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Ungewisse Zeiten trotz Klassenerhalt: FCM steht vor einer aufregenden Sommerpause

Magdeburg – Nach einer langen Spielzeit hat der 1. FC Magdeburg mit dem Verbleib in der 2. Bundesliga sein zentrales Ziel erreicht. Dennoch bleiben einige offene Fragen, obwohl die Liga-Zugehörigkeit für die kommende Saison gesichert ist. Der FCM befindet sich in einer spannenden Übergangsphase.

Obwohl das Team am vergangenen Sonntag mit einer 0:1-Niederlage gegen Kaiserslautern vom Platz ging, konnten die Magdeburger zusammen mit den Anhängern in der Avnet-Arena den Klassenerhalt feiern. Hinter den Verantwortlichen lagen anstrengende Monate, in denen das Überleben in der Liga stets im Fokus stand.

Schon während der Feierlichkeiten wurde deutlich, dass im Sommer ein größerer personeller Umbruch bevorsteht. Gleich zwölf Spieler wurden auf dem Rasen verabschiedet. Zu diesen gehörten Samuel Loric, Herbert Bockhorn, Laurin Ulrich (Leihende), Maximilian Breunig (Leihende), Noah Pesch (Leihende), Connor Krempicki, Marcus Mathisen, Falko Michel, Jean Hugonet, Silas Gnaka, Philipp Hercher sowie Max Geschwill (Leihende).

Mit einigen dieser Spieler plant man jedoch noch Gespräche. Sowohl Sportdirektor Peer Jaekel als auch Trainer Petrik Sander hoben eindringlich hervor, dass die Verabschiedungen ausschließlich wegen auslaufender Verträge erfolgten. Das bedeute jedoch nicht, dass man einzelne Akteure im nächsten Jahr nicht doch wieder im Magdeburger Trikot sehen könnte.

Ein Spieler, den die Fans bestimmt gerne zurück auf dem Spielfeld hätten, ist Laurin Ulrich. Der Leihspieler aus Stuttgart verpasste das letzte Heimspiel verletzungsbedingt – ein Fehlen, das laut Sander spürbar war: „Heute hat man deutlich gemerkt, wie sehr er uns gefehlt hat“, erklärte der Coach. Auf die Frage, ob man auch in der kommenden Saison mit Ulrich rechne, zeigte sich der 65-Jährige offen: „Wir sind im Austausch. Es wäre wirklich wünschenswert.“

Schon jetzt stehen allerdings zwei Personalien fest, bei denen man durchaus diskutieren kann, ob sie nicht zu den wichtigsten zählen. Nach den Verabschiedungen verkündete der Stadionsprecher auf dem Rasen die Vertragsverlängerungen des Trainerduos Pascal Ibold und Petrik Sander – eine Nachricht, die von den Zuschauern in der Avnet-Arena mit großem Beifall aufgenommen wurde.

Offenbar war diese Verlängerung jedoch nicht jedem Magdeburger sofort bewusst: „Hab ich das richtig verstanden, sie haben verlängert?“, fragte Alexander Nollenberger nach dem Spiel die anwesenden Journalisten. Nachdem dies bestätigt wurde, zeigte sich auch der flinke Außenbahnspieler sichtlich erleichtert.

Bereits auf der Pressekonferenz am Freitag hatte Petrik Sander erwähnt, dass das Thema intensiv in seinem familiären Umfeld diskutiert wurde. „Man wird ein Leben lang unterstützt und fühlt sich irgendwann verpflichtet, diese Unterstützung auch zurückzugeben“, erklärte der 65-Jährige nach der Partie.

Gleichzeitig ließ Sander durchblicken, dass die Gespräche nicht unkompliziert verliefen: „Natürlich hat nicht jeder sofort begeistert reagiert.“ Was letztlich zur Einigung führte? „Viele Zugeständnisse meinerseits“, gab Sander mit einem Schmunzeln preis.