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1. FC Magdeburg nimmt Stellung zu Ausschreitungen beim Spiel gegen Dresden: „Kein vorher geplanter Angriff“

Magdeburg – Abseits des sportlichen Geschehens kam es beim Duell zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden zu schweren Krawallen zwischen Anhängern und Polizei. Nun äußert sich der Verein erstmals ausführlich zu den Vorfällen.

Bereits am Sonntag veröffentlichte der 1. FC Magdeburg eine kurze Erklärung, die jedoch inhaltlich nur wenige Details enthielt.

Nun folgte eine weitere Stellungnahme, in der der FCM die Situation klar beschreibt: „Nach den uns vorliegenden Informationen handelte es sich nicht um einen im Vorfeld geplanten Angriff, sondern um eine Lage, die sich dynamisch und außer Kontrolle entwickelt hat.“ Diese Aussage steht zunächst im Widerspruch zu den Darstellungen der Polizei, die vermutet, dass „die Auseinandersetzung bewusst gesucht wurde.“

Demnach sollen Heimfans versucht haben, „gewaltsam sowohl durch den Innenraum als auch den Stadionumlauf in Richtung des Gästeblocks vorzudringen.“

Der weitere Ablauf der Ausschreitungen wird vom Verein folgendermaßen geschildert: „Daraufhin kam es zur Konfrontation mit den Einsatzkräften, die zur Unterstützung des Ordnerdienstes im Umlauf hinter der Nordtribüne eingesetzt waren.“

Magdeburg berichtet außerdem, dass der Versuch, in den Gästebereich zu gelangen, erfolgte, „nachdem aus dem Gästeblock zwei Raketen und vier Böller in den Heimbereich abgefeuert wurden.“

Bezüglich der Forderung, in der Avnet-Arena bis zum Saisonende ausschließlich Geisterspiele auszutragen, erklärt der Verein: „Solange der Untersuchungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, möchten wir keine vorschnellen Urteile fällen oder Maßnahmen ankündigen.“

Auch fünf Tage nach den Ereignissen bekräftigt die Stellungnahme die zentrale Botschaft: „Der 1. FC Magdeburg steht für Zusammenhalt, Verantwortung und ein friedliches Stadionerlebnis für alle. Wir verurteilen die Geschehnisse vom Samstag auf das Schärfste.“

Mit einem Blick nach vorn fügt der FCM hinzu: „Unsere Aufgabe ist es nun, gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zu finden, um derartige Vorfälle künftig zu verhindern.“ Die Spannung zwischen Fans, Polizei und Klub wird auch am kommenden Freitag spürbar bleiben.