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16 Partien ohne Sieg: Drittligist in der Krise startet mit neuem Konzept

Saarbrücken – Für den Klassenerhalt setzt der 1. FC Saarbrücken jetzt auf einen kompletten Umbruch in der sportlichen Leitung. Mitten im Abstiegskampf der 3. Liga hat der Verein eine neue Führungsebene installiert. Argirios Giannikis (45) wird künftig als Cheftrainer fungieren, während Markus Thiele (44) die Position des Sportvorstands übernimmt.

Diese Veränderungen wurden von den angeschlagenen Saarländern am Mittwoch offiziell verkündet.

Der 45-jährige Deutsch-Grieche war zuletzt als Trainer beim TSV 1860 München tätig, Thiele war bis November letzten Jahres Geschäftsführer beim SSV Ulm.

Der FCS steht momentan mit 24 Punkten auf dem 16. Platz und hat somit nur einen einzigen Zähler Vorsprung vor den Abstiegsrängen. Zudem wartet das Team bereits seit 16 Ligaspielen auf einen Sieg.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese schwierige Phase nur gemeinsam überwinden können, wenn alle an einem Strang ziehen“, betonte Giannikis bei seiner Vorstellung.

Thiele ergänzte: „In meiner bisherigen Laufbahn habe ich erfahren, wie wichtig klare Strukturen, eine konsequente Kaderplanung und ein gemeinsamer Fokus sind. Beim FCS wollen wir all diese Aspekte bündeln, um sportlich Fortschritte zu erzielen.“

Ende November war der bisherige Cheftrainer Alois Schwartz (58) nach acht sieglosen Begegnungen entlassen worden. Sein Nachfolger Jürgen Luginger (58) übernahm zunächst als Interimstrainer. Doch obwohl der Klub Ende Dezember eigentlich eine Vertragsverlängerung bis zum Saisonende beschlossen hatte, gelang es Luginger nicht, die Situation entscheidend zu verbessern. Er konnte in der 3. Liga lediglich vier Unentschieden und vier Niederlagen verbuchen, auch wenn die Mannschaft öfter gute Ansätze zeigte.

Giannikis kennt die Rolle des Krisenmanagers bereits: In München übernahm er zur Rückrunde der Saison 2023/24 die „Löwen“ auf dem 15. Tabellenplatz und sicherte mit 26 Punkten aus 19 Spielen den Klassenerhalt.