Nach seiner Freilassung aus Polizeigewahrsam fuhr er mit einem E-Scooter und beging dabei eine weitere Straftat.
Zusätzlich zur Suspendierung erhielt Dompé vom HSV eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich.
Tabelle 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle bedeutet Folgendes: Derjenige, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (16.) spielt in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Liga um den Klassenerhalt.