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Letzter der 3. Liga zieht Konsequenzen: Ehemaliger Schalke-Star wird neuer Trainer!

Schweinfurt – Der Tabellenletzte der 3. Liga reagiert und zieht die Notbremse! Victor Kleinhenz (34), der den Verein im vergangenen Jahr sensationell zum Aufstieg aus der Regionalliga geführt hatte, muss nun seinen Posten räumen. Sein Nachfolger ist eine echte Bundesliga-Ikone.

Die Unterfranken gaben die Veränderung am Mittwochvormittag bekannt, nachdem die vereinsnahe „Main-Post“ bereits zuvor darüber berichtete.

Neben dem jüngsten Trainer im Drittligafußball wurde auch dessen Co-Trainer Georg Opfermann (37) entlassen.

„Beide haben maßgeblich zum letztjährigen Titelgewinn beigetragen, weshalb ich diese Entwicklung sehr bedauere“, erklärte Geschäftsführer Markus Wolf (57). „Wir danken beiden ausdrücklich für ihren Einsatz und ihr Engagement im Verein und wünschen ihnen für die Zukunft nur das Beste!“

Der neue Chef an der Seitenlinie in Schweinfurt steht bereits fest und ist kein Unbekannter: Der ehemalige Schalker Jermaine Jones (44) übernimmt das Kommando bei den „Schnüdel“.

Wolf zeigte sich begeistert von dieser Verpflichtung: „Mit Jermaine gewinnen wir einen Trainer, der auf eine langjährige Profikarriere zurückblicken kann. Er möchte seine Erfahrungen nun als Coach weitergeben und der Mannschaft wichtige Impulse liefern.“

Mit nur zehn Punkten aus 24 Spielen und einer Tordifferenz von minus 36 rangiert Schweinfurt momentan abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand zum TSV Havelse auf Rang 19 beträgt bereits neun Punkte, bis zum rettenden Ufer sind es sogar 17 Zähler. Ein direkter Wiederabstieg scheint somit unvermeidlich.

Unter Kleinhenz gelangen der Mannschaft lediglich drei Siege, dazu kam am Sonntag ein 1:1 gegen Ingolstadt. Dem stehen 20 Niederlagen gegenüber.

Jones absolvierte in Deutschland Spiele für Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Schalke und bestritt insgesamt 165 Bundesligapartien.

Seine aktive Laufbahn beendete der 69-fache Nationalspieler in den USA, wo er anschließend erste Erfahrungen als Trainer in der U19-Nationalmannschaft sowie beim CV Fuego FC sammelte. Schweinfurt ist nun seine erste Station im Profibereich.

„Ich bin sehr dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und freue mich darauf, bald mit dem Team durchzustarten. Wir wissen, dass uns mit dem Spiel in Duisburg eine große Herausforderung erwartet. Aber genau für solche Partien spielt man Fußball“, sagte der 44-Jährige in einer Mitteilung des Vereins.

Erstmeldung um 10:40 Uhr, letzte Aktualisierung um 12:32 Uhr.