„Unüberlegt“ und „dumm“: Magdeburg unter Druck im Tabellenkeller
Von Malte Zander
Magdeburg – Den Start ins neue Jahr hatten sich die Verantwortlichen in Magdeburg ganz anders vorgestellt. Auf den starken 3:0-Erfolg bei Eintracht Braunschweig folgten zwei Niederlagen, bei denen der Zweitligist 1. FC Magdeburg zum Teil in alte, eigentlich überwundene Fehler verfiel.
Nach der 1:2-Niederlage gegen Hannover 96 fielen in der Mixed Zone daher auch die Begriffe „unüberlegt“ und „dumm“.
Beim 0:1 war der FCM wegen einer Behandlungspause in Unterzahl, spielte dennoch offensiv und riskant, wodurch sie letztlich ausgekontert wurden.
„Das war einfach unklug. Vielleicht hätte man den Ball besser hinten halten sollen, bis der Schiedsrichter das Spiel wieder freigibt“, erklärte Abwehrspieler Tobias Müller (31), der wegen einer blutenden Lippe außerhalb des Spielfelds behandelt werden musste.
„Das war definitiv ein dummer Fehler von uns“, stimmte Innenverteidiger Marcus Mathisen (29) seinem Kollegen zu.
Obwohl Magdeburg nach dem Seitenwechsel zurückkam und den Ausgleich erzielte, kassierte das Team innerhalb von zwei Minuten den nächsten Gegentreffer.
„Der Wendepunkt war das schnelle Gegentor zum 1:2, da man nach dem Ausgleich moralisch im Aufwind war und eigentlich mehr Kontrolle hätte übernehmen müssen“, erklärte Trainer Petrik Sander (65).
Statt das Spiel zu beruhigen, war die zweite Halbzeit „ein wenig chaotisch“ (Mathisen). Keine Mannschaft konnte die Initiative übernehmen, dennoch gab es noch Chancen – die beste vergab Mathisen, dessen Schuss an die Latte knallte.
Mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Tabellenletzten Greuther Fürth – dem kommenden Gegner aus Franken – ist der FCM am kommenden Freitag (18:30 Uhr, Sky) dringend auf drei Zähler angewiesen, um im Tabellenkeller nicht weiter abzurutschen.
Mathisen bleibt dennoch zuversichtlich: „Wenn man sich das Spiel heute und auch das letzte anschaut, sind wir auf einem guten Weg und spielen oft ansehnlichen Fußball.“
Die unnötigen Fehler muss Magdeburg bis zum Auswärtsspiel in Fürth aber abstellen, wie auch Mathisen betont: „In Fürth müssen wir gewinnen.“ Ansonsten droht dem FCM erneut die rote Laterne.